25. Jahrestag des Massakers auf dem Platz des Himmlischen Friedens in Peking

Am 4. Juni 1989 hat die kommunistische Regierung die vom Platz des Himmlischen Friedens in Peking ausgehende Demokratiebewegung mit brutaler Gewalt niedergeschlagen.

Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto):

E. Steinbach

„Auch 25 Jahre nach dem Massaker auf dem Platz des Himmlischen Friedens bleibt die gewaltsame Niederschlagung der Demokratiebewegung ein Tabuthema in China. Gedenkveranstaltungen sind weiterhin verboten, Bürgerrechtler und Intellektuelle wurden vor dem Jahrestag mundtot gemacht oder weggesperrt.

Wir fordern die chinesische Regierung dazu auf, den Mut zu einer Aufarbeitung der Gewalt zu zeigen und den Weg zur gesellschaftlichen Versöhnung einzuschlagen.

So muss die Anklage gegen den Menschenrechtsanwalt Pu Zhiqiang fallen gelassen werden. Die Journalistin Gao Yu und andere Aktivisten, die im Vorfeld des Jahrestages verhaftet worden sind, müssen  freigelassen werden.

Noch immer ist unklar, was damals genau passierte und wie viele Menschen wirklich getötet wurden. Solange von staatlicher Seite versucht wird, die Erinnerung an den 4. Juni 1989 auszulöschen, kann es keine Aufarbeitung und damit auch keine Versöhnung geben.“

Hintergrund:

In der Nacht zum 4. Juni 1989 schlug die chinesische Armee eine von Studenten angeführte, vom Platz des Himmlischen Friedens ausgehende Demokratiebewegung blutig nieder. Über die genaue Zahl der Toten und Verletzten gibt es bis heute keine offiziellen Angaben. Nichtregierungsorganisationen gehen von 2.000 bis 3.000 Opfern aus.


Flehruf für den Frieden in Nahost: “HERR, schenke ihnen ein neues Herz”

Von Michaela Koller

Der Termin zum Gebet für den Frieden in Nahost steht fest: Papst Franziskus erwartet den israelischen Präsidenten Schimon Peres sowie Palästinenserpräsident Mahmud Abbas am Pfingstsonntag (kommenden Sonntag, den 8. Juni) im vatikanischen Gästehaus Santa Marta. Koller-Michaela_kwi_author_list

Das Zusammentreffen erfolgt an einem politischen Tiefpunkt, da die Fatah gerade mit der Terrororganisation Hamas ein Bündnis eingegangen ist. Die israelische Seite sieht darin ein Nein zum Frieden. Vielleicht kann nur noch das Gebet aus dieser Sackgasse heraus helfen.

Beim Blick auf den Nahost-Konflikt wird leider vergessen, dass gleich nebenan ein Krieg tobt, der 2011 unendliches Leid verursacht und noch viel fatalere Auswirkungen haben kann. Zu einem gegeben Anlass haben Christen des Nahen Ostens Fürbitten formuliert.

Die Einladung richtet sich an jeden, der glaubt: Schließen Sie das flehentliche Bitten in Ihr Gebet ein. Wer möchte, kann an neun aufeinanderfolgenden Tagen Folgendes beten:

HERR, Jesus Christus, wir beten für dieses Land des Nahen Ostens,
das Du mit Deinem Dasein gesegnet hast,
dieses Land, dessen Antlitz heute durch Gewalt und Intoleranz entstellt ist.
 
Lehre die Menschen dort, als Brüder zusammenzuleben,
Gläubige und Nichtgläubige, Juden, Muslime und Christen,
in gegenseitigem Respekt und gegenseitiger Wertschätzung,
mit allem, was die Menschen voneinander unterscheidet.
 
Hilf, eine Region aufzubauen, in der alle willkommen sind,
die offen ist, für die Ärmsten und Bedürftigsten.
Schenke den Menschen dort, oh Herr, ein neues Herz,
das imstande ist, sich gegenseitig die erlittenen Qualen zu verzeihen,
so wie Du am Kreuz Deinen Verfolgern verziehen hast.
 
Lehre sie, nach vorne zu schauen
und dabei die Fehler der Vergangenheit zu vergessen,
um gemeinsam die Stadt des Friedens aufzubauen
und um zum himmlischen Jerusalem zu kommen…
Amen.

Das Gebet verfasste Prof. Pater Samir Khalil Samir SJ, Beirut/Rom, Gründer des CEDRAC, Vatikanberater

Quelle: Vaticanista/MK


Innenminister fordert Nationalmannschaft zum Singen der Nationalhymne auf

Knapp zwei Wochen vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft in Brasilien hat Bundesinnenminister Thomas de Maizière die Spieler der deutschen Nationalmannschaft aufgefordert, die Nationalhymne mitzusingen. img_0392

Er störe sich „ein bißchen“ daran, daß nicht alle Nationalspieler die Hymne vor Beginn eines Länderspiels mitsängen.

„Die Spieler treten für Deutschland an. Ich würde mich freuen, wenn sie sich mit der Hymne zu ihrem Land bekennen“, sagte de Maizière der „Bild am Sonntag“.

In der Vergangenheit hatten vor allem Spieler mit ausländischen Wurzeln die deutsche Nationalhymne nicht mit angestimmt. Der türkischstämmige Nationalspieler Mesut Özil beispielsweise bekannte 2009, er bete während der Hymne lieber Verse aus dem Koran.

De Maizières Aufforderung ohne Erfolg

2012 sprach sich der Ehrenpräsident des Deutschen Fußball-Bunds (DFB), Gerhard Mayer-Vorfelder, für eine Hymnenpflicht aus. Spieler, die sich weigerten, diese mitzusingen, sollten aus der Nationalmannschaft ausgeschlossen werden. Ohne Erfolg.

Auch de Maizièrs Apell fiel am Sonntag nicht bei allen Nationalspielern auf fruchtbaren Boden. Vor dem Testspiel gegen Kamerun, das mit einem 2:2 endete, schwiegen Özil, der Verteidiger Jerome Boateng sowie der Mittelfeldspieler Sami Khedira während der Nationalhymne. 

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


China 25 Jahre nach der Niederschlagung der Demokratiebewegung

Kommunistische Diktatur ist Menschenrechtsverletzer Nr. 1

Die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) kritisiert sowohl die chinesische Regierung als auch die Haltung der europäischen Demokratien gegenüber China als „heuchlerisch“.

Anlass ist der 25. Jahrestag der Niederschlagung der chinesischen Demokratiebewegung durch die „Volksbefreiungsarmee“.

An der katastrophalen Menschenrechtssituation habe es nach dem Urteil der IGFM nur kosmetische Änderungen gegeben. Verfolgung und Überwachung seien perfektioniert worden. Gleichzeitig ließen sich Berlin und Brüssel nur zu gerne „täuschen“, um nicht tatsächlich handeln zu müssen. China-Flagge-gr_02

Die rot-chinesische Regierung verweigert ihren Bürgern auch heute noch elementare Menschenrechte und hält sie mit dem größten Lagersystem der Erde gefügig, so die IGFM. Vage Ankündigungen  von Reformen und Lippenbekenntnisse seien in der Praxis ohne substanzielle Folgen geblieben.

Selbst die international bejubelte Abschaffung der Administrativhaft und der berüchtigten Laojiao-Arbeitslager sei „Etikettenschwindel“. Viele Lager seien einfach in „Drogenrehabilitationszentren“ umbenannt worden. Folter sei zwar in der Verfassung verboten, werde aber systematisch gegen Andersdenkende eingesetzt.

Die kommunistische Regierung in Peking unterstütze sogar direkt das Regime in Nordkorea, dem die Vereinten Nationen erst am 17. Februar in einem fast 400 Seiten langen Bericht „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ nachwiesen.

Flüchtlinge aus Nordkorea werden von den chinesischen Behörden nach Nordkorea abgeschoben, wo ihnen Folter und Tod drohen – obwohl das demokratische Südkorea bereit ist, alle diese Flüchtlinge aufzunehmen.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin unterstrich, dass Deutschland „vor dem Handelsriesen China nicht seine Seele verkaufen“ dürfe:

Der Deutsche Bundestag hat am 10. Mai 2007 in seiner Laogai-Resolution die Zwangsarbeit in China verurteilt. Das darf nicht nur ein Lippenbekenntnis sein! Menschenrechte und letztlich Menschen dürfen nicht auf dem Altar der Diplomatie geopfert werden.“ 159481-3x2-teaser296

Selbst pure Wirtschaftsegoisten müssen erkennen, dass der systematische Einsatz von Arbeitssklaven und die Verfolgung von Gewerkschaften das deutsche Sozialsystem und die Wirtschaft in Deutschland ruinieren, so Lessenthin weiter. Die Auflösung aller Lager und Zulassung freier Gewerkschaften seien dafür leicht zu überprüfende Forderungen.

Größtes KZ-Lagersystem der Erde

Die chinesische Diktatur unterhält heute das größte Zwangsarbeitslagersystem der Welt. Zum sog. „Laogai“-Komplex gehören rund 1000 Lager. Nach Angaben der IGFM zwingen die Behörden nach verschiedenen Schätzungen zwischen drei und sieben Millionen Menschen darin zur Zwangsarbeit – sieben Tage die Woche, zum Teil bis zu 18 Stunden am Tag.

Folter und Gewalt, ungenügende Versorgung mit Wasser und Nahrungsmitteln, Schlafentzug und die Verweigerung medizinischer Versorgung gehören zum Alltag vieler Gefangener.

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33
info@igfm.de, www.menschenrechte.de

Union will schärfer gegen Sextourismus, Prostitution und Menschenhandel vorgehen

Am gestrigen Montag erinnerte der inoffizielle „Internationale Hurentag“ an die Arbeits- und Lebensbedingungen von Prostituierten.

Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker:

„Es darf nicht sein, dass Prostitution und Menschenhandel in Deutschland für die Hintermänner so lukrativ sind. Deshalb müssen wir alles daran setzen, diesem ‚Geschäftsmodell‘ den Boden zu entziehen. prolifeusa

Wenige Tage vor Beginn der Fußballweltmeisterschaft wird insbesondere über Menschenhandel, Kinderprostitution und Sextourismus in Brasilien berichtet. Dabei wird vergessen, dass es auch in Deutschland Zwangsprostitution und Menschenhandel gibt.

Mit den von meiner Fraktion im April vorgestellten Eckpunkten wollen wir Zwangsprostitution und Menschenhandel konsequent bekämpfen:

Die Einführung einer behördlichen Erlaubnispflicht von Prostitutionsstätten verbunden mit besseren Kontrollbefugnissen durch die Polizei ist von zentraler Bedeutung. Zudem werden wir klarstellen, dass es kein Weisungsrecht der Zuhälter gibt, das den Prostituierten Einzelheiten vorgibt.

Die Frauen dürfen nicht zu menschenunwürdigen Praktiken gezwungen werden können. Den Wucherpreisen bei den Zimmervermietungen muss ebenfalls ein Riegel vorgeschoben werden.

Aber auch bei den Freiern wollen wir ansetzen; diejenigen, die wissentlich eine Zwangslage der Opfer ausnutzen und zu sexuellen Handlungen missbrauchen, sollen bestraft werden.

Zum Schutz der Frauen werden wir eine Anmeldepflicht verbunden mit der Einführung regelmäßiger Gesundheitsuntersuchungen einführen und zudem die Altersgrenze für die Ausübung der Prostitution auf 21 anheben. Ebenfalls wollen wir bessere Ausstiegshilfen aus der Prostitution und für Opfer von Menschenhandel ein verbessertes Aufenthaltsrecht einführen.

Wir fordern das Bundesministerium der Justiz und für Verbraucherschutz auf, zügig einen entsprechenden Gesetzesentwurf vorzulegen. Dieser muss nach unserer Ansicht höchste Priorität haben.“


Christi Fürbitte für die Seinen im hohenpriesterlichen Gebet

Heutige liturgische Evangelienlesung der kath. Kirche: Joh 17,1-10:

In jener Zeit erhob Jesus seine Augen zum Himmel und sprach: 1547 - Kopie

Vater, die Stunde ist da. Verherrliche deinen Sohn, damit der Sohn dich verherrlicht. Denn du hast ihm Macht über alle Menschen gegeben, damit er allen, die du ihm gegeben hast, ewiges Leben schenkt.

Das ist das ewige Leben: dich, den einzigen wahren Gott, zu erkennen und Jesus Christus, den du gesandt hast.

Ich habe dich auf der Erde verherrlicht und das Werk zu Ende geführt, das du mir aufgetragen hast. Vater, verherrliche du mich jetzt bei dir mit der Herrlichkeit, die ich bei dir hatte, bevor die Welt war.

Ich habe deinen Namen den Menschen offenbart, die du mir aus der Welt gegeben hast. Sie gehörten dir, und du hast sie mir gegeben, und sie haben an deinem Wort festgehalten. Sie haben jetzt erkannt, daß alles, was du mir gegeben hast, von dir ist…

Für sie bitte ich; nicht für die Welt bitte ich, sondern für alle, die du mir gegeben hast; denn sie gehören dir. Alles, was mein ist, ist dein, und was dein ist, ist mein; in ihnen bin ich verherrlicht.

Foto: Dr. Bernd F. Pelz