„Befreit Gaza von der Hamas – und Europa vom Islamisierungsprozess“

Erklärung der GAM (Gesellschaft für wissenschaftliche Aufklärung und Menschenrechte)

Angefeuert vom extensiven Raketenbeschuss Israels durch radikalislamische Kräfte des Gazastreifens sowie inspiriert vom blutigen Vormarsch der ISIS-Dschihadisten rottet sich aktuell ein gewaltbereiter Mob desintegrierter und vielfach staatlich subventionierter Muslime auf Demonstrationen zusammen, die folgende Verhaltensweisen an den Tag legen: DSC_0335

Man skandiert antijüdische Hetzparolen im Stil der Nazis; gezeigt werden Fahnen der Hamas und der ISIS-Barbaren sowie Hakenkreuze und Hitlergrüße; Synagogen werden angegriffen und Steine auf proisraelische Demonstranten geworfen; rechtswidrige Holocaustleugnung gehört zum mentalen Grundinventar dieser oftmals mit Doppelpässen beschenkten Kräfte; nur mit Mühe und Not kann die überalterte, personell ausgezehrte und unterfinanzierte Polizei (noch) unmittelbare und schlimmere Übergriffe verhindern.

Einschüchterungsgebaren und religiös indoktrinierte Überlegenheitsgesten dieses immer als Rudel auftretenden, autoritär abgerichteten Mobs gegenüber der nichtmuslimischen Bevölkerung sind an der Tagesordnung etc…

Berlin: Haßprediger Ismail betete für den Tod der Juden

Wie weit die unsägliche Duldung, Aufenthaltsgenehmigung und Alimentierung dieses verfassungsfeindlichen und rechtswidrig demonstrierenden Mobs geht, dessen Auftreten den umfassend eingehegten einheimischen Rechtsextremismus weit in den Schatten stellt(1), zeigt die Hasspredigt eines aus Dänemark stammenden Imam Bilal Ismail in der Berliner Al-Nur-Moschee, einem bekannten Sammelpunkt von radikalen Salafisten. Dort hatte er für den Tod der Juden gebetet und gewünscht, Allah möge die israelischen Konfliktbeteiligten bis zum allerletzten Mann töten(2).

Auch in anderen europäischen Ländern eskaliert der muslimische Straßenterror…

Das letztendliche Ziel der radikalislamischen Vorhut vor der Errichtung des schariakonformen Weltkalifats ist die Zerstörung der säkular-demokratischen Gesellschafts- und Lebensordnung. DSC_0366

Dabei wenden die arbeitsteilig vernetzten Islam-Akteure gegenüber dem nachgiebigen postsäkularen Erfüllungsstaat eine mehrdimensionale Strategie mit folgenden Knotenpunkten an:

Geburtendschihad; Ausbeutung der europäischen Sozialsysteme; Errichtung einer muslimischen Gegengesellschaft inklusive Paralleljustiz; Durchsetzung zahlreicher islamischer Regularien auf möglichst vielen gesellschaftlichen Gebieten (Moscheebau; Islamunterricht; islamische Theologieinstitute; islamische Friedhöfe; Schächten; Halalfood; islamische Speisevorschriften in Kindergärten, Schulen und Gefängnisse etc); Bildung ethno-religiöser bzw. islamischer Infiltrationsgruppen in den etablierten Parteien, Medien und Verwaltungen; Dschihad-Tourismus; Koranverteilungsaktionen; Missionierungskundgebungen salafistischer und anderer radikalislamischer Kräfte usw…

Strategie von Zuckerbrot und Peitsche

Kombiniert werden dabei heuchlerische „Verständigungsveranstaltungen“ (Tag der offenen Moschee; Fastenbrechen, interreligiöser Dialog) mit aggressiven Aufmärschen und Drohkundgebungen. DSC_0014

Wie die aktuellen Demonstrationen zeigen, ist der Zeitpunkt für die Maßgabe „Wehret den Anfängen“ längst verpasst.

Im Rahmen der epochalen und multifrontalen Kriege und Konfliktszenarien im islamischen Herrschaftsraum (Sunniten gegen Schiiten; Islamisten gegen Christen; arabische Golfmonarchien gegen den iranischen Gottesstaat; Kalifat-Islamisten gegen die islamischen Monarchen und säkularen Herrscher etc.) repräsentieren gegenwärtig Ägypten und Israel eine parallele Politik der dominanten Eindämmungsrepression gegenüber der Muslimbruderschaft und ihres palästinensischen Ablegers in Gestalt der Hamas.

Gegenüber wirkungsmächtigen Akteuren mit einer durch und durch irrational-antihumanistischen Leitideologie ist diese Politik alternativlos.

Die Hamas hat mittlerweile langjährig (im Grunde zu lange) vorexerziert, wohin ein Palästinenserstaat ohne vorherige Zerstörung der radikalislamischen Machtpositionen führt. Erinnern wir uns: Auch der Wiederaufbau Nachkriegsdeutschland erforderte zunächst die völlige Zerschlagung des Naziregimes(3).

TUNESIEN: „Null Toleranz“ gegenüber radikal-islamischen Kräften

Jetzt hat sich offensichtlich auch Tunesien der „Politik der harten Hand“ gegen Islamisten angeschlossen:

Nachdem militante Islamisten der Gruppe Ansar-Al-Sharia im Grenzgebiet zwischen Tunesien und Algerien zwei tunesische Militärpatrouillen angegriffen und dabei 15 Soldaten getötet hatten, verfügte nun die tunesische Regierung die sofortige Schließung der Extremisten-Moscheen, in denen der Angriff gefeiert worden war. Zudem wurde die Schließung sämtlicher Medien angeordnet, die radikales islamisches Gedankengut verbreiten und zum Dschihad aufrufen.

Eine solche Null-Toleranz-Politik gegenüber radikalislamischen Kräften und jenen Zuwanderern, die an den grund- und menschenrechtswidrigen Vorgaben des Islam festhalten, ist auch europaweit und insbesondere auch in Deutschland erforderlich.

Eine weitere Einwanderung radikal- und orthodox-islamischer Kräfte muss verhindert und deren Ausweisung erleichtert werden.

Politischer Handlungswille überfällig

Diesbezügliche rechtliche Hürden sind unverzüglich einzureißen. Fehlender politischer Handlungswille darf sich nicht länger hinter hypostasierten „Sachzwängen“ verschanzen.

Als Sofortmaßnahmen sind folgende Forderungen umzusetzen:
–    Schließung der Al-Nur-Moschee in Berlin-Neukölln(4)
–    Festnahme, Inhaftierung und Anklageerhebung gegen islamische Hassprediger
–    Verbot von islamischen Organisationen, die offen oder verdeckt zum Dschihad aufrufen, antijüdische Hassparolen verbreiten, „Ungläubige“ diskriminieren und vom Ausland (Türkei, Saudi-Arabien, Iran, Palästinensergebiete etc.) gesteuert werden.
–    Verbot bzw. Nichtgenehmigung von antiisraelischen Hetzkundgebungen
–    Aufbau von polizeilichen Sondereinsatzkräften zur Bekämpfung antizipierbarer muslimischer Ausschreitungen
–    Umlenkung von Ausgaben für die gescheiterte  „interkulturelle“ Integrationsarbeit (pseudopädagogische Verhätschelung von fehlsozialisierten Muslimen) und den „Beratungsstellenwildwuchs“ der Migrationsindustrie(5)in den Bereich islamkritische Bildungsarbeit und Sicherheit gegenüber desintegrierten/nichtintegrierbaren Migranten

Die Massenansammlung reaktionär-islamischer Zuwanderer in Europa und Deutschland, die ein grund- und menschenrechtswidriges Überzeugungs- und Verhaltensprofil aufweisen und sich erweitert reproduzieren, muss im Interesse der realistischen Möglichkeit einer fortschrittlich-emanzipatorischen Zukunft gestoppt, reduziert und eingedämmt werden.

Anmerkungen:

1) Dass sich einheimische Rechtsextremisten und Antisemiten den Islamisten anschließen, liegt in der Natur der Sache und zeigt zugleich, wer hier (als Hauptgefahr) dominiert und wer hier hinterherläuft.

3) Wie das frühere Nazi-Deutschland funktioniert auch die Hamas-Herrschaft im Gazastreifen nicht ohne eine umfassende Unterstützung durch die ideologisch angepasste „Bevölkerung ohne Uniform“ = zivile Anhängerschaft.

5) Ausdrücklich ausgenommen sind hier natürlich Anlaufstellen für islamgeschädigte Migranten/innen zum Beispiel in Sachen Zwangsverheiratung, häusliche Gewalt etc. Auch die spezielle Problemgruppe der Angehörigen von Konvertiten, die als einheimische oder zugewanderte Nichtmuslime dem Islam „beitreten“ und sich dann oftmals rasch radikalisieren, wäre hier gezielt zu unterstützen.

Quelle: http://bpeinfo.wordpress.com/

Fotos: Michael Leh


Starke Familien schützen Kinder vor Psychoproblemen wg. schwerkranker Eltern

Schwere Krankheiten belasten Angehörige, doch enger Zusammenhalt hilft: Eine neue Studie aus Münster weist darauf hin, daß gut funktionierende Familienbande Kinder von Krebspatienten vor seelischen Problemen und Verhaltensauffälligkeiten schützen können. Scannen0001 (22)

Bei der jetzt in der Fachzeitschrift „Cancer“ publizierten Studie füllten Mitglieder von 235 Familien in Deutschland, in denen mindestens ein Elternteil an Krebs erkrankt ist, Fragebögen zu emotionaler Gesundheit und psychischen Auffälligkeiten aus.
Je schlechter Eltern und Kinder die familiären Beziehungen einstuften, desto häufiger litten die Kinder unter Problemen, erläutert Studienleiterin Dr. Birgit Möller von der Münsterschen Universitätsklinik für Kinder- und Jugendpsychotherapie. „Selbst krankheitsbezogene Faktoren wie die Krebsform und die spezifische Behandlung haben keinen so großen Einfluss“, erklärt sie.

Die Fachfrau empfiehlt daher, in solchen Familien parallel zur Krebsbehandlung auf Defizite bei den Familienstrukturen, auf psychische Probleme bei Kindern und auf Depressionen bei Elternteilen zu achten. Risikofamilien könne dadurch gezielt Hilfe angeboten werden.

Rund 21 Prozent aller Krebspatienten sind bei der Diagnose zwischen 25 und 54 Jahren alt, viele haben in ihrem Haushalt Kinder und Jugendliche. Verglichen mit dem Bevölkerungsdurchschnitt gibt es bei Kindern von Krebspatienten häufiger seelischen Streß und Verhaltensauffälligkeiten.

Quellen: Aponet / Kultur und Medien online

Bild: Evita Gründler

Israelische Studenten im August bei der Weimarer Bachkantaten-Akademie

Im August sind Studenten der Jerusalem Academy of Music and Dance zu Gast in Weimar. Sie nehmen an den renommierten Weimarer Meisterkursen teil. (Foto: Helmut Rilling)

Über einen Zeitraum von zwei Wochen arbeiten sie gemeinsam mit Helmuth Rilling an den Weimarer Kantaten Johann Sebastian Bachs.

Interessierte sind herzlich zu öffentlichen Proben und Gesprächskonzerten eingeladen. Am 16. August wird es außerdem ein Abschlusskonzert geben.

Bereits zum vierten Mal kooperiert die Weimarer Hochschule dabei mit der Jerusalem Academy of Music and Dance, mit der sie gemeinsam bereits das „Young Philharmonic Orchestra Jerusalem Weimar“ ins Leben gerufen hat.

In enger Partnerschaft mit den Bach-Wochen haben die Studenten der beiden Hochschulen im Frühjahr bereits gemeinsam Bachs h-Moll-Messe in Deutschland und Israel aufgeführt. Mit der Bachkantaten-Akademie folgt nun die Möglichkeit, die gemeinsamen Erfahrungen im Musizieren mit Helmuth Rilling weiter zu vertiefen. QV3XTtGudzX4TtwzwBLBdA

Helmuth Rilling ist einer der großen Interpreten der Musik Johann Sebastian Bachs. Über die letzten fünfzig Jahre hat er mit zahllosen Konzerten, ausgewählten Ensembles und vielerlei Projekten für Aufsehen gesorgt.

Er verantwortete die erste Einspielung des Bachschen Gesamtwerkes und schlug Brücken nach Osteuropa, Asien und Amerika. Mit dem Israel Philharmonic Orchestra verbindet ihn eine langjährige enge Freundschaft. Einen Namen hat Rilling sich aber auch als Lehrer und Musikvermittler gemacht.

Termine:
5. bis 10. August, Fürstenhaus (Hochschule für Musik) – öffentliche Proben
11. bis 14. August, täglich 18 Uhr, Stadtkirche St. Peter und Paul – Gesprächskonzerte
16. August, 19.30 Uhr, Stadtkirche St. Peter und Paul – Abschlusskonzert#

Quelle: Israelische Botschaft (Kulturamt)  – Foto: Helmut Rilling


„Der HERR ist wie eine Burg für mich“

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche:

Psalm 59 (58),2-3.10-11.17:

Entreiß mich den Feinden, mein Gott,
beschütze mich vor meinen Widersachern!
Entreiß mich denen, die Unrecht tun,
rette mich vor den Mördern!

Meine Stärke, an dich will ich mich halten,
denn du, Gott, bist meine Burg.
Mein huldreicher Gott kommt mir entgegen;
Gott läßt mich herabschauen auf meine Gegner.

Ich aber will deine Macht besingen,
will über deine Huld jubeln am Morgen.
Denn du bist eine Burg für mich,
bist meine Zuflucht am Tag der Not.


Starke Frauen in Lateinamerika: Christinnen, die sich für Arme und Entrechtete einsetzen

Buchbesprechung von Lucia Tentrop

War es nur Zufall, dass mir ausgerechnet gegen Ende der Fußball-Weltmeisterschaft 2014 ein Buch in die Hand kam, in dem 12 voneinander unabhängige Autorinnen und Autoren aus dem deutschen Sprachraum die Lebensgeschichten von  12 starken Frauen in Lateinamerika vorstellen?  tentrop1

Stellvertretend für viele andere Frauen, die in den Ländern dieses Kontinents ihr Leben für die Menschenrechte einsetzen oder verloren haben, werden 12 Frauen namentlich genannt. „Es sind Lebensgeschichten von Wut und Verzweiflung, von  Mut und hartnäckigem Gottvertrauen, von Gewalt und Mord, aber auch … von Träumen, die wahr werden.“

Seit Jahrzehnten gaben bzw. geben ungewöhnliche Frauen den Ärmsten in Lateinamerika erfolgreich Hilfe zur Selbsthilfe:  Sie gründen Bildungsstätten, Gewerkschaften für Hausmädchen, Produktionsbetriebe für Frauen,  solidarische Gemeinschaften. Oft leben sie als Arme mit den  Armen zusammen. Sie teilen mit ihnen das Leben, unter Umständen aber auch deren Schicksal:   

„Der Tod des Waldes ist das Ende unseres Lebens“ stand auf dem T-Shirt der 2005 auf offener Straße erschossenen Dorothy Stang.

Die aus Ohio stammende brasilianische Ordensschwester hatte sich angesichts der Abholzung des Regenwaldes und des Elends gnadenlos vertriebener oder ermordeter Kleinbauern Brasiliens beharrlich für eine Agrarreform eingesetzt  und war so den Mächtigen als “Unruhestifterin“ lästig geworden –  zumal sie in Armut mit den Armen lebte und als Christin verehrt  und geliebt  wurde.

„Stang war alles andere  als eine Heilige“,  verkündete der Präsident  der Holz- und Agrar-Lobby,  „sondern hat uns zwanzig Jahre lang nur Probleme gemacht.  Sie ist für ihren Tod selbst verantwortlich…“  –  Andere „Unruhestifter“  lässt der Staatsterrorismus mit oder ohne Verhaftung  „verschwinden“. Das erregt weniger Aufsehen. Mit_Leidenschaft_leben_01

Von der aus Spanien stammenden peruanischen Rechtsanwältin Pilar Coll Torrendes, die sich u.a. um den „verschwundenen“   Präsidenten der Menschenrechtskommission bemühte, wird immerhin berichtet, dass  ihr 1998 der nationale Menschenrechtspreis in Peru verliehen wurde…..

Von der ursprünglich französischen Schwester Alice Cathy Domon in Argentinien aber wird angenommen, dass man sie wie viele Andere „abgelegt“,  d.h. nach Verhören und Folterungen aus dem Flugzeug über dem Meer abgeworfen hatte.  Sie lebte mit den Armen in deren Elendsvierteln, arbeitete als Putzfrau und Haushälterin, um den Leidenden in solidarischem Mit-Sein beizustehen.

Sie stand auch der politisch bedeutsamen Gruppe der „Madres“ nahe,  Mütter, deren Angehörige „verschwunden“ waren…..

Ich habe mich lautstark über jedes deutsche Tor gefreut und ab Halbfinale sogar dafür gebetet. Nun ist die WM vorbei. Die großen Stadien in Brasilien sind leer. Die Armen dieser Welt haben uns reich beschenkt: Wir hatten tolle gemeinschaftliche Abende.  Nicht nur die FIFA, sondern unzählige Gaststätten, Firmen und Medien auf der ganzen Welt haben gute Geschäfte gemacht.

Was bleibt der Welt von dem großartigen Event erhalten?  –  Hatten die Spiele einen Ausblick, der über sie selbst hinausweist?

Ich sehe innerlich immer wieder die Szenen, in denen die siegreichen Spieler der deutschen Mannschaft, statt sich in protzigen Siegerposen zu gefallen, die lateinamerikanischen Verlierer spontan umarmten. Erst im Nachhinein werden mir diese Umarmungen der Gegensätze, der Gewinner und Verlierer, der reichen und der armen Welt, als Anstoß des Fußballs in eine andere Ebene bewusst.

Die ganze Welt war dabei. Gibt es vielleicht eine Möglichkeit, diese TV-Bilder für uns weiterleben zu lassen, sie zu vergrößern und medial aufzubereiten, damit sie in unserer Seele wirken und sich der  Welt als Botschaft der Hoffnung zu erkennen geben?

Das Buch „Mit Leidenschaft leben und glauben – 12 starke Frauen Lateinamerikas“ wurde von 3 Theologen im Verlag Peter Hammer herausgegeben:  Annegret Langenhorst, Johannes Meier und Susanne Reick; ISBN 978-3-7795-0285-2

Unsere Autorin ist Musikwissenschaftlerin und Religionslehrerin, geboren in Westfalen, heute in Berlin lebend
 
Kontaktdaten: Lucia Tentrop, Wundtstraße 40-44 in 14057 Berlin                                                  
http://www.Lucia-Tentrop.de

Ein Klagepsalm des Propheten Jeremias

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:  Jer 15,10.16-21:

Weh mir, Mutter, daß du mich geboren hast, einen Mann, der mit aller Welt in Zank und Streit liegt. Ich bin niemandes Gläubiger und niemandes Schuldner, und doch fluchen mir alle. BILD0167

Kamen Worte von dir, HERR, so verschlang ich sie; dein Wort war mir Glück und Herzensfreude; denn dein Name ist über mir ausgerufen, Gott der Heerscharen.

Ich sitze nicht heiter im Kreis der Fröhlichen; von deiner Hand gepackt, sitze ich einsam; denn du hast mich mit Groll angefüllt. Warum dauert mein Leiden ewig und ist meine Wunde so bösartig, daß sie nicht heilen will? Wie ein versiegender Bach bist du mir geworden, ein unzuverlässiges Wasser.

Darum  –  so spricht der HERR: Wenn du umkehrst, lasse ich dich umkehren, dann darfst du wieder vor mir stehen. Redest du Edles und nicht Gemeines, dann darfst du mir wieder Mund sein. Jene sollen sich dir zuwenden, du aber wende dich ihnen nicht zu.

Dann mache ich dich für dieses Volk zur festen, ehernen Mauer. Mögen sie dich bekämpfen, sie werden dich nicht bezwingen; denn ich bin mit dir, um dir zu helfen und dich zu retten – Spruch des HERRN.

Ja, ich rette dich aus der Hand der Bösen, ich befreie dich aus der Faust der Tyrannen.

Bild: Evita Gründler