Ägyptischer Publizist fordert von Israel Entschädigung für „biblische Plagen“

„Wir verlangen vom Staat Israel Entschädigung für die zehn Plagen, die unsere Vorväter in Ägypten vor Tausenden Jahren infolge der Flüche der jüdischen Vorväter erleiden mussten.“ CIMG0825

Das schrieb der anerkannte ägyptische Kolumnist Ahmed Al-Gamal kurz vor dem jüdischen Pessachfest und erregte damit großes Aufsehen.

Er hat der neuen Regierung in Kairo vorgeschlagen, Israel anzuklagen:

„Die Juden haben das Land damals mit Heuschrecken geschlagen und die Landwirtschaft zerstört, den Nil mit Blut gefärbt, so dass man kein Wasser trinken konnte, Dunkelheit geschickt, Frösche und die Erstgeborenen getötet“, zählt Al-Gamal in seinem Artikel auf.

„40 Jahre wanderten die Kinder Israels in der Wüste und haben unsere Waren während der Wanderung genossen, die sie vor dem Auszug von uns gestohlen haben“, fügte Al-Gamal hinzu, der Kairo vorschlug, nicht nur Israel anzuklagen, sondern ebenso Frankreich, Großbritannien und die Türkei. Frankreich, weil Napoleon nach Ägypten einmarschierte, Großbritannien wegen der britischen Kolonisation und die Türken wegen der ottomanischen Eroberung.

In den israelischen Medien, besonders auf den religiösen Webseiten, machte die ägyptische Meldung kurze Schlagzeilen und wurde schmunzelnd aufgenommen. Andere betonten, dass zuerst Ägypten Israel entschädigen müsse, einmal wegen der Sklavenarbeit der jüdischen Vorväter und zudem wegen der Tötung aller männlichen jüdischen Babys im Pharaonenreich (vgl. Exodus 1,22).

Quelle: http://www.israelheute.com


Unionsfraktion fordert: Rußland muß Minderheitenrechte der Krimtataren wahren

Der außenpolitische Sprecher der Minderheit der Krimtataren, Ali Khamzin, hat sich am heutigen Donnerstag mit der menschenrechtspolitischen der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach, in Berlin getroffen; sie ist zugleich die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen (BdV). 10

Zur Begegnung mit Ali Khamzin erklärt Erika Steinbach (siehe Foto):

„Russland und die Regierung der nunmehr in die Russische Föderation eingegliederten Krim sind dringend aufgefordert, die Rechte der krimtatarischen Minderheit zu achten.

Die Krimtataren blicken nach der völkerrechtswidrigen Annexion der ukrainischen Halbinsel Krim mit Furcht und Sorge in ihre Zukunft. Sie wollen nicht unter russischer Verwaltung leben und müssen sich schmerzlich damit arrangieren.

Die Angst der Tataren, erneut gezwungen zu sein, die Heimat verlassen zu müssen, ist tief und begründet. 5000 von ihnen sollen die Krim in den letzten Wochen verlassen haben.

Die Regierung der Schwarzmeerhalbinsel lehnte dieser Tage die Forderung nach einem autonomen Gebiet für die Minderheit der rund 300.000 Krimtataren ab, die sich am Referendum zur Loslösung der Krim von der Ukraine ganz bewusst nicht beteiligten.

Stattdessen streben sie einen Volksentscheid über ihre weitgehende Autonomie an. Sie befürchten den russischen Druck, sich assimilieren und Einschränkungen ihrer Kultur und Sprache hinnehmen zu müssen. Die Krimtataren fürchten um ihre Häuser, die sie sich in den Jahren nach der Rückkehr auf die Krim errichten. Die Eigentumsrechte sind ungeklärt.“

Hintergrund

Zwölf Prozent der rund zwei Millionen auf der Krim lebenden Bevölkerung gehören der muslimischen Volksgruppe der Tataren an. Im Mai 1944 waren die seit Jahrhunderten auf der Krim ansässigen Tataren von Stalin nach Zentralasien deportiert worden, da der Diktator sie der Kollaboration mit den deutschen Besatzern bezichtigte. Etwa die Hälfte des Turkvolkes starb dabei.

1991 kehrten viele Tataren und deren Nachkommen auf die Krim zurück. Ihr Verhältnis zu Moskau ist bis heute von Misstrauen und Sorge geprägt. Die Krimtataren unterstützen die oppositionellen demokratischen Kräfte des Kiewer Maidan.


Evangelischer Theologe empfiehlt eine Rückbesinnung auf die Beichte

Meldung der evangelikalen Nachrichtenagentur IDEA:

Zur Wiederentdeckung der Beichte hat der Theologieprofessor Peter Zimmerling (Leipzig) aufgerufen. Wer regelmäßig seine Sünden bekenne, erfahre Heilung und erhalte geistliche Vollmacht und Frische zurück, sagte er in einem Interview mit der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA.

Ihm zufolge ist das Beichtgespräch in den evangelischen Kirchen weitgehend in Vergessenheit geraten. Die Hauptursache sei die Überzeugung vieler Menschen, dass sie gut seien und keine Beichte nötig hätten. bild-jesus-oben

Zudem rechne die Mehrheit nicht damit, dass sie ihr Handeln vor Gott verantworten müsse. Wer nicht beichte, suche sich einen Sündenbock, beschönige sein Handeln oder betäube sein Gewissen. Dagegen bedeute beichten, dass man nicht mehr auf seine Schuld festgelegt sei, sondern Befreiung erfahre.

Prof. Zimmerling betont, daß die Beichte nicht nur etwas für Katholiken sei. Auch Martin Luther habe dazu aufgerufen und sie selbst wöchentlich vollzogen. Menschen, die nicht beichteten, seien nach Luthers Einschätzung keine Christen.

Psychotherapie als Ersatz für die Beichte?

Nach Zimmerlings Beobachtung ersetzt die Psychotherapie häufig das Beichtgespräch. Die Mehrheit der Kirchenmitglieder habe kein inneres Verhältnis zu ihrer Kirche und kein Vertrauensverhältnis zu ihrem Pfarrer. Deshalb liege der Gang zum Therapeuten dann oft näher.

Zudem hätten viele Menschen den Eindruck, dass sie sich bei ihm eher aussprechen können, ohne moralisch verurteilt zu werden. Zur Frage, was Beichte und Psychotherapie unterscheide, erläuterte Zimmerling: imageCATKHONR

„Die Beichte lebt von der Vergebung der Sünden durch Gott, die ein befreites Weiterleben ermöglicht. Dagegen besteht bei der Psychotherapie die Gefahr, dass man sich zu sehr mit der Archäologie der Seele beschäftigt: Man sucht zu sehr in der Vergangenheit und vergisst den Blick nach vorn.“

Zimmerling forderte dazu auf, sich in der Beichte an den Zehn Geboten auszurichten. Sie deckten nicht allein sexuelle Sünden wie den Ehebruch ab, sondern ein viel weiteres Spektrum. Wahrscheinlich sei bei Frommen z.B. die Habgier heute viel weiter verbreitet.

Zimmerling: „Mit einem geschärften Gewissen entdeckt man, dass man nicht so ist, wie man eigentlich gerne sein möchte. Deshalb ist die Beichte ein ausgezeichnetes Mittel, sich der Gnade Gottes zu vergewissern.“

Im Normalfall sollte das Bekennen der Sünden laut Zimmerling fünf bis zehn Minuten dauern und nicht bis ins letzte Detail gehen, aber auch nicht so allgemein bleiben, dass die Beichte keine Überwindung mehr koste.

Praktiziert werde die Beichte evangelischerseits zum Beispiel bei der ökumenischen Bruderschaft Taizé. Dort gebe es nach dem Abendgebet lange Schlangen junger Menschen, die das Gespräch suchen. Häufig werde auch auf Kirchentagen vom Angebot der Beichte Gebrauch gemacht. Dort könne man mit Menschen sprechen, die man danach im Leben nie wiedersieht.

Prof. Zimmerling ist Autor des Buches „Beichte. Gottes vergessenes Angebot“ (Evangelische Verlagsanstalt Leipzig).

Quelle: http://www.idea.de


Pakistan: Tausende nicht-muslimische Mädchen verschleppt und zwangsverheiratet

Christliche und hinduistische Familien können sich nicht wehren

Jedes Jahr werden im islamisch geprägten Pakistan rund eintausend Mädchen aus christlichen und hinduistischen Familien verschleppt und zur Heirat mit Muslimen gezwungen.

Wie aus einem Bericht hervorgeht, der von der “Bewegung für Solidarität und Frieden“ herausgegebenen wird, in der sich verschiedene Nichtregierungsorganisationen, Vereine und Einrichtungen, darunter auch die “Justitia et Pax”-Kommission der pakistanischen Bischofskonferenz zusammenschließen, werden ein weiteres Mal die bereits in den vergangenen Jahren vom Fidesdienst veröffentlichten Daten bestätigt: Fussmatte__

Nach Schätzungen handelt es sich dabei um 700 Mädchen aus christlichen Gemeinden und 300 Mädchen aus hinduistischen Gemeinden. Dabei handelt es sich um Fälle, die offiziell gemeldet wurden: „Das tatsächliche Ausmaß des Problems ist wahrscheinlich viel größer, denn viele Fälle werden gar nicht bekannt”, heißt es in dem Bericht mit dem Titel: “Forced marriages and forced conversions in the Christian community of Pakistan”.

Die Veröffentlichung dokumentiert Fälle von christlichen jungen Frauen insbesondere in der Provinzen Punjab und von Frauen aus hinduistischen Gemeinden in der Provinz Sindh. Es handelt sich um Mädchen und junge Frauen im Alter zwischen 12 und 25 Jahren aus armen Familien und den unteren Gesellschaftsschichten.

Wenn die Familien Anzeige erstatten, werden sie dabei oft von den Sicherheitsbehörden abgewiesen oder von der Familie des künftigen Ehemanns bedroht. Kommt es zu einer Gerichtsverhandlung, erklären die eingeschüchterten Mädchen häufig, dass sie sich aus eigenem Willen bekehrt und geheiratet haben.

“Wenn sie sich in den Händen der Entführer befinden, dann werden die Mädchen oft sexuell missbraucht und geschlagen oder sie werden Opfer von Menschenhandel”, heißt es in dem Bericht, der auch den historischen und sozialen Kontext des Phänomens beschreibt  und der „die mangelnden rechtlichen und politischen Garantien zum Schutz der Menschenrechte für religiöse Minderheiten„beklagt.

Dominikanerpater James Channan, der das “Peace Center” in Lahore leitet, erklärt gegenüber dem Fidesdienst:

“Das Phänomen existiert. Es ist wirklich alarmierend und besorgniserregend für Christen und Hindus, die sich unsicher und angreifbar fühlen.

Wir haben uns mit verschiedenen Fällen der Zwangsverheiratung befasst: die jungen Frauen kommen aus weniger wohlhabenden Schichten und oft sind es reiche Muslime die dies ausnutzen und sie missbrauchen. Ich habe den Eindruck, dass Christen und Hindus in Pakistan immer noch Opfer sozialer, religiöser und politischer Diskriminierung werden und dass dieses Phänomen zunimmt“. 

Quelle: vatikanischer Fidesdienst / Foto: IGFM


Gott beruft Abraham zum Vater vieler Völker

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Gen 17,1a.3-9:

In jenen Tagen, als Abram neunundneunzig Jahre alt war, erschien ihm der HERR und sprach zu ihm: Ich bin Gott, der Allmächtige. Geh deinen Weg vor mir, und sei rechtschaffen!  ???????

Abram fiel auf sein Gesicht nieder; Gott redete mit ihm und sprach:

Das ist mein Bund mit dir: Du wirst Stammvater einer Menge von Völkern. Man wird dich nicht mehr Abram nennen. Abraham (Vater der Menge) wirst du heißen; denn zum Stammvater einer Menge von Völkern habe ich dich bestimmt.

Ich mache dich sehr fruchtbar und lasse Völker aus dir entstehen; Könige werden von dir abstammen.

Ich schließe meinen Bund zwischen mir und dir samt deinen Nachkommen, Generation um Generation, einen ewigen Bund: Dir und deinen Nachkommen werde ich Gott sein.

Dir und deinen Nachkommen gebe ich ganz Kanaan, das Land, in dem du als Fremder weilst, für immer zu eigen, und ich will ihnen Gott sein.
Und Gott sprach zu Abraham: Du aber halte meinen Bund, du und deine Nachkommen, Generation um Generation.

Gemälde: Evita Gründler