P. Maurer, Präsident des Internationalen Roten Kreuzes, besuchte Israel

Am vergangenen Mittwoch trafen sich in Ashdod die israelische Justizministerin Tzipi Livni, der Direktor der Organisation MDA (Magen David Adom) bzw. Roter Davidsstern, Eli Bin, sowie weitere Vertreter des MDA mit dem Präsidenten des Internationalen Roten Kreuzes, Peter Maurer.

Die Bewohner der israelischen Region Ashdod schilderten ihre Ängste und Bedenken angesichts der Bedrohung durch die Raketen und durch Terroranschläge während der Operation „Schutzlinie“.

Die Hamas ließ nur fünf Verletzte nach Israel ausreisen

Der Leiter der Abteilung für internationale Beziehungen des MDA, Yoni Yagodovsky, berichtete dem IRK-Präsidenten von der Arbeit des MDA während der Operation, u.a. auch von den Bemühungen, chronisch kranke Bewohner des Gazastreifens zur medizinischen Behandlung nach Israel zu bringen:

„Zu unserem Bedauern haben sie im Gazastreifen nur fünf Patienten erlaubt auszureisen  –  trotz unseres Hilfsangebotes.“

Justizministerin Livni sagte dem IRK-Präsidenten:

„Ich weiß, dass sie gerade aus dem Gazastreifen kommen, wo sie schwere Dinge sehen mussten. Israel hat zwar das Raketenabwehrsystem Eisenkuppel, aber das bedeutet nicht, dass wir ohne Angst leben können.

Wir sind hier zusammengekommen, um sie an den Erlebnissen einiger Israelis teilhaben zu lassen, die unter der Bedrohung durch Raketen und Tunnel leben. Zudem wollen wir ihnen unsere militärischen Aktivitäten erläutern, damit sie sich davon überzeugen können, dass wir in Übereinstimmung mit internationalem Recht agieren. 1403634115528

Als Entscheidungsträgerin weiß ich, dass ich nicht zulassen kann, dass Bürger mit dieser Angst leben und ich schätze ihren Wunsch und ihre Anstrengungen, humanitäre Hilfe zu leisten.“

Peter Maurer: „Wir sind stolz auf den israelischen Zweig des Roten Kreuzes“

Peter Maurer erklärte am Ende seines Besuches: „Wir sind sehr stolz darauf, dass MDA der israelische Zweig des Roten Kreuzes ist, und die Bürger Israels sollten stolz sein, eine solche Organisation zu haben, die eine vorbildliche Arbeit in verschiedenen Situationen leistet.“

Während der 29 Tage andauernden Militäraktion „Schutzlinie“ behandelte MDA 648 Zivilisten innerhalb Israels, von denen 20 durch Granatsplitter verwundet wurden, darunter drei Todesopfer, fünf Schwerverletzte, zwei Menschen mit mittelschweren und 10 mit leichten Verletzungen.

Darüber hinaus behandelte MDA während der Militäroperation 12 Menschen, die aufgrund von zersplittertem Glas und einstürzenden Gebäuden verletzt wurden, 13 Menschen, die bei Verkehrsunfällen infolge von Sirenenalarm verletzt wurden, 123 Menschen, die sich bei der Flucht in Luftschutzanlagen verletzten und 471 aufgrund von Panikattacken.

Quelle: Israelisches Außenministerium  / Israelische Botschaft in Berlin


„Kirche in Not“ appelliert an Gauck + Merkel: „Verhindern Sie einen Völkermord im Irak!“

KIRCHE IN NOT / Weltweites Hilfswerk  / Deutscher Zweig  / Lorenzonistr. 62  / 81545 München

OFFENER BRIEF an Bundespräsidenten Joachim Gauck und Bundeskanzlerin Dr. Angela Merkel:

Dringender Hilferuf des Patriarchen der chaldäisch-katholischen Kirche im Irak, Louis Raphael Sako032_29A

Sehr geehrter Herr Bundespräsident, sehr geehrte Frau Bundeskanzlerin,

mitten in der Sommerpause wenden wir uns heute mit einem dringenden Aufruf an Sie:

Verhindern Sie einen Völkermord im Irak!

Wie aus dem beiliegenden Schreiben von Patriarch Sako ersichtlich wird, droht jener Teil der irakischen Bevölkerung, der sich nicht dem radikalen, fundamentalistischen Verständnis des Islam der Terrororganisation Islamischer Staat (IS) unterwerfen will, ausgelöscht zu werden.

Jesiden, Christen, Schiiten, aber auch gemäßigte Sunniten werden entweder sofort exekutiert oder als Sklaven verkauft. Diejenigen, die fliehen konnten, haben sich nur mit dem, was sie am Leib tragen, in die Wüste oder das Gebirge zurückgezogen.

Der Ton des Patriarchen hat sich verschärft: es ist nicht länger ein Aufruf, sondern gleichsam eine Prophezeiung, der zufolge ohNachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.inddne sofortiges internationales Eingreifen der urchristliche und multikulturelle Irak, wie wir ihn kennen, verschwinden wird. 

Eine halbe Million Menschen – mehrheitlich Christen, aber auch Muslime und andere Minderheiten – fliehen vor den vorrückenden IS-Kämpfern in die christlichen Dörfer im kurdischen Gebirge. Aber selbst dort schlugen in der Nacht vom 6. auf den 7. August Mörsergranaten ein: Die IS kontrolliert inzwischen die gesamte Region.

Die Kirche, berichtet der Patriarch, wird von allen Seiten um Unterstützung, Essen, Wasser und Herberge für die fliehenden Massen gebeten.

Tatsächlich wird aber keine dieser Hilfen mehr zu etwas führen, wenn nicht jetzt Maßnahmen ergriffen werden, um die Auslöschung der bedrängten Bevölkerung zu verhindern.  be0bebf8b6

Der Patriarch weist auch auf das Schweigen der muslimischen Führer hin, obwohl ihre eigenen Leute (sowohl Sunniten als auch Schiiten) ermordet werden. Außer den Machthabern in der autonomen Region Kurdistan ergreife weder im Irak noch international jemand Maßnahmen zu Ihrem Schutz.

Die Bundesregierung muss diese Angelegenheit in den Vereinten Nationen in den nächsten Tagen zur Sprache bringen, ansonsten könnte es zu spät sein. Es handelt sich um eine humanitäre Katastrophe und einen eklatanten Verstoß gegen die Menschenrechte.

Die Eroberung der Ninive-Ebene durch den „Islamischen Staat“ verlangt nach sofortigen Maßnahmen, um die verletzlichen Minderheiten im Irak zu schützen. Alle Bemühungen müssen darauf abzielen, eine rote Linie um die christlich-jesidischen Gebiete zu ziehen.

Dabei sollte man nicht vergessen, dass die IS Landstriche in der unmittelbaren Nachbarschaft eines NATO-Mitglieds, der Türkei, erobert und immer weiter Richtung Mittelmeer vorstößt. Schon am 2. August verkündete die IS die Kontrolle über Arsal im nördlichen Libanon, nur 300 Kilometer Luftlinie von Nikosia, der Hauptstadt Zyperns (EU) entfernt. Es handelt sich also keineswegs um eine lokale oder regionale, sondern eine internationale Bedrohung.

Wir danken Ihnen für alles, was sie bisher für die Minderheiten im Irak getan haben, sowie für das, was Sie noch tun werden und verbleiben

mit herzlichen Grüßen

Johannes Freiherr Heereman von Zuydtwyck
Der Geschäftsführende Präsident

Karin Maria Fenbert
Die Direktorin des deutschen Nationalbüros


Unionsfraktion besteht auf Heimatrecht der Christen und Jesiden im Nordirak

Im Irak sind inzwischen mehrere hunderttausend Menschen vor der Gewalt der islamistischen Terrororganisation „Islamischer Staat“ (IS) auf der Flucht.

Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto): foto_2

„Das brutale Vorgehen der islamistischen Terrorgruppe Islamischer Staat (IS) gegen religiöse Minderheiten und gemäßigte Muslime hat im Nordirak unvorstellbares Leid verursacht. Hunderttausende  –  vor allem Christen und Jesiden  –  sind auf der Flucht. Es droht ein Völkermord.

Wir begrüßen ausdrücklich die Aufstockung der humanitären Soforthilfe durch die Bundesregierung um weitere 2,9 Millionen Euro und die Ankündigung der USA, die Flüchtlinge im Nordirak aus der Luft mit Hilfsgütern zu versorgen. Dem müssen aber weitere entschlossene Schritte folgen.

Die Staatengemeinschaft darf die Vertreibung der religiösen Minderheiten nicht tatenlos hinnehmen. Das Heimatrecht der vertriebenen Christen und Jesiden darf nicht vergessen werden. So muss die internationale Staatengemeinschaft die politischen Kräfte im Irak mit Nachdruck zu einer Überwindung der bestehenden Blockade drängen.

Schiiten, Sunniten und Kurden müssen sich endlich auf eine neue Regierung verständigen, um das bestehende Vakuum zu überwinden und dem Treiben der IS-Terroristen wirksamer entgegentreten zu können.

Vor dem Hintergrund der äußerst alarmierenden humanitären Situation muss Deutschland auch die Aufnahme weiterer irakischer Flüchtlinge prüfen. So haben wir bereits in der Vergangenheit ein Kontingent von 2500 irakischen Flüchtlingen aufgenommen, die aus Syrien und Jordanien geflohen waren.

Wir müssen uns jetzt solidarisch mit diesen Menschen in Not zeigen. Die Aufnahme von Mitgliedern der verfolgten religiösen Minderheiten wie Christen und Jesiden muss dabei Priorität haben.“


Israelische „Operation Schutzlinie“: Daten und Fakten zum Gaza-Konflikt

Die Israelischen Verteidigungsstreitkräfte (ZAHAL) hatten die Militäroperation „Schutzlinie“ mit dem Ziel begonnen, die Terrorangriffe zu beenden, die vom Gazastreifen ausgehen. Screen-Shot-2014-07-08-at-3.54.46-AM-240x160

In den drei Wochen vor Beginn dieser israelischen Aktion am 8. Juli feuerten Terroristen 250 Raketen, die Israels Ballungsräume erreichen können und die Leben von 3,5 Millionen Israelis gefährden.

Mehr als eine halbe Million Israelis hat weniger als 60 Sekunden Zeit, einen Schutzraum aufzusuchen, nachdem die Sirene ertönt. Zehntausende Israelis haben dafür sogar nur 15 Sekunden Zeit.

Die Bedrohung durch Raketen

ZAHAL begann mit der Militäroperation als Reaktion auf den unaufhörlichen, wahllosen Raketenbeschuss auf israelische Zivilisten aus dem Gazastreifen.
100714052333-b1-
Zwischen dem 8. Juli und 5. August
• feuerten Terroristen aus dem Gazastreifen 3360 Raketen auf Israel.
• schlugen 2303 Raketen in Israel ein.
• schlugen 115 Raketen in Wohngebieten ein.
• wurden 584 Raketen vom Raketenabwehrsystem „Eisenkuppel“ (Iron Dome) abgefangen.
• schlugen 119 Raketenabschüsse fehl.
• landeten 475 Raketen innerhalb des Gazastreifens.

Nach israelischen Geheimdienstinformationen waren Terroristen im Gazastreifen vor Beginn der
Operation im Besitz von ungefähr 10.000 Raketen. Ein Drittel dieser Raketen wurde auf Israel abgefeuert und ein weiteres Drittel von Einheiten von ZAHAL zerstört.

Die Bedrohung durch Terroristen-Tunnel

Am 17. Juli begaben sich Bodentruppen von ZAHAL in den Gazastreifen, um das unterirdische Tunnelnetzwerk zu orten und zu zerstören, das von der Hamas genutzt wird, um nach Israel einzudringen und Israel anzugreifen.

Zwischen dem 17. Juli und 5. August zerstörten Einheiten von ZAHAL 32 Tunnel.
14 dieser Tunnel führten nach Israel.
2 Tunnel hatten Zugänge, die 300 bis 500 Meter von der Grenze zu Israel entfernt waren.
 .
Quelle und Fortsetzung des Beitrags hier: http://embassies.gov.il/berlin/NewsAndEvents/Pages/Operation-Schutzlinie-in-Zahlen.aspx

Rezension von Werner Olles über die katholische Zeitschrift „Theologisches“

Unter dem Titel „Dialog mit der Welt“ erschien in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“ vom 18. Juli 2014 (Nr. 30/2014) folgende Besprechung von Werner Olles über die katholische Zeitschrift „Theologisches“:

Es sind die ethischen Prinzipien, die einen katholischen Journalismus grundlegend von der Sensationsmentalität und politisch-kulturellen Korrektheit der üblichen „Qualitätsmedien“ unterscheiden.  Theologisches

Manfred Hauke, Herausgeber der von Wilhelm Schamonie begründeten und inzwischen im 44. Jahrgang erscheinenden katholischen Monatsschrift „Theologisches“ beschreibt im Editorial des diesjährigen Sommerheftes (Juli/August 2014), wie wichtig dabei „eine Kultur der Begegnung und die Achtung vor der Wahrheit“ sind.

Dabei erzwinge engagierter katholischer Journalismus geradezu die Nowendigkeit, sich mit der Funktionsweise der neuesten Medien auszukennen, „um einen erfolgreichen Dialog mit der  Welt aufzunehmen und für diese Welt zum Wegweiser zu werden“, wie Robert Necek, Fachmann für Medien und soziale Kommmunikationi sowie Pressesprecher des Erzbistums Krakau, in seinem Beitrag betont.

Als Beispiel bringt Necek die einschlägigen Äußerungen von Papst Franziskus ein, der anläßtlich des fünfzigsten Jahrestages des Dekretes über die sozialen Kommunikatonsmitel, „inter mirifica“, hervorhob, daß das Medienmilieu zu einer Entwicklung „für eine glückliche, mit der menschlichen Gemeinschaft verbundene Zukunft“ oder aber auch „zu einer allmählichen Desorientierung und einer tragischen Zukunft voller Spaltungen und Mißverständnisse“ beitragen könne. 

In diesem Sinne sei das Konzilsdekret „Inter mirificia“ ein immer noch aktuelles Dokument, das zum Nachdenken anrege.

Ihre „Eindrücke vom Katholikentag in Regensburg“ schildert Felizitas Küble in dem gleichnamigen Beitrag. Nachdem si012_9e als 17-jährige Schülerin ersten ihren Katholikentag 1978 in Freiburg erlebte, mit riesigen Teilnehmermassen und einer glaubensfrohen Stimmung, wurde ab Anfang der 1980er Jahre aus dem „beschwingten Kirchenfestival“ zunehmend ein „Tummelplatz reformkatholischer Initiativen und linkslastiger Protestgruppen“.

FOTO: Infostand des theologisch konservativen Christoferuswerks auf dem diesjährigen Katholikentag in Regensburg

Der auch in den Medien vorherrschende rot-grüne Trend färbte auf Programm und Gestaltung des Katholikentages ab, konservative und romtreue Gruppierungen erhielten trotz mehrfacher Anmeldung keinen Infostand, während ultralinken Gruppen eindeutig bevorzugt wurden.

Auf dem 99. Deutschen Katholikentag Ende Mai dieses Jahres bekamen glaubenskonservative Persönlichkeiten und besonders Sprcher und Initiativen aus der Lebensrechtsbewegung endlich deutlich mehr Gewicht und waren bei öffentlchen Veranstaltungen, Podiumsdiskussionen und auf der sogenannten „Katholikentagsmeile“ gut vertreten.

Zwar folgten wütende und plemisierende Kommentare von betont linker Seite, die Autorin versteht die Empörung des Gegners jedoch als Kompliment und kommt bei aller Detailkritik zu dem Schluß, daß es sich um den „vergleichsweise besten Katholikentag der letzten Jahrzehnte“ handelte.

Beiträge unter anderem über den „Kreuzestod Jesu unter medizinischen Gesichtspunkten“, „Erlösung im Zeitalter der Autonomie“ und „Irrwege des Genderismus“ vervollständigen das wie immer lesenswerte Heft.

Kontakt: Verlag nova & vetera, Estermannstr. 71 in 53117 Bonn
http://www.theologisches.net

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Irakische Ordensschwester berichtet: “Viele Christen mussten im Schlafanzug fliehen”

“Die Dschihadisten des Kalifats kamen gegen 23 Uhr und zwangen die Einwohner, ihre Wohnungen umgehend zu verlassen. Viele mussten sogar im Schlafanzug fliehen”, berichtet Sr. Luigina von den chaldäischen Nonnen der  Immaculata über die Vertreibung der Einwohner der christlichen Dörfer der Ninive-Ebene.

“Aus Qaraqosh, der größten christliche Stadt des Irak, und allen umliegenden Dörfern wurden die christlichen Einwohner vertrieben. Sogar das Dorf Alqosh, in dem seit jeher ausschließlich Christen leben, musste verlassen werden”, so die Ordensfrau.

“Wir wissen noch nicht genau, wie viele Menschen flohen. Es muss jedoch auch berücksichtigt werden, dass in der Ninive-Ebene auch Christen Zuflucht gefunden hatten, die in den vergangenen Wochen aus Mossul vertreiben wurden und diejenigen, die bereits 2003 aus Bagdad flohen”, so Schwester Luigina.

Quelle: Fidesdienst


Israel: Regierungschef bedauert jedes zivile Opfer: „Das Volk in Gaza ist nicht unser Feind“

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat am vergangenen Mittwoch eine Pressekonferenz für die Vertreter ausländischer Medien abgehalten. Dabei nahm der Regierungschef u.a. Bezug auf die zivilen Opfer unter den Palästinensern. Er erklärte:

„Israel bedauert zutiefst jedes zivile Opfer, jedes einzelne. Wir nehmen sie nicht zum Ziel, wir wählen sie nicht bewusst aus.

Das Volk in Gaza ist nicht unser Feind. Unser Feind ist die Hamas; unser Feind sind die anderen Terrororganisationen, die versuchen, unsere Bürger zu töten.

Und wir haben außergewöhnliche Maßnahmen ergriffen, um zivile Opfer zu vermeiden. Die Tragik des Gazastreifens ist, dass er von der Hamas beherrscht wird – einer tyrannischen und fanatischen Terrorgruppe […]. Sie wollen zivile Opfer, um sie als PR-Futter nutzen zu können. […]

Durch ihre Strategie missbraucht und opfert die Hamas die Zivilisten im Gazastreifen. Sie missbrauchen sie als menschliche Schutzschilde; sie bringen sie in Gefahr und treiben die Zahl der Opfer bewusst in die Höhe. Sie feuern ihre Raketen auf Israel aus Schulen, Krankenhäusern und Moscheen ab. […]

Israel hat den ägyptischen Vorschlag für eine Waffenruhe bereits am 15. Juli akzeptiert, und die Hamas hat ihn zurückgewiesen. Damals hatte der Konflikt etwa 185 Leben gefordert. Doch die Hamas hat erst Montagnacht demselben Vorschlag zugestimmt, der dann gestern (Dienstag) morgen in Kraft getreten ist.

Das bedeutet, dass 90% […] der Opfer dieses Konflikts hätten vermieden werden können, wenn die Hamas damals den Waffenstillstand nicht abgelehnt hätte, den sie jetzt akzeptiert hat.

Die Hamas muss für den tragischen Verlust von Menschenleben zur Verantwortung gezogen werden. Sie muss in der Völkergemeinschaft geächtet werden für ihren hartherzigen Missbrauch von Zivilisten, und die Hamas muss im Rahmen ihrer generellen Entwaffnung daran gehindert werden, sich erneut zu bewaffnen.“

Auf die Frage, ob er auch die Äußerungen des US-amerikanischen Außenministers unterstütze, denen zufolge nun im Rahmen der Verhandlungen in Kairo auch über eine Zwei-Staaten-Lösung nachgedacht werden müsse, erklärte Netanyahu:

„Ich glaube, er hat Recht, und es bestehen nun […] möglicherweise Möglichkeiten, die wir zuvor nicht gesehen haben. Im Rahmen einer Neuausrichtung wichtiger Parteien im Nahen Osten könnte es möglich sein, eine neue Realität zu gestalten, die zum Ende der Gewalt führt und zu einem dauerhaften Frieden, oder zumindest einer dauerhaften Ruhe, die zu weiteren Dingen führen kann.“

Quelle: Amt des israelischen Ministerpräsidenten / Israelische Botschaft in Berlin