Der MAI im Gedicht: die liebliche Zeit

 
Im Maien, im Maien, da ist es so schön,
Da blüht es im Tal und da grünt‘s auf den Höh‘n;             Neresheim-DSC_0129
Es singen die Vögel in jubelnder Lust,
Was lebet, das ist sich des Lebens bewußt.
 
Im Maien, im Maien, o liebliche Zeit!
Der Frühling hat alles mit Blüten beschneit,
Er bringet die Hoffnung in jegliches Herz,
Er mehret die Freuden und lindert den Schmerz.
 
Im Maien, im Maien, o freu‘ dich, mein Herz!
Und steig‘ wie die Lerchen auch himmelwärts,
Dank‘ Gott so wie sie auch mit Jubelgetön:
Im Maien, im Maien, da ist es so schön!
 
Hoffmann von Fallersleben (1798-1874)
 

Foto: Dr. Bernd F. Pelz

 

 


CDU/CSU-Fraktion: 12-Punkte-Forderungen gegen Menschenhandel und Zwangsprostitution

Der Ausschuss für Menschenrechte und humanitäre Hilfe des Deutschen Bundestages veranstaltet am heutigen Mittwoch eine öffentliche Anhörung zum Thema „Menschenhandel und Zwangsprostitution in Europa“.

Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach:

„Nach aktuellen Zahlen der Internationalen Arbeitsagentur ILO verdienen Menschenhändler weltweit 150 Milliarden Dollar pro Jahr. Am verheerendsten ist die Situation im Bereich der Zwangsprostitution. Die bereits vorliegenden Stellungnahmen der Sachverständigen der heutigen Anhörung bestätigen auch für Deutschland dringenden Handlungsbedarf. Fussmatte__

Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion hat Anfang April 2014 ein Eckpunktepapier mit zwölf konkreten Forderungen zur Bekämpfung von Zwangsprostitution und Menschenhandel vorgestellt.

Neben der Einführung einer Erlaubnispflicht für und der Schaffung von umfassenden Kontrollrechten von Prostitutionsstätten wollen wir u.a. eine Altersgrenze von 21 Jahren für die Ausübung der Prostitution festsetzen. Darüber hinaus soll zukünftig eine Anmeldepflicht für alle Prostituierten die Unterscheidung zwischen legaler und illegaler Prostitution ermöglichen.

Verpflichtende Gesundheitsuntersuchungen beim Amtsarzt sollen auch einen Vertrauensraum für offene Gespräche mit den potenziellen Opfern schaffen sowie eine Möglichkeit zu Beratung und Hilfe sein. Mit der Strafbarkeit von Freiern wollen wir ein klares Signal der Abschreckung senden: Wenn Freier die Zwangslage der Opfer wissentlich und willentlich ausnutzen, müssen sie zur Rechenschaft gezogen werden. Außerdem muss das im Prostitutionsgesetz verankerte Weisungsrecht der Bordellbetreiber dringend fallen.

Deutschland ist durch das 2001 von der rot-grünen Bundesregierung verabschiedete Prostitutionsgesetz zum ‚Bordell Europas‘ geworden. Darunter leiden tausende Zwangsprostituierte, vornehmlich junge Frauen und Mädchen aus Osteuropa. Wir wollen nun Abhilfe schaffen. Die Zeit drängt.“

Hintergrund:

Das Eckpunktepapier zur Bekämpfung von Zwangsprostitution und Menschenhandel finden Sie unter: www.cducsu.de/themen/familie-frauen-arbeit-gesundheit-und-soziales/licht-ins-dunkelfeld-prostitution-bringen

Foto: IGFM


Nordkorea: Diktatur und weltweit schlimmste Religionsverfolgung

Im kommunistisch beherrschten Nordkorea gibt es keinerlei Religionsfreiheit; die dortige Diktatur gilt weltweit als die christenfeindlichste.

Der Bericht “World Watch List 2013”, den die US-amerikanische Organisation “Open Doors” herausgibt, stellt das Land an die erste Stelle der Länder, die Glaubensfreiheit unterdrücken.

Foto: HMK

Nach Angaben von “Open Doors” leben heute in Nordkorea zwischen 100.000 und 400.000 Christen, die sich trotz drohender Haft oder Todesurteilen in sog. “Hauskirchen” versammeln und “Untergrundgemeinden” bilden.

Wie die “Christian Aid Mission” berichtet leitet ein Pastor “drei Untergrundgemeinden in Nordkorea mit insgesamt 87 Mitgliedern”.

Die christliche Nichtregierungs-Organisation “318 Mission Partner”, die illegalen Auswanderern aus Nordkorea hilft, schätzt, dass es dort über 10.000 Untergrundgemeinden gibt.

Die katholische Kirche in Südkorea betont, dass es unmöglich sei, diese Daten zu prüfen und Zahlen von diesem Ausmaß angesichts von strenge Sicherheitsmaßnahmen und eine engmaschige Kontrolle durch die Militärs eher unwahrscheinlich erscheinen.

Nach Ansicht von Menschenrechtsorganisationen, darunter Amnesty International, werden in den berüchtigten “Arbeitslagern” Nordkoreas, über 200.000 Häftlinge aus politischen oder (anti-)religiösen Gründen festgehalten.

Anfang des 20. Jahrhunderts wurde die heutige nordkoreanische Hauptstadt Pjöngjang als “Jerusalem des Orients” bezeichnet, das es hier viele Christen und über 3.000 Kirchen gab.

Die Christenverfolgung begann 1910, als Japan die Kontrolle über die koreanische Halbinsel übernahm und spitzte sich mit der Machtübernahme des kommunistischen Regimes unter Kim Il-Sung nach dem 2. Weltkrieg zu; sie wurde unter dessen Sohn Kim Jong-Il und heute unter Kim Jong-Un fortgesetzt.

Derzeit gibt es in Pjöngjag offiziell nur eine Kirche, wo hin und wieder katholische Priester aus Südkorea bei ihren seltenen Missionen im Norden (z. B. bei Hilfsprogrammen von Caritas Korea) einen Gottesdienst mit den von den Behörden ausgewählten Teilnehmern feiern.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst

Foto: HMK


Kassel: Kongreß von „Open Doors“ am 24. Mai

Verfolgte Christen berichten aus Nordkorea, Syrien und Indonesien

Schätzungsweise 100 Millionen Christen werden heute weltweit aufgrund ihres Glaubens verfolgt. Der jährliche Open Doors Tag des gleichnamigen überkonfessionellen christlichen Hilfswerkes informiert über die Situation verfolgter Christen.

„Jesus. Unsere Zuflucht“ lautet das Thema des Tages, der am kommenden Samstag, den 24.Mai, von 10.30  –  17 Uhr im Kongress Palais in Kassel stattfindet. Erwartet werden mehr als 1000 Besucher. Der Eintritt ist frei.

Zu Gast sind Sprecher aus Syrien, Indonesien und Nordkorea. Pastor Edward und seine Frau Rana berichten aus Syrien. Der Bürgerkrieg macht das Land seit 2011 zu einem der weltweit gefährlichsten Orte für Christen.

Open Doors arbeitet mit örtlichen Kirchen in Syrien zusammen und versorgt mehrere zehntausend Menschen.

Pastor Michael aus Indonesien wurde brutal überfallen. Obwohl der Überfall bleibende Schäden hinterließ, war er bereit zu vergeben. Hea Woo aus Nordkorea berichtet, wie sie mit Gottes Hilfe das Arbeitslager überlebt und ihren Glauben an Christus behalten hat.

Zum Programm gehören auch Filmbeiträge und gemeinsame Gebetszeiten. Der Open Doors Tag ist ein Tag der Verbundenheit, Anteilnahme und Ermutigung für verfolgte Christen. Für Kinder wird parallel ein extra Programm angeboten.

Der Tag wird auch per Livestream vom Hauptveranstaltungsort in Kassel direkt in viele Kirchengemeinden und christliche Gruppen in ganz Deutschland übertragen.

Weitere Infos zur Hauptveranstaltung in Kassel und zur Liveübertragung gibt es unter www.opendoors.de/odtag.


Der Katholikentag hat sein Ziel erreicht: 4000 Gastgeber gefunden!

„Auf der Zielgeraden haben wir einen grandiosen Endspurt hingelegt!“  –  freut sich Dr. Martin Stauch, Geschäftsführer des 99. Dt. Katholikentags. Erst kurz vor knapp konnte die erforderliche Zahl an privaten Schlafmöglichkeiten eingefahren werden.

Auch Armin Wolf ist hochzufrieden mit dem Ergebnis: „Unsere Kampagne ´Engerl sucht Herberg!` ist ein voller Erfolg – dank des großen Engagements der Vielen, die Plätze zum Übernachten zur Verfügung stellen.“ 4.000 Betten gefunden

Als Schirmherr hat er das Projekt von Anfang an begleitet und unterstützt. Ganz ausdrücklich bedankt er sich bei den 1543 Gastgebern, die insgesamt 4091 Betten zur Verfügung gestellt haben.

FOTO: Werbemaßnahme unter der 1000-jährigen Wolfgangseiche bei Neueglofsheim

Auch den 300 Ehrenamtlichen, den Unterstützern, dem Donaueinkaufszentrum, der Hypo- Vereinsbank Regensburg und allen, die fleißig geworben und die Aktion unterstützt haben, danken Armin Wolf und Dr. Martin Stauch herzlich.

Alle, die bei der Anmeldung angeben haben, dass sie privat unterkommen möchten, können sich nun auch auf eine Unterkunft bei Privatleuten freuen: „Der Bedarf konnte gedeckt werden.“

In gut einer Woche, am Mittwoch, dem 28. Mai, beginnt der 99. Katholikentag 2014 mit einer großen Eröffnungsveranstaltung um 18 Uhr am Südportal des Regensburger Doms St. Peter.

Neben Grußworten, musikalischen Akzenten und Glaubenszeugnissen wird es auch eine Grußbotschaft von Papst Franziskus geben. Der Auftakt geht gegen 19.15 Uhr über in den „Abend der Begegnung“. Auf sieben Bühnen stellt sich in der Altstadt das gastgebende Bistum mit sieben Landschaftsregionen optisch, kulinarisch und akustisch vor.

Das Fest hat Begegnungscharakter: Gäste aus ganz Deutschland und darüber hinaus sind eingeladen, Bistum, Stadt und die Regionen Naabtal und Oberpfälzer Wald, Steinwald, Fichtelgebirge und Stiftland, den Bayerischen Wald, Gäuboden und Vorwald, das Oberpfälzer Jura sowie Hallertau, Isar, Vils und Rottal kennen zu lernen.

Gegen 22 Uhr endet der erste Tag mit einem gemeinsamen Abendgebet auf den sieben Bühnen.

Quelle und Kontaktdaten:
99. Deutscher Katholikentag Regensburg 2014 e.V.
Im Gewerbepark C 55 – 93059 Regensburg
Telefon 0941.584 390 152 /  Fax 0941.584 390 155
Mail: silke.jaeger@katholikentag.de

Die Selfie-Sucht nimmt überhand

In den letzten Jahren nahm der Selfie-Wahn rasant zu. Bei Instagram sind über 50 Millionen Aufnahmen mit dem Schlagwort #selfie markiert, 139 Millionen unter #me abgelegt.

Eine Studie in England kam zu dem Ergebnis, dass es sich bei 30 Prozent aller Fotos, die 18- bis 24-Jährige mit ihrem Smartphone machen, um Selbstportäts handelt. DSC07339

Da wundert es kaum, dass „Selfie“ zum Wort des Jahres 2013 gekürt wurde. Doch für manche wird das harmlose Knipsen von Selbstporträts zur gefährlichen Sucht.

Ein britischer Teenager wollte sich umbringen, nachdem es ihm nicht gelang, dass perfekte Selfie von sich zu machen. Der Junge war so besessen von diesem Gedanken, dass er täglich bis zu 200 Selfies von sich schoss. Bei dem Streben nach dem besten Foto verlor der heute 19-Jährige 13 Kilogramm Gewicht, wurde aus der Schule geschmissen und verließ das Haus ganze sechs Monate nicht.

Leider ist dies kein Einzelfall. Der britische Psychiater David Vea erklärt: „Zwei von drei meiner Patienten, die seit dem Auftauchen der Kamerahandys zu mir wegen einer körperdysmorphen Störung (Störung der eigenen Körperwahrnehmung) kommen, haben einen Zwang, ständig neue Selfies von sich zu machen und diese in sozialen Medien hochzuladen.

Der schweizerische Psychotherapeut Felix Hof aus Zürich sagt, er beobachte das Phänomen vermehrt bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen: „Menschen mit dem Bedürfnis, ständig und überall Fotos von sich selbst zu machen, haben ein narzisstisches und autoerotisches Problem. Die Betroffenen wollen ein Ideal erreichen, das unerreichbar ist.“

Weiter erklärt Hof, dass nicht das Foto selbst ausschlaggebend sei, sondern die Reaktion darauf in den sozialen Netzwerken. Den jungen Menschen gehe es primär um Betätigung, sie wollen wissen, wie sie beurteilt werden: „Doch egal, wie viele ‘Likes‘ oder positive Kommentare jemand für sein Selfie bekommt, es ist nie genug, nie zufriedenstellend. Diese daraus folgende Enttäuschung führt zu einer emotionalen und sozialen Verarmung“.

Es handelt sich also um ein Ritual der narzisstischen Selbstvergewisserung als Resultat einer tiefen Selbstverunsicherung.

Quelle: Webseite „Kultur und Medien“ der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“

Gemälde: Evita Gründler