Katholikentag: Extra-Veranstaltung „Brennpunkt Ukraine“ im Programm

Angesichts der politischen Entwicklung in der Ukraine hat der 99. Dt. Katholikentag in Regensburg eine zusätzliche Veranstaltung ins Programm aufgenommen.

Unter dem Titel „Brennpunkt Ukraine“ ist am Samstag um 14 Uhr ein Podium angesetzt, zu dem das Zentralkomitee der deutschen Katholiken und das katholische Osteuropahilfswerk Renovabis einladen. Plakat

Der Germanist Jurko Prochasko aus Lemberg und der Präsident der Caritas Ukraine in Kiew, Andrij Waskowycz, diskutieren darüber, was für Europa auf dem Spiel steht im Zusammenhang mit den Umwälzungen in dem osteuropäischen Land.

Ort der Diskussion ist die Ostbayerische Technische Hochschule (OTH), Galgenbergstr. 30, EG, Raum 001.

Bereits am Freitag um 11 Uhr findet am Arnulfplatz 4 b eine Diskussion zum Thema „Freiheit im Wandel. Mittel und Osteuropa nach 1989“ statt. Der Berliner Politikwissenschaftler Kai-Olaf Lang spricht über „Transformation – Perspektiven der Forschung“.

Das Podium ist besetzt mit Nedialko Kalinov von der bulgarisch-orthodoxen Kirchengemeinde München, Pavol Kossey, ausländischer Sekretär der KDH in Bratislava/Slowakei, Andreas Hamburg, Pfarrer der Evangelisch-Lutherischen Kirche der Ukraine aus Odessa und Zbigniew Nosowski, Chefredakteur der katholischen Vierteljahres-Zeitschrift Wien.

Veranstalter sind der Deutsche Evangelische Kirchentag und das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken.

Quelle: 99. Dt. Katholikentag in Regensburg


Papst-Besuch: Israels Ministerpräsident zur Lage der Christen im Hl. Land

Am Montagnachmittag (26.5.) äußerte sich der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu bei seinem Treffen mit Papst Franziskus im Jerusalemer Notre Dame Center zur Lage der Christen in Israel. Der Regierungschef sagte:  netanyahuPapstNotreDameCenter_jpg

„Wir haben hier im Land Israel hunderte von Kirchen, in Nazareth, Kapernaum oder Chorazin, und wir erhalten jede einzelne, nicht ein Stein wird bewegt.

Wir schützen die Rechte aller Christen im Staat Israel. Zu meinem Bedauern ist dies nicht an allen Orten im Mittleren Osten der Fall. Eure Heiligkeit, wir schätzen Eure Auffassung von religiöser Toleranz sehr, und Israel setzt sich für diese Toleranz ein.“

BILD: Netanyahu überreicht Papst Franziskus den historischen Druck (Foto: GPO)

Weiter führt der Ministerpräsiden aus: „Wir hoffen, dass Euer Ruf nach Toleranz, Koexistenz und einem Ende der Aufwiegelung, des Antisemitismus und des Terrorismus von all unseren Nachbarn akzeptiert wird. Ich möchte Euch danken für Ihren bewegenden Besuch heute, hier am Denkmal für die Opfer des Terrorismus.

Wenn die Aufwiegelung und der Terrorismus gegen den Staat Israel aufhören, wird es keine Notwendigkeit mehr für jene Maßnahmen geben, die wir ergriffen haben, wie etwa den Bau des Sicherheitszaunes, der tausenden Menschen das Leben gerettet hat.

Ich sehne den Tag herbei, an dem unsere Nachbarn den Ruf von Papst Franziskus erhören, den Staat Israel und das Recht der Juden auf einen eigenen Staat und ein Leben in Sicherheit und Frieden anzuerkennen. Dies wird Frieden bringen, wenn auch nicht Frieden auf Erden, so doch zumindest in diesem Teil der Welt.“

Ministerpräsident Netanyahu überreichte Papst Franziskus eine Originalzeichnung der Grabeskirche in Jerusalem aus dem Jahr 1698.

Die seltene historische Abbildung zeigt den Hauptraum der Kirche mit dem Heiligen Grab in seinen ursprünglichen Ausmaßen (vor der Zerstörung durch Erdbeben und Feuer im Lauf der Jahre).

Der Druck stammt von dem bekannten niederländischen Künstler Cornelis de Bruijn, der das Land im Jahr 1698 besuchte. Die Rückseite des Druckes, der in den vatikanischen Farben gelb/gold-weiß gerahmt wurde, trägt in italienischer Sprache die Inschrift „Das Innere der Kirche vom Heiligen Grab in Jerusalem, 1698“.

Quelle: Amt des israelischen Ministerpräsidenten, 26.5.14


HERR, laß nicht ab vom Werk deiner Hände!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 138 (137),1-2b.2c-3.7c-8.

Ich will dir danken aus ganzem Herzen,
dir vor den Engeln singen und spielen;
ich will mich niederwerfen zu deinem heiligen Tempel hin
und deinem Namen danken für deine Huld und Treue.

Denn du hast die Worte meines Mundes gehört,
deinen Namen und dein Wort über alles verherrlicht.
Du hast mich erhört an dem Tag, als ich rief;
du gabst meiner Seele große Kraft.

Du streckst die Hand aus gegen meine wütenden Feinde,
und deine Rechte hilft mir.
Der HERR nimmt sich meiner an.
HERR, deine Huld währt ewig.
Laß nicht ab vom Werk deiner Hände!


Ukraine: Die Wahl verlief ordnungsgemäß – 60% Wahlbeteiligung zweifelhaft

Wahlbeobachter der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM), die den Ablauf der Wahlen in mehreren Wahllokalen in Kiew, umliegenden Ortschaften und in einem Gefängnis beobachteten, sind der Meinung, dass die Wahlen ordnungsgemäß durchgeführt wurden.

Die Bürger Kiews hatten zudem einen Bürgermeister und ein Stadtparlament zu wählen.IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die Stimmung von ukrainischen Bürgern, die bereits gewählt hatten, war uneinheitlich: Einige bezweifelten die Ordnungsmäßigkeit, weil Präsidentschaftsfavorit Poroschenko bereits im ersten Wahlgang die erforderliche Mehrheit bekam, was in der Ukraine unüblich sei und die bisherige Parteienzusammensetzung im Parlament nicht widerspiegele.

Andere äußerten ihr Bedauern darüber, dass kaum einer der Kandidaten wirklich aus dem Volk komme und man den Oligarchen nicht zutraue, die Interessen des Volkes zu vertreten. Es wäre schade, nachdem so viele Menschen gestorben sind, wenn sich nun nichts ändere.

Die IGFM-Wahlbeobachter aus der Ukraine und Deutschland stellten fest, dass alle besuchten Wahllokale gut frequentiert wurden. In der Mitte eines jeden Wahllokals standen vier versiegelte Wahlurnen, die transparent waren, damit jeder sehen konnte, dass nur ein Wahlzettel hineingesteckt wurde. An einer Seite des Wahlraums saßen die Wahlleiter, in einer anderen Reihe die von den Parteien entsandten Wahlbeobachter.

In allen besuchten Wahllokalen waren dies jeweils jedoch nur Vertreter der Parteien der Favoriten Poroschenko und Timoschenko. Von anderen, oppositionellen Parteien wurde kein Beobachter angetroffen. Die Wahlleiter erklärten den Wahlprozess und zeigten die vorliegenden Unterlagen.

Die Vertreter der IGFM wiesen sich durch Ausweise als Wahlbeobachter aus und trugen sich in Besucherlisten für Wahlbeobachter ein. An den Unterlagen und dem Urnengang konnte nichts beanstandet werden, alles verlief ordnungsgemäß.

Vor nahezu jedem Wahllokal hielten sich militant wirkende junge Leute auf. Einige waren durch Armbinden als Wahlhelfer gekennzeichnet, andere bezeichneten sich als Milizangehörige mit dem Auftrag, die Wahllokale zu schützen, weitere verweigerten jede Auskunft über Namen und Auftrag.

Die Wahl in einem Männergefängnis in Kiew verlief reibungslos; auch hier wurden Beobachter der Parteien von Poroschenko und Timoschenko angetroffen.

Die IGFM-Wahlbeobachter äußerten Zweifel an der Richtigkeit der von der ukrainischen zentralen Wahlkommission gemeldeten Wahlbeteiligung von ca. 60 Prozent, da in den bevölkerungsreichen ostukrainischen Gebieten Donezk und Lugansk separatistische Kräfte die Öffnung der meisten Wahllokale verhindert hatten und der Wille zur Wahlbeteiligung bei der Bevölkerung sehr gering war.

Beim Besuch des Zeltlagers auf dem Majdan sagten die dort weiterhin in Zelten lebenden bewaffneten Kämpfer, sie würden weiterhin ausharren, zumindest solange, bis der neue Präsident im Amt sei.

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9, 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33
info@igfm.de, www.menschenrechte.de

Der Heilige Geist deckt auf, was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht bedeuten

Heutige liturgische Evangelienlesung der kath. Kirche: Joh 16,5-11:

In jener Zeit sprach Jesus zu seinen Jüngern: Jetzt gehe ich zu dem, der mich gesandt hat, und keiner von euch fragt mich: Wohin gehst du? – Vielmehr ist euer Herz von Trauer erfüllt, weil ich euch das gesagt habe. media-358103-2

Doch ich sage euch die Wahrheit: Es ist gut für euch, daß ich fortgehe. Denn wenn ich nicht fortgehe, wird der Beistand nicht zu euch kommen; gehe ich aber, so werde ich IHN zu euch senden.

Und wenn ER kommt, wird ER die Welt überführen und aufdecken, was Sünde, Gerechtigkeit und Gericht bedeuten.
Sünde: daß sie nicht an mich glauben;
Gerechtigkeit: daß ich zum Vater gehe und ihr mich nicht mehr seht;
Gericht: daß der Fürst dieser Welt gerichtet ist.


Kuba: Risse in der Internet-Zensur der kommunistischen Diktatur

30 „Damen in weiß“ in Havanna verhaftet

„14ymedio“, die erste unabhängige online-Zeitung Kubas, kann endlich auch von einigen Kubanern gelesen werden, erklärt die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) in Frankfurt. Notizblock-Stacheldraht-klein_d5cbbd6dfa

Nur wenige Stunden, nachdem die berühmte Bloggerin Yoani Sánchez die Zeitung am vergangenen Mittwoch ins Leben gerufen hatte, schritt bereits die kubanische Regierung ein und blockierte die Website. Doch seit der Nacht von Samstag auf Sonntag ist die Zeitung wieder zugänglich.

Nach Angabe der IGFM ist „14ymedio“ ein mutiges Projekt mit dem Ziel, das Informationsmonopol der kommunistischen Castro-Regierung zu beenden. Die in Frankfurt ansässige Menschenrechtsorganisation unterstützt bereits seit Jahren unabhängige kubanische Journalisten bei ihrem Einsatz für Pressefreiheit.

Bevor die Blockade aufgehoben wurde, informierte die offizielle Zeitung der kubanischen Regierung „Granma“, dass Yoani Sánchez online-Zeitung Teil einer Verleumdungskampagne der Vereinigten Staaten gegen das kommunistisch geführte Kuba sei. Anzeige-Kuba-Flagge-Gitterstaebe_8a1367f180

„14ymedio“ berichtet kritisch über Verhaftungen und Repressionen gegen Dissidenten, Zensur auf Kuba und weltpolitische Themen. Wer in den vergangenen Tagen von Kuba aus versuchte, „14ymedio“ zu öffnen, wurde automatisch auf die regierungseigene Seite „Yoani$landia“ umgeleitet, auf der Schmähartikel gegen die Bloggerin zu lesen sind.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin sieht in dem Zugang zu Kubas erster unabhängiger online-Zeitung nur einen kleinen Schritt in Richtung Meinungs- und Versammlungsfreiheit:

„Zu wenige Kubaner haben überhaupt die Möglichkeit, sich über das Internet zu informieren. Eine gedruckte, unabhängige Zeitung, die viele Menschen erreicht, ist weiterhin illusorisch. Erst am vergangenen Donnerstag wurden in der kubanischen Hauptstadt Havanna 30 Mitglieder der Bürgerrechtsorganisation ‚Damen in Weiß‘ kurzzeitig verhaftet, bloß weil sie ihr monatliches friedliches Treffen abhalten wollten.“

Eine Anwohnerin berichtet, dass das Viertel vor den Treffen der „Damen in Weiß“ jeden Monat unbewohnbar sei, weil Polizisten die Straßen abriegeln und an jeder Ecke Wachposten aufstellen.

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9, 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33, info@igfm.de, www.menschenrechte.de

Regensburg: Über 30.000 Dauerteilnehmer beim 99. Katholikentag

Die Vorbereitungen für den 99. Deutschen Katholikentag in Regensburg laufen auf Hochtouren.

An vielen Orten der Stadt ist der Katholikentag schon präsent: Bühnen und Pagodenzelte der Katholikentagsmeile stehen bereits und der Rasen des Stadions hat einen Schwerlastboden erhalten. Plakat

Noch zwei Tage, dann strömen zig Tausende in die mittelalterliche Stadt an der Donau. Über 30.000 Dauerteilnehmer haben sich ihr Ticket bereits gesichert.

Geschäftsführer Dr. Martin Stauch ist froh über das große Interesse:

„Es freut mich sehr, dass sich so viele Menschen auf den Weg nach Regensburg machen, um gemeinsam zu beten, das Flair der Stadt zu genießen und heiß über die gesellschafts- und kirchenpolitischen Themen zu diskutieren.“

Doch auch Tagesteilnehmer und spontane Besucher sind herzlich willkommen. Wo in Regensburg Tages- und Abendkarten erhältlich sind –  siehe hier: http://www.katholikentag.de/teilnahme.

• Zentraler Teilnehmerservice (Turnhalle Realschule Niedermünster)
• Maximilianstraße
• Stadtamhof
• Domplatz
• Goethe-Gymnasium (Jugendzentrum)
• Campus der Universität
• Albrecht-Altdorfer-Gymnasium

Das Leitwort des Katholikentags vom 28. Mai bis 1. Juni lautet „Mit Christus Brücken bauen“.  – Mehrere zehntausend Teilnehmer aus dem gesamten Bundesgebiet, den europäischen Nachbarn wie Tschechien und der ganzen Welt werden erwartet. Große und kleine Veranstaltungen, Gottesdienste, Feste und Konzerte genauso wie politische Diskussionen und große Podiumsveranstaltungen, Vorträge und Workshops – über 1000 Einzelveranstaltungen sind an 92 Schauplätzen geplant.

Quelle und Kontaktdaten:
99. Deutscher Katholikentag Regensburg 2014 e.V.
Im Gewerbepark C 55 in 93059 Regensburg 
Telefon 0941.584 390 152 Telefax 0941.584 390 155
silke.jaeger@katholikentag.de