Papst ermutigt Ehepaare zu Kindern

Meldung der evangelischen Nachrichtenagentur IDEA:

Papst Franziskus hat Ehepaare kritisiert, die keine Kinder haben wollen. Manche entschieden sich eher für ein Haustier wie einen Hund oder eine Katze. Doch dann blieben sie im Alter allein, sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am 2. Juni bei einer Morgenmesse für 15 Ehepaare im vatikanischen Gästehaus Santa Marta, wo er wohnt. Die Paare waren bereits 25, 50 oder 60 Jahre verheiratet. 1_0_697102

Franziskus rügte eine Wohlstandskultur, die den Menschen einreden wolle, dass es besser sei, keine Kinder zu haben, wenn man das Leben genießen wolle. Doch im Alter zeige sich die Kehrseite; dann endeten diese Personen in bitterer Einsamkeit.

Die Ehe stützt sich nach Ansicht des Papstes auf drei Pfeiler: Treue, Ausdauer und Fruchtbarkeit. Wenn ein Paar keine Kinder bekommen könne, sollte es sich auf den Glauben an Christus und auf die Kirche konzentrieren. Die Liebe Jesu zu seiner Kirche sei ein Vorbild; sie sei treu, fruchtbar und halte ewig.

Quelle: http://www.idea.de


Bischof F. Radkovsky von Pilsen über die Versöhnung zwischen Tschechen und Deutschen

Von Michaela Koller

Das Motto des diesjährigen Katholikentags „Mit Christus Brücken bauen“ hat auch einen Blick auf die Kirche als Verbindungsglied zwischen Völkern erschlossen. dsc_3205_1024_1

Die Bistümer Regensburg und Pilsen sind seit der Zeit des heiligen Wolfgang vor 1000 Jahren eng historisch miteinander verknüpft.

Die katholische Journalistin Michaela Koller aus München befragte den Pilsener Bischof Frantisek Radkovsky (siehe Foto) nach seinen Vorstellungen vor allem hinsichtlich einer Verständigung zwischen Deutschen und Tschechen:

Es gibt eine persönliche Brücke zwischen Ihnen und Bischof Rudolf Voderholzer (siehe Foto) von Regensburg?

Seine Mutter stammt aus unserer Diözese. Sie hat ihrem Sohn über den heiligen Wolfgang, Bischof von Regensburg, erzählt, der einen Zweig genommen hat, daraus ein Kreuz formte und sagte: Hier entsteht eine große Kirche.

Er spielte eine bedeutende Rolle bei der Christianisierung Böhmens. Das ist nur eine Brücke.

Eine weitere war sein großer Lehrer, der sudetendeutsche Kapuzinerpater Victricius Berndt. Ich kam in dessen Geburtsort in der Nähe von Karlsbad. Wir haben uns dann dort vor ungefähr 15 Jahren kennengelernt. Wir haben uns dann auch bei der Gründung der Spezialbibliothek des Instituts Papst Benedikt XVI. wiedergetroffen. borMedia1840101

Und dann kam zu meiner Überraschung seine Einladung zur Bischofsweihe nach Regensburg, wozu er mich als Mitkonsekrator ausgewählt hatte.

Deutsche und Tschechen habe einen langen Weg der Annäherung hinter sich. Was hat dazu beigetragen?

Nachbarn mit einer langen gemeinsamen Geschichte sind manchmal Freunde, manchmal Feinde. Im 19. Jahrhundert begann bereits die nationale Erneuerung unter den Tschechen. Ein Problem dabei war die Abgrenzung voneinander aufgrund von Sprache und Nationalität.

Aber besonders tragisch war das vorige Jahrhundert mit Nationalsozialismus, Krieg, anschließender Vertreibung der Deutschen und der Kommunismus. Das alles liegt auf unserer gemeinsamen Reise nun hinter uns. Gott sei Dank ist das vorbei.

Wichtig bei der Annäherung war die Einigung Europas. Durch das Streben nach Einheit ist Europa nun ein Kontinent des Friedens. Die Ukraine-Krise ist jetzt ein Prüfung.

Welche Erfahrung auf dem Weg der Versöhnung haben Sie gemacht?

Vor 25 Jahren war die Situation immer noch gespannt, weil die kommunistische Propaganda noch nachwirkte. Es ist immer so, dass sich Diktaturen immer ihre Berechtigung mit einer äußeren Gefahr begründen. Die Kommunisten schürten Angst vor den Sudetendeutschen, so war Versöhnung nicht möglich.

M. Koller

M. Koller

Ich wurde 1993 Bischof von Pilsen. Das Bistum in Westböhmen damals neu errichtet. Ich sah, dass es wichtig ist sich um die Beziehungen zwischen den Nationen zu bemühen wie zwischen Frankreich und Deutschland.

War diese Versöhnung ein Modell für Sie?

Ja, für mich und auch für andere. Ich kam damals als Bischof in die Kirche der Vertriebenenstadt Neutraubling und habe mich dort entschuldigt, dass wir wegen der kommunistischen Zeit mit der Aufarbeitung noch nicht so weit sind.

Der nächste Schritt dort war ein Freundschaftserklärung zwischen der Pfarrgemeinde dort und einer tschechischen Gemeinde. Zehn Jahre später erlebten wir mit EU-Beitritt Tschechiens eine richtige Wende.

Heute sehe ich in den Gemeinden an der Grenze, wie unproblematisch der Umgang ist. Die Kinder lernen jeweils in der Schule die Sprache der anderen. Diese Gebiete haben auf beiden Seiten aber durch die Vergangenheit sehr gelitten: demographisch, ökonomisch, kulturell und auch religiös.

Sind die Menschen dabei, völlig ihre christlichen Wurzeln zu vergessen?

Es gab immer in der Geschichte eine Pendelbewegung zwischen materieller und spiritueller Orientierung. Sie hatten unter dem atheistischen Druck den Glauben verloren und haben keine Verbindung mehr zu ihren Wurzeln.

Jetzt schlägt das Pendel zurück: Die Leute haben verstanden, dass Freiheit und Wohlstand allein nicht so viel nützen, um glücklicher zu werden. Sie suchen wieder spirituelle Orientierung.

Da die christliche Tradition unterbrochen wurde, versuchen sie alles: Buddhismus, Esoterik, Astrologie und Naturreligionen. Das ist für unsere Kirche eine große Herausforderung, den Menschen die wahre Quelle zu zeigen, die Jesus Christus ist, damit sie nicht aus jeder Pfütze trinken.

Quelle: http://www.vaticanista.info/  / Erstveröffentlichung in der kath. Zeitung „Die Tagespost“ / Bischofs-Fotos: Bistum Regensburg


Martin Lohmann kritisiert das Abschmettern von ONE OF US durch Brüssel

Der Vorsitzende des BVL (Bundesverband Lebensrecht) an A. Merkel:

Sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

zuletzt auf dem Katholikentag in Regensburg äußerten Sie Ihre Sorge, Europa könne zu sehr christliche Werte verlieren.

Für die Äußerung dieser Sorge sind Ihnen viele Menschen, denen ein wertebewusstes und so gesehen auch wert-volles Europa am Herzen liegt, dankbar. Denn es gibt genügend Gründe, sich hier ernsthafte Sorgen zu machen.  Lohmann5

Als Vorsitzender des Bundesverbandes Lebensrecht (BVL), in dem sich christliche Lebensschutzgruppen verschiedener Konfessionen in ökumenischem Engagement für eine humane Grundlage der Gesellschaft einsetzen und für ein Europa ohne Abtreibung und Euthanasie werben, wende ich mich an Sie, weil auch wir diese Ihre Sorge teilen.

Auch wir gehören zu den Unterstützern des europaweiten Bürgerbegehrens „One of us“, das mit mehr als 1,9 Millionen mündigen Bürgern eindringlich und mit guten Argumenten die Europäische Kommission aufforderte, keine Forschungsgelder zu Lasten des Lebens durch so genanntes Embryonenmaterial auszugeben. Logo EINER VON UNS

Leider haben die Verantwortlichen in Europa dieses wertvolle Anliegen schlichtweg abgeschmettert und für nicht wichtig erachtet.

Knapp zwei Millionen Bürger Europas fühlen sich hier nicht ernst genommen und empfinden diesen Umgang mit einem so entscheidenden Anliegen, das etwas mit Gewissen und Gewissenhaftigkeit zu tun hat, als Arroganz von Ignoranten.

Und bei einer so großen Zahl von Befürwortern eines gewissenhafteren Umgangs mit dem Lebensrecht lässt sich wohl kaum von einer verschwindenden Minderheit sprechen – was aber bei grundsätzlichen Fragen ohnehin kein Ausschlusskriterium sein dürfte.

Es ist ein Skandal, dass so viele Menschen, die sich aktiv mit Herz und Geist für ein humanes Europa einsetzen und von ihrem Mitspracherecht Gebrauch machen, so herzlos abgelehnt werden. Es ist nicht gut, wenn sich (so viele) engagierte Bürger sorgenvoll und verantwortungsbewusst als überzeugte Demokraten in Europa zu Wort melden, um dann respektlos von Europa beiseite geschoben zu werden. media-388245-4

Wie wichtig ist Brüssel die Demokratie, wenn Demokraten mit einem sehr wichtigen Anliegen derart missachtend abgewiesen werden? Wie ernsthaft war der im Vertrag von Lissabon geäußerte Wunsch nach mehr demokratischer Mitsprache der Bürger?

Daher bitte ich Sie im Namen vieler Lebensschützer:
• Setzen Sie sich im Sinne Ihrer Sorge für ein menschenwürdiges Europa dafür ein, dass das wenig wertschätzende Wegdrücken dieses für alle Menschen wichtigen Anliegens nicht das letzte Wort bleibt.
• Machen Sie bitte deutlich, dass der Schutz des menschlichen Lebens von Anfang an bis zu seinem natürlichen Ende eine eminent grundlegende Aufgabe aller Menschen guten Willens für eine allen Menschen dienende humane Grundlage unseres Europas ist.

Mit freundlichen und hoffnungsstarken Grüßen

Ihr Martin Lohmann


Unionsfraktion stellt klar: „Deutschland darf kein Einbrecherparadies werden!“

Weiterer Rückgang bei der Gewaltkriminalität Jugendlicher erfreulich

Am gestrigen Mittwoch haben Bundesinnenminister Thomas de Maizière und der nordrhein-westfälische Innenminister Ralf Jäger die Polizeiliche Kriminalstatistik für das Jahr 2013 vorgestellt.

Hierzu erklären der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Thomas Strobl, und der innenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag, Stephan Mayer:

Thomas Strobl: „Die Kriminalität geht insgesamt in Deutschland leicht zurück. Das ist eine gute Botschaft. Die konstante Aufklärungsquote zeigt die exzellente Arbeit unserer Polizistinnen und Polizisten in den Ländern und im Bund. PICT0141

Erfreulich ist auch der Rückgang der Jugendkriminalität. Wir dürfen aber nicht nachlassen, gerade jugendlichen Gewalttätern klar und zügig Grenzen aufzuzeigen, um kriminelle Karrieren schon im Keim zu ersticken. Die Strafe muss auf dem Fuß folgen. Die Beschleunigung ist unser Hauptziel bei der Reform des Jugendstrafverfahrens.

Der Besitz und die Verbreitung von Kinder- und Jugendpornografie steigen deutlich an. Zum besseren Schutz der Minderjährigen werden wir mit unserem Koalitionspartner zeitnah einen Gesetzentwurf ins Kabinett bringen und ihn dann zügig im Bundestag verabschieden. Für die CDU/CSU-Fraktion ist der bessere Schutz von Kindern und Jugendlichen vor sexueller Ausbeutung eines der zentralen Vorhaben der großen Koalition.

Sorge bereitet uns auch der weitere Anstieg der Einbruchszahlen in Deutschland. Einbrüche sind Gift für das Sicherheitsgefühl der Bürgerinnen und Bürger. Der von Innenminister de Maizière angekündigte Anti-Einbruch-Pakt von Bund und Ländern ist genau die richtige Antwort darauf.“

Stephan Mayer: „Die starke Zunahme von Autodiebstählen, Wohnungseinbrüchen und Taschendiebstählen ist besorgniserregend. Wir dürfen das immer dreistere Vorgehen organisierter Diebesbanden nicht tatenlos hinnehmen. Es ist die Aufgabe des Staates, seine Bürger und ihr Eigentum zu schützen.

Insbesondere der Anstieg der Zahlen im Bereich der Einbruchskriminalität ist höchst alarmierend und muss die Innenminister von Bund und Ländern wachrütteln. Deutschland darf nicht zum Einbrecherparadies Europas werden.

Dem kann nur durch ein ganzes Bündel von Maßnahmen begegnet werden. Wir brauchen mehr statt weniger Polizisten auf unseren Straßen. Bund und Länder müssen künftig noch besser zusammenarbeiten, ebenso wie die Mitgliedstaaten in Europa untereinander. Darüber hinaus müssen wir unsere Anstrengungen im Bereich der Prävention verstärken bis hin zu Überlegungen, Maßnahmen des Einbruchsschutzes steuerlich zu fördern.

Interessant ist, dass das Risiko, Opfer einer Straftat zu werden, regional höchst unterschiedlich ist. Dabei betrifft die höchste Steigerung insbesondere eine Reihe von Stadtstaaten, aber auch das bevölkerungsreiche Flächenland Nordrhein-Westfalen.“


Zur Situation der Unionsparteien nach der Europawahl-Schlappe

Von Peter Helmes

Das Ergebnis der Wahl zum EP-Parlament in Deutschland ist nicht nur eine herbe Schlappe für CDU und CSU, sondern auch eine schallende Ohrfeige für Angela Merkel. Die Achse der Christdemokraten hat sich unter Merkel stetig und deutlich nach links verschoben.  032_29A

In Europa jedoch geht der Trend nach rechts. Die aufgeblasenen Backen der SPD ändern nichts daran, sondern sind nur Ausdruck der Fassungslosigkeit gegenüber diesem „Rechtsruck“.

Das Anwachsen der AfD hat diese Wahl in unserem Land besonders spannend gemacht. Ihr Erfolg ist Folge einer wachsenden euroskeptischen Stimmung, die längst in der Mitte der Politik angekommen ist, die aber die Union sträflich ignoriert hat.

€uro-Kritiker sind keine Europa-Skeptiker

Wir haben also in nächster Zukunft zwei große Lager mit fünf ernstzunehmenden Parteien: Auf der einen Seite das „bürgerliche Lager“ mit CDU/CSU und AfD, auf der anderen Seite die SPD, die Grünen und die Linkspartei.

Bei SPD und Union gibt es starke Ränder zur jeweils anderen Seite und Überlappungen in der Mitte. Was die Linkspartei für die SPD, ist die AfD für die Union. Höchste Zeit also, auf gegenseitige Verteuflung innerhalb des bürgerlichen Lagers zu verzichten  –  auch wenn man sich so schön daran gewöhnt hat: Die AfD ist eine Partei der €uro-Skeptiker, aber eben keine Partei der Europa-Skeptiker – ein bedeutender Unterschied!  reichstag_flaggen_368s

Die EP-Wahl hat eine Gewißheit gebracht: Die FDP als Partei der Liberalen „hat fertig“ und ist mit jeweils rd. 3 Prozent bei der Bundestags- und der EP-Wahl zur Zeit kein ernst zu nehmender Faktor mehr.

Ich habe sogar große Zweifel, ob sie sich jemals wieder „berappeln“ wird. Es spricht jedoch vieles dafür, daß sich die AfD bereits ziemlich fest in der deutschen Parteien-Landschaft etabliert hat  –  als eine (noch ungeliebte) Verwandte der Christdemokraten, ohne die es in Zukunft keine bürgerliche Mehrheit mehr geben wird.

Zudem bringt die AfD zumindest in starken Teilen konservative und christliche Elemente in die Politik ein.

Merkel: Machtanspruch statt Programmatik

Es ist eigentlich müßig, nach den Gründen dieser Entwicklung zu fragen; denn sie liegen auf der Hand: Die Parteivorsitzende Merkel hat die Union ihrer Identität beraubt. Hieß es einstmals, die CDU habe drei starke Wurzeln aus konservativen, liberalen und sozialen Überzeugungen, bietet die Partei heute ein Bild und eine Politik der Beliebigkeit: außer Machtanspruch nichts anderes.

Die Union ist bis zur Unkenntlichkeit „modernisiert“ worden  –  was immer das auch heißt. Jedenfalls „konservativ“ ist sie schon lange nicht mehr, festzumachen an Themen und Beschlüssen wie z. B. zum Atomausstieg, zur Abtreibung, zur „Rente mit 63“ und allerlei Segnungen des Sozialstaats.

Der Fleißige wird durch hohe Steuern und Abgaben bestraft, der Faule wird belohnt. Das ist die Botschaft der Union heute, einschließlich einer fatalen Anbiederung an fremde Kulturen und Traditionen. Eine eigene Identität sucht man vergebens.

Diese schleichende, ja sogar offene Anpassung an den Zeitgeist könnte sich einmal als größter strategischer Fehler der CDU erweisen. Wobei zu fragen ist, ob sie überhaupt eine Strategie hat.

Genau hier zeigt sich, daß die Union ohne ein konservatives Korrektiv nicht mehr auskommt. Erkennt die Partei das nicht, läuft sie Gefahr, ihre Führungsrolle in Deutschland zu verspielen. Denn eine alte Polit-Regel besagt, daß der Wähler lieber gleich das Original wählt denn eine Kopie.

Als eine schwarz angemalte SPD kann die Union auf Dauer nur verlieren. So gesehen, ist der Wahlerfolg der AfD für den Selbsterhalt der Unionsparteien eine nicht zu unterschätzende Tatsache.

Die Union hat zu lange die Signale überhört

Die CDU hat lange, vielleicht zu lange, die Signale überhört. Sie hat die Europaskeptiker nicht ernst genommen und die €uro-Kritiker beschimpft. Dem Gefühl, von undurchsichtigen Mächten in wahnsinnige Risiken (Bankenkrise/€uro-Rettung) getrieben zu sein, haben die Unionsparteien nichts entgegengesetzt. 40323-90x80

Mehr noch, durch plötzliche, unvermittelte und unvermittelbare Änderungen wichtiger Grundpositionen der „alten“ CDU hat sie die eigene Klientel verunsichert. Gleichzeitig hat sie (aus Arroganz?) versäumt, die Regeln und Rechte, auf denen die „neue“ Politik fußt, verständlich zu machen. Mitglieder (und Bürger) fühlten und fühlen sich verunsichert, unwohl und von den „Etablierten“ im Stich gelassen.

Dies ist der Kern der „europäischen Krise“, die eigentlich keine europäische, sondern eine hausgemachte ist. Das Schlagwort von „mehr Europa“ dürfte vorerst ausgedient haben. Die Umverteilungsromantik zu Lasten Deutschlands muß nun eine Ende nehmen.

Ja, bei der Europawahl ging es auch um die Interessen Deutschlands! Der Erfolg der AfD ist ein Ausdruck dafür, daß die Interessen unseres Landes, z. B. auch unsere Sprache, in Europa nicht gewahrt werden. Wir haben immer Ja gesagt zu Europa als einem Bund freier und souveräner Staaten, ein weitgehend geeintes Europa, aber eben kein „Einheits-Europa“.

Deutschland und Europa brauchen eine tiefgreifende Korrektur. Sie sollte in einem bürgerlichen Miteinander möglich werden. Das gelingt nur mit einer bürgerlichen Mehrheit!

Peter Helmes ist erfolgreicher Buchautor und ehem. Bundesgeschäftsführer der Jungen Union; heute betreibt er u.a. die Webseite:  www.conservo.wordpress.com

 


Als die Pharisäer sich in Jerusalem auf die Seite des Apostels Paulus stellten

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg 22,30.23,6-11:

In jenen Tagen, als der römische Oberst genau wissen wollte, was die Juden Paulus vorwarfen, ließ er ihn aus dem Gefängnis holen und befahl, die Hohenpriester und der ganze Hohe Rat sollten sich versammeln. Und er ließ Paulus hinunterführen und ihnen gegenüberstellen. P1020947

Da Paulus aber wußte, daß der eine Teil zu den Sadduzäern, der andere zu den Pharisäern gehörte, rief er vor dem Hohen Rat aus: Brüder, ich bin Pharisäer und ein Sohn von Pharisäern; wegen der Hoffnung und wegen der Auferstehung der Toten stehe ich vor Gericht.

Als er das sagte, brach ein Streit zwischen den Pharisäern und den Sadduzäern aus, und die Versammlung spaltete sich. Die Sadduzäer behaupten nämlich, es gebe weder eine Auferstehung noch Engel noch Geister, die Pharisäer dagegen bekennen sich zu all dem.

Es erhob sich ein lautes Geschrei, und einige Schriftgelehrte aus dem Kreis der Pharisäer standen auf und verfochten ihre Ansicht. Sie sagten: Wir finden nichts Schlimmes an diesem Menschen. Vielleicht hat doch ein Geist oder ein Engel zu ihm gesprochen.

Als der Streit heftiger wurde, befürchtete der Oberst, sie könnten Paulus zerreißen. Daher ließ er die Wachtruppe herabkommen, ihn mit Gewalt aus ihrer Mitte herausholen und in die Kaserne bringen.

In der folgenden Nacht aber trat der HERR zu Paulus und sagte: Hab Mut! Denn so wie du in Jerusalem meine Sache bezeugt hast, sollst du auch in Rom Zeugnis ablegen.