Syrien: „Rebellen“ beschlagnahmten Häuser in christlich bewohnter Region

Kämpfer der dschihadistischen Bewegung “Islamischer Staat im Irak und Syrien” (ISIL) beschlagnahmten in den Tagen vor dem 1. Juni Wohnungen und Grundstücke christlicher Familien in der Region Ein al-Issa in der vorwiegend von armenischen Christen bewohnte Provinz Raqqa. Scannen0001 (22)

Wie Beobachter aus kurdischen Kreisen dem vatikanischen Fidesdienst berichten, wurden die Eigentümer der von den Aufständischen beschlagnahmten Güter gezwungen, die Region zu verlassen.

Die Stadt und die Region Raqqa im Norden Syriens befinden sich seit langem unter der Kontrolle der radikal-islamischen „Rebellen“, die die größte armenische Kirche der Stadt bereits in ein Büro für die Verwaltung islamischer Angelegenheiten und Förderung der Scharia umgewandelt haben.

In der Vergangenheit ließ die ISIL auch Bibeln und christliche Bücher verbrennen. Die Gruppierung wird auch für die Entführung des römischen Jesuitenpaters Paolo Dall’Oglio verantwortlich gemacht, der im August vergangenen Jahres aus der Region verschleppt wurde.

Quelle: Fidesdienst

Bild: Evita Gründler


Israel: Parlament wählt am 10. Juni 2014 einen neuen Staatspräsidenten

Am 10. Juni wählen die Abgeordneten des israelischen Parlaments (Knesset) den 10. Staatspräsidenten in der Geschichte Israels.

Nachdem Präsident Shimon Peres bereits angekündigt hatte, nicht für eine weitere Legislaturperiode bereit zu stehen, haben bis zum Stichtag in der vergangenen Woche sechs Kandidatinnen und Kandidaten die erforderlichen zehn Unterstützerunterschriften unter den Abgeordneten der Knesset erreicht. accumulator_default_img

Die Kandidaten sind:

Binyamin Ben Eliezer, Abgeordneter der Arbeiterpartei und ehemaliger Verteidigungsminister,
Reuven Rivlin, Abgeordneter des Likud und ehemals Vorsitzender der Knesset,
Meir Sheetrit, Tnua-Partei und ebenfalls ehemaliger Minister,
Dalia Itzik, ehemalige Abgeordnete der Partei Kadima,
Dan Shechtman, Wissenschaftler und Chemie-Nobelpreisträger,
Dalia Dorner, bis zum Jahr 2004 Vorsitzende des Obersten Gerichts

Der Staatspräsident wird in Israel von der Knesset durch einfache Mehrheit gewählt. Dabei sollen insbesondere herausragende Verdienste um das Land berücksichtigt werden.

Das Amt ist vergleichbar mit dem des Bundespräsidenten in Deutschland und vorrangig ein repräsentatives und zeremonielles Amt. Zu den Aufgaben zählt u.a. die formale Ernennung von Richtern, den Leitern diplomatischer Vertretungen Israels weltweit sowie des Direktors der Bank of Israel.

Zudem muss der Präsident alle von der Knesset verabschiedeten Gesetze und Verträge unterzeichnen, damit diese gültig sind. Dazu kommen verschiedene öffentliche Funktionen und informelle Aufgaben, wie Bürgeranhörungen und die Stärkung gesellschaftlicher Organisationen und Vertretungen.

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


KAO klärt auf zum „Tag der Organspende“

Der Verein Kritische Aufklärung über Organtransplantation eV. (KAO) fordert anlässlich des Tages der Organspende am 1. Juni neutrale umfassende Information statt einseitiger Werbung und weist zudem auf mögliche Widersprüche in Patientenverfügungen zu Organspende-Erklärungen hin. 0023

„Am ‚Tag der Organspende‘ wird wieder um Organspender geworben, als sei der ‚Hirntod‘ – das Kriterium für eine Organentnahme in Deutschland – todsicher, als sei jeder Mensch moralisch verpflichtet, seine Organe im Fall des Hirnversagens abzugeben. Alle Zweifel, Erkenntnisse und Erfahrungen werden abgetan, es zählt nur ein Argument: ‚Wir brauchen mehr Organe!‘ “, so Renate Focke, erste Vorsitzende von KAO.

KAO ist ein Verein, gegründet von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen.

Ausgeblendet werde in den aktuellen Werbekampagnen nach wie vor die anhaltende Kritik am Hirntod. In internationalen Fachdiskussionen wird der Hirntod schon länger nicht mehr als der Tod des Menschen angesehen, sondern als eine Phase im Sterbeprozess.

„Organe von Toten können nicht transplantiert werden. Daher wurde der Todeszeitpunkt medizinisch und juristisch vorverlegt und als ‚Hirntod‘ bezeichnet, um lebende Organe transplantieren zu können. Dies bedeutet, dass Patienten, denen Organe entnommen werden sollen, unter anderem bis zum Ende der Organentnahme beatmet werden, dass sie warm und durchblutet sind“, erklärt Renate Focke. kao-logo-trans-verdana-breit-weiss

Der Soziologieprofessor Dr. Werner Schneider von der Universität Augsburg stellte in einem Namensbeitrag für ein Bioethik-Dossier der Bundeszentrale für politische Bildung vom 15.05.13 unter der Überschrift „Soziologische Konturen der Transplantationsgesellschaft“ treffend fest:

„Was offenbar nicht sein darf, ist eine erneute gesellschaftliche Auseinandersetzung darüber, wie tot oder lebendig man ist, wenn man ‚hirntot‘ ist, und – damit eng verbunden – wer über eine Organentnahme und damit auch über die Verwertung von Körpern entscheiden kann, darf, soll.“

Kritik an der „Entscheidungslösung“

Die seit November 2012 in Deutschland geltende „Entscheidungslösung“, wonach jeder ab 16 Jahren mindestens einmal im Leben mit der Frage einer Organspende konfrontiert werden soll, hat nach Erfahrung von KAO die Bevölkerung noch zusätzlich verunsichert.

„Wie soll man eine so weit reichende Entscheidung treffen, zu der man von den Krankenkassen aufgefordert wird, wenn die für eine begründete Entscheidung erforderlichen Fakten fehlen?

In § 2 des Transplantationsgesetzes wird eine umfassende Aufklärung der Bürger gefordert. Allerdings bemühen sich längst nicht alle darum, außer dem Werbematerial der Deutschen Stiftung Organtransplantation (DSO) und der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BzgA) auch kritische Informationen zu verwenden. Sonst wüssten die Menschen, dass Organe nur Sterbenden im Hirnversagen entnommen werden können und dass die Angehörigen den Sterbenden nicht begleiten können.

Zudem würden Menschen, die trotz aller Bedenken zu einer Organ-Spende bereit sind, eine Vollnarkose bei der Organentnahme einfordern“, erklärt die KAO-Vorsitzende.

Enge Zustimmungslösung einführen

Die Mitglieder von KAO und viele andere Bürger fordern daher, dass in Deutschland die enge Zustimmungslösung eingeführt wird: Nur Menschen, die sich nach umfassender Information durch eine neutrale Stelle schriftlich bereit erklären, ihre Organe und ihren Sterbeprozess zu opfern, dürfen als Spender in Betracht kommen.

„Leider gibt es keine solche neutrale Stelle in Deutschland, und die bisher vorliegenden Informationen der Krankenkassen für ihre Mitglieder haben eher die Absicht zu werben als aufzuklären“, stellt Renate Focke fest.

Sie weist außerdem darauf hin, dass aktuell versucht wird, die Patientenverfügungen auszuhöhlen: Die Bundesärztekammer (BÄK) behauptet in einem kürzlich vorgelegten Arbeitspapier, dass sich eine Organentnahme mit einer in der Verfügung festgelegten Ablehnung lebensverlängernder Maßnahmen vereinbaren lasse. Bei der dafür notwendigen intensivmedizinischen Behandlung gehe es ja nur um „Stunden, höchstens wenige Tage“, so die BÄK.

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. verwahrt sich gegen diese interessengeleitete Umdeutung des Patientenwillens und rät allen Menschen, die nicht als „Organspender“ dienen wollen, in der Patientenverfügung eine Hirntoddiagnostik zu untersagen. Damit kommt man nach jetzt gültiger Rechtslage als „Spender“ nicht in Frage.

Auf seiner Internetseite unter http://www.initiative-kao.de hält Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. weitere Hintergrundinfos und Angehörigenberichte zum Thema Organspende, Transplantation und Hirntod bereit.

Umfassende kritische Informationen zur Organspende bietet auch die InteressenGemeinschaft Kritische Bioethik Deutschland, mit der KAO zusammenarbeitet, unter http://www.organspende-aufklaerung.de/

Über den Verein „KAO – Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V.“:

Kritische Aufklärung über Organtransplantation e.V. ist ein Verein, gegründet von Eltern, die ihre verunglückten Kinder zur Organspende freigegeben haben, ohne die Hintergründe zu diesem Zeitpunkt genau genug zu kennen.

„Erst nachdem unsere Kinder beerdigt waren, haben wir begriffen, wozu wir ja gesagt hatten. Wir haben begriffen, dass lebende Organe nicht von Menschen entnommen werden können, die so tot sind, wie wir es uns vorgestellt hatten. Wir haben unsere Entscheidung daher bitter bereut. Durch unsere Zustimmung waren unsere Kinder in ihrem Sterbeprozess, in dem sie unserer besonderen Liebe bedurften, ungeschützt alleingelassen und einer Organentnahme überantwortet, die uns hinterher wie das Ausschlachten eines Autowracks erschien.

Wir wollen deshalb durch Aufklärung andere Menschen davor bewahren, unvollständig informiert vorschnell einer Organentnahme zuzustimmen – sei es bei sich selbst oder Angehörigen.“

 
Kontaktdaten:
Renate Focke, 1. Vorsitzende KAO
Ricarda-Huch-Str. 13 in 28215 Bremen
Tel: 0421-6734305
E-Mail: presse@initiative-kao.de
Internet: http://www.initiative-kao.de

Pakistan: Zunehmende Christenverfolgungen durch das „Blasphemiegesetz“

Nie zuvor hat es in Pakistan so zahlreiche Fälle von Anklagen wegen (angeblicher) Blasphemie (Gotteslästerung) bzw. Kritik am Islam, gegeben wie im laufenden Monat Mai. Mehrere Christen sitzen deshalb in Todeszellen. Sie sollen hingerichtet werden.

Ähnliche Anschuldigungen gab es in den vergangenen Wochen sowohl gegen Muslime als auch gegen Nichtmuslime. Im Fall eines Schuldspruchs bedeutet dies lebenslange Haft oder die Todesstrafe.  HMK-Foto

Am 14. Mai wurden gleich 68 islamische Anwälte wegen angeblicher Blasphemie verhaftet. Sie hatten zuvor gegen die unrechtmäßige Verhaftung eines ihrer Kollegen protestiert. Am 17. Mai wurde eine kleine Gruppe von Anhängern der „Zeugen Jehovahs“ aufgrund des Verteilens von Traktaten angeklagt. Später ereilte das gleiche Schicksal einen 20-jährigen Muslim, der angeblich einen Koran in Brand gesetzt hatte.

Die dritte Anklage an diesem Tag traf den bekanntesten Medienmogul Pakistans, Mir Shakeel-ur-Rehman, sowie einen Fernsehmoderator, eine Schauspielerin und ihren Mann. Ihnen wird zur Last gelegt, für die Ausstrahlung einer Sendung mit gotteslästerlichem Inhalt verantwortlich zu sein.

Die vier Zeugen Jehovahs wurden zu ihrer eigenen Sicherheit zunächst von der Polizei in Gewahrsam genommen. Daraufhin bildete sich rund um die Polizeistation ein Mob von mehreren hundert aufgebrachten Anhängern der islamistischen „Ahle Sunnat wa-al Jamaat“, die in Pakistan als eine der gewalttätigsten Organisationen gilt.

Das sunnitische „Ittehad Council“, Repräsentationsorgan von 160 Millionen Muslimen, hat vor dem pakistanischen Bundesgericht eine Petition gegen die angeklagten Medienschaffenden initiiert.

Fürsprecher in Lebensgefahr 

Die drastischen Reaktionen unbeteiligter Muslime in den genannten Fällen sind eine erschreckende Erinnerung daran, welche Emotionen in der pakistanischen Öffentlichkeit mit dem Thema Blasphemie verknüpft sind. Eine offen geführte Diskussion dazu ist fast unmöglich.

Jüngstes prominentes Opfer seines Einsatzes auf diesem Gebiet ist der Menschenrechtsanwalt Rashid Rehman. Er vertrat einen der Blasphemie angeklagten Lehrer und wurde deshalb am 7. Mai ermordet.

Angesichts dieser Entwicklung ist es kaum verwunderlich, dass die Anhörung der Christin Asia Bibi seit dem Februar dieses Jahres vier Mal verschoben wurde und jüngst sogar ohne jede Erklärung komplett von der Liste der geplanten Anhörungen verschwand.

Der weltweit bekannte Fall der fünffachen, bereits 2009 zum Tod verurteilten Mutter gibt beispielhaft Einblick in die Situation der Verurteilten. Die jahrelange Zerrissenheit zwischen kleinen Lichtblicken und massiven Rückschlägen droht Asia und ihre Familie zu zermürben. Sie kämpfen gegen Resignation, Bitterkeit und Verzweiflung und benötigen dringend Ermutigung und Unterstützung durch andere Christen, insbesondere durch Gebet.

Das Blasphemiegesetz

Die pakistanischen Blasphemiegesetze in ihrer aktuellen Form sehen die Todesstrafe bzw. lebenslange Haftstrafe für jede Lästerung (Beleidigung) des Islams, des Korans oder des Propheten Mohammed vor. Sie finden unverhältnismäßig häufig Anwendung gegen Nichtmuslime. Auch wenn bislang noch keine offizielle Hinrichtung vollzogen wurde, so mussten dennoch mehrere Beklagte durch Lynchjustiz ihr Leben lassen – mitunter trotz Freispruchs. Auf dem aktuellen Weltverfolgungsindex von Open Doors rangiert Pakistan auf Platz 8 der Länder, in denen Christen am härtesten verfolgt werden.

Quelle: Hilfswerk Open Doors / Foto: HMK


Bischof Rudolf Voderholzer gehört jetzt der Glaubenskongregation an

Papst Franziskus hat Bischof Dr. Rudolf Voderholzer als Mitglied in die Kongregation für die Glaubenslehre berufen. Dies gab das vatikanische Presseamt kürzlich bekannt. borMedia1840101

Gemeinsam mit dem Regensburger Bischof wurden Kardinalstaatssekretär Pietro Parolin und der Posener Erzbischof Stanislaw Gadecki in die Kongregation aufgenommen.

Die Kongregation für die Glaubenslehre ist die älteste der neun Kongregationen der römischen Kurie. Sie hat die Aufgabe, die katholische Glaubenslehre zu fördern und die Kirche darin zu unterstützen, das Erkennen im Glauben zu erweitern und zu vertiefen.

Im Sinne dieses Auftrags setzt sich die Kongregation mit den Ergebnissen moderner Wissenschaft und Forschung auseinander, um ihre jeweilige Bedeutung für die Glaubenswahrheit zu ermessen und zu bewerten. Dazu veranstaltet die Kongregation unter anderem Wissenschaftssymposien und andere Formen wissenschaftlichen Austauschs.

Präfekt der Glaubenskongregation ist seit 2. Juli 2012 Gerhard Kardinal Müller, der frühere Bischof von Regensburg.

Quelle für Text und Foto: Bistum Regensburg

 


Die Gerechten jubeln vor Gott

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 68 (67),2-3.4-5ad.6-7b.

Gott steht auf, seine Feinde zerstieben;
die ihn hassen, fliehen vor seinem Angesicht.
Sie verfliegen, wie Rauch verfliegt;
wie Wachs am Feuer zerfließt,
so vergehen die Frevler vor Gottes Angesicht.

Die Gerechten aber freuen sich und jubeln vor Gott;
sie jauchzen in heller Freude.
Singt für Gott, spielt seinem Namen;
freut euch vor seinem Angesicht!

Ein Vater der Waisen, ein Anwalt der Witwen
ist Gott in seiner heiligen Wohnung.
Gott bringt die Verlassenen heim,
führt die Gefangenen hinaus in das Glück.