Wir trauern um Pfarrer Dr. Gerd Fasselt

Von Felizitas Küble

Am Spätabend des vorigen Samstag (19. Juli 2014) verstarb der Pfarrer des Universitäts-Klinikums von Münster, Prof. Dr. Gerd Fasselt, den wir auch persönlich kennen- und schätzengelernt haben, im Alter von 71 Jahren nach kurzer, schwerer Krankheit.  afc127c26a

Seit einigen Tagen liegt im Gotteshaus der Uni-Klinik ein Kondolenzbuch aus, worin trauernde Menschen ihre Anteilnahme und ihre Erinnerungen an den Verstorbenen notieren können.

Pfarrer Fasselt wurde am 6. November 1942 in Schermbeck (Altschermbeck) geboren und empfing am 28. Juni 1969 die Priesterweihe in Münster.

Von 1977 bis 1979 war Gerd Fasselt zunächst als Kaplan und Pfarrer in verschiedenen Kirchengemeinden tätig. Von 1977 bis zu seiner Pensionierung im Jahr 2010 wirkte er am Münsteraner Klinikum „Maria, Heil der Kranken“, zunächst als Kaplan, danach als Krankenhauspfarrer und Rektor.

Ab 1989 war der Geistliche zudem Lehrbeauftragter der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität. 1992 wurde er Mitglied des Priesterrates. 1997 wurde er zum Honorarprofessor der Medizinischen Fakultät der WW-Universität in Münster berufen.  

Zudem hielt er zahlreiche Vorträge über medizinethische Themen und veröffentlichte als Herausgeber z.B. einen Sammelband über das Sakrament der Krankensalbung. Der biblisch geprägte Titel aus dem Jakobusbrief lautet: „Und der HERR wird ihn aufrichten.“

Das Seelenamt für den Priester wird am Montag, den 28. Juli, um 10 Uhr in der Klinikenkirche zelebriert; Hauptzelebrant des Requiems ist der Neffe  des Verstorbenen: Prof. Dr. Stefan Böntert. Die Predigt hält sein langjähriger Freund Pfarrer Egbert Reers.

Anschließend erfolgt die Beisetzung auf dem Zentralfriedhof von Münster.

Nachträglicher HINWEIS auf unseren Bericht über das Requiem und  die Beerdigung des Priesters: https://charismatismus.wordpress.com/2014/07/28/munster-zahlreiche-glaubige-bei-requiem-und-beisetzung-von-pfarrer-dr-fasselt/


Sudan: Verfolgte Christin Meriam Ibrahim konnte mit Familie ausreisen

Glückliches Ende einer fast einjährigen Tortur

Die Nachricht löste rund um die Welt große Freude aus: Am Donnerstagmorgen traf die jungen sudanesischen Mutter Meriam Yahia Ibrahim zusammen mit ihrer Familie wohlbehalten in Rom ein.  (Das Foto zeigt sie mit ihrem Ehemann.)

Der italienische Vize-Außenminister Lapo Pistelli holte sie persönlich in Sudan ab, wo sie seit einem Monat Zuflucht in der amerikanischen Botschaft gefunden hatte.

Die qualvolle Odyssee der heute 27-jährigen Christin begann mit ihrer Verhaftung im September 2013. Nachdem sie der „Apostasie“ (Abfall vom Islam) und fälschlich des Ehebruchs beschuldigt wurde, verurteilte ein Gericht sie zum Tod durch den Strang sowie zu 100 Peitschenhieben.

Zunächst jedoch brachte sie am 27. Mai in angekettetem Zustand ihr zweites Kind zur Welt. Nach einer Welle internationaler Proteste revidierte ein Berufungsgericht das Urteil.

Am 26. Juni wurde Meriam aus dem Gefängnis entlassen und zur US-Botschaft in Khartoum gebracht. Ein erster Ausreiseversuch scheiterte, angeblich wegen fehlerhafter Dokumente.

Entgegen ursprünglichen Befürchtungen der als Ärztin ausgebildeten Mariam hat die kleine Maya einem Bericht der englischen Daily Mail zufolge keine Schäden von den schwierigen Umständen der Geburt davongetragen hat. Endgültige Klarheit hierüber werden weitere Untersuchungen bringen. Die Familie wird sobald wie möglich aus Italien weiter in die USA reisen.

Quellen: Open Doors, BBC, Daily Mail


Gaza: Erneut ein Hamas-Raketenlager in einer UNO-Schule entdeckt

Bereits zum zweiten Mal wurde am Dienstag, 22. Juli, in einer der Schulen der Vereinten Nationen (UN) im Gazastreifen ein Raketenlager der Hamas entdeckt. Bereits am 16. Juli hatte es einen ähnlichen Vorfall gegeben (die israelische Botschaft berichtete darüber im Newsletter).

Das Flüchtlingshilfswerk UNRWA veröffentlichte auf seiner Webseite eine Verurteilung des Vorfalls. Grafik

Das Schulgebäude war zum Zeitpunkt des Fundes zwar leer, es befindet sich jedoch unmittelbar zwischen zwei weiteren Schulgebäuden, in denen derzeit 3000 Menschen Zuflucht gefunden haben.

UN-Generalsekretär Ban Ki-moon ließ gestern (23.7.) hierzu folgende Stellungnahme veröffentlichen:

„Der UN-Generalsekretär hat mit Beunruhigung gehört, dass Raketen in einer UNRWA-Schule im Gazastreifen gelagert und in der Folge vermisst wurden. Er brachte seine Empörung und sein Bedauern darüber zum Ausdruck, dass Waffen in einer Schule der UN deponiert werden konnten.

Dadurch haben die Verantwortlichen die Schule zu einem legitimen militärischen Ziel gemacht und die Leben unschuldiger Kinder, der Beschäftigten der UN und aller Zivilisten, die die Schulen als Schutzraum nutzen, gefährdet.

Der Generalsekretär wies darauf hin, dass dies der Resolution 1860 (2009) des UN-Sicherheitsrates widerspreche, die zu einem Ende des Waffenschmuggels aufruft.

Er forderte, dass die verantwortlichen militanten Gruppen solche Aktionen stoppen sollten und für die Gefährdung der Leben von Zivilisten zur Rechenschaft gezogen werden müssten.“

Quellen: Außenministerium des Staates Israel / UNRWA


Unionsfraktion protestiert gegen Befehl zur Genitalverstümmelung aller Frauen im Irak

Die sunnitischen Islamführer im Irak haben den Vereinten Nationen zufolge angekündigt, alle Frauen genital zu verstümmeln.

Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto): Foto_(2)

„Der Befehl, alle irakischen Frauen im Alter zwischen elf und 46 Jahren der Genitalverstümmelung zu unterziehen, entsetzt uns zutiefst. Damit zeigt die Terrororganisation Islamischer Staat (IS) ihr menschenverachtendes Gesicht einmal mehr.

Wir fordern die sofortige Rücknahme der Fatwa, mit der eine Menschenrechtsverletzung ungeahnten Ausmaßes angeordnet wird. Die internationale Staatengemeinschaft ist dringend aufgefordert, sich geschlossen dagegen zu positionieren.

Betroffen sind neuesten Meldungen entsprechend rund vier Millionen Frauen. Viele von ihnen sind noch Kinder. Die IS-Terroristen hatten in den vergangenen Tagen weite Gebiete des Irak unter ihre Kontrolle gebracht, um dort ein ‚Kalifat‘, also einen Gottesstaat, zu errichten.

Die Anordnung eines so schwerwiegenden Verbrechens, wie es die Genitalverstümmelung darstellt, ist eine der ersten Amtshandlungen der Islamisten.

Die erlassene Fatwa lässt Menschenrechtsverletzungen ungeheuren Ausmaßes erwarten. Nach der Vertreibung der Christen aus dem Land geraten nun gezielt und systematisch die Frauen ins Visier der islamistischen Terroristen. Deren Ziel ist es, Todesangst unter der irakischen Bevölkerung zu verbreiten – ein Mittel, das Terroristen eine ungeahnte Macht verleiht. Angst und Schrecken soll ihre Befehlsgewalt garantieren.“

Hintergrund:

Eine Fatwa ist ein Rechtsgutachten islamischer Gelehrter, die damit in eigener Sache oder im Auftrag eines Herrschers eine Einschätzung zu einer bestimmten Frage des islamischen Religionsgesetzes abgeben. Mit diesem Gutachten, das sich auf die Scharia bezieht, wird eine bestimmte Handlung entweder verboten oder für unbedenklich erklärt.


HERR, bei dir ist die Quelle des Lebens!

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche

Psalm 36 (35),6-7ab.8-9.10-11:

Herr, deine Güte reicht, so weit der Himmel ist,
deine Treue, so weit die Wolken ziehn.
Deine Gerechtigkeit steht wie die Berge Gottes,
deine Urteile sind tief wie das Meer.

Gott, wie köstlich ist deine Huld!
Die Menschen bergen sich im Schatten deiner Flügel,
sie laben sich am Reichtum deines Hauses;
du tränkst sie mit dem Strom deiner Wonnen.

Denn bei dir ist die Quelle des Lebens,
in deinem Licht schauen wir das Licht.
Erhalte denen, die dich kennen, deine Huld
und deine Gerechtigkeit den Menschen mit redlichem Herzen!


Hamas mißbraucht ein Krankenhaus als Kommandozentrale und Abschußrampe

Drei Soldaten der Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) starben am heutigen Donnerstag im Einsatz. Seit Beginn der Militäroperation sind 32 israelische Soldaten getötet worden.  idf-unrwa

Ein thailändischer Gastarbeiter wurde durch Mörserbeschuß aus dem Gazastreifen getötet.

Derweil arbeiten die israelischen Streitkräfte (ZAHAL) weiter daran, die Raketenbestände und die Terror-Tunnel der Hamas im Gazastreifen zu zerstören. Nach Angaben der ZAHAL konnten bislang 30% bis 40% des Raketenbestandes zerstört werden.

Hamas-Terroristen haben das Al-Wafa-Krankenhaus in eine Kommandozentrale verwandelt und schießen auch von dort. Die ZAHAL greifen daher gezielt bestimmte Punkte auf dem Gelände des Krankenhauses an.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin

WEITERER BERICHT hierzu: http://www.israelheute.com/Nachrichten/Artikel/tabid/179/nid/27415/Default.aspx?hp=article_title


Die Priester fragten nicht: Wo ist der HERR?

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jer 2,1-3.7-8.12-13:

Das Wort des HERRN erging an mich:
Auf! Ruf Jerusalem laut ins Ohr: So spricht der HERR: Ich denke an deine Jugendtreue, an die Liebe deiner Brautzeit, wie du mir in der Wüste gefolgt bist, im Land ohne Aussaat. Heiliger Besitz war Israel dem HERRN, Erstlingsfrucht seiner Ernte. Wer davon aß, machte sich schuldig, Unheil kam über ihn –  Spruch des HERRN. 0018

Ich brachte euch dann in das Gartenland, um euch seine Früchte und Güter genießen zu lassen. Aber kaum seid ihr dort gewesen, da habt ihr mein Land entweiht und mir mein Eigentum zum Abscheu gemacht.

Die Priester fragten nicht: Wo ist der HERR?  –  Die Hüter des Gesetzes kannten mich nicht, die Hirten des Volkes wurden mir untreu. Die Propheten traten im Dienst des Baal auf und liefen unnützen Götzen nach.

Entsetzt euch darüber, ihr Himmel, erschaudert gewaltig  –  Spruch des HERRN.

Denn mein Volk hat doppeltes Unrecht verübt: Mich hat es verlassen, den Quell des lebendigen Wassers, um sich Zisternen zu graben, Zisternen mit Rissen, die das Wasser nicht halten.