Getrennte Gottesdienste nach Altersgruppen? Sind Kindermessen wirklich „kindgerecht“?

Einspruch der „Ankerperlenfrau“

Im Sonntagsgottesdienst fehlen die Kinder!  – Fehlen sie nur, weil immer weniger Familien sich am Sonntag mit einem Gottesdienst “das Wochenende verderben wollen” oder werden sie etwa künstlich oder besser mutwillig ferngehalten?afc127c26a

Immer, wenn ich in fremden Gemeinden zur Heiligen Messe gehe, setze ich mich in die erste Reihe hinter den “Kinderbänken”. In alten Kirchenstühlen gibt es sie noch: drei bis sechs Reihen auf beiden Seiten nur für Kinder. Meistens sind sie leer. Und jedes einzelne Mal tut es weh.

Und ich frage mich, wie die wenigen Kinder, die bei ihren Eltern irgendwo unter “ferner liefen” sitzen, ohne Gleichaltrige eingekeilt zwischen “Beobachtern”, sich wohl fühlen mögen  –  die Sicht versperrt, bei jeder Selbstvergessenheit gemaßregelt von um ihr Image besorgten Eltern.

Allerdings ist der Platz unter lauter Erwachsenen immerhin ein Platz in der zur Eucharistiefeier versammelten Gemeinde. Von dieser Gemeinschaft werden Kinder nämlich immer häufiger ausgeschlossen.

Wie ist das eigentlich gekommen, mit den scheinbar “kindgerechten” Kindergottesdiensten parallel zur Heiligen Messe der Erwachsenen? In Kindergärten, Unterkirchen und Gemeindezentren? imageCATKHONR

Wie konnte flächendeckend geschehen, daß junge Kinder nur noch in den Genuß von didaktischen Vorlagen “Kindergottesdienst” unter Anleitung (meist weiblicher) Fachpersonen und ehrenamtlichen Laien kommen?

Wie kommt es, daß Kinder zunehmend nicht mehr den Kultus der Katholischen Kirche, die Liturgiefeier, die Feste im Jahreskreis, erleben dürfen?

Um zu beschreiben, wie ich das bewerte und warum ich das verheerend finde, muß ich persönlich werden und von meinen (sehr lebendigen) Kindheitserfahrungen schreiben.

Ich hatte das Glück, in einer Generation aufzuwachsen, in der es nichts so zahlreich gab wie  –  Kinder. (Bei meinem Übergang ins Gymnasium 1972 waren wir (in einem der drei Gymnasien einer saarländischen Kleinstadt) fünf Klassen à 40 Kinder.)

Obwohl in der Diaspora aufgewachsen, waren wir 2 – 3 Reihen Kinder in der Kirche. Ich kann nicht behaupten, daß wir besonders brav oder wohlerzogen waren, und doch hielten die Erwachsenen uns “Lümmel” in den ersten Bänken aus.

Sobald man “kindergartenreif” war, also mit 3 – 4 Jahren, saß man bei den Kindern. Gewöhnlich bei älteren Geschwistern.

Die Kleinsten saßen nach Eingewöhnung in der ersten Bank, mit zunehmendem Alter rückte man nach hinten, was als Ehre erlebt wurde. Vierte Bank war schon für die Großen.

Jeder hatte so seine Marotten: ich stellte mich immer auf die Fußbank (um größer zu sein) und wippte hin und her, bis an die Grenze des Gleichgewichts  –  und wie man sich denken kann, verlor ich es auch. avatar92

Meine Freundin sortierte ihre Gesangbuchbilder, was immer zur Folge hatte, daß Buch oder Bilder herunterfielen und wir zu mehreren unter der Bank verschwanden, um danach zu angeln.

Hatte man unter der Woche Krach mit jemandem, fiel auch mal ein Buch “versehentlich” runter. Bei den Jungs drüben ging’,s auch immer munter zu (da wurden Quartettkarten gezeigt oder Pannini getauscht…).

Das Schlimmste, was passieren konnte, war, daß des Pfarrers Schwester sich zwischen uns setzte, wenn zu viel gekichert wurde oder daß der Pfarrer sich unterbrach, wild schaute und sagte “Finger auf den Mund”.

Ganz selten kam mal eine Mutter und holte eines von den Kleinen zu sich auf den Schoß. Da wir auch samstags Schule hatten, war es ganz natürlich, “die Anderen” sonntags in der Kirche zu treffen.

Mit Eltern im Auto heimfahren, war irgendwie peinlich: man wollte, wie sonst, zu Fuß oder mit Fahrrad nach Hause und mit den Mitschülern palavern, noch an der Pferdekoppel vorbei, oder sehen, was nachmittags im Kino kam.

Kurzum, wir waren sicher eine Herausforderung für die Andacht der Erwachsenen, aber man hat uns ertragen und als vollkommene Glieder der Gemeinde groß werden lassen.

Quelle und FORTSETZUNG dieses anschaulichen und lebensnahen Beitrags der Ankerperlenfrau siehe HIER: http://rosenkranzbeten.info/rosenkranzbeten/geben-sie-gedankenfreiheit-sire/

Ergänzender BEITRAG vom katholischen Frauenblog BEIBOOT PETRI: http://beiboot-petri.blogspot.de/2014/07/kindergottesdienste-tantum-ergo-und.html

 


Faktenstarker Roman der Wissenschaftlerin Edith Breburda über Biotechnologie

Von Klemens Hogen-Ostlender

Schon mit ihrem Buch „Verheißungen der neuesten Biotechnologien“ hatte Edith Breburda (siehe Foto) auf die Gefahren angesichts der Möglichkeiten heutiger Wissenschaft hingewiesen. Dr. Breburda

Jetzt hat die ehemals an der Justus-Liebig-Universität Gießen tätige Medizinerin, die heute in den USA tätig ist, ein neues Werk vorgelegt:

„Globale Chemisierung – Vernichten wir uns selbst?“ behandelt erneut das Thema Biotechnologie, diesmal aber in Romanform.

Der Inhalt des in deutscher Sprache erschienenen Werkes ist allerdings keine Fiktion, sondern geradezu faktenlastig. Eingebettet in die Rahmenhandlung um einen Professor namens McClone und dessen Assistenten wird der Leser in die grüne, rote und weiße Gentechnik eingeführt.

Grüne Gentechnik wird in erster Linie in der Landwirtschaft und im Lebensmittelbereich eingesetzt und beschäftigt sich mit der Züchtung neuer Pflanzenarten, die zum Beispiel besonders resistent gegen Schädlingsbefall sind.

Rote Gentechnik findet in der Medizin ihre Anwendung, um neue diagnostische und therapeutische Verfahren zu entwickeln und neue Medikamente herzustellen.

Weiße Gentechnik wird in der Industrie zur Herstellung von Mikroorganismen, Enzymen und Chemikalien benutzt, um die Produktqualität zu steigern. GC vernichten wir uns

Beispiel Giftmais: Jahrelang pflanzte der hessische Bauer Gottfried Glöckner gentechnisch veränderten Mais an. Als seine Milchkühe missgebildete Kälber zur Welt brachten und eine nach der anderen starb, ließ er Untersuchungen anstellen. Im Darm der Tiere befand sich ein Gift, das die Maispflanze produziert, um den Darm von Mais-Schädlingen zu perforieren, damit die Insekten sterben.

Beispiel Bisphenol-A: Eine chemische Verbindung, die zum Beispiel als Weichmacher in Kunststoffen eingesetzt wird. Bisphenol-A findet sich mittlerweile in jedem dritten Kosmetikprodukt, in Farben, Zahnpasta, Reinigungsmitteln, Klebstoffen und Textilien.

Die Chemikalie ruft im menschlichen Organismus die gleiche Wirkung hervor wie das weibliche Geschlechtshormon Östrogen. Eine Langzeitstudie in den USA bewies, dass gerade geringe Dosen von Hormonanaloga schwere Schäden wie Neigung zur Fettsucht, Hyperaktivität und Störungen der Gehirnentwickung ungeborener Kinder hervorrufen können.

Beispiel Stiftungsprofessuren: Edith Breburda geißelt in ihrem Buch auch das Sponsoring von Lehrstühlen durch Firmen in Zeiten leerer öffentlicher Kassen. Sie führt das Beispiel eines bekannten Kaffeerösters an, der im Jahre 2006 Wissenschaftler von vier Universitäten dafür bezahlte, zu erforschen, ob Kaffee als Gesundheitsmittel gegen Adipositas, Krebs und Diabetes angepriesen werden kann. Am Ende kam genau das gewünschte Ergebnis heraus. Ein Schelm, wer Böses dabei denkt …

*
Buch-Daten: Edith Breburda. Globale Chemisierung – Vernichten wir uns selbst? Scivias Verlag, Madison, Wisconsin. ISBN 9780615926650, 254 Seiten, 15,79 Euro.

Erstveröffentlichung dieser Rezension im „Gießener Anzeiger“ vom 28.6.2014

TIP: Dieses Breburda-Buch kann bei uns bestellt werden  – wir liefern portofrei: Tel. 0251-616768  / Mail: felizitas.kueble@web.de


Nun geht das Wandern an!

 
Vom Grund bis zu den Gipfeln,
soweit man sehen kann,                           iMA00397101
jetzt blühts in allen Wipfeln,
nun geht das Wandern an:
 
Die Quellen von den Klüften,
die Ström auf grünem Plan,
die Lerchen hoch in Lüften,
der Dichter frisch voran.
 
Und die im Tal verderben
in trüber Sorgen Haft,
er möcht sie alle werben
zu dieser Wanderschaft.
 
Und von den Bergen nieder
erschallt sein Lied ins Tal,
und die zerstreuten Brüder
faßt Heimweh allzumal.
 
Da wird die Welt so munter
und nimmt die Reiseschuh,
sein Liebchen mitten drunter,
sie nickt ihm heimlich zu.
 
Und über Felsenwände
und auf dem grünen Plan,
das wirrt und jauchzt ohn Ende –
nun geht das Wandern an!
 
Joseph Freiherr von Eichendorff

Foto: Bistum Regensburg


„Es begegnen einander Huld und Treue, Gerechtigkeit und Friede küssen sich“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 85 (84),9.11-12.13-14:

Ich will hören, was Gott redet:
Frieden verkündet der HERR seinem Volk
und seinen Frommen,
den Menschen mit redlichem Herzen.

Es begegnen einander Huld und Treue;
Gerechtigkeit und Friede küssen sich.
Treue sproßt aus der Erde hervor;
Gerechtigkeit blickt vom Himmel hernieder.

Auch spendet der HERR dann Segen,
und unser Land gibt seinen Ertrag.
Gerechtigkeit geht vor ihm her,
und Heil folgt der Spur seiner Schritte.


Israel: Trauerrede von Staatspräsident Peres für die drei ermordeten Schüler

„Möge ihr Andenken in Ewigkeit gesegnet sein“

Trauerrede des derzeit noch amtierenden israelischen Präsidenten Shimon Peres für Eyal Yifrah, Naftali Frenkel und Gilad Sha’er am vergangenen Dienstag:

„Liebe Familien Yifrah, Frenkel und Sha’er, Herr Ministerpräsident, Minister, Rabbiner, Knesset-Abgeordnete, Offiziere und Soldaten, liebe Bürgerinnen und Bürger, wir betten heute Naftali, Gilad und Eyal zur letzten Ruhe.   Präsident Shimon Peres während seiner Trauerrede (Foto: MFA)

Drei wunderbare Jungen, Angehörige des jüdischen Volkes. Für 18 Tage und Nächte war ich, wie alle von Ihnen, krank vor Sorge. Wir haben um ein Wunder gebetet, jeder für sich und alle gemeinsam.

Wir haben gebetet, dass sie wohlbehalten zu ihren Familien zurückkehren werden, nach Hause und zu uns allen. Doch die Nachricht von ihrer Ermordung ereilte uns und tiefe Trauer umhüllte unser Volk.

„Unsere Seele bewahrt die Torah“

Wir sind ein altes Volk, vereint und tief verwurzelt. Unsere Geschichte ist voller Tränen, doch die Seele bewahrt die Torah (die Weisung Gottes, das Gesetz Moses).

Diese drei Jungen stehen für die Abgründe und Höhen, die unser Volk erfährt. Eine Nation mit einer Seele voller Sehnsucht. Eine Nation, die wie keine andere Widerstandsfähigkeit beweist. Eine Nation, die selbst in den Jahren des Exils niemals verloren ging.

Wir sind eine Nation, die mit Müttern wie Rachel, Bat Galim und Iris gesegnet ist. Liebe Mütter, Eure Stimmen vereinten eine Nation und dienten einer Generation als Vorbild.

Ihr, die Mütter und Väter, habt Kinder erzogen, auf die Israel stolz sein kann. Ihr habt in sie die Liebe zu ihrem Volk gelegt. Die Liebe zur Torah und zu ihrem Land. Ihr habt sie mit Hingabe und Liebe zur Menschheit begabt.

Naftali, Gilad, Eyal, viele von uns haben nur kurze Einblicke von Euren Persönlichkeiten bekommen, davon, wer Ihr wart. Doch aus diesen Einblicken entwickelt sich ein schönes Bild von zuversichtlichen jungen Männern, die sich ihrer Sache und des Dienstes an ihrem Volk sicher waren.

„Junge Männer: durstig nach Wissen und den Geboten treu“

Junge, aufrechte Menschen mit strahlenden Gesichtern; durstig nach Wissen und nach Kenntnis religiöser Texte; ihrer Aufgabe sicher und den Geboten treu. Ihr habt das Gesicht Eures Volkes in hellem und schmerzhaftem Licht zugleich gezeigt, unsere Einheit und unsere Moral, die Siege Israels, nicht nur seine Ewigkeit.

Wir haben auch unsere Soldaten erlebt, die Angehörigen des Shin Bet, der Polizei, der Grenzpolizei und die Freiwilligen, mit Entschlossenheit in ihren Augen. Ihr seid über Felsen geklettert, ohne müde zu werden, im Bewusstsein, eine Mission zu haben.

Ich weiß, dass Ihr die Mörder finden werdet und dass sie bestraft werden. Israel wird mit fester Hand handeln, bis der Terror entwurzelt wird. All jenen, die unser Leiden bejubeln, sage ich: der Terror, der uns gilt, wird jene treffen, die ihn verbreiten.

Gilad, Naftali, Eyal. Wunderbare Jungen, Söhne eines ganzen Volkes. Ruhet in Frieden. Wir werden unsere Häupter beugen, aber unseren Geist nicht brechen lassen.

Liebe Familien, ich kenne Euer Leiden und ich weiß auch, wie Ihr damit umgeht. Ihr habt die Trauer in eine Quelle der Hoffnung für die ganze Nation verwandelt. Möget Ihr Trost finden im Errichten Zions und Jerusalems. Möget Ihr nie wieder Kummer erfahren. Möge ihr Andenken in Ewigkeit gesegnet sein.“

Quelle (Text/Foto:) Israelische Botschaft in Berlin


Gesetz gegen Zahlungsverzug verabschiedet – ein Plus für den deutschen Mittelstand

Der Deutsche Bundestag hat am Freitag (4.7.) in 2. und 3. Lesung das Gesetz zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr verabschiedet.

Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker:

„Heute ist ein guter Tag für den Mittelstand und die Zahlungskultur in Deutschland. Zahlungsfristen, die marktmächtige Unternehmen ihren Geschäftspartnern in Allgemeinen Geschäftsbedingungen vorschreiben, dürfen in der Regel nicht mehr als 30 Tage betragen. reichstag_flaggen_368s

Auch die öffentliche Hand darf sich künftig im Allgemeinen keine Zahlungsziele von mehr als 30 Tagen einräumen lassen.

Vertragsklauseln, nach denen Handwerker oder andere kleine und mittlere Unternehmen bis zu 90 Tage auf ihr Geld warten müssen, gehören damit der Vergangenheit an. Wenn wir da auf 30 Tage kommen, ist das ein enormer Fortschritt. Gerade für mittelständische Unternehmen ist es von herausragender Bedeutung, dass sie nicht in Liquiditätsengpässe kommen.

Wir haben eine insgesamt ausgewogene Lösung zur Umsetzung der EU-Richtlinie zur Bekämpfung von Zahlungsverzug im Geschäftsverkehr gefunden, die auch den Grundsatz der Vertragsfreiheit berücksichtigt.

Bei sogenannten Individualverträgen, die zwischen den Vertragspartnern frei ausgehandelt werden, beläuft sich die Frist grundsätzlich auf 60 Tage. Besonderheiten bestimmter Vertragsverhältnisse können zudem auch im Rahmen von Allgemeinen Geschäftsbedingungen berücksichtigt werden.“