Reuven Rivlin ist neuer israelischer Präsident

Reuven Rivlin wurde am Dienstag, dem 10.6.2014, von den Abgeordneten der Knesset (israelisches Parlament) zum 10. Staatspräsidenten Israels gewählt.

Rivlin gehört der Likud-Partei an und war zuletzt Präsident der Knesset.   IMG_1016

Im ersten Wahlgang verteilten sich die Stimmen auf die fünf Kandidaten wie folgt: Reuven Rivlin 44 Stimmen, Meir Sheetrit 31, Dalia Itzik 28 Stimmen, Dalia Dorner 13 Stimmen und Dan Shechtman 1 Stimme.

In einer Stichwahl entfielen auf Reuven Rivlin 63, auf Meir Sheetrit 53 Stimmen.

Reuven Rivlin wird als Nachfolger von Shimon Peres am 24. Juli seinen Amtseid als 10. Präsident des Staates Israel ablegen.

Quelle: Botschaft des Staates Israel in Berlin


Radikal-islamischer Terror bedroht die staatliche Ordnung im Irak

Die Anzahl von Anschlägen und Attentaten radikal-islamischer Kräfte im Irak nimmt stetig zu. Nach Falludscha haben Extremisten nun auch die Stadt Mossul größtenteils in ihre Gewalt gebracht.

Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder:

Foto: Markus Hammes

Foto: Markus Hammes

„Die Sicherheitskräfte im Irak sind derzeit nicht in der Lage, den Angriffen religiöser Extremisten in weiten Teilen des Landes standzuhalten.

Dabei verbanden die Menschen mit der Wahl von Nuri al-Maliki zum Premierminister vor einem Monat den sehnlichen Wunsch nach mehr Stabilität, Wohlstand und Sicherheit für sich und ihr Land. Stattdessen sind erneut Hunderttausende als Binnenvertriebe auf der Flucht. Es soll der Ausnahmezustand verhängt werden.

Die Machtlosigkeit der Sicherheitskräfte, aber auch die Unzufriedenheit großer Teile der Bevölkerung mit den Entwicklungen der letzten Jahre werfen erneut die Frage auf, wie der Irak, aber auch die gesamte Region mittelfristig zu Frieden und Ordnung finden kann.

Entscheidend wird sein, ob es Ministerpräsident al-Maliki und den politisch einflussreichen Gruppen gelingt, einen überkonfessionellen Staat Irak zu schaffen, in dem Schiiten, Kurden und sunnitische Araber am politischen System beteiligt sind. Sollte dies scheitern, könnte die ‚Ein-Irak-Politik‘ von der Europäischen Union und den USA auf den Prüfstand gestellt werden.

Mehr Aufmerksamkeit verdienen nach Auffassung der CDU/CSU-Bundestagsfraktion auch andere Partner in der Region des Nahen und Mittleren Ostens.

Die Autonome Region Kurdistan hat sich beispielsweise als bedeutsamer Stabilitätsanker im Nordirak etabliert – eine hoffnungsvolle Entwicklung, die gezielt gefördert werden sollte.

Zudem sind die Christen in der Region auf besondere Hilfe angewiesen, sollen sie nicht endgültig aus dem Irak vertrieben werden. Die Einhaltung von Religions- und Meinungsfreiheit müssen fester Bestandteil einer Politik werden, die sich für Sicherheit und Freiheit der Gläubigen einsetzt.“


Ministerpräsident Horst Seehofer beim 65. Sudetendeutschen Tag in Augsburg

Pressemitteilung der Bayerischen Staatskanzlei:

Sudetendeutsche sind als vierter Stamm ein Herzstück Bayerns / Sudetendeutsches Museum wird Ort der Erinnerung und Information / Bayerischer Gedenktag erinnert ans Schicksal der Heimatvertriebenen

Ministerpräsident Horst Seehofer hat beim 65. Sudetendeutschen Tag in Augsburg die Bedeutung der Sudentendeutschen für Bayern unterstrichen.

„Die Traditionen und die Kultur der Sudetendeutschen gehören genauso zu Bayern wie Schwaben, Franken und Altbayern“, so der Ministerpräsident. „Unser vierter Stamm ist ein Herzstück Bayerns, der maßgeblich zur Erfolgsgeschichte Bayerns beiträgt.“

Das Motto des diesjährigen Sudetendeutschen Tages „Geschichte verstehen, Zukunft gestalten“ umschreibe treffend, dass Vergangenheit und Zukunft zwei Seiten einer Medaille seien. 14_ST_Festabzeichen

Nur wer seine Wurzeln kenne, könne die Zukunft aktiv gestalten. Seehofer: „Trotz Flucht und Vertreibung haben die Sudetendeutschen ihr Erbe bewahrt, gehütet und gepflegt. Dafür ist der Sudetendeutsche Tag der beste Beweis.“

Der Freistaat unterstützt das Sudetendeutsche Museum, das als staatliche Hochbaumaßnahme errichtet und finanziert wird. Aktuell laufen die Vorbereitungen für den Architektenwettbewerb. „Mit dem Museum schaffen wir einen Ort der Erinnerung und derInformation für unsere Bürger“, erklärte der Ministerpräsident:

„Nicht verstaubt, sondern mit einer kraftvollen Botschaft für Gegenwart und Zukunft. Und ich verspreche: Wir werden der Sudetendeutsche Stiftung auch beim Betrieb des Museums unter die Arme greifen.“

Die Themen Flucht und Vertreibung sind heute aktueller denn je. Über 40 Millionen Menschen sind weltweit auf der Flucht und mussten ihre Heimat verlassen.

„Vertreibung war Unrecht, ist Unrecht und bleibt Unrecht. An dieses Schicksal wollen wir mit einem Bayerischen Gedenktag für die Opfer von Flucht, Vertreibung und Deportation erinnern“, so der CSU-Chef. Er fügte hinzu: be2004_38_551

„Diesen Gedenktag werden wir am 14. September zum ersten Mal begehen. Damit ist klar: Das Schicksal der Vertriebenen und Deportierten geht uns alle an. Wir müssen die Erinnerung daran wach halten.“

25 Jahre nach dem Fall des Eisernen Vorhangs und 10 Jahre nach der Osterweiterung der Europäischen Union sind Bayern und Tschechien heute starke Partner im Herzen Europas.

Diese großartige Erfolgsgeschichte sei auch den Sudetendeutschen zu verdanken. Denn nach der friedlichen Revolution sind sie als erste in ihre alte Heimat gereist, haben alte Kontakte wiederbelebt und neue Bande geknüpft. Sie haben Brücken gebaut und stehen daher wie kaum eine andere Volksgruppe in Europa für Verständigung.

Der Ministerpräsident hierzu: „Ohne den aktiven Einsatz der Sudetendeutschen wäre es uns nicht gelungen, die bayerisch-tschechischen Beziehungen zu dem zu machen, was sie heute sind: Ein starkes Band der Partnerschaft. Auch hier haben die Sudetendeutschen ganz nach dem Motto ihres diesjährigen Treffens gehandelt: ‚Geschichte verstehen, Zukunft gestalten‘. Und ich freue mich persönlich, dass ich die neue Partnerschaft zwischen Tschechien und Bayern als Ministerpräsident mitgestalten durfte.“

Die neue Vertretung des Freistaats Bayern in Prag, die in den nächsten Monaten eröffnet werden soll, werde ein sichtbares Zeichen dieser engen Partnerschaft sein. Auf diese Verbundenheit ist Bayern stolz.

Quelle: http://www.bayern.de/Pressemitteilungen-.1255.10496097/index.htm


In Antiochia nannte man Jesu Jünger zum ersten Mal „Christen“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Apg 11,21b-26:

In jenen Tagen wurden viele gläubig und bekehrten sich zum HERRN. media-358103-2

Die Nachricht davon kam der Gemeinde von Jerusalem zu Ohren, und sie schickten Barnabas nach Antiochia. Als er ankam und die Gnade Gottes sah, freute er sich und ermahnte alle, dem HERRN treu zu bleiben, wie sie es sich vorgenommen hatten.

Denn er war ein trefflicher Mann, erfüllt vom Heiligen Geist und von Glauben. So wurdeeine beträchtliche Anzahl für den HERRN hinzugewonnen. Barnabas aber zog nach Tarsus, um Paulus aufzusuchen.

Er fand ihn und nahm ihn nach Antiochia mit. Dort wirkten sie miteinander ein volles Jahr in der Gemeinde und unterrichteten eine große Zahl von Menschen. In Antiochia nannte man die Jünger zum erstenmal Christen.

 


Bischof em. Tebartz-van Elst zieht jetzt nach Regensburg

Am Dienstag, den 10. Juni 2014, haben die Geschwister von Bischof em. Dr. Franz-Peter Tebartz-van Elst folgende Pressemitteilung veröffentlicht:

Nach Beendigung seines Dienstes in der Diözese im März dieses Jahres gibt Bischof Tebartz-van Elst im September seinen Wohnsitz in Limburg auf. Damit macht er auch räumlich den Weg für einen Neuanfang im Bistum Limburg frei.1_0_745851

Bei der Suche nach einem neuen Wohnsitz hat sich nun seine Familie entschlossen, gemeinsam in Regensburg eine Wohnung anzumieten, in der Tebartz-van Elst bis zur Übernahme einer neuen Aufgabe bleiben kann.

Die Wahl ist auf Regensburg gefallen, weil Bischof Voderholzer ihm mitbrüderliche Aufnahme und Gastfreundschaft in seiner Diözese zugesichert hat.

Die Mietwohnung dient auch den Familienangehörigen, die dem Bischof weiterhin zur Seite stehen werden. Eine Dienstwohnung, die einem emeritierten Bischof zusteht, nimmt Tebartz-van Elst damit nicht in Anspruch.

Quelle: http://www.bistum-regensburg.de/news/kategorie/bischof-em-tebartz-van-elst-verlaesst-limburg-neuer-wohnsitz-im-bistum-regensburg-3128/

Siehe hierzu ergänzend folgender Kommentar:

Der Katholikentag in Regensburg hatte das Leitmotiv Brückenbauen. Jetzt werden aus Regensburg tatsächlich Brücken gebaut und zwar nach Limburg. Schon nach dem Amtsverzicht von Bischof Tebartz-van Elst hatte ihm Bischof Voderholzer angeboten, im Bistum Regensburg unterzukommen, bis er eine neue Aufgabe bekommen hat.

Dieses Angebot hat der Limburger Altbischof jetzt angenommen und wird im September nach Bayern übersiedeln. Dort haben er und seine Familie eine Wohnung angemietet, wo er weiterhin von seinen Verwandten in dieser schweren Zeit unterstützt werden und warten kann, bis Rom eine neue Aufgabe für ihn gefunden hat.

Wohl dem, der eine solche Familie und einen solchen Mitbruder hat.

Quelle: http://demut-jetzt.blogspot.de/2014/06/bischof-tebartz-van-elst-zieht-nach.html