Kassel: Erfolgreicher Kongreß über verfolgte Christen in aller Welt

„Jesus. Unsere Zuflucht“ war das Thema beim jährlichen „Open Doors Tag“ des überkonfessionellen christlichen Hilfswerkes. 2200 Besucher wollten am vergangenen Samstag im Kongress Palais Kassel aus erster Hand über die Situation verfolgter Christen informiert werden.

Bereits etwa 400 jugendliche Besucher waren am Vorabend zum Jugend-Gebets-Event nach Kassel gekommen. Markus Rode, Leiter von Open Doors Deutschland, stellte den Weltverfolgungsindex vor, eine jährliche Rangfolge von 50 Ländern, in denen Christen weltweit am stärksten bedrängt werden.

„Etwa 100 Millionen Christen werden weltweit verfolgt. Damit sind Christen die am stärksten verfolgte Religionsgemeinschaft der Erde. Im Vergleich zum Vorjahr hat die Verfolgung in zwei Dritteln der Länder zugenommen. Dennoch gibt es allen Grund zur Hoffnung. Wie sich das Thema ‚Jesus. Unsere Zuflucht´ im Leben unserer Sprecher bewahrheitet hat, wird heute im Mittelpunkt stehen“, so Rode.

Pastor Michael aus Indonesien erzählt, wie er von Muslimen brutal niedergestochen und lebensgefährlich verletzt wurde. Die tiefen Narben an seinem ganzen Körper zeugen bis heute von diesem Überfall. Aber er hat seinen Peinigern vergeben. Dadurch haben sie sich zu Christus bekehrt, und einige von ihnen gehören heute zur Kirchengemeinde von Pastor Michael. 

Hea Woo aus Nordkorea erzählte von ihrer Zeit im Arbeitslager. „Jesus, der auch dort meine Zuflucht war, gab mir die Kraft, lange Arbeitstage, Folter und Hunger zu überstehen.“

Ihr Mann kam in einem anderen Arbeitslager um, nur weil er Christ war. Ihr gelang schließlich die Flucht nach China.  

 

Pastor Edward und seine Ehefrau Rana berichteten aus Syrien, wo seit drei Jahren ein Bürgerkrieg tobt. Zusammen mit ihrer Kirchengemeinde in Damaskus leisten sie Nothilfe und Trauma Seelsorge für Christen und helfen auch vielen vom Krieg betroffenen Muslimen. Dieser Einsatz ist lebensgefährlich.

Der „Open Doors Tag“ wurde auch per Livestream vom Hauptveranstaltungsort in Kassel direkt in über 60 Kirchengemeinden in ganz Deutschland übertragen.

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Der hl. Apostel Paulus in Athen: „Keinem von uns ist GOTT fern!“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg 17,15.22-34.18,1:

In jenen Tagen brachten die Begleiter des Paulus ihn nach Athen. Mit dem Auftrag an Silas und Timotheus, Paulus möglichst rasch nachzukommen, kehrten sie zurück. Da stellte sich Paulus in die Mitte des Areopags und sprach:

Athener, nach allem, was ich sehe, seid ihr besonders fromme Menschen. Denn als ich umherging und mir eure Heiligtümer ansah, fand ich auch einen Altar mit der Aufschrift: EINEM UNBEKANNTEN GOTT. Was ihr verehrt, ohne es zu kennen, das verkünde ich euch.

Gott, der die Welt erschaffen hat und alles in ihr, ER, der Herr über Himmel und Erde, wohnt nicht in Tempeln, die von Menschenhand gemacht sind. ER läßt sich auch nicht von Menschen bedienen, als brauche ER etwas: ER, der allen das Leben, den Atem und alles gibt.

ER hat aus einem einzigen Menschen das ganze Menschengeschlecht erschaffen, damit es die ganze Erde bewohne. ER hat für sie bestimmte Zeiten und die Grenzen ihrer Wohnsitze festgesetzt. Sie sollten Gott suchen, ob sie ihn ertasten und finden könnten; denn keinem von uns ist ER fern.

Denn in ihm leben wir, bewegen wir uns und sind wir, wie auch einige von euren Dichtern gesagt haben: Wir sind von seiner Art.

Da wir also von Gottes Art sind, dürfen wir nicht meinen, das Göttliche sei wie ein goldenes oder silbernes oder steinernes Gebilde menschlicher Kunst und Erfindung.
Gott, der über die Zeiten der Unwissenheit hinweggesehen hat, läßt jetzt den Menschen verkünden, daß überall alle umkehren sollen.

Denn ER hat einen Tag festgesetzt, an dem er den Erdkreis in Gerechtigkeit richten wird, durch einen Mann, den er dazu bestimmt und vor allen Menschen dadurch ausgewiesen hat, daß er ihn von den Toten auferweckte.

Als sie von der Auferstehung der Toten hörten, spotteten die einen, andere aber sagten: Darüber wollen wir dich ein andermal hören.

So ging Paulus aus ihrer Mitte weg. Einige Männer aber schlossen sich ihm an und wurden gläubig, unter ihnen auch Dionysius, der Areopagit, außerdem eine Frau namens Damaris und noch andere mit ihnen. Hierauf verließ Paulus Athen und ging nach Korinth.