Evangelisches Wort für ein Europa mit christlichen Werten und Idealen

Offener Brief von Almut Rosebrock

Sehr geehrter Herr Bundespräsident Gauck!

Foto: Radio Vatikan

Foto: Radio Vatikan

Sehr geehrte Frau Kanzlerin Merkel!
Sehr geehrte Politiker des Deutschen Bundestages!

Gerne denke ich an die Rede des „Deutschen Papstes“ 2011 im Bundestag zurück, die nach zunächst kontroversen Diskussionen am Ende sehr positiv aufgenommen wurde.

Auch ich fand sie bemerkenswert, da sie mit einfachen und schlüssigen Worten unser demokratisches System, das von Anfang aus dem Grundgedanken der Würde jedes einzelnen Menschen (als geliebtes Kind / Schöpfung Gottes!) erwachsen ist  –  das war 1949, nach dem Inferno des Krieges ganz stark von Bedeutung für Adenauer und alle verantwortlichen Politiker – und auch die Bürger!  –   auf das Fundament der Bibel, der Geschichte Gottes mit den Menschen – und der Geschichte der Menschen mit Gott – zurückführte.

Diesen Sonntag (27.4.14) wurden nun in Rom Benedikts Vorgänger, Johannes Paul II., sowie Johannes XXIII., der vor 50 Jahren das 2. Vatikanische Konzil einberief, das zu einer bemerkenswerten Erneuerung, Belebung und Veränderung der kath. Kirche  –  auf biblischer Grundlage  –  führte, von Papst Franziskus – in Anwesenheit von Benedikt – heilig gesprochen. media-358103-2

Johannes Paul II. hat als erster polnischer Papst das Gesicht Europas und auch der Welt geprägt und verändert. Ich glaube nicht, dass Europa so aussähe, wie es heute ist (ich meine jetzt nicht explizit die EU, die ich persönlich kritisch betrachte!), wenn es nicht diesen Papst gegeben hätte.

Da ich selbst evangelisch bin wie Sie auch, habe ich eine gewisse Distanz zur „Heiligsprechung“. Ich lasse mich jedoch gerne auf die Botschaft ein. Und mir bedeutet die Geschichte etwas!

Almut Rosebrock

Almut Rosebrock

In der auf die Heiligsprechungszeremonie folgenden Messe wurde der Evangeliumstext auf Latein und Griechisch gelesen. Es beteten Menschen in mehreren Sprachen – und Deutschland stand mal nicht im Zentrum.

Ich fand das einerseits wohltueend – und andererseits hat mir, bei diesem bedeutenden Anlass, doch eine etwas „gewichtigere“ deutsche Abordnung gefehlt!

Deutschland, das sich ständig seiner „führenden Rolle in der EU“ rühmt. Schön, dass wenigstens Frau Nahles und Herr Singhammer da waren!
(Ein spezieller Gruß geht hiermit an Sie beide!)

Ich habe in diesem Gottesdienst auf dem Petersplatz – und auch bereits im Ostergottesdienst – gespürt,  was Europa ist – und wo Europa seine Wurzeln hat – haben muss !!!

Kultur, Musik, Bildung, Diskussionskultur usw. – das gelebte Christentum findet sich überall, und zwar als Faktor, der Menschen in Bewegung gebracht hat!

Sei es, um armen, alten, kranken oder jungen Menschen, Familien, Benachteiligten, Fremden zu helfen (Wohltätigkeit – Caritas).

Sei es, um gegen herrschende Systeme aufzustehen (oder im Verborgenen zu wirken!), die als UNRECHT oder menschenfeindlich erkannt wurden (Prüfen – Warnen – Mahnen).

Sei es, um zu denken, zu bilden, Strukturen, die lebensfördernd sind, in Verantwortung vor GOTT, dem SCHÖPFER zu schaffen, zu pflegen, weiterzuentwickeln. (1. Mose: Macht Euch die Erde untertan. Und Gott sah, dass es gut war.)

Wer vor GOTT niederkniet, kann vor Menschen geradestehen. media-521118-2

Und: Wo der Geist des HERRN ist, da ist Freiheit. (Bibel)

Das sind mir seit Jahren teure und wertvolle Sätze…

PAPST FRANZISKUS hat eine sehr griffige Sprache – und klare, biblisch fundierte Aussagen. Das fasziniert mich.

Vor allem, da heutzutage so vieles zerredet wird. Vor allem, da meine / unsere evangelische Kirche in manchen Fragen nicht (mehr) auf dem Fundament der Bibel steht. Ich danke Papst Franziskus dafür. Und bin gespannt, wie es weitergehen wird…

Ich werde auf dem Katholikentag in Regensburg (28.5. – 1.6.2014) mit dem Thema „Mit Christus Brücken bauen“ dabei sein. Ich bin gespannt darauf.

Ich wünsche Ihnen Weisheit, Weitsicht und Fingerspitzengefühl für Ihre verantwortlichen Aufgaben!

Seien Sie versichert, dass hunderttausende Menschen täglich für sie und für diese Anliegen im Gebet vor GOTT stehen.

Mit freundlichen Grüßen!

Almut Rosebrock, Mutter, Apothekerin, verantwortlich und kritisch mitdenkende Bürgerin, 46 Jahre

Aktionsbündnis „Gerne leben mit Kindern“, www.glmk.de

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Almut Rosebrock, Rheinblick 1 in 53343 Wachtberg, Tel. 0228/340926



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