Judenfeindlichkeit gehört zum Islam selbst

Unter dem Titel „Wem gehört die Welt?“ veröffentlichte die österreichische Tageszeitung „Die Presse“ am 8. August 2014 einen aufschlußreichen Artikel von Michael Ley.

Der Beitrag beginnt mit den Worten: „Kritik am Islam wird oft als „neuer Rassismus“ denunziert. Judenfeindlichkeit hingegen ist so alt wie der Islam selbst.“

Wir veröffentlichen nachfolgend die ersten Abschnitte daraus:

„Antisemiten vergleichen Juden, Zionisten und Israelis gerne mit Adolf Hitler, erst vor kurzem attestierte der türkische Ministerpräsident Erdoğan den Israelis, dass sie schlimmer als Hitler seien: „Was Israel jetzt Palästina und Gaza antut, geht über das hinaus, was Hitler den Juden angetan hat.“ israeltag2

In der arabischen Welt ist diese Gleichsetzung Legende, nicht nur Jassir Arafat bediente sich dieser Verleumdung, sie gehört mehr oder weniger zur arabischen Identität.

Dieser extreme Judenhass ist längst in die europäischen Gesellschaften übergeschwappt und verbreitet sich rasch in den muslimischen Parallelgesellschaften. Das Bild des rechtsradikalen Antisemiten muss längst um die muslimischen Judenhasser ergänzt werden.

Der französische Politikwissenschaftler Pierre-André Taguieff stellte schon vor vielen Jahren fest:

„Die Urheber der gegen Juden gerichteten Gewalt stammen nicht mehr mehrheitlich aus der extremen Rechten: Sie rekrutieren sich vor allem aus den jugendlichen Immigranten, insbesondere aus dem Maghreb.“ (Maghreb  = Nordafrika). Der Judenhass gehöre zu ihrer kulturellen Identität.

Soziologen konstatieren seit einigen Jahren einen „neuen Antisemitismus“, der vor allem ein muslimischer Antijudaismus ist. Die gegenwärtigen Gewaltexzesse und die judenfeindlichen Parolen des muslimischen Mobs werden von vielen Linken tatkräftig unterstützt und stoßen auch bei linken Medienvertretern auf Verständnis.
In der linken Tageszeitung „taz“ schrieb dieser Tage der Redakteur Stefan Reinicke: „Es muss in einem freien Land möglich sein, straflos das Existenzrecht Israels infrage zu stellen.“
Der Schritt, das Existenzrecht von Juden überhaupt infrage zu stellen, ist ein kurzer.

Judenfeindlichkeit ist weder bei Muslimen noch bei Linken eine neue Erscheinung, sondern sie ist so alt wie der Islam bzw. der Sozialismus.“

Quelle und Fortsetzung des Beitrags hier: http://diepresse.com/home/spectrum/zeichenderzeit/3852186/Wem-gehort-die-Welt

 


4 Kommentare on “Judenfeindlichkeit gehört zum Islam selbst”

  1. Christoph Rebner sagt:

    Selig sind die Friedensstifter. Schreiben über Äthiopien oder Syrien, wo die Religionen friiedlich zusammenleben, oder Libanon, das der Papst deswegen gelobt hat, will ich hören!

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  2. heureka47 sagt:

    „Judenfeindichkeit“ ist aber nicht erst mit dem Islam aufgekommen, sie ist m.E. viel älter.
    Sie wurzelt in dem Grundkonflikt, der in der Geschichte über Kain und Abel SYMBOLISCH dargestellt wird. Es ist der Konflikt zwischen zwei ganz grundlegend verschiedenen und tiefgreifend konträren Prinzipien. Man könnte vereinfachend sagen: Des „Guten“ gegen das „BÖSE“.
    Irgendwann in der Vergangenheit – vor weit mehr als 2000 Jahren – haben sich einige Menschen mal als die GUTEN gesehen und dargestellt und „andere“ als die „BÖSEN“.
    Inzwischen aber sind AUCH die ehemals GUTEN von der schleichenden Macht des „Bösen“ ereilt und befallen worden. Das haben über viele Generationen die „Guten“ nicht gemerkt. Sie sind – wie die „Bösen“ – „entfremdet“ von ihrem früheren Glauben / Bewußtsein / Lebenskonzept.

    Das Problem, vor dem ALLE Beteiligten stehen, ist die erkennbare und beschreibbare / benennbare „Störung“ / „Krankheit“, die unter den „Bösen“ ebenso grassiert wie unter der großen Mehrheit derjenigen, die sich vor langer Zeit mal als „Gute“ gesehen / verstanden haben.

    Diese Störung / Krankheit war schon zu der Zeit bekannt, als die Bücher Mose entstanden sind. Im „Tanz um das Goldene Kalb“ wird sie eindrücklich geschildert / beschrieben – auch hinsichtlich der „Diagnose“ (in Symbol-Sprache, nicht in rationaler Sprache).
    Die Darstellung vom „Tanz um das Goldene Kalb“ kann sowohl als historisches Ereignis aufgefaßt werden als auch als eine „Vision“ und / oder „Prognose“ für die Zukunft.

    Aus meiner Sicht gibt die Beschreibung bei Moses eine Darstellung des Grundmusters der Störung / Krankheit, welches sich seit Beginn der Störung IMMER erkennen ließ und auch HEUTE eindeutig erkennbar ist.

    Es ist die in der modernen Gesellschaft klar erkennbare LEBENS-Feindlichkeit – in vielen Spielarten und Schattierungen.

    Zu welcher (Massen-)Religion die Menschen gehören, spielt dabei keine Rolle. Die Krankheit steckt in der großen Mehrheit ALLER Menschen, die man zur „zivilisierten Gesellschaft“ zählen kann / muß; und das ist nicht nur die „abendländische“ / „westliche“ (Industrie-)Gesellschaft, sondern das sind auch die „alten“ „Hochkulturen Asiens. Möglicherweise sind die vereinzelten „Hochkulturen“ Amerikas auch punktuelle „Infektionen“, die vom eigentlichen „Krankheitsherd“ hinübergeweht sind. Es gibt Anzeichen dafür.

    Grundlegende Heilung der Krankheit – die ich seit 1992 die „Kollektive Zivilisations-Neurose“ nenne – ist in jedem Einzelfall und auf (die) völlig natürliche, gottgewollte und evolutionsentwickelte Weise, möglich…

    Herzlichen Gruß!

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  3. Ich kann mich dieser Meinung nicht anschließen. In meinem Roman – „Das Christentum und das Testament der Renaissance“, habe ich mich bemüht, die mögliche „Feindschaft“ des Judentums zum Christentum zu erläutern.
    Letztlich hat sich das beginnende Christentum, als sich entwickelnde Personalreligion vor mehr als 2000 Jahren aus dem bereits gefestigten Judentum bedient. Sie nahmen sich skrupellos und machtbesessen Bereiche ihres Glaubens, sie stahlen ihnen ihren Gott und machten sich ihn zu eigen. Jesus, eine tragende Säule des Christentums, ist ebenfalls Jude. Durch ein vereinfachtes Aufnahmenverfahren in die christliche Glaubensreligion – keine schmerzhafte Beschneidung wie bei den Juden, sondern nur ein leichter Schwab Wasser als so genannte Taufe, stahlen dem Judentum auch noch die Gläubigen.
    Ein zum Teil sehr angespanntes Verhältnis des Islam zu Staaten mit unterschiedlichen Glaubensausrichtungen entspringt nicht im Streit um Gott oder Götter, sondern ist zweifelsfrei von krassen wirtschaftlichen Diskrepanzen für die Menschen geprägt. Auch wenn man sich in der Öffentlichkeit der Medien bemüht, dass krasse Dilemma mit Glauben und Göttern zu verbinden, den Menschen geht es um ihr materielles Leben auf der Erde. Das mit dem herrlichen Leben in irgendeinem so genannten Himmelreich geht doch an den meisten Menschen in unserer heutigen Zeit grüßend vorüber. Und überhaupt Götter?! Wem gehören sie und für was und für wem sollen sie zu Nutze sein??

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    • Bernhard sagt:

      Ich verstehe Ihre „Ausführungen“ nur zum Teil. Aber so viel: Wie man einen Gott „stehlen“ kann, ist mir nicht ganz klar.

      Zustimmen kann ich, dass viele Konflikte tatsächlich wirtschaftliche Ursachen haben. Wenn aber von der IS-Miliz massenhaft Christen und Jesiden abgeschlachtet werden, die seit ein- bis zweitausend Jahren dort leben und genauso arm sind wie die Muslime, kann mir keiner erzählen, dass „wirtschaftliche Diskrepanzen“ die Ursache für dieses Morden sind.

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