Vision und Berufung des Propheten Jesaja

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jesaja 6,1-8:

Im Todesjahr des Königs Usija sah ich den HERRN. Er saß auf einem hohen und erhabenen Thron. Der Saum seines Gewandes füllte den Tempel aus.

Foto: Paul Badde

Serafim standen über ihm. Jeder hatte sechs Flügel: Mit zwei Flügeln bedeckten sie ihr Gesicht, mit zwei bedeckten sie ihre Füße, und mit zwei flogen sie.

Sie riefen einander zu: Heilig, heilig, heilig ist der HERR der Heerscharen. Die ganze Erde ist erfüllt von seiner Herrlichkeit.

Die Türschwellen bebten bei ihrem lauten Ruf, und der Tempel füllte sich mit Rauch.

Da sagte ich: Weh mir, ich bin verloren. Denn ich bin ein Mann mit unreinen Lippen und lebe mitten in einem Volk mit unreinen Lippen, und meine Augen haben den König, den HERRN der Heerscharen, gesehen.

Da flog einer der Serafim zu mir; er trug in seiner Hand eine glühende Kohle, die er mit einer Zange vom Altar genommen hatte. Er berührte damit meinen Mund und sprach: Das hier hat deine Lippen berührt: Deine Schuld ist getilgt, deine Sünde gesühnt.

Danach hörte ich die Stimme des HERRN, der sagte: Wen soll ich senden? Wer wird für uns gehen?   –  Ich antwortete: Hier bin ich, sende mich!

Foto: Paul Badde



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