Ägypten: Kirchliche Patriarchen gratulieren dem neuen Präsidenten al-Sisi

Die Ergebnisse der ägyptischen Präsidentschaftswahl wurden am Abend des 3. Juni von der Hohen Wahlkommission bekannt gegeben, die den Sieg des ehemaligen Armeegenerals Abdel Fattah al-Sisi bestätigte. Er erhielt 96,1% der Stimmen (fast 24 Millionen). Die Wahlbeteiligung lag nach offiziellen Angaben bei 47%.  CIMG0825

Unter den ersten Gratulanten waren auch die Oberhäupter der christlichen Kirchen in Ägypten.

Der koptisch-katholische Patriarch Ibrahim Isaac Sidrak brachte seine Segenswünsche in einem Schreiben an al-Sisi auch im Namen aller katholischen Bischöfe des Landes zum Ausdruck. In der Botschaft, würdigt Patriarch Sidrak auch die “demokratische Reife und Loyalität” des neuen Staatsoberhaupts.

Auch der koptisch-orthodoxe Patriarch Tawadros II. gratulierte dem Sieger und erbat für ihn den Segen Gottes mit Blick auf die Herausforderungen, denen er in seinem neuen Amt gegenüber steht.

Auch Andre Zaki, stellvertretendes Oberhaupt der koptisch-evangelischen Gemeinde in Ägypten, bezeichnete die Wahl von al-Sisi als Beginn einer neuen Epoche in Ägypten.

Quelle: Fidesdienst


Regensburg: Kontroverse Debatte zur Organspende auf dem Katholikentag

Von Gebhard Focke

Zur Podiumsdiskussion am 28. Mai von 16.30 bis 18 Uhr im Velodrom:

Die Veranstaltung über Organspende fand unter der Moderation von Dr. Hildegard Kaulen statt, Wissenschaftsjournalistin der FAZ.

Zu Beginn hielt Prof. Dr. Alexandra Manzei, Gesundheitswissenschaftlerin in Vallendar, ein Impulsreferat:: „Brücken bauen“ in der Transplantationsmedizin: ehrliche Aufklärung, transparente Politik, gute medizinische Versorgung. kao-logo-trans-verdana-breit-weiss

Dabei betonte sie besonders die kritischen Punkte dieser Medizin:

Die Zu-Tode-Definierung eines noch lebenden Menschen zum Zwecke der Organgewinnung, die fehlende neutrale Information für die Menschen, die einen Spenderausweis ausfüllen sollen, und die Tatsache, dass selbst dann, wenn alle Deutschen einen Organspendeausweis mit „Ja“ bei sich trügen, es niemals genügend Organe geben werde.

Weltweit 30 „Hirntote“, die Kinder zur Welt brachten

Frau Prof. Manzei wies darauf hin, dass es weltweit dreißig erfolgreiche Schwangerschaften von sog. „Hirntoten“ gibt.

Widerspruch erntete sie sowohl beim Moraltheologen Prof. Bormann aus Tübingen als auch bei dem Herzchirurgen Prof. Hirt aus Regensburg, was den „Hirntod“ anging. Für beide gab es dabei überhaupt keine kritischen Punkte, was die Definition betrifft, wohl aber hinsichtlich der Richtigkeit der Diagnose; denn: „Alle Menschen können Fehler machen.“ 0022

In der folgenden Diskussion, an der sich auch der Jurist Prof. Verrel aus Bonn beteiligte, Mitglied der Ständigen Kommission Organtransplantation der Bundesärztekammer, wurde über das White Paper des President´s Council der USA diskutiert.

Auch ging es darum, ob man die Gelder statt in die Transplantationsmedizin nicht lieber in die Entwicklung anderer Verfahren und in bessere Prävention investieren sollte, wie von Prof. Manzei angemahnt.

Ein weiterer Punkt betraf das Verhältnis einer üblichen Patientenverfügung zu einer gewünschten Organentnahme: Nach dem Transplantationsgesetz darf erst dann nach einer Organspende gefragt werden, wenn der Hirntod festgestellt ist. Es war strittig, ob diese Feststellung, die ja fremdnützig erfolgt, durch eine Patientenverfügung gedeckt ist, die lebensverlängernde Maßnahmen ablehnt

KAO-Vorsitzende berichtet von Angehörigen-Schicksalen

Renate Focke, 1. Vorsitzende von KAO, brachte demgegenüber die Erfahrungen der Angehörigen ein, die sich, im Schock, uninformiert, unter Zeitdruck, veranlasst sehen, einer Organentnahme zuzustimmen.

Erst später werde ihnen klar, was sie den sterbenden Angehörigen angetan hätten. Es sei ihnen bewusst geworden, dass der Sterbeprozess nachhaltig gestört worden sei. Es sei auch wichtig, darüber informiert zu sein, dass unter den Bedingungen einer Organentnahme eine Sterbebegleitung durch die Familie nicht möglich ist.

Um andere Menschen vor diesem Trauma zu bewahren, hätten Eltern, die ihre Kinder zur Organentnahme frei gegeben hatten, den Verein gegründet. Dieser fordere die enge Zustimmungslösung: Nur jede/r Volljährige/r, der/die selbst schriftlich nach vollständiger Aufklärung zugestimmt habe, dürfe als Spender/in in Frage kommen.

Renate Focke mahnte eine Änderung des Spenderausweises an: Es müsse dort nicht heißen: „Nach meinem Tod“, sondern: „Nach meinem Hirnversagen“. Sie forderte endlich eine ehrliche und vollständige Information der Menschen.

Und in diesem Punkt trafen sich schließlich alle Teilnehmer: Eine bessere und umfassende Aufklärung läge im Interesse aller, die mit dieser Medizin zu tun hätten.

 Weitere Infos über Organspende, Transplantation und „Hirntod“: http://www.initiative-kao.de/

 


Causa Merkel-Handy: Union gegen politische Einmischung in Entscheidung des Generalbundesanwalts

Der Generalbundesanwalt Harald Range hat heute erklärt, ein Ermittlungsverfahren geheimdienstlicher Agententätigkeit eingeleitet zu haben.

Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker: 

„Wir begrüßen, dass der Generalbundesanwalt Harald Range wegen des Abhörens des Handys der Bundeskanzlerin Angela Merkel ein Ermittlungsverfahren wegen geheimdienstlicher Agententätigkeit eingeleitet hat. 032_29A

Verwundert sind wir allerdings darüber, dass er als Forum für die Verkündung seiner Entscheidung den Ausschuss für Recht und Verbraucherschutz gewählt hat. Auch ist befremdlich, dass von den Grünen im Vorfeld bereits konkrete Erwartungen an den Generalbundesanwalt gegenüber der Presse mitgeteilt wurden.

Die Unabhängigkeit der Justiz ist ein sehr hohes Rechtsgut. Dazu passt es nicht, wenn die Politik auf laufende Entscheidungsprozesse über die Aufnahme von Ermittlungen Einfluss nehmen will. Das steht im krassen Widerspruch zur sonstigen Forderung der Grünen, die Unabhängigkeit von Justiz und Staatsanwaltschaft zu wahren und auszubauen, um jede politische Einflussnahme zu verhindern. 

Für die Grünen gilt das anscheinend nur dann, wenn sie nicht gerade selber auf staatsanwaltliche Entscheidungen Einfluss nehmen wollen.

Die Ermittlungen müssen nun von der Justiz in Ruhe geführt werden – ohne Einmischung der Politik.“


Führende Lebensrechtler wünschen Seligsprechung Erzbischof Dybas

Von Felizitas Küble

Das Christoferuswerk in Münster sammelte an seinem Infozelt auf dem Katholikentag in Regensburg erneut Unterschriften für eine Seligsprechung des einstigen Oberhirten von Fulda, Erzbischof Johannes Dyba, den viele Gläubige als „Löwen von Fulda“ verehren.IMG_0598

Auch durch Plakate und Postkarten wurde auf diesen mutigen und unbeugsamen Bischof hingewiesen, der im Juli 2000 unerwartet verstorben war.

Dabei unterzeichneten neben zahlreichen Katholiken auch evangelische Christen den Aufruf an die Kirche, Dyba als Vorbild für die Gläubigen und als Fürsprecher zur Ehre der Altäre zu erheben.

Überdies unterschrieben namhafte Vertreter von Lebensrechtsverbänden in Regensburg den Seligsprechungs-Appell des Christoferuswerks, darunter Martin Lohmann (siehe Foto unten: rechts), der Vorsitzende des Bundesverbands Lebensrecht (BVL), sowie Angela Doose, die Leiterin der „Jugend für das Leben“ in Deutschland. Bildungsplan-Demo-1.2.1448b

Schon zuvor hatten führende Lebensrechtler sich dem Plädoyer pro Dyba-Seligsprechung angeschlossen, zB. die Buchautorin Alexandra Linder, stellv. Bundesvorsitzende der „Aktion Lebensrecht für alle“ (ALfA)  –  und der katholische Publizist Mathias von Gersdorff (siehe Foto), Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und Mitbegründer der Initiative „SOS Leben“. 

Zu den weiteren Unterzeichnern gehören beispielsweise die Vorsitzende der Stiftung „Ja zum Leben“, Johanna Gräfin von Westphalen (siehe Foto) sowie Hedwig Gräfin von Buquoy, die dem Stiftungsvorstand angehört. portrait_westphalen-r

Zudem die Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL), Mechthild Löhr, sowie ihre Stellvertreterin Odila Carbanje, die zugleich als CDL-Vorsitzende von Nordrhein-Westfalen amtiert; außerdem der Historiker Prof. Dr. Leo Peters, Mitglied im Bundesvorstand der CDL.

Auch die engagierte CDL-Lebensrechtlerin Elisabeth Freifrau von Lüninck aus Bestwig im Sauerland schließt sich dem Appell des Christoferuswerks an; über ihren Austritt aus der CDU „nach einem halben Jahrhundert“ berichtete hier die FAZ: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/homo-ehe-die-kanzlerin-bat-um-zehn-tage-zeit-12100525.html

Für die Seligsprechung Dybas plädiert auch Hildegard Regensburger, Leiterin des Förderkreises  „Ja zum Leben“ sowie eines Mutter-Kind-Heims in Ichenhausen und zugleich stellv. CDL-Landesvorsitzende in Bayern; ebenso der baden-württembergische CDL-Landesvorsitzende, Rechtsanwalt Josef Dichgans.PICT0106

Unterschrieben wurde der Aufruf des Christoferuswerks außerdem von der Vorsitzenden der „Aktion Familienschutz“ und der Leiterin von ONE OF US in Deutschland, Freifrau Hedwig von Beverfoerde (siehe Foto: links) sowie von Prof. Dr. Manfred Spieker, einem führenden Experten der Lebensrechtsbewegung in Deutschland.

In der Donnerstagszeitung zum Regensburger Katholikentag (Ausgabe an Christi Himmelfahrt) findet sich ein ausführliches Interview zur Abtreibungsthematik mit diesem Osnabrücker Sozialwissenschaftler, der dem päpstlichen Rat „Justitia et Pax“ als Consultor angehört.

HIER geht es zum Pro-DYBA-Formular, das man ausdrucken, unterschreiben und an uns einsenden oder zufaxen kann: http://www.medrum.de/files/Unterschriftenblatt%20Dyba.pdf

CHRISTOFERUSWERK eV, 48007 Münster, Postfach 1963  – Fax 0251-614020

 

 


Mittelfeld-Fußballer beschwört Neuauflage deutscher Tugenden bei der DFB-Elf

Der Mittelfeldregisseur der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Bastian Schweinsteiger, ist der Ansicht, dass sich die DFB-Elf auf die deutschen Tugenden zurückbesinnen sollte. be2004_38_551

„Wenn wir einen guten Teamgeist entwickeln, dazu unsere fußballerische Qualität abrufen und auch wieder die typisch deutschen Tugenden einbringen, dann werden wir ein sehr gutes Turnier spielen. Der Wille, den Titel zu holen, ist nicht nur bei mir, sondern auch bei den anderen Spielern vorhanden“, sagte Schweinsteiger im Gespräch mit der „Bild-Zeitung“.

Die anderen Nationen beneideten die deutsche Nationalmannschaft für die physische Stärke ihrer Fußballer und dafür, dass die deutschen Nationalspieler bereit seien, „uns füreinander zu quälen“, so der 29-Jährige weiter:

„Diese physische Stärke haben wir in der jüngeren Vergangenheit jedoch etwas verloren. Wir sollten uns deshalb auf unsere Tugenden zurückbesinnen. Es wäre schade, diese einfach liegen zu lassen.“

Die Weltmeisterschaft in Brasilien werde „ein Turnier der Willenskraft“, erklärte Schweinsteiger: „Wir müssen deshalb Lauf- und Kampfbereitschaft in unser Spiel mit einstreuen.“

Quelle: dts-Nachrichtenagentur

 


Sozialistische Dikatur in Laos unterdrückt Christen und beschlagnahmt Bibeln

Tapferer Christ weigert sich, seinem Glauben abzuschwören

Fünf Sicherheitsbeamte holten im laotischen Dorf Loynam (Distrikt Nong, Savannakhet) einen Christen namens Sort aus seiner Wohnung und fesselten ihn an einen Pfahl, um ihn anschließend lächerlich zu machen: er solle dem christlichen Glauben abschwören. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Der Mann weigerte sich jedoch, dieser Aufforderung nachzukommen und wird heute im Distriktgefängnis in Nong festgehalten.

Der 40-jährige Sort wurde vor einem Jahr gläubig und ist der erste Christ in dem aus rund 20 Dörfern bestehenden Distrikt Nong.

Da man nun befürchtet, das Christentum könne sich „wie ein Virus“ verbreiten, drohten die sozialistischen Polizeibeamten Sort, falls er dem christlichen Glauben nicht abschwöre, werde man sein Eigentum beschlagnahmen und ihn aus der Gegend vertreiben.

“Ich habe mich nur für den christlichen Glauben entschieden und gegen kein Gesetz verstoßen”, erklärte Sort darauf, weshalb er schließlich am 29. Mai festgenommen wurde.

“Human Rights Watch for Lao Religious Freedom” (HRWLRF) fordert unterdessen die Regierung auf, Sort umgehend freizulassen und die Polizeibeamten wegen Amtsmissbrauchs zu bestrafen  –   und erinnert in diesem Zusammenhang an die von der laotischen Verfassung garantierte Religionsfreiheit.

In den Tagen davor war es in der Provinz Savannakhet, die oft Schauplatz von Maßnahmen gegen Christen ist, drei Schülerinnen im Alter von 14 und 15 Jahren wegen ihres christlichen Glaubens daran gehindert, die Jahresabschlussprüfung anzulegen.

Christen aus der Region legten Berufung bei den Schulbehörden ein, die eine Untersuchung auf den Weg brachte. Wie HRWLRF berichtet drang die Polizei am 25. Mai im Dorf Donpalai in der Provinz Savannakhet in einen Gebetssaal ein, wo 53 Bibeln evangelischer Christen ohne offiziellen Grund beschlagnahmt wurden.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst


Kuba: „Damen in Weiß“ im Visier des kommunistischen Castro-Regimes

Sacharow-Preisträger verhaftet und gefoltert

Im Mai 2014 wurden der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) 1120 politisch motivierte Verhaftungen auf Kuba gemeldet. Anzeige-Kuba-Flagge-Gitterstaebe_8a1367f180

Elizardo Sánchez Santacruz, Vorsitzender der „Kubanischen Kommission für Menschenrechte und Nationale Versöhnung“, dokumentierte in seinem Bericht vor allem Repressionen gegen die Mitglieder der christlichen Bürgerrechtsorganisation „Damen in Weiß“, die seit den vergangenen Monaten immer weiter ansteigen.

Das bestätigen auch die regimekritischen, unabhängigen Nachrichtenagenturen Hablemos Press und die IGFM-Kuba.

Alleine am vergangenen Sonntag wurden der IGFM 60 neue Fälle von Verhaftungen gemeldet. Beamte schlugen und verhafteten die Bürgerrechtlerinnen, nur weil sie die hl. Messe besuchen und danach an einem friedlichen Protestmarsch für die Freilassung aller politischen Gefangenen teilnehmen wollten.

„Die Regierung von General Castro bricht damit erneut ihre eigenen Rekorde bei der Zahl der politisch motivierten Verhaftungen. Das Regime verhält sich, als ob es den eigenen Untergang erwarte“, erklärt hierzu Martin Lessenthin, Vorstandssprecher der IGFM.
 
Der Träger des Sacharow-Preises des Europäischen Parlaments und unabhängige Journalist Guillermo Fariñas wurde wegen seiner offenen Regimekritik in den vergangenen 19 Wochen an jedem Montag verhaftet, misshandelt und gefoltert.

Am vergangenen Samstag bekam er schließlich eine Todesdrohung eines hohen Funktionärs des kubanischen Innenministeriums.

Quelle: IGFM