Mosab H. Yousef, selbst ein „Sohn der Hamas“, warnt vor radikalem Islam in Gaza

Hamas trägt die Schuld an dem gegenwärtigen Krieg im Gazastreifen. Das hat Mosab Hassan Yousef (siehe Foto), der Sohn des Hamas-Mitgründers Scheich Hassan Yousef, in einem Interview mit dem amerikanischen Fernsehsender CNN erklärt.  140731_Yousef

Außerdem sei es das erklärte Ziel dieser radikal-islamischen Organisation, die Bevölkerung im Gazastreifen, insbesondere die Kinder, zu Geiseln ihrer totalitären Ideologie zu machen.

Aus seiner Sicht gibt es nur einen Weg, das Leben sowohl der palästinensischen wie der israelischen Zivilisten zu schützen: die komplette Zerschlagung der Hamas-Organisation und ihrer Infrastruktur.

Die Militäraktion der israelischen Streitkräfte billigt Mosab H. Yousef ausdrücklich, weil sie ohne Alternative sei: Es gehe darum, zukünftige Kriege zu vermeiden und die Menschen in Gaza von der Terrorherrschaft der Hamas zu befreien.

Der in Ramallah geborene Yousef saß einst im israelischen Gefängnis, weil er als junger Mann an der gewaltsamen „Intifada“ gegen Israel teilnahm; später bewegte er sich als Assisent seines Vaters in den höchsten Rangstufen der Hamas und der Fatah von Arafat. Später gab es einen Sinneswandel wegen der von ihm selbst beobachteten Brutalität der Hamas: er wurde ein TOP-Agent der Israelis.

Nachdem der „grüne Prinz“ (so sein Deckname in Israel) mit Hamas gebrochen hatte, konvertierte er zum Christentum, was im Islam ohnehin als Abfall und Verrat gilt, erst recht bei der Hamas.

Der Ex-Häftling hatte Zugang zu palästinensischen Terroristen, Drahtziehern und Selbstmordattentätern; er verhinderte Dutzende Anschläge, indem er die Israelis vorzeitig informierte. Heute lebt der 36-Jährige in den USA, wo er Asyl erhielt.395223_m

Er wurde oft gefragt, warum er einer Organisation, die ihn großzog, den Rücken kehrte. Für Yousef und andere Aussteiger war die Entscheidung einfach:

„Die Hamas kümmert sich nicht um das Leben eines Palästinensers, es schert sich nicht um das Leben eines Israeli oder Amerikaners. Die Hamas-Mitglieder interessieren sich nicht einmal für ihr eigenes Leben. Sie wollen für ihre Ideologie sterben. Doch wie kann man in so einer Gesellschaft leben?“, beantwortet Yousef die Frage.

BILD: Yousef veröffentlichte vor vier Jahren sein Buch SOHN DER HAMAS.

Dennoch sei es kein einfacher Beschluß gewesen. Yousef erinnert daran, daß er mit einem Ausstieg aus der Hamas gleichzeitig alles verloren hat, zB. seine Heimat, die Familie, zahlreiche Freunde…

Desinformation kleiner Kinder durch Hamas-Propaganda

Viele in seinem Volk würden niemals die Wahrheit erkennen, weil sie schon in jungen Jahren indoktriniert werden:

„In den Moscheen erzählte die Hamas: Wenn wir kein unschuldiges Blut für die Ideologie vergießen, werden wir nicht in der Lage sein, einen islamischen Staat zu errichten. Als wir fünf Jahre alt waren, fing unsere Vorbereitung an“, erzählt Yousef. „Und heute, wenn ich die Kinder von Gaza anschaue, weiß ich, dass sie keine Chance haben.“ 120714022411-b1-

In dem TV-Interview wurde der „Sohn der Hamas“ gefragt, ob Israel oder ein anderes Volk mit solchen Gruppen wie der Hamas zusammenleben kann. Seine Antwort: „Die Hamas sucht keine Koexistenz. Ihr einziges Ziel ist die Eroberung“ – und die kenne keine Grenzen. Der christliche Araber erläutert:

„Die Zerstörung Israels ist nicht das Endziel der Hamas. Die Hamas will ein islamisches Kalifat aufbauen. Einen islamischen Staat, erbaut auf den Trümmern jeder anderen Zivilisation.“

Quellen: http://www.israelheute.com / http://www.jesus.ch / Haloam / CF

WEITERE INFOS hier: https://charismatismus.wordpress.com/2012/06/23/10364/


Bundeskanzlerin Merkel: Antisemitismus darf hierzulande keine Bühne bekommen

Wortlaut der Erklärung des Bundeskanzleramts:

Die Bundeskanzlerin hat die Gewaltausbrüche und antisemitischen Äußerungen, die während Demonstrationen zum Nahost-Konflikt gefallen waren, aufs Schärfste verurteilt. „Antisemitismus darf in Deutschland nie wieder eine Bühne bekommen“, bekräftigte Justizminister Maas.   032_29A

Im Namen der Bundeskanzlerin erklärte Vizeregierungssprecher Georg Streiter in Berlin:

Die Bundeskanzlerin sowie die gesamte Bundesregierung verurteilen die Gewaltausbrüche und antisemitischen Äußerungen bei pro-palästinensischen und anti-israelischen Demonstrationen aufs Schärfste. Sie sind ein Angriff auf Freiheit und Toleranz und der Versuch, unsere freiheitlich-demokratische Grundordnung zu erschüttern.

Dies können und werden wir nicht hinnehmen. Die Bundesregierung sichert den Betroffenen ihre Anteilnahme und Unterstützung zu. Die Sicherheitsbehörden nehmen jeden Übergriff auf jüdische Einrichtungen und gegen Personen sehr ernst. Antisemitische Straftaten werden konsequent mit allen rechtsstaatlichen Mitteln verfolgt.

Die Bundeskanzlerin und die gesamte Bundesregierung freuen sich über das wiedererstarkte lebendige jüdische Leben in Deutschland und werden weiter für die Sicherheit jüdischer Bürger eintreten. Die Bundesrepublik ist dem Staat Israel freundschaftlich und partnerschaftlich verbunden und wird sich weiter mit voller Kraft für die jüdische Gemeinschaft hierzulande und die deutsch-israelischen Beziehungen einsetzen.

Auch Bundesaußenminister Frank Walter Steinmeier verurteilte in einer Erklärung mit dem französischen und dem italienischen Außenminister „antisemitische Hetze und Anfeindungen gegen Juden, Angriffe auf Menschen jüdischen Glaubens und Synagogen“.

Ausdrücklich verurteilten die Außenminister „die hässlichen antisemitischen Äußerungen, Demonstrationen und Übergriffe der letzten Tage in aller Schärfe“.

Rote Linie überschrittendeutschland-israel-flag

Ähnlich äußerte sich Bundesjustzminister Heiko Maas bei der Verleihung des Israel-Jacobsohn-Preises in Berlin. Er ergänzte: „Jeder, der sich auf diese Weise mit dem Judentum anlegt, legt sich auch mit dem deutschen Rechtsstaat an.“  –  Insbesondere rechtfertige die Meinungsfreiheit keine Volksverhetzung – und erst recht keine Gewalt.

Auch Bundesinnenminister Thomas de Maizière betonte, die grundrechtlich geschützte Meinungsfreiheit könne zwar auch eine Kritik an der Politik Israels umfassen. Bei den Demonstrationen der vergangenen Tage gegen das militärische Vorgehen Israels im Gazastreifen seien allerdings rote Linien überschritten worden.

„Das Existenzrecht des Staates Israels darf unter keinen Umständen in Frage gestellt werden. Genauso wenig darf es in der deutschen Öffentlichkeit Raum geben für offenen oder verdeckten Judenhass“, sagte der Innenminister.

Staatsanwaltschaften, Polizei und Versammlungsbehörden seien gefragt, öffentlich einzuschreiten und ggf. Strafverfahren einzuleiten, so de Maizière.
Die stellv. Regierungssprecherin Wirtz sagte, die Sicherheitsbehörden in Deutschland täten alles dafür, „um sowohl israelische Staatsbürger wie auch israelische Einrichtungen zu schützen“.  

Quelle: http://www.bundeskanzlerin.de/Content/DE/Artikel/2014/07/2014-07-23-antisemitische-demonstrationen-verurteilt.html;jsessionid=A999108732C5E81D808F321D223678AB.s1t2


Hamas bricht Feuerpause und entführte einen israelischen Soldaten

  •  Aktuelle Meldung:
    Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte haben die vereinbarte 72-stündige Feuerpause ab 8 Uhr am Morgen des 1. August 2014 umgesetzt. Hadar%20Goldin

    Diese Feuerpause wurde einseitig von der Hamas gebrochen, indem sie fortgesetzt Raketen auf Israel schoss und israelische Soldaten angriff.
    Teil der vereinbarten Waffenruhe war, dass Israel mit der Zerstörung der Terrortunnel fortfahren durfte.
    Bei einem Selbstmordattentat eines Hamas-Terroristen, der aus dem Tunnel heraus auf eine IDF-Einheit stieß, wurden zwei Soldaten getötet und ein Soldat entführt.
    Bei dem entführten Soldaten handelt es sich um den 23-jährigen Hadar Goldin (siehe Foto) von der Givati-Einheit aus Kfar Saba. Die Familie des Soldaten wurde bereits informiert.
    Die Hamas hat in den letzten Wochen immer wieder IDF-Soldaten, die die Terrortunnel zerstören, aus dem Hinterhalt angegriffen.
    Eine intensive Suche nach dem Soldaten hat begonnen. Israel unternimmt alle Anstrengungen, den Soldaten zu finden.
     .
    Quelle für Text und Foto: Israelische Botschaft in Berlin

Vietnam: UN-Berichterstatter rügt “schwere Verstöße gegen die Religionsfreiheit”

 “Schwere Verstöße gegen die Religions- und Glaubensfreiheit sind in Vietnam eine weit verbreitete Realität”, erklärte Heiner Bielefeldt, Sonderberichterstatter für Religionsfreiheit des UN-Menschenrechtsrats, am Rande eines offiziellen Besuchs in Vietnam, der am heutigen 1. August zu Ende geht. RTEmagicC_IGFM_Plakat_Art_18_Religionsfreiheit_02_jpg

Im Rahmen seines Besuches begegnete der UN-Beauftragte sowohl Vertretern der sozialistischen Regierung, der lokalen Behörden wie auch der verschiedenen Religionsgemeinschaften.

Wie “Christian Solidarity Worldwide” (CSW) mitteilt, wurden im Vorfeld der geplanten Besuche in den Provinzen An Giang, Gia Lai und Kon Tum engagierte Religionsvertreter und Menschenrechtsaktive, die den UN-Berichterstatter treffen wollten, „eingeschüchtert, belästigt und von der Polizei aufgehalten”.

In den drei Provinzen kam es in den vergangenen Jahren immer wieder zu Verstößen gegen die Religionsfreiheit, darunter insbesondere auch Übergriffe gegen katholische und protestantische Gläubige in Kon Tum in den Jahren 2012 und 2013. RTEmagicC__christenverfolgung_01.jpg

Am Ende seines Besuchs erinnerte Bielefeldt an “die im allgemeinen geringe Wertschätzung und negative Haltung im Hinblick auf die Rechte von Minderheiten und Einzelpersonen, die ihre Religion außerhalb der institutionellen Kanäle praktizieren” und an “missverständliche Formulierungen des Strafgesetzbuchs bezüglich der Verstöße gegen demokratische Freiheiten”.

Bielefeldt wird seine Schlussfolgerungen in einem Bericht an den UN-Menschenrechtsrat 2015 darlegen. CSW teilt die von dem Berichterstatter formulierten Sorgen und fordert die vietnamesische Regierung auf, die Gesprächspartner Bielefeldts nach dessen Abreise nicht zu benachteiligen.

Quelle: vatikanischer Fidesdienst / Fotos: IGFM


Unionsfraktion begrüßt die vereinbarte Waffenruhe im Nahostkonflikt

Am heutigen Freitagmorgen hat eine 72-stündige humanitäre Feuerpause im Krieg zwischen der Hamas und Israel begonnen.

Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder (siehe Foto):

Foto: Markus Hammes

Foto: Markus Hammes

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt die Vereinbarung über eine humanitäre Feuerpause zwischen beiden Seiten, die die Vereinten Nationen und die USA vermittelt haben. 72 Stunden sind ein ausreichend langer Zeitraum, um substanzielle Verhandlungen über eine dauerhafte Waffenruhe zu beginnen.

Die bedingungslose Waffenruhe, zu der sich Israel und die Hamas durchgerungen haben, ist dringend notwendig, um auch der Zivilbevölkerung auf beiden Seiten Erleichterung zu verschaffen. Die Menschen müssen die Möglichkeit bekommen, sich mit dem Notwendigsten zu versorgen und die Strom- und Wasserversorgung instand zu setzen.

Hamas erschwert einen Friedensplan

Die Zeit der Waffenruhe muss genutzt werden, um eine langfristige politische Lösung anzustreben. Es ist gut, dass Ägypten seine Vermittlung angeboten hat. Einen Friedensplan aufzustellen wird deshalb schwierig sein, weil die Hamas bislang jeden Kompromiss mit dem jüdischen Staat Israel ablehnt.

Deshalb kommt es zunächst darauf an, den Raketenbeschuss Israels aus dem Gazastreifen dauerhaft zu unterbinden. Die internationale Gemeinschaft muss der Hamas verdeutlichen, dass sie Raketenabschüsse von Wohnvierteln aus und Waffenlager in öffentlichen Gebäuden nicht tolerieren wird.

Langfristiges Ziel ist eine Zwei-Staaten-Lösung, die garantiert, dass Israel sicher, also ohne äußere und innere Bedrohung, innerhalb international anerkannter Grenzen leben kann.“


Streit ums Rindfleisch: US-Bürgermeister vertreibt Öko-Metzger – Präsident Putin verbietet McDonald’s-Burger

Von Dr. med. Edith Breburda

In den Vereinigten Staaten ist es eine Seltenheit, Gras-gefüttertes Rindfleisch beim Metzger zu finden. Im US-Bundestaat Wisconsin gibt es nur einen einzigen Metzger, der sein eigenes organisches Schlachthaus hat und Tiere der Umgebung „verarbeitet„. Dr. Breburda

Seit 7 Jahren betreibt er sein Geschäft, welches gut  floriert. Er versendet sein Fleisch in die ganze USA.

So kam es, dass er immer mehr schlachtete, was die Anwohner in dem kleinen Dorf Black Earth, etwa 20 km von der Hauptstadt Madison entfernt, ärgerte.

Der Bürgermeister klagte gegen den Metzger. Dieser bot verschiedene Lösungen an, jedoch wurden sie alle vor Gericht abgewiesen. Der Metzger muss sein Geschäft schließen.

Einige Anwohner, die sich über den Viehverkehr und den Geruch beschwert haben, wollen den Metzger aus dem Dorf vertreiben. Sein Geschäft steht vor dem Aus. In ein paar Tagen, Ende Juli 2014, muss er den Laden für immer dichtmachen. Die einzige Lösung wäre, dass der Bürgermeister die Klage zurückzieht.

Vor ein paar Tagen konnte man im Wisconsin State Journal einen Bericht der BBC-News über Umweltbelastung durch Rindfleischproduktion lesen.

Wissenschaftler denken vor allem an den Treibhauseffekt aufgrund der Methangasausscheidung und die hohen Nitratgehalte, die sie dieser Tierhaltung zuschreiben. Kraftfuttter

Jetzt fanden sie heraus, dass Mastrinder 28 mal mehr Landfläche und 11 mal mehr Wasser zur Fleischerzeugung benötigen als Schweine oder Geflügel. 

Die National Academy of Science schlägt deshalb vor, weniger Hamburger zu essen. Vielleicht sieht sich der Bürgermeister von Black Earth durch diesen Bericht in seiner Klage gegen den Metzger seines kleinen Dorfes im Mittleren Westen der USA bestätigt.

Factory Farming oder gesundes Fleisch?

Für Leute, die mit der modernen Massentierhaltung in den USA und dem Modell des Factory Farming nicht einverstanden sind, ist die Schließung der Metzgerei unbegreiflich. Mediziner weisen immer wieder auf die gesundheitlichen Vorzüge von grasgefüttertem Rindfleisch hin.

Der Trend zu diesem Nahrungsmittel nimmt zu. Selbst der Zeitungskolumnist Mark Morford vom San FranciKuh KZ6sco Chronicle, ein ehemaliger Vegetarier, isst nur das Fleisch von grasgefütterten Rindern. Er will gar nicht an die Grausamkeiten der Tierhaltung denken, über die man so oft hört. Zum Beispiel an eine Mast von Tausenden von Rindern mit Sojaschrot, mitten in der Wüste von Arizona (siehe die beiden breitformatigen Fotos).

Solche Einrichtungen werden auch als „Kuh-KZs“ bezeichnet.

Rinder: Gras statt Getreide

Rindermägen sind nun einmal in der Lage, Gras zu verwerten. Rinder in enge Buchten zusammenzupferchen und mit Mais, Soja oder Getreide zu füttern, entspricht überhaupt nicht ihrer Physiologie. Das Sojamehl ist meist genmanipulierte Importware aus Argentinien oder Brasilien. Um es herzustellen, werden Indianer von ihrem Land vertrieben und Unmengen an Wasser und chemischen Spritzmitteln verwendet.

Aber so weit muss man gar nicht gehen, wenn man herausfinden will, welche Tierhaltung artgerechter ist. Eine Studie aus der ehemaligen Sowjetunion zeigt, dass die Fleischproduktion ökonomische Probleme mit sich brachte, weil die Rinder dreimal soviel Getreide konsumierten als die Menschen.GC vernichten wir uns

Getreidefütterung führt in Rindermägen dazu, dass bis zu 25% unverdaut wieder ausgeschieden werden. Frances Moore Lappe schrieb in ihrem Buch: „Diet for a small Planet“, dass in den USA 16 Pfund Soja und Getreide gefüttert werden müssen, um daraus ein Pfund Rindfleisch zu produzieren.

BILD: Neuerscheinung „Totale Chemisierung“ von Dr. Edith Breburda

Es liegen Berechnungen vor, dass die an das Vieh verfütterten Mengen an Getreide und Hülsenfrüchten reichen würden, um 3 Milliarden Menschen zu ernähren.

Rinder werden nicht ohne Grund als Nahrungskonkurrenten des Menschen angesehen.

E-Coli, Antibiotika und Genfutter

Intensive Tierhaltung hat gesundheitliche Folgen für das Tier. Kühe verfügen mit ihren vier Mägen, dem Pansen, Netzmagen, Blättermagen und Labmagen über die optimale Kondition, Gras zu verdauen. Der Pansensack kann bis zu 60 Kilogramm Futter aufnehmen. Bakterien und Einzeller produzieren Säuren, die schwerverdauliche Pflanzenmassen aufschließen. Durch das Wiederkauen gelangt  alkalischer Speichel in den Pansen, um einen pH-Wert von ca. 6,5 zu erreichen.

Früher wurde eine Kuh mit einem Alter von 4 – 5 Jahren geschlachtet. Heute liegt in den USA das Schachtalter bei 14 – 15 Monaten. Man muss also die Ernährung der Tiere so gestalten, dass sie sehr schnell an Gewicht zunehmen. Das heißt: sie benötigen enorm viel Getreide, Soja-Eiweiß, Antibiotika und Wachstumshormone. Unter rein ökonomischen Gesichtspunkt macht diese Art der Tiermast einen Sinn.

Tiere, die mit Getreide gefüttert werden, hören jedoch auf wiederzukauen. Ihr Pansen ist übersäuert, die Tiere hören auf zu fressen, keuchen und geben viel Speichel ab.

Mögliche fatale Folgen der Getreidefütterung

Die Rinder können Durchfall bekommen, Geschwüre, Lebererkrankungen, ihr Immunsystem wird geschwächt und am Ende sterben sie. Ihr Verdauungsapparat wird durch die vorhandene Übersäuerung empfänglicher für das Wachstum bestimmter pathogener Keime, wie z.B. den tödlichen Keim der Escherichia coli 0157:H7 Bakterien. Kuhkz

Ein nicht vollständig erhitzter Hamburger könnte uns damit einen Krankenhausaufenthalt bescheren.

Zeitungen berichteten am 25. Juli 2014, dass Russland Hamburgers in allen 356 McDonald’s Restaurants wegen gesundheitsgefährdenden Qualitätsmängeln verbieten will.

Methangase, die über das Wiederkauen abgegeben werden, bleiben bei Getreide- und Sojabohnenfütterung im Pansen und am Ende gasen die Tiere auf. So beschreibt es der Autor Michael Pollan in seinem Buch. Auch für uns Endverbraucher sei solch ein Fleisch gesundheitsschädlich, fährt Pollan fort.

Der einzige Weg, um diese Mast zu betreibe,n besteht in einer Beifütterung von Antibiotika. Ohne sie geht es eigentlich gar nicht mehr. Aber dieses führt wieder zu einer Antibiotika-Resistenz, die wir Menschen zu spüren bekommen. Heute redet fast jeder von „superbugs“, den Superbazillen, die wir selber zu verantworten haben und die eine medizinische Behandlung mit Antibiotika erschweren.

Gesundes Fleisch nicht mehr gewöhnt

Die Welt kann man mit grasgefütterten Rindern nicht ernähren. Auch wenn das Fleisch mehr Omega 3-Fettsäuren erhält, reicher an Vitamin E ist und einen höheren Anteil an konjugierten Linolsäuren enthält, was die Krebserkrankungsrate mindert.

Der Muskelanteil der frei herumlaufenden Tiere übertrifft den Fettgehalt im Fleisch bei dieser Tierhaltung.Kuhbad

Viele Amerikaner lieben jedoch die Marmorierung des Fleisch-Fettanteils, die durch eine Mast auf engem Raum entsteht. Sie sind es nicht mehr gewohnt, Gras- gefüttertes Fleisch zu konsumieren, weil es ihnen schlußendlich gar nicht schmeckt.

Umwelt leidet in beiden Fällen

Die Annahme, dass grasgefüttertes Rindfleisch umweltfreundlicher erzeugt wird, wurde in Brasilien widerlegt, weil Weidetiere Methan erzeugen. Zudem wachsen die Tiere langsamer und somit hält die Methan-Emission länger an.

Aber was macht man mit dem Dung und der Gülle der Tiere, die beim factory farming in viel größeren Mengen auftreten, weil man hierbei viel mehr Tiere auf engstem Raum hält?

Die Umwelt leidet unter beiden Arten der Tierhaltung. Einen Ausweg sieht auch der Autor Robbins darin, ganz einfach weniger Rindfleisch zu essen, egal, wie es gehalten wurde. Grassfed-Beef scheint sowieso nur etwas für Konsumenten zu sein, die sich die teuren Preise des so erzeugten Fleisches leisten können (Robbins J. The truth about grassfed Beef, 19. Dez. 2012).

Unverständlich bleibt, dass man die einzige Metzgerei in Wisconsin, die eine Nische in der Vermarktung von grasgefüttertem Rindfleisch und Fleisch aus lokalen Betrieben erschlossen hat, nun daran hindert, weiterhin zu schlachten. Denn Schlachthäuser im herkömmlichen Sinn wie bei uns in Deutschland, zu denen die Bauern ihre Tiere bringen, gibt es in den USA schon lange nicht mehr.

Unsere Autorin Dr. Edith Breburda ist Bioethik-Expertin und Veterinär-Medizinerin (Tierärztin); sie lebt in den USA (Bundesstaat Wisconsin); von ihr stammen auch die Fotos in diesem Artikel.
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Hier Infos über ihre jüngste Neuerscheinung: https://charismatismus.wordpress.com/2014/05/22/buch-tip-dr-edith-breburdas-profunde-neuerscheinung-zu-bioethischen-themen/
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 Ediths Homepage: http://scivias-publisher.blogspot.com/

 


„Der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 69 (68),5.8-9.10.13.14.

Zahlreicher als die Haare auf meinem Kopf
sind die, die mich grundlos hassen.
Zahlreich sind meine Verderber, meine verlogenen Feinde.
Was ich nicht geraubt habe, soll ich erstatten.

Denn deinetwegen erleide ich Schmach,
und Schande bedeckt mein Gesicht.
Entfremdet bin ich den eigenen Brüdern,
den Söhnen meiner Mutter wurde ich fremd.

Denn der Eifer für dein Haus hat mich verzehrt;
die Schmähungen derer, die dich schmähen, haben mich getroffen.
Man redet über mich in der Versammlung am Tor,
von mir singen die Zecher beim Wein.

Ich aber bete zu dir,
HERR, zur Zeit der Gnade.
Erhöre mich in deiner großen Huld,
Gott, hilf mir in deiner Treue!