Berlin: Araber, Grüne und Linksextreme demonstrierten gemeinsam gegen Israel

Etwa 1000 Menschen beteiligten sich am Sonnabend an einem Protestmarsch, der als „Großdemonstration“ unter dem Motto „Berlin für Gaza“ angekündigt worden war. DSC_0366

Organisiert wurde die Demo von der Palästinensischen Gemeinde Deutschlands, den Aufruf hatten auch zahlreiche deutsche Gruppen unterstützt, darunter auch vom Verfassungsschutz als linksextremistisch eingestufte Gruppen wie die „Antifaschistische Revolutionäre Aktion Berlin“.

Zu sehen waren auch Fahnen der Grünen und der Linkspartei.

Die Demo begann am Nachmittag vor dem Springer-Hochhaus in Kreuzberg. Viele Araber werfen dem Springer-Verlag eine einseitig israelfreundliche Haltung vor.

Die Polizei hatte das Verlagsgebäude mit Gittern abgesperrt, Vorfälle gab es nicht. Die Veranstalter hatten die Teilnehmer zu Beginn ermahnt, keine verbotenen Parolen zu rufen.

Bekanntlich war im Juli zu Beginn des Gaza-Konflikts auf einer Demo die Parole „Jude, Jude, feiges Schwein“ skandiert worden. Die Polizei hatte danach die Auflagen für arabische Demonstrationen verschärft. „Die meisten haben sich daran gehalten“, sagte ein Sprecher.

Quelle und Fortsetzung des Berichts hier: http://www.tagesspiegel.de/berlin/proteste-auch-vor-springer-haus-in-kreuzberg-demonstration-gegen-israel-in-berlin-kleiner-als-angekuendigt/10312420.html

HINWEIS: Der Polizeisprecher erklärte, die „meisten“ Demonstranten hätten keine Judenhaß-Sprüche gebrüllt; demnach hielten sich offenbar nicht  a l l e  an das Verbot.

Foto: Michael Leh


Nigeria: Werden entführte Mädchen als Selbstmord-Attentäterinnen mißbraucht?

Das Schicksal der vor knapp vier Monaten in Nigeria entführten Schülerinnen ist nach wie vor ungeklärt. Jetzt wurden Vermutungen laut, dass einige von der radikal-islamische Terrorgruppe Boko Haram gezwungenermaßen als Selbstmordattentäterinnen geopfert werden.

Boko Haram hatte am 14. April in Chibok (Bundesstaat Borno) ca. 300 Schülerinnen verschleppt. Die meisten gehören der evangelischen „Kirche der Brüder“ an. Einige konnten fliehen; mehr als 200 befinden sich jedoch noch in der Gewalt der Terroristen. kinder_witwe_buzu

Der Sprecher der Hilfsaktion Märtyrerkirche in den USA, Todd Nettleton, weist darauf hin, dass jüngst vier weibliche Selbstmordattentäter Anschläge verübt haben; drei von ihnen wurden getötet, ein zehn Jahre altes Mädchen überlebte. Das werfe die Frage auf, ob Boko Haram ihre minderjährigen Geiseln zu diesen Bluttaten zwinge.

Der nigerianische Rechtsanwalt Paul Ayoade (Lagos) hält das für möglich. Vor der Verschleppung der Mädchen habe es keine Selbstmordattentäterinnen gegeben. Es handle sich um ein Schreckensszenario: Terroristen opfern zehnjährige Mädchen für ihre Zwecke.

Auch müssten christliche Gemeinden doppelt auf der Hut sein und sich fragen, ob Kinder, die zu ihnen kommen, Sprengstoff am Körper tragen. Es sei höchste Zeit, so Nettleton, dass die nigerianische Regierung mit ihren Versprechen ernst mache und die Schulmädchen befreie.

Kinder werden versklavt: „Allah will es so!“

Der Anführer von Boko Haram, Abubakar Shekau, hatte sich in einem Video damit gebrüstet, dass die entführten Schülerinnen für umgerechnet neun Euro als „Sklavinnen“ an Muslime veräußert und zwangsverheiratet würden. Damit gelten sie als Musliminnen.

Shekau: „Es gibt einen Markt für Mädchen. Ich werde sie auf dem Markt verkaufen. Allah will es so.“

Boko Haram will in west- und zentralafrikanischen Ländern mit Gewalt eine islamische Theokratie bzw. „Gottesstaat“ einführen; alle Bürger müssten sich dem islamischen Religionsgesetz, der Scharia, unterwerfen.

Seit fünf Jahren verübt die Gruppe mit Verbindungen zum Terrornetzwerk El Kaida Anschläge vor allem auf Schulen und Kirchen. Allein in diesem Jahr sind ihnen mindestens 2000 Menschen zum Opfer gefallen.

Quelle: http://www.idea.de

Foto: HMK


Polizeigewerkschaft empört über ein Urteil des Bochumer Landgerichts

Am 15. Juni widersetzt sich in Herne ein mutmaßlicher Schläger seiner Verhaftung und schießt einen Polizisten an. Dieser wird schwer verletzt und überlebt den Angriff nur knapp.

Nun setzte das Bochumer Landgericht den gebürtigen Russen auf freien Fuß. Die Begründung sorgt bei der Gewerkschaft der Polizei für Entsetzen.  033_30

Der Richter hielt dem 46-jährigen u. a. zugute, er könne die Festnahme als ungerechtfertigt angesehen haben und habe sich lediglich „gegen die nicht unerhebliche Polizeigewalt“ wehren wollen, berichtet die Westdeutsche Allgemeine Zeitung.

Zudem sah die Kammer trotz des Schußwaffeneinsatzes keine Tötungsabsicht des Angeklagten. Bis zur Eröffnung des Verfahrens bleibt der Mann damit in Freiheit.

„Deutsche Polizisten werden zu Freiwild“

Die Gewerkschaft der Polizei zeigte sich empört über das Urteil. Es sei nur dem Zufall zu verdanken, daß der Beamte die Tat überlebt habe, sagte nordrhein-westfälische Landesvorsitzende Arnold Plickert. Es sei deswegen nur schwer zu ertragen, „wenn ein Gericht dann alles unternimmt, um keinen Mordversuch zu bejahen“.

Das Gericht leiste der zunehmenden Gewalt gegen Polizisten mit diesem Urteil Vorschub, kritisierte Plickert. „Wenn sich diese juristische Auffassung durchsetzt, werden deutsche Polizistinnen und Polizisten zu Freiwild.“   –  Dies könne nicht hingenommen werden. Das Bochumer Landgericht war für eine Stellungnahme zu dem Fall nicht zu erreichen.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Paulus über seine Brüder, die Juden: Aus ihnen entstammt Christus dem Fleische nach

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Röm 9,1-5:

Brüder! Ich sage in Christus die Wahrheit und lüge nicht, und mein Gewissen bezeugt es mir im Heiligen Geist: DSC_1652-2-2

Groß ist die schmerzliche Trauer, unaufhörlich der Kummer meines Herzens.  Ja, gern wäre ich gar selbst mit Fluch beladen und von Christus getrennt um meiner Brüder willen, die der Abstammung nach zu mir gehören:

Sie sind Israeliten; damit haben sie die Sohnschaft, die Herrlichkeit, die Bundesordnungen, ihnen ist das Gesetz gegeben, der Gottesdienst und die Verheißungen; sie haben die Väter, und dem Fleische nach entstammt aus ihnen der Christus, der als Gott über allem steht, hochgelobt in Ewigkeit. Amen.

 


Türkischer Überfall auf Jugendliche in Bornheim: Was tut die Staatsanwaltschaft?

Von Peter Helmes

Da überfallen türkische Rowdies offensichtlich ziellos und ohne Anlaß arg- und schutzlose deutsche Jugendliche auf einem Dorffest in Bornheim-Walberberg (bei Bonn) und verletzen sie z. T. schwer, und dann passiert  –  nichts!

Die Polizei hat ihre Aufgabe in diesem Falle zwar außerordentlich gründlich erledigt, Beweise gesichert, die Täter festgestellt und der Staatsanwaltschaft (StA) gemeldet, doch diese läßt auf Reaktionen warten. PICT0141

Obwohl einwandfrei identifiziert, wurden die Täter weder vorläufig festgenommen noch einer Vernehmung unterzogen. (Es handelte sich immerhin um den Straftatbestand der schweren Körperverletzung.)

Der vermutliche Haupttäter läßt sich bei Facebook mit einer vergoldeten Pistole ablichten und erklärt, er wolle „jetzt erst ´mal in die Türkei fliegen“  –  und wäre damit einer Verfolgung durch die deutsche Justiz zumindest vorläufig entzogen.

Fazit 1: Da kann sich eine noch so dienstbeflissene Polizei den Allerwertesten aufreißen, doch ohne Zustimmung der StA dürfen sie weder eine Hausdurchsuchung noch Festnahmen vornehmen.

Oberstaatsanwalt Robin Faßbender, Dezernatsleiter für Kapitalverbrechen in Bonn, erklärte dem WDR-Studio wenig aufgeregt:

„Die Behörde hat heute die Akten erhalten, nachdem die Polizei den Sachverhalt umfassend abgeklärt und die Zeugenaussagen mit weiteren Beweismitteln abgeglichen hat. Damit kann auf einer tragfähigen Grundlage entschieden werden, ob und wann ja welche strafprozessualen Maßnahmen ergriffen werden können…“

Ich hör´ nicht recht: „Ob und wann…Maßnahmen…“???   –  Das war am Freitag (8.8.14). Übers Wochenende tut sich eh nix. Wann geruhen der Herr Oberstaatsanwalt, endlich wachzuwerden?

Fazit 2: Vorfällen wie in Bornheim können wir nur dann wirkungsvoll begegnen, wenn die ganze Härte des Gesetzes unverzüglich greift. Und das bedeuted:  Feststellen der Personalien, Festnahme, sofortiger Prozeß und  –  sofern die Täter keine Deutsche sind: Sofort in Abschiebehaft und dann zurückschicken!

Und die, welche die deutschen Staatsbürgerschaft besitzen:  Sofort ab ins Kittchen. Wenn die deutschen Behörden das begreifen würden, hätten wir bedeutend weniger Ärger mit diesem Pöbel!

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und betreibt die liberal-konservative Webseite www.conservo.wordpress.com


IRAK: Dringlicher Appell von Louis R. I Sako, chaldäischer Patriarch von Babylon

Die Christen des Irak stehen vor einer Tragödie ungeheuren Ausmaßes

An Seine Heiligkeit Papst Franziskus,OTHER1174553_Articolo
an die ehrwürdigen Patriarchen der Ostkirchen,
an die Vorsitzenden der Bischofskonferenzen

5. August 2014

Nur mit den Kleidern, die sie am Leibe trugen, sind die Christen von Mossul (Provinz Niniveh, Irak) voller Entsetzen aus der Stadt geflohen. Ihre Kirchen wurden geschändet.

Am 2. August kam es zu einem Massenexodus aus den Dörfern Telkev, Batnaya und Telleskuf, als die Kunde, die Kleinstadt Sinjar sei zusammen mit benachbarten Dörfern gefallen und es seien 70 Personen massakriert worden, eine Panik auslöste.

Am Montag, dem 4. August, begann die ISIL mit der Bombardierung des Dorfes Telkef, wobei ein junger Christ getötet wurde.

Aus der Schilderung dieser Situation wird deutlich, dass zwischen der Zentralregierung und der Regierung der kurdischen Region so gut wie keine Zusammenarbeit mehr besteht – zumal sich die neue Regierung noch in der Bildungsphase befindet

Was die politischen Parteien angeht, so haben diese in jeglicher Hinsicht versagt, und zwar aus Gründen, die jedem Einzelnen wie auch den Parteien selbst nur zu gut bekannt sind.

„Druck auf die internationale Staatengemeinschaft ausüben“

Die Kirche hingegen ist sich vollkommen selbst überlassen, mehr noch als je zuvor. Dennoch ist es dringend erforderlich, dass die Kirchenführer, bevor es zu spät ist, den nötigen Druck auf die internationale Gemeinschaft und auf andere Entscheidungsträger ausüben, wenn es um grundlegende Reaktionen auf die skandalösen Verbrechen und die zerstörerischen Komplotte geht, unter denen in erster Linie unbewaffnete Bürger im Irak, in Syrien und in Palästina/Gaza zu leiden haben. Scannen0001 (22)

Es sollte nicht außer Acht gelassen werden, dass die Motivation für all diese Morde die Gier nach Bodenschätzen wie Öl oder Gas ist. Wie sonst ließe sich dieser Krieg erklären, der auf so seltsame Weise radikalisiert worden ist, als folge er einem raffiniert ausgeklügelten Plan, und bei dem nicht im Geringsten auf das Schicksal der Menschen Rücksicht genommen wird.

„Schockiert, daß muslimische Führer keine eindeutige Stellung beziehen“

Nicht weniger schockiert und entrüstet sind wir darüber, dass die Muslime und ihre religiösen Führer keine eindeutige Stellung beziehen, nicht zuletzt da das Vorgehen dieser Splittergruppen auch für die Muslime selbst eine Bedrohung darstellt.

Ansprachen sind nutzlos, ebenso Erklärungen, in denen abermals Verurteilungen ausgesprochen werden und Empörung beteuert wird. Gleiches gilt für Protestmärsche. Weiterhin muss gesagt werden:

Obwohl wir die Großzügigkeit von Menschen, die uns Geld spenden, zu schätzen wissen, sind wir der Ansicht, dass die Lösung unserer aktuellen Probleme nicht in Spendenaktionen und anderen Maßnahmen zur Geldbeschaffung liegt. Wir müssen ein groß angelegtes politisches Vorgehen auf internationaler Ebene fordern.

„Gefragt sind handfeste Aktionen“

Angesichts des grundlegenden menschlichen Prinzips, das hier im Spiel ist, muss eine Gewissensposition bezogen werden: Gefragt sind handfeste Aktionen und konkrete Solidarität, denn wir sehen uns mit einer Krise konfrontiert, die unsere schiere Existenz bedroht. Wir stehen vor der Frage „sein oder nicht sein“.

Dieser Appell kommt aus tiefstem Herzen, denn wir suchen nach einer Lösung, die einzig in den Händen der internationalen Gemeinschaft und insbesondere der Großmächte liegt.

Wir appellieren aufrichtig an deren Gewissen und fordern sie auf, ihre Positionen zu überdenken und die Auswirkungen der aktuellen Situation neu zu bewerten.

Die angesprochenen Mächte tragen eine menschliche und eine moralische Verantwortung. Es ist nicht mehr vertretbar, doppelte Standards anzulegen. Wir fordern diese Mächte auf, von ihren engstirnigen Interessen Abstand zu nehmen und sich mit vereinten Kräften für eine politischen und Frieden schaffende Lösung einzusetzen, die den aktuellen Konflikt beendet.

„Quellen von Hass und Radikalisierung austrocknen“

Die angesprochenen Mächte müssen unnachgiebigen Druck auf diejenigen ausüben, die die beteiligten Splittergruppen finanziell unterstützen und militärisch ausbilden, und dadurch die Quellen von Hass und Radikalisierung austrocknen.

Was die Christen im Irak und unsere Seelsorgepflicht ihnen gegenüber angeht, so appellieren wir ebenfalls an die internationale Gemeinschaft: Unsere Christen benötigen dringend humanitäre Hilfe, denn sie bedürfen eines wirksamen, wahrhaftigen und dauerhaften Schutzes, der ihnen versichert, dass ihre so tief im Irak verwurzelte Existenz nicht an ein Ende gelangt.

Das betrifft auch Christen in anderen Regionen des Nahen Ostens, die im Kreuzfeuer stehen und auseinandergerissen werden.

„Wir durchleiden eine fürchterliche Tragödie“

Wir appellieren auch an unsere Brüder und Schwestern in aller Welt, dass sie in dieser Zeit, da wir diese fürchterliche Tragödie durchleiden, in Solidarität fest an unserer Seite stehen und dass sie dieses solidarische Empfinden mit uns teilen, denn wir gehören alle zu derselben Familie

Was wir brauchen, ist eine Verbundenheit der Herzen, sind die Gebete mit unseren Gläubigen in dieser Zeit der Heimsuchung, so wie wir es beim Besuch einer Delegation der französischen Bischofskonferenz unter der Leitung Seiner Eminenz Kardinal Philippe Barbarin, des Erzbischofs von Lyon, erfahren haben.

Wir glauben weiterhin an Dialog, Gedankenaustausch und friedvolles Zusammenleben.

Möge Gott uns die Gnade erweisen und die Möglichkeit gewähren, diese Belastungsprobe zu bestehen. Möge ER Hass und Gewalt aus allen Herzen tilgen. In gemeinschaftlichem Gebet umfassend verbunden,

Louis Raphael I Sako
Patriarch von Babylon und der Chaldäischen Kirche
 
Übersetzung: Ingo Potthast
 

1. Foto: Radio Vatikan / 2. Bild: Evita Gründler