Kirchenaustritte: in den Bistümern Regensburg und Passau am wenigsten

Von Felizitas Küble

Kürzlich wurde die katholische Kirchenstatistik für das Jahr 2013 veröffentlicht. Rein statistisch gibt es etwas mehr als 24 Millionen Katholiken in Deutschland. Dies entspricht knapp 30 Prozent der Bevölkerung hierzulande.

Bezogen auf die Kirchenaustritts-Zahlen stellte sich bei einem Vergleich aller Bistümer  heraus, daß die –  bekanntlich eher konservativ geprägten  –   bayerischen Diözesen Regensburg und Passau am besten dastehen bzw. die geringsten Austrittszahlen aufweisen (0,4%). DSC00001

BILD: Das Gemälde unserer evangelischen Freundin, der Künstlerin Evita Gründler, zeigt Regensburg, die Stadt der vielen Brücken.

Danach folgen mit unterdurchschnittlichen 0,5% Kirchenaustritten zB. die Bistümer Münster und Paderborn. Die Katholiken in diesen beiden Diözesen gelten seit Jahrhunderten als bodenständig-katholisch, sozusagen „stockkatholisch“. 

Daher machte früher folgende Steigerung die Runde: ROM  –  PADERBORN  –  MÜNSTER.   – Und Spötter sagten: „Münster ist finster“ (= schwarz = katholisch).

Von evangelischen Bekannten erfuhren wir, daß sie früher auf dem Schulhof folgendes ironische Gedichtlein auswenig lernten:  „Und GOTT sprach: Es werde Licht – und es wurde Licht  – nur in Paderborn und Münster nicht…“

Die höchsten Austrittszahlen gibt es übrigens durchaus nicht im Bistum Limburg, sondern in Berlin (1,6%) und Hamburg (1,5%).

Was im Pressewald zudem gern verschwiegen wird: Die diesbezüglichen Zahlen bei der protestantischen „Konkurrenz“ sind nicht besser…

 


One Comment on “Kirchenaustritte: in den Bistümern Regensburg und Passau am wenigsten”

  1. Ich habe in Münster ein Semester (1987/88) Geige (Musikhochschule am Ludgeriplatz) studiert. Münster: „Entweder es regnet – oder die Glocken läuten.“

    Es lässt sich GUT leben in der Stadt mit den vielen Fahrrädern, den Studis, den Kneipen, den alten Kirchen, die so verschieden sind, dem Grüngürtel, dem Aasee, an dem die Mensa liegt. Für mich als „Nordlicht“ (aus Lübeck) war Münster zunächst „Süddeutschland“ –
    bis ich irgendwann merkte, dass D von dort noch viel weiter in den Süden geht!
    Es war schön, den Kontakt zu ev. und kath. Theologiestudierenden zu bekommen.
    In der Mensa war diesbezüglich immer was los. Ausgehend auch von der EC-Gruppe (Jugendbund für entschiedenes Christentum), zu der ich bald stieß; die sich in der Matthäuskirche (evangelisch, meine Konfession) an der Weseler-Straße traf.

    In Braunschweig, wohin mich die ZVS zum Pharmaziestudium danach „verschlug“ – was den Vorteil hatte, dass ich dann mehr Kontakt zu meiner lieben, im dortigen Augustinum wohnenden Großtante (Jg. 1906) haben konnte – bin ich ein Semester bei Campus für Christus und dann in der SMD (Studentenmission Deutschland) gewesen, die mich in ihrer „wissenschaftlich-differenzierten“ und sachlich-fundierten Art, an die Bibel heranzugehen, im Glauben geprägt hat.
    Ich erinnere mich noch lebhaft an die 40-Jahr-Feier der SMD-Gründung 1989 –
    dann war die 60-Jahr-Feier „kürzlich“ in Dortmund – und dieses Jahr schon 65 Jahre!!!
    Wir sind Teil Seiner Geschichte (das Motto des Christustages vom 19.6. in Stuttgart!)

    Zunächst ging ich daneben in zwei relativ lebendigen ev. Kirchengemeinden (nacheinander) zum Gottesdienst – später bei den Baptisten, weil nicht mehr klar biblisch gepredigt wurde.

    Mir ist der „interkonfessionelle Dialog“ und der „Blick über den eigenen Tellerrand“ wichtig und lieb geworden – vor allem auch, weil in puncto Familie katholische Christen und Kirche klarer und besser Stellung beziehen als die EKD. Danke dafür!

    Das gilt auch für Felizitas Küble, die diesen Blog mit großem Engagement führt!
    Und die netterweise immer wieder Texte von mir schön veröffentlicht. DANKE!

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