Mittelfeld-Fußballer beschwört Neuauflage deutscher Tugenden bei der DFB-Elf

Der Mittelfeldregisseur der deutschen Fußball-Nationalmannschaft, Bastian Schweinsteiger, ist der Ansicht, dass sich die DFB-Elf auf die deutschen Tugenden zurückbesinnen sollte. be2004_38_551

„Wenn wir einen guten Teamgeist entwickeln, dazu unsere fußballerische Qualität abrufen und auch wieder die typisch deutschen Tugenden einbringen, dann werden wir ein sehr gutes Turnier spielen. Der Wille, den Titel zu holen, ist nicht nur bei mir, sondern auch bei den anderen Spielern vorhanden“, sagte Schweinsteiger im Gespräch mit der „Bild-Zeitung“.

Die anderen Nationen beneideten die deutsche Nationalmannschaft für die physische Stärke ihrer Fußballer und dafür, dass die deutschen Nationalspieler bereit seien, „uns füreinander zu quälen“, so der 29-Jährige weiter:

„Diese physische Stärke haben wir in der jüngeren Vergangenheit jedoch etwas verloren. Wir sollten uns deshalb auf unsere Tugenden zurückbesinnen. Es wäre schade, diese einfach liegen zu lassen.“

Die Weltmeisterschaft in Brasilien werde „ein Turnier der Willenskraft“, erklärte Schweinsteiger: „Wir müssen deshalb Lauf- und Kampfbereitschaft in unser Spiel mit einstreuen.“

Quelle: dts-Nachrichtenagentur

 


5 Kommentare on “Mittelfeld-Fußballer beschwört Neuauflage deutscher Tugenden bei der DFB-Elf”

  1. Bernhard sagt:

    Schweinsteiger beschwört hier die „typisch deutschen Tugenden“, sagt aber nicht genau, was er darunter eigentlich versteht.

    „Physische Stärke“? Also wenn jemand von Natur aus einen athletischen Körperbau hat, hat das nichts mit Tugend zu tun. Außerdem ist ein „natürlicher athletischer Körperbau“ statistisch Afrikanern häufiger eigen als Europäern.
    Man kann natürlich seine Kondition trainieren. Aber das versuchen alle Spitzensportler, und ich würde einen durchtrainierten Körper nicht unbedingt als „typisch deutsches“ Ideal bezeichnen.

    Dass deutsche Spieler bereit sind, “uns füreinander zu quälen“? Ich würde mal sagen: Der Zusammenhalt in einer Mannschaft schwankt über die Jahre, und zwar in jeder Mannschaft. Mit der Nationalität hat das nicht viel zu tun. Außerdem weiß ich nicht, ob Füreinander-Einstehen als „typisch deutsche“ Tugend zu werten ist.

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  2. Dorrotee sagt:

    Leider gibt es schon im Vorfeld bessere Auslandmannschaften, siehe Spanien, Italien, Brasilien und andere mehr. An diesen muss Deutschland erstmal vorbei.
    Die Spieler sind doch satt und zufrieden. Auch ohne den Titel.
    Schweinsteiger kann ebenfalls auch ohne Titel gut leben.
    Jogi Löw müsste ausgewechselt werden. Seine Aufstellungen sind für die Gegner zu einsichtig.
    Er ändert fast nie seine Strategie.

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  3. H.G sagt:

    Natürlich wünsche ich dem Deutschen Team eine erfolgreiche WM in Brasilien, wissend, dass das Team eine ausgesprochene Turniermannschaft ist und bei Grossereignissen immer über sich hinausgewachsen ist. Jedoch die Kraft aus dem Absingen der deutschen Hymne oder dem Beschwören des deutschen Geistes zu schöpfen halte ich als Christ doch etwas fragwürdig. Wie wäre es mit Beten?
    H.G

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    • Bernhard sagt:

      Na ja… um ehrlich zu sein, finde ich es noch fragwürdiger, Gott um den Sieg zu bitten bzw. im Falle eines Sieges, diesen auf die Beziehung zu Gott bzw. das Gebet zurückzuführen. Gott hat sich nicht nach unseren Wünschen zu richten, und das Gebet dient nicht dazu, Gott in seinen Entscheidungen für meine Interessen umzustimmen.

      Wo ich allerdings zustimme ist, dass manche konservative, „patriotische“ Christen sich manchmal fragen sollten, wer für sie eigentlich wichtiger ist, Gott oder die Nation. Aber das ist hier nicht Thema.

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  4. heureka47 sagt:

    Keine Ahnung, was die „deutschen Tugenden“ sein sollen…!
    Was könnten das in einer mehrheitlich selbst-entfremdeten Gesellschaft schon für „Tugenden“ sein!
    „Übermenschlicher“ Einsatz für „hohle“ Ziele?
    Einsatz für NICHTS, was WAHRHAFT wertvoll / wichtig ist?

    Das einzig Wahre, das zählen sollte, sind die universellen, ewigen, göttlichen, WAHRHAFT-menschlichen, Tugenden – die ALLE auf der göttlichen, reinen, bedingungslosen, LIEBE wachsen / gedeihen.

    „deutsche“ Tugenden waren die göttlichen Tugenden allenfalls bevor wir zivilisiert / „christianisiert“ wurden.

    DEUTS könnte gedeutet werden als an „deus“ orientiert, an Gott.
    Aber das ist mehrheitlich nicht mehr so.
    Könnte aber wieder werden…

    Herzlichen Gruß!

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