Fulda: Das bischöfliche Bonifatiushaus bietet eine einfühlsame „Einführung in den Islam“

Von Peter Helmes

In der Einladung zu einem christlich-islamischen Seminar des diözesanen Bonifatiushauses in Fulda heißt es:

„Der Islam gehört zu den drei größten Weltreligionen. Rund eine Milliarde Menschen – etwa ein Fünftel der Erdbevölkerung – bekennen sich zum Islam; fast drei Millionen Muslime leben in Deutschland. RTEmagicC_IGFM_Plakat_Art_18_Religionsfreiheit_02_jpg

Ob in Arbeit oder Freizeit: Jeder von uns tritt fast täglich mit ihnen in Kontakt. Doch über Glaube und Lebensweise im Islam ist meist nur wenig bekannt. Überdies bezieht sich die intensive aber häufig einseitige mediale Berichterstattung meist auf die Ausschreitungen des islamischen Fundamentalismus. Hier wird gerne alles über einen Kamm geschoren.

Klischees und Vorurteile bestimmen allzu oft die öffentliche Meinung. Dabei hat der Islam im Laufe seiner langen Geschichte eine große Vielfalt von religiösen Richtungen und kultischen Praktiken entwickelt.

Das Wochenende möchte in den Islam einführen; in seine vielfältigen theologischen Vorstellungen, in seine liturgische Praxis, wie in die wichtigsten religiösen und moralischen Wertvorstellungen.

Darüber hinaus soll auch die sozio-politische Dimension in den Blick genommen werden. Am Sonntag werden wir die DITIB-Moschee, Fulda, besuchen.“

Soweit der Text zu  jenem Seminar, zu dem man sich bis 29.8.2014 telefonisch anmelden kann.

Man muß diese Ausführungen zweimal lesen, um zu begreifen, um was es geht. Da werden seit Jahren im Nahen Osten  –  aber auch anderswo in der Welt  –  Menschen, vor allem Christen, verfolgt, gejagt, abgeschlachtet etc.  Bonn-Moschee-0312-2

Doch das Bonifatiushaus beklagt, wie „einseitig die mediale Berichterstattung“ ist.

Der Islam, so heißt es weiter, habe „im Laufe seiner langen Geschichte eine große Vielfalt von religiösen Richtungen und kultischen Praktiken entwickelt“.  –  Da schaust, gell!

BILD: Die Moschee in Bonn (Foto: Dr. Bernd F. Pelz)

Schau´n mer ´mal zu den „religiösen Praktiken“ im gelebten Islam: Da schlagen Sunniten den Schiiten die Köpfe ein, und alle zusammen sind gegen die Jesiden  –  gegen „Ungläubige“ sind sie alle. Feine religiöse Praktiken!

Der Islam lehrt die Verbreitung des Glaubens mit dem Schwert: „Tod den Ungläubigen!“  –   Christen lassen jedem seine Freiheit, zu glauben, nicht zu glauben oder anderes zu glauben. Hie das Predigen vom Krieg, da das Predigen von Toleranz und Frieden.

Islamisten ziehen als Mordhorden durch islamische Länder, hinterlassen Ruinen, vertreiben alle, die nicht zu ihnen passen, aus ihrer Heimat oder schächten sie auf grausamste Weise. Dem Bonifatiushaus sei Dank, daß es uns hierüber (nicht) aufklären will.

„Kultische Praktiken“ in der heutigen Realität

Kommen wir zu den „kultischen Praktiken“, die das Bonifatiushaus anspricht:

Ja, die haben Islamisten allerdings: Da drückt man seinem vielleicht siebenjährigen Sohn das Haupt eines soeben Geköpften in die Hand, läßt sich und seinen Sohn grinsend photographieren und dann das Bild ins Internet stellen.

Auf einem anderen Foto präsentiert einer dieser Kämpfer voller Stolz abgeschlagene oder abgeschnittene Köpfe von „Ungläubigen“, die er zur allgemeinen Gaudi auf Zaunpfähle aufgespießt hat.  Und gefangene ungläubige Frauen und Mädchen werden erst mal der Reihe nach vergewaltigt und dann geschächtet, schlimmer als Vieh. 

Christenhaß auch in unserem Land

Die Verfolgung von Christen beschränkt sich nicht auf den Nahen Osten. Sie lebt auch hier in Deutschland, mitten unter uns.

In den Flüchtlings- bzw. Asylunterkünften werden christliche Flüchtlinge von Moslems drangsaliert, vermöbelt und gequält. Statt solche Radikalinskis sofort aus unserem Land abzuschieben, wird ernsthaft erwogen, Asylanten in nach Konfessionen getrennten Häusern unterzubringen.

Wo bleibt der Aufschrei der Menschenrechtsbeauftragten aller Parteien, allen voran unserer grünen Claudia? Die müßte roth werden vor Scham ob ihres und ihrer Freund_innen Schweigens!

Bei uns ist Religionsfreiheit grundgesetzlich gesichert, aber offenbar nicht gewährleistet. Werden diese Übergriffe geahndet? Wann, wo, wie? Wir sind selbst schuld! So langsam, aber in zunehmendem Tempo, verschwinden unsere christlichen Bräuche  –  z. B. St. Martin („Sonne-, Mond- und Sterne-Fest“), Weihnachten, Ostern, Tannenbäume etc.

Kruzifixe müssen/sollen aus öffentlichen Gebäuden entfernt werden. Geschwommen wird im Burkini, und Schulausflüge werden säuberlich nach Männlein/Weiblein getrennt  –  jedenfalls bald. Ich warte nur noch darauf, wann es getrennte Rolltreppen in Kaufhäusern gibt.

Zunehmende Verdrängung christlichen Brauchtums

Die Aufzählung der kompletten Palette der (Zer-)Störung unserer Sitten und Gebräuche ist hier allein aus räumlichen Gründen nicht mehr möglich. Umgekehrt gilt das dann für die Neueinführung „kultischer Praktiken“ z. B. durch Moslems. Man kommt aus dem Aufzählen neuer Praktiken gar nicht mehr raus, angefangen beim Schuheausziehen über Muezzinrufe und Umwidmung ehemals christlicher Kirchen zu Moscheen.

Wir sind eben tolerant! Und wo noch nicht genug, beeilen sich grünrote Gutmenschen, uns dies täglich um die Ohren zu hauen. Und jetzt tuten auch noch Gut-Christen à la Bonifatiushaus ins gleiche Horn!

Wie schreibt das Bonifatiushaus so einfühlsam (siehe Einladungstext oben):

 „…Überdies bezieht sich die intensive aber häufig einseitige mediale Berichterstattung meist auf die Ausschreitungen des islamischen Fundamentalismus. Hier wird gerne alles über einen Kamm geschoren. Klischees und Vorurteile bestimmen allzu oft die öffentliche Meinung…“

„Am Sonntag werden wir die DITIB-Moschee, Fulda, besuchen“, heißt es zum Schluß des Einladungstextes.

Da steht doch tatsächlich DITIB!  –   Hl. Bonifatius, bitte für sie! 

Doch vielleicht bringt es auch´was Nützliches:

Vielleicht lernt man in dem Seminar des Bonifatiushauses oder spätestens in der DITIB-Moschee schon ´mal, wie man sich islamisch korrekt beim Gebet nach Osten bückt  –  mit Hintern zum Westen. Eine äußerst praktische Übung, denn sie erspart das Knien beim Beten des Rosenkranzes, schont also unsere geplagten Knie, hilft hingegen beim Verbiegen des Rückgrats.

Ich höre förmlich, wie die Gebeine des bald seligen ehem. Fuldaer Erzbischofs Dyba und die seines Glaubensbruders, des Hl. Bonifatius, in ihren Gräbern knirschen.

Unser Gastautor Peter Helmes ist politischer Publizist, erfolgreicher Buchautor und ehem. Bundesgeschäftsführer der „Jungen Union“. Er betreibt die liberal-konservative Webseite www.conservo.wordpress.com


10 Kommentare on “Fulda: Das bischöfliche Bonifatiushaus bietet eine einfühlsame „Einführung in den Islam“”

  1. Klaus Meding sagt:

    Jeder, der den Islam kennt, weiß, was für eine mörderische Religion das ist.
    Das verlangt schon der Koran – die Bibel Satans.
    Dass wir uns mit dem Islam einlassen und ihn tolerieren, schaufeln wir unser eigenes Grab.
    Wartet es nur ab.

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  2. Anonym sagt:

    Dieser Artikel schafft Vorurteile.

    Gerade um den in diesem Artikel geschaffenen Vorurteilen zu begegnen, sind solche Veranstaltungen des Bonifatiushauses für einen positiven Dialog zwischen den Religionen zielführend.

    Wichtig ist nur, dass man sich beim Dialog zwischen den Religionen der eigenen Identität bewusst ist, und auf einem festen christlichen Fundament steht. Bei einigen katholischen oder evangelischen Christen ist vor allem durch weltliche und fernöstliche Einflüsse (z.B. Yoga oder ZEN-Meditationen) diese Identität verloren gegangen.

    Auch im Christentum gab es – wie jetzt im Islam – geistig verirrte Menschen. Es gibt in der christlichen Historie auch ein paar ganz dunkle Kapitel.

    Wenn es um die Hilfe für verfolgte Christen (im Iran, Irak, Pakistan, Sudan) geht, z.B. durch Nutzung politischen Kontakte, ist von den Verantwortlichen der CDU wenig zu hören. Auch könnte man das Asylverfahren für Christen aus den genannten Ländern erleichtern.

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  3. Marienzweig sagt:

    Das bischöfliche Bonifatiushaus zu Fulda scheint sehr um den guten Ruf des Islam besorgt zu sein.
    Dass natürlich nicht alle Muslime, die hier wohnen, gewalttätig sind und uns nach dem Leben trachten, ist klar.
    Aber ist es Aufgabe der Christen, gerade jetzt in Zeiten schwerster Verfolgung unserer Glaubensbrüder, über den Islam „aufzuklären“ und -wie zu erwarten- seine vermeintlichen Vorzüge herauszustreichen?
    Auf soviel verständnisvolle Hinwendung dürfen Christen in Syrien, im Irak und anderswo seitens de Muslime nicht hoffen.
    Das Bonifatiushaus als christliche Einrichtung darf keinen Hass predigen, doch von anbiedern hat Jesus auch nichts gesagt.

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  4. heureka47 sagt:

    Ein Grundprinzip der Schöpfung ist die Vielgestaltigkeit / Vielfalt. Es gibt keine zwei Menschen, die völlig gleich sind; es gibt nicht einmal zwei Schneeflocken, die gleich sind. Und des einen wie des anderen äußere Erscheinung ist ein Ergebnis der INNEREN, SEELISCHEN, Beschaffenheit.

    Diesem GOTT-geschaffenen Grundprinzip widerspricht das MENSCHEN-geschaffene Prinzip der Massen-(„Welt“-)Religion(EN) – das wir auch nur bei ZIVILISIERTEN – also: (selbst-)entfremdeten – Menschen antreffen. Bei nicht-entfremdeten Menschen NICHT.

    Schon Sigmund Freud diskutierte die „Menschheitsneurose“ in seinem Werk „Das Unbehagen in der Kultur“ und hielt die „Religion“ dafür hauptverantwortlich.

    Ich nenne diese Krankheit seit 1992 die „Kollektive ZIVILISATIONS-Neurose“, weil ich davon ausgehe, daß diese Kollektive Neurose den „zivilisatorischen Prozeß“ ausgelöst hat und ihn seitdem trägt.

    Herzlichen Gruß!

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  5. quer sagt:

    Interessanter Aspekt katholischer Missionsarbeit: Statt Moslems zu missionieren, missioniert man einfühlsam für den Islam. Und am Sonntag in die Moschee statt in die Messe. Perfekt. Und ich vermute mal, daß dies aus Kirchensteuermitteln finanziert wird.

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  6. klimaleugner sagt:

    Wir bitten die Christen in der Levante, etwas leiser zu sterben. Ihr lautes Schreien könnte unseren kuscheligen interreligiösen Dialog mit dem Islam stören.

    MfG Bonifatiushaus Fulda

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    • Einfach Danke dafür.
      ja es ist so, und vielleicht will das Bonifatiuswerk gleich darauf vorbereiten, wie man Moslem wird, damit die Übernahme Deutschlands nicht mit so schrecklichen Bildern wie aus dem Irak, die dann doch die Weltöffentlichkeit auf den Plan rufen, vonstatten geht.

      ja, wir waren und sind blind. Wir haben vor einem Kahr geschwiegen, als es den Kopten an den Kragen ging, wir haben geschwiegen, als die Christen in Syrien massakriert wurden, wir würden auch im Irak schweigen, wenn es nicht auch den Yesiden an den Kragen ginge.

      Wir haben so getan, als habe es nicht Jahrhunderte, ja Jahrtausende gedauert, bis diverse christliche Werte Allgemeingut geworden sind.
      Man tat so, als seien all diese Fremden, die alle von Christus noch nie was positives gehört haben, automatisch die besseren Menschen.
      Das soll nicht heißen, dass auch bei Christens jeder Mensch ein Abgrund ist, wo es einem schaudert, wenn man hineinschaut. Aber das hat z.B eine Therese von Lisieux ja ausführlich thematisiert und alle geistlichen Lehrer dazu!

      Man lief als Westler durch die Museen und Kelten, Germanen, Römer und andere historischen Ausstellungen und tat so, als sei mit dem Ende der Nazis 1945 alles böse Tun an anderen Menschen einfach aus der Welt verschwunden und nur noch in Katholiken, die gleichzeitig Mafiosi oder der Pädpophilie zugeneigte Priester sind, virulent.

      Man hat sich hemmungslos dem „du bist okay, ich bin nicht okay“ verschrieben und das hat die Realitätsicht verschleiert.
      Das soll nicht, auf gar keinen Fall die Sünden von Katholiken relativieren, aber die Idee von dem unzivilisierten (im Sinne von „von unserer eigenen europäischen Zivilisation unbeleckten) und deshalb von vorneweg besseren Menschen, die jegliche Mission als böse Tat diffamiert, die stimmt so nicht.
      Weil diese Idee aber allgemein geglaubt wurde, deshalb hat man auf Mission verzichtet und damit den Menschen, die aus dem Herrschaftsbereich des Islam zu uns gekommen sind, das wichtigste, was wir zu geben haben, nämlich Christus, nicht gegeben und sie in ihrer Religion auch faktisch eingesperrt.

      Aus der Geschichte lernt man nur, dass man aus der Geschichte nix lernt, könnte man mit Blick auf den Untergang des Christentums im Orient, der sich im Okzident zu wiederholen scheint, seufzen.

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      • heureka47 sagt:

        „Aus der Geschichte lernt man nur, dass man aus der Geschichte nix lernt, könnte man mit Blick auf den Untergang des Christentums im Orient, der sich im Okzident zu wiederholen scheint, seufzen.“:

        Ganz sicher kann man aus (der) Geschichte lernen – wie man aus allen Geschichten lernen kann. Aber dazu müßte man (die) ganzheitliche Wahrnehmungs-, Erkenntnis- und LERN-Fähigkeit besitzen. Und die besitzen die allermeisten Menschen der zivilisierten Gesellschaft NICHT.
        Der Grund dafür ist die „Kollektive Neurose“, die „(Selbst-)Entfremdung“, die „Abtrennung (vom höheren Bewußtsein)“, die „(Erb-)Sünde“ – eine grundlegend und auf völlig natürliche Weise heilbare Störung / Krankheit.

        Ich nenne diese Störung / Krankheit seit 1992 die „Kollektive Zivilisations-Neurose“.

        Herzlichen Gruß!

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