Unionsfraktion fordert Maßnahmen gegen Zwangsprostitution und Menschenhandel

Laut Presseberichten hat sich die SPD-Fraktion in einem Positionspapier zum Prostitutionsrecht gegen die Anhebung des Mindestalters für Prostituierte auf 21 Jahre, die Einführung verpflichtender Gesundheitsuntersuchungen und die Strafbarkeit der Freier von Zwangsprostituierten ausgesprochen. 42252-3x2-teaser190x127

Hierzu erklärt die rechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Elisabeth Winkelmeier-Becker:

„Wir brauchen schnell eine Reform des Prostitutionsrechts. Unser Ziel ist ein besserer Schutz derjenigen, die von Menschenhändlern und Zuhältern unfreiwillig in die Prostitution gedrängt und gezwungen werden. Vor allem aus dem Blickwinkel dieser Opfer muss die Prostitution neu geregelt werden. Außerdem geht es um den Schutz der Bevölkerung vor Belästigung und Gesundheitsgefahren.

Mindestalter, Gesundheitsuntersuchungen und Freierbestrafung sind zentrale Forderungen der Union. Insbesondere bei der Freierstrafbarkeit ist der Koalitionsvertrag einzuhalten. prolifeusa

Dort ist festgeschrieben, dass wir gegen diejenigen vorgehen, die wissentlich und willentlich die Zwangslage der Opfer von Menschenhandel und Zwangsprostitution ausnutzen und diese zu sexuellen Handlungen missbrauchen. Denn erst die Nachfrage der Freier macht Menschenhandel und Zwangsprostitution lukrativ. Für Freier, die an der Überführung von Zuhältern oder Menschenhändlern mitwirken, kann gleichwohl Straffreiheit vorgesehen werden.

Auch regelmäßige Gesundheitsuntersuchungen sind notwendig. Sie bieten den Prostituierten die Gelegenheit für vertrauliche Gespräche und Ausstiegsangebote. Dies ist ebenso wenig diskriminierend wie bei anderen Berufen, bei denen ein Gesundheitszeugnis verlangt wird. Jeder Würstchenverkäufer muss es vorlegen.

Auch das Mindestalter von 21 Jahren halten wir für wichtig, besonders zum Schutz der noch jüngeren Frauen. Die  –  von uns selbstverständlich auch geforderte  –  Genehmigungspflicht für Bordelle allein wird nicht ausreichen, um den Opfern von Menschenhandel zu helfen.

Anscheinend kann die SPD doch nicht über ihren Schatten springen, die Fehler bei der schrankenlosen Regelung der Prostitution durch das Prostitutionsgesetz von 2001 einzugestehen. Sie lässt die Opfer von Menschenhandel ohne Hilfe allein.“


WIEGENFEST: Alles Gute zum Hundertsten

Die erste Zehn vergeht mit Spielen,
die zweite strebt dann schon nach Zielen,
die dritte Zehn gilt meist der Planung,
die vierte sammelt an Erfahrung.

Die fünfte nennt sich “stolzes Alter“,
jedoch mit Sechster geht’s noch weiter;
auch sieben Zehner sind kein Zeichen,
könn’ viele sie doch noch erreichen.

Die achte Zehn wird dann schon schwierig,
doch wer ihr trotzt, der wird begierig,
will auch die neunte gern noch schaffen,
bevor die Glieder ganz erschlaffen.

Doch Wenige nur machens rund:
die zehnmal Zehn  –  und noch gesund!

Arne Gabriel

Quelle: „Rundblick“ Nr. 106 (Cohaus-Vendt-Stift, Münster)


Ein zerbrochenes Herz verschmäht Gott nicht

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:
Psalm 51 (50),12-13.14-15.18-19

Erschaffe mir, Gott, ein reines Herz,
und gib mir einen neuen, beständigen Geist!
Verwirf mich nicht von deinem Angesicht,
und nimm deinen heiligen Geist nicht von mir !

Mach mich wieder froh mit deinem Heil;
mit einem willigen Geist rüste mich aus !
Dann lehre ich Abtrünnige deine Wege,
und die Sünder kehren um zu dir.

Schlachtopfer willst du nicht, ich würde sie dir geben;
an Brandopfern hast du kein Gefallen.
Das Opfer, das Gott gefällt, ist ein zerknirschter Geist,
ein zerbrochenes und zerschlagenes Herz wirst du,
Gott, nicht verschmähen.

 


Irak: Heute Nacht wurden tausende Christen barfuß vertrieben / Situation verzweifelt

“Heute Nacht drangen die Kämpfer des selbsternannten islamischen ‘Kalifats’ in die Ninive-Ebene ein und vertrieben tausende Christen, die in den Dörfern der Region leben”, berichtet der Präfekt der vatikanischen Kongregation für die Evangelisierung der Völker, Kardinal Fernando Filoni, im Gespräch mit dem Fidesdienst.

“Die Christen mussten alles zurücklassen, sogar ihre Schuhe, und wurden dazu gezwungen, sich barfuss in die irakischen Kurdengebiete auf den Weg zu machen.

Die Lage der vertriebenen Christen ist verzweifelt, denn in Erbil, der Hauptstadt der irakischen Kurdengebiete, will man sie nicht aufnehmen, weil man nicht weiss, wo man so viele Menschen unterbringen soll”.

„Man muss diesen Menschen umgehend helfen”, so der Kardinal abschließend, der in diesem Sinn an die internationale Staatengemeinschaft appelliert.

Quelle: Fidesdienst


Unionsfraktion befürwortet Vorschlag Israels für deutsches Engagement im Gaza-Konflikt

„Tiefes deutsch-israelisches Vertrauensverhältnis“

Der israelische Außenminister Avidgor Lieberman hat Deutschland zu mehr Engagement im Gaza-Konflikt aufgerufen.

Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder (siehe Foto):

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt, dass nach wochenlangen Kämpfen derzeit Waffenruhe im Gaza-Konflikt herrscht. Besonders die ägyptische Regierung hat sich als effektiver Vermittler in einer scheinbar aussichtslosen Situation erwiesen. 

Foto: Markus Hammes

Foto: Markus Hammes

Allerdings darf der gegenwärtige Zustand nur eine Zwischenetappe auf dem Weg zu einem nachhaltigen Waffenstillstand sein. Voraussetzung dafür ist, dass die Bedrohung Israels durch die radikalislamische Hamas ein Ende hat.

Die Hamas darf nicht länger Raketen auf Israel schießen und über Tunnel Terroristen dort einschleusen. Sie darf außerdem die Bevölkerung des Gazastreifens nicht weiter als Geisel nehmen.

Der Vorschlag des israelischen Außenministers Avidgor Lieberman, nach dem Deutschland eine entscheidende Vermittlerrolle im Gaza-Konflikt einnehmen sollte, ist zu begrüßen.

Denn kaum ein anderes Land in Europa verfügt über derart einzigartige Beziehungen zum jüdischen Staat wie Deutschland.

Ein erster und schnell zu realisierender Schritt wäre die erneute Aufnahme der EU-Grenzmission EUBAM zwischen Ägypten und dem Gazastreifen, um den Handel der Palästinenser zu kontrollieren und den Schmuggel von Waffen zu unterbinden.

Zudem könnte eine Überwachungsmission bei der Entwaffnung radikaler Gruppen im Gazastreifen helfen.

Dies kann aber nur gemeinsam mit einem vertrauensvollen Partner auf palästinensischer Seite erfolgen. Deshalb ist die palästinensische Autonomiebehörde unter Präsident Mahmud Abbas aufgefordert, in Zukunft wieder für deutschland-israel-flagalle Palästinenser einschließlich der im Gazastreifen lebenden zu verhandeln.

Der Vorschlag Liebermans verdient auch deshalb Aufmerksamkeit, weil Deutschland und Israel seit langem auf vielen Gebieten außerordentlich gut zusammenarbeiten und gemeinsam nach Lösungen für die Herausforderungen im Nahen Osten suchen. 

Wie tief das deutsch-israelische Vertrauensverhältnis und die gegenseitige Freundschaft inzwischen sind, zeigt unter anderem die weltweite konsularische Zusammenarbeit, bei der in Not geratene Israelis auch Hilfe von deutschen Konsularbeamten erhalten können.“


Erschien die Himmelskönigin in Marpingen?

Von Felizitas Küble

Zu jenen „Botschaften“, die in der erscheinungsbewegten Szene hierzulande oft und gern zitiert werden, gehören auch die Worte der „Madonna“ zu Marpingen.

In jener saarländischen Gemeinde, in der schon einst zur Bismarckzeit angebliche (kirchlich nicht anerkannte) „Erscheinungen“ stattgefunden haben,  soll sich die Gottesmutter Ende der 90er Jahre erneut einigen Mädchen im Erwachsenenalter gezeigt und ihnen „Botschaften“ übermittelt haben. Diese Privatoffenbarungen aus dem vorigen Jahrhundert wurden kirchlich ebenfalls nicht bestätigt. 1069810

Doch das ficht die Schar der Getreuen nicht an, unter denen sich auffallend viele Medjugorje-Anhänger befinden, zumal hinsichtlich des Schrifttums über Marpingen, darunter zB. Pater Jörg Müller oder Pfarrer Albrecht von Raab-Straube.

Ein immer wiederkehrendes Plädoyer für die Marpingen-Visionen findet sich in einem Buch, das den rational klingenden Titel trägt: „Visionen und die Frage ihrer Echtheit“.

Diesen Sammelband mit sechs Autoren hat der erscheinungsgeneigte Oros-Verlag in Münster-Altenberge herausgebracht.

Wer nun aufgrund des Buchtitels ein eher distanziertes, zumindest wissenschaftlich zurückhaltendes Werk erwartet, sieht sich weitgehend enttäuscht, geht es doch vor allem um Empfehlungen für Medjugorje und Marpingen, stellenweise sogar um Zustimmung für Heroldsbach.

Diese „Marienerscheinung“ (Bistum Bamberg) aus dem 50er Jahren des 20. Jahrh. wurde kirchlich strikt abgelehnt  –  und dieses Nein des zuständigen Bischofs und der vatikanischen Glaubenskongregation damals sogar von Papst Pius XII. (siehe Abbildung) persönlich bestätigt. pabst-pius-xii-

So gibt Pater Jörg Müller in seinem Beitrag (S. 11 ff) schon nach wenigen Einleitungssätzen zu verstehen, daß die „Gottesmutter“ auch in Heroldsbach „Botschaften“ verkündet habe, darunter der „Gehorsam dem Papst gegenüber“  – was gerade im Zusammenhang mit Heroldsbach wohl etwas drollig wirkt.

Reichlich merkwürdig überdies die Behauptung Müllers schon auf der nächsten Seite, angeblich hätten sich die „Behörden und der Bischof“ gegen die Seherkinder von Medjugorje gestellt, „drohen mit Gefängnis und streuen Lügen unters Volk.“  –  Der haltlose Lügen-Vorwurf gegen den Bischof wird freilich ebenso wenig belegt wie die angebliche Gefängnisdrohung.

„Die Sonne verwandelte sich in ein Herz“

Natürlich ist auch Pater Müller ein begeisterter Anhänger der Erscheinungen zu Marpingen, schrieb er doch ein eigenes Buch hierüber mit dem nicht leicht nachvollziehbaren Titel: „Von Maria zu reden ist gefährlich“.

Für den Autor ist gleichwohl alles klar, zumal es in dieser saarländischen Gemeinde ein phänomenales „Sonnenwunder“ zur Bestätigung der Erscheinungen gab:

„In Marpingen zeigte das französische Fernsehen das halbstündige Drehen der Sonne mit dem Sprühen kleiner Sternchen und der Verwandlung der Sonne in ein Herz.“   media-372515-2

Herz, was will man mehr?!  – Die Frage nach der theologischen Bedeutung derartiger Mirakel wird verständlicherweise gleich gar nicht gestellt. Oder wie sollte eine einleuchtende Antwort aussehen?

Die „Botschaften“ von Marpingen sind mit den weichgespülten Dauersprüchen von Medjugorje eng verwandt bzw. kompatibel.

So läßt uns Pater Müller erfreut wissen, daß es keinen 3. Weltkrieg geben wird, weil das „Jesus“ der Marpinger Seherfrau Marion am 6.9.1991 offenbarte: „Hab keine Angst, es wird keinen dritten Weltkrieg geben…Ich bin kein strafender Gott.“

Zweifellos ein merkwürdiger Zusammenhang: Gott ist sehr wohl laut biblischem Zeugnis und kirchlicher Lehre auch ein strafender Gott (der das Gute belohnt und das Böse bestraft) –  und zwar unabhängig von der Frage nach einem 3. Weltkrieg.

Freilich vergißt der Verfasser nicht zu erwähnen, daß auch die Madonna zu Medjugorje am 12.7.1982 verkündet habe: „Es wird keinen dritten Weltkrieg geben.“

Wohlgemerkt: Unsererseits wird nicht das Gegenteil behauptet, sondern diese Frage vielmehr offen gelassen.

Immer dasselbe: Zuckerbrot oder Peitsche?

Es fällt freilich bei der Betrachtung der immer zahlreicher werdenden „Erscheinungen“ auf, daß die meisten davon entweder nach Zuckerbrot („Gott straft nicht…“) oder nach Peitsche (Drohbotschaften) klingen  –  es fehlt der gediegene, bodenständige Glaube jenseits von Panikmache und Süßholzgeraspel.

Ebenfalls auf S. 14 zitiert Pater Müller folgende Medju-Botschaft vom 12.10.1981: „Rußland verehrt Gott am meisten.“  – Abgesehen davon, daß der Allmächtige (im Unterschied zu den Heiligen) nicht nur „verehrt“, sondern angebetet wird, ist dieser Superlativ für Rußland angesichts der Realitäten nicht nachvollziehbar: Die Kirchenbesucherzahlen sind dort auch Jahrzehnte nach dem Ende der kommunistischen Diktatur sehr niedrig, die Faszination des Aberglaubens, der Scharlatanerie und der Esoterik aber umso stärker.

Natürlich hadert der Autor wie so viele Erscheinungsbegeisterte mit den „kirchlichen Behörden“, weil diese sich in aller Regel gegenüber außergewöhnlichen „mystischen“ Vorkommnissen reserviert geben.

Wenngleich er ihre grundsätzliche Berechtigung bejaht, beanstandet er, daß viele  Untersuchungskommissionen von vornherein „von Ablehnung und Widerstand geprägt“ seien: „Hier zeigt sich aber regelmäßgi das Unvermögen der Geistlichkeit im Umgang mit Mystik und Prophetie.

Der Geistliche ist davon überzeugt: „Das Volk hat die bessere Nase“   – und er zitiert den früheren israelischen Ministerpräsidenten David Ben Gurion mit seinem bekannten Spruch: „Wer nicht an Wunder glaubt, ist kein Realist.“

Weder Wundersucht noch Wunderflucht

Offenbar ist dem Verfasser nicht klar, daß es zwischen Wundersucht und Wunderflucht eine gediegene Grundhaltung gibt, welche sehr wohl die biblisch bezeugten Wunder bejaht, aber gleichwohl nicht bald jeder nachbiblischen Privatoffenbarung oder Vision hinterherläuft.

Sodann befaßt sich Pfarrer Albrecht von Raab-Straube ebenfalls mit der kirchlichen Einordnung von Erscheinungen unter dem sachlich-nüchternen Titel „Kriterien der Unterscheidung“ (S. 18 ff). 023_20A

Viele Passagen seines Beitrags, vor allem seine einleitenden Ausführungen sind  –  soweit sie das Thema allgemein beleuchten  –  größtenteils zutreffend. 

Immerhin wird Kardinal Prosper Lambertini (siehe Abbildung) zitiert, der spätere Papst Benedikt XIV., der bekanntlich auf klassische Weise die kirchliche Stellung gegenüber Privatoffenbarungen festlegte.  

Dabei stellte Lambertini schon vor vielen Jahrhunderten klar, daß auch kirchlich genehmigte Erscheinungen durchaus nicht verbindlich für die Gläubigen sind:

„Eine Zustimmung des katholischen Glaubens wird anerkannten Privatoffenbarungen in diesem Sinne nicht geschuldet und sie ist auch nicht möglich.“

Natürlich gilt dieses Prinzip erst recht für kirchlich nicht-anerkannte Erscheinungen.

Warum ist nun ein katholischer verpflichtender Glaube auch bei „anerkannten“ (gebilligten, genehmigten) Privatoffenbarungen weder nötig noch „möglich“? 

Weil die Kirche jene Privatoffenbarungen nicht mit ihrer übernatürlichen bzw. unfehlbaren Autorität bestätigt, sondern lediglich aufgrund von sog. „Regeln der Klugheit“, welche jene Erscheinungen als glaubwürdig und „wahrscheinlich“ darstellen, wie Lambertini erläuterte.

Kann Maria die Welt „retten“?

Ab S. 68 zitiert der Autor  eine Reihe „Botschaften“ von Marpingen, wobei er sicherlich jene Worte des „Himmels“ auswählte, die ihm theologisch besonders gut und ansprechend erscheinen.  media-443490-2

So soll Maria z.B. am 26.5.1999 der jungen Seherin Judith gesagt haben, daß der Rosenkranz ihr (der Madonna) „viel Macht in die Hand gebe“ – und zwar „um die Welt zu retten, um die Welt dem Vater zurückzugeben“.  

Maria ist aber keine „Retterin“, sondern als Königin der Heiligen unsere größte Fürsprecherin. Die Welt „gerettet“ hat allein Christus, der HERR, durch seinen Opfertod am Kreuz.

Sodann erfolgt die häufige Aufforderung, für die „Bekehrung der Sünder“ zu beten, wobei sich die Frage stellt: Sind wir etwa nicht alle „Sünder“? – Wäre daher nicht besser von einer Bekehrung der „Ungläubigen“ die Rede?!

Am 5.9. desselben Jahres soll die Himmelsmutter gesagt haben: „Ihr habt zwei sehr schlimme Kriege erlebt. Ich habe dies zugelassen, um zu zeigen, was geschieht, wenn ihr euch euch selbst überlaßt.“  – Etwas „zulassen“ (oder nicht zulassen) kann allein der allmächtige Gott, nicht jedoch ein Geschöpf wie die selige Jungfrau, selbst wenn sie das am meisten begnadete Geschöpf ist.

Am 8.8.1999 wendet sich die Erscheinungsmadonna von Marpingen wie folgt an die Seherin Judith: „Ich kenne auch jede Einzelheit eures Lebens, jeden Augenblick, jeden Herzschlag, jeden Atemzug, alles, alles was ihr tut, um all das weiß ich.“  –  Hierbei ist aber daran zu erinnern, daß die Gottesmutter als Geschöpf nicht allwissend ist, denn diese Eigenschaft ist allein göttlicher Natur.

Keine Angst mehr vor dem Tod?

Während Christus seinen Aposteln wirklichkeitsgetreu gesagt hat: In dieser Welt habt ihr Angst, aber siehe: Ich habe die Welt überwunden“  –  womit ER die kreatürliche (geschöpfliche) Angst bestätigt  – klingt dieser Punkt in Marpingen ganz anders, noch dazu ausgerechnet hinsichtlich der stärksten, einer existentiellen Furcht des Menschen: seiner Angst vor dem Tod.

Hierzu heißt es ganz locker durch die Visionärin Marion: „Man braucht keine Angst vor dem Tod zu haben, das ist so schön! Wir brauchen nichts zu fürchten.“

Die ebenfalls noch junge Seherin Judith bläst in dasselbe Horn mit folgender „Botschaft“ vom 17.10.1999: „Vor dem Tod braucht man keine Angst zu haben. Der Tod ist nur ein Übergang, ein Hinübergehen… Es gibt einen Himmel und es gibt eine Hölle, nur die Entscheidung, wo jeder einmal sein wird, trifft jeder Mensch selbst, Gott verdammt niemanden.“   0018

Abgesehen davon, daß es vor dem Endgericht neben Himmel und Hölle auch noch ein Fegefeuer gibt,  heißt es in der Heiligen Schrift ganz realistisch, daß der Tod ein großer Feind des Menschen ist. So stehen die Aktien! 

Und in 1. Kor 15,26 ist hinsichtlich der Wiederkunft Christi davon die Rede, daß „der letzte Feind, der vernichtet wird, der Tod ist“.   –  Es handelt sich also sehr wohl um einen „Feind“  – und vor einem solchen hat die Kreatur (dsa Geschöpf) eine ganz natürliche Furcht, Christen nicht ausgenommen, wenngleich sie durchaus von zuversichtlicher Himmelshoffnung geprägt sein dürfen und sollen. Das hebt aber die „existentielle“ Angst vor dem Tod nicht einfach auf.

Damit soll keineswegs Panik erzeugt, sondern nur die Lebenswirklichkeit der Menschen (auch der Gläubigen) nüchtern zur Sprache kommen.

Endzeitlicher Chiliasmus läßt grüßen!slider3-640x360

Typisch für diese weichgespülte Erscheinungtheologie ist dann auch die Irrlehre vom christlichen Paradies auf Erden, von einem universalen irdischen Friedensreich noch vor der Wiederkunft Christi.

Auch dieser  – von der Kirche seit jeher abgelehnte  –  Millenarismus bzw. Chiliasmus wird in Marpingen am 8.9.1999 verkündet:

„Ihr dürft euch dann auf die „neue“ alte Welt freuen. Dann nämlich wird es keine Gottlosen mehr geben. Alles wird im Einklang mit den 10 Geboten sein und das Böse wird es eine Zeitlang nicht mehr geben. Habt keine Angst.“

Abschließend kommt das viel strapazierte Wort von den „Früchten“ der Erscheinungen, wobei es aufschlußreich ist, was der Autor hauptsächlich unter „Früchten“ versteht, nämlich auffallende Phänomene und Schauwunder, die kirchlicherseits zu prüfen seien, wie er schreibt: „….oft behauptete Wunder, Heilungen und Sensationen wie Veränderungen an der Sonne, tränende Figuren, Düfte usw.“

Schon die bisherige Auswahl an Erscheinungs-Zitaten (die noch dazu allesamt von der Pro-Marpingen-Seite ausgewählt wurden!) zeigt zur Genüge, daß diese „Botschaften“ nicht vom Himmel kommen können, weshalb dort auch keine Madonna erschienen ist.

Felizitas Küble leitet den katholischen KOMM-MiT-Jugend-Verlag und das Christoferuswerk in Münster

 


Gott kündigt einen neuen Bund an: „Ich schreibe mein Gesetz auf ihr Herz“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Jer 31,31-34:

Seht, es werden Tage kommen  –  Spruch des HERRN  – , in denen ich mit dem Haus Israel und dem Haus Juda einen neuen Bund schließen werde, nicht wie der Bund war, den ich mit ihren Vätern geschlossen habe, als ich sie bei der Hand nahm, um sie aus Ägypten herauszuführen.  DSC_1652-2-2

Diesen meinen Bund haben sie gebrochen, obwohl ich ihr Gebieter war  –  Spruch des HERRN.

Denn das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe  –  Spruch des HERRN: Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein, und sie werden mein Volk sein.

Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den HERRN!, sondern sie alle, klein und groß, werden mich erkennen. Denn ich verzeihe ihnen die Schuld, an ihre Sünden denke ich nicht mehr.