„Sterbehilfe“: Kultur-Staatsministerin warnt vor Auflösung des Tötungsverbots

Die Staatsministerin für Kultur und Medien, Monika Grütters, hielt am 2. September 2014 eine Rede zur Eröffnung der Berliner T4-Gedenkstätte für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde.

Dabei beschränkte sich die westfälische CDU-Politikerin nicht darauf, die Verbrechen der Nazi-Diktatur gegen Behinderte anzuprangern und das Lebensrecht aller Menschen nur mit grundsätzlichen Redewendungen einzuschärfen.

Die Ministerin befaßte sich auch mit der heutigen Debatte um „Sterbehilfe“ und eine ärztliche Assistenz beim Selbstmord von Schwerkranken. Hierzu erklärte sie:  PICT0172 - Kopie

„Erinnerung ist noch mehr, als das Andenken zu pflegen. An die Opfer der Aktion „T4“ zu erinnern heißt auch, der menschenverachtenden Unterscheidung zwischen „lebenswertem“ und „lebensunwertem“ Leben die Überzeugung entgegen zu setzen, dass jedes menschliche Leben es wert ist, gelebt und geliebt zu werden.(…)

„T4“, meine Damen und Herren – erlauben Sie mir diese ganz persönliche Bemerkung -, sollte uns eine immerwährende Mahnung und Warnung sein: eine Warnung davor, Ausnahmen zuzulassen in der fundamentalen staatlichen Pflicht, das Recht jedes Menschen auf Leben zu schützen; eine Warnung auch davor, in aktuellen Diskussionen über das Leid Schwerstkranker das Tötungsverbot leichtfertig zur Disposition zu stellen.

Das ist meine persönliche, tiefe Überzeugung als gläubige Katholikin. So verständlich das Motiv, einen kranken Menschen von seinen Qualen erlösen zu wollen, im Einzelfall auch sein mag, so unerträglich sind die Folgen für die Humanität einer Gesellschaft.

BILD: Denkmal des Bekenner-Bischofs Kardinal von Galen auf dem Domplatz in Münster, leider häufig von Störern mit Parolen beschmiert

Wo es die Möglichkeit der aktiven Sterbehilfe gibt, entsteht auch die Erwartung, sie in Anspruch zu nehmen, um anderen nicht durch die eigene Hilfsbedürftigkeit zur Last zu fallen. Das verändert familiäre Beziehungen, das hat Folgen für die Bereitschaft zur Solidarität mit den Schwachen und Kranken, das bleibt nicht ohne Wirkung auf das Wertegefüge, auf den Charakter einer Gesellschaft!

Es war ein Bischof aus meiner Heimatstadt Münster  –  Bischof Clemens August von Galen  – , der im Dritten Reich mit unerschütterlichem Mut gegen die „Euthanasie“-Morde anpredigte und eindringlich vor dem moralischen Dammbruch warnte, den eine gesellschaftlich akzeptierte Einteilung menschlichen Lebens in „lebenswertes“ und „lebensunwertes“ Leben zur Folge haben würde.

In seiner Predigt vom 3. August 1941 heißt es:

„Es ist nicht auszudenken, welche Verwilderung der Sitten, welch allgemeines gegenseitiges Misstrauen bis in die Familien hineingetragen wird, wenn diese furchtbare Lehre geduldet, angenommen und befolgt wird.“

Die Geschichte hat Bischof von Galen auf traurige Weise Recht gegeben. Der Gedenkort „T4″ erinnert uns daran.“

Quelle: http://www.bundesregierung.de/Content/DE/Rede/2014/09/2014-09-02-gruetters-t4.html

Foto: Felizitas Küble

 


CDU-Politiker Hüppe zur T4-Gedenkstätte: NS-Euthanasie muß allen stets eine Warnung sein

Anläßlich der Einweihung der Gedenk- und Informationsstätte für die Opfer der nationalsozialistischen „Euthanasie“-Morde sowie des 75.Jahrestages des Euthanasie-Erlasses erklärt der Gesundheitspolitiker und CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe:

Es ist zu begrüßen, dass nach langer Zeit eine würdige Gedenk- und Informationsstätte für die Opfer der NS-„Euthanasie“ eröffnet werden kann. Die ermordeten kranken und behinderten Menschen waren die ersten Opfer des Nationalsozialismus.  BILD0167

Eine Gedenkstätte soll nicht allein der Trauer dienen, sondern nachdenklich machen und eine Botschaft vermitteln. Sie muss den heutigen Generationen, insbesondere den Jüngeren, Aufklärung über das damalige Geschehen bieten.

Daher ist es gut, dass das Projekt auch eine Informationsstätte enthält, die ein geeigneter Programmpunkt etwa für Klassenfahrten nach Berlin ist.

Die Selektion und Ermordung behinderter und kranker Menschen im Rahmen der „Aktion T4“ ist Warnung und Mahnung auch nach 75 Jahren.

Kern des Euthanasiegedankens war, dass es Menschen gibt, für die es besser wäre, nicht weiterzuleben, weil ihre Existenz für sie selbst und die Gesellschaft eine unzumutbare Last ist.

Hingegen muss sich eine wirklich humane Gesellschaft durch Hilfe zum Leben, Zuwendung, Solidarität mit Schwachen und Kranken sowie eine intakte Immunabwehr gegen jedes „Lebensunwert“-Gedankengut auszeichnen. nodbild

In der öffentlichen Euthanasie-Propaganda, wie etwa dem 1941 präsentierten Film „Ich klage an“, wurde an das Mitgefühl mit unheilbar leidenden Menschen, die um Erlösung bitten, appelliert.

In der Praxis wurden vor allem Menschen mit Behinderungen, die leben wollten, selektiert und getötet, weil sie als Last für den Staat angesehen wurden.

Erschreckend ist die Beteiligung von Ärzten und Pflegepersonal an der „Vernichtung lebensunwerten Lebens“, die damit ihr Berufs-Ethos verraten haben. Die Mahnung des Arztes Christoph Wilhelm Hufeland (1836) gilt vor diesem Hintergrund unverändert:

„Der Arzt soll und darf nichts anderes tun als Leben erhalten, ob es Glück oder Unglück sei, ob es Wert habe oder nicht. Dies geht ihn nichts an. Und maßt er sich einmal an, diese Rücksicht mit in sein Geschäft aufzunehmen, so sind die Folgen unabsehbar  –  und der Arzt wird zum gefährlichsten Mensch im Staate.“

Gemälde: Evita Gründler


Union beklagt weitere Journalisten-Enthauptung der IS-Terrormiliz im Irak

Die Terrormiliz Islamischer Staat (IS) hat ein Video veröffentlicht, das die Enthauptung des amerikanischen Journalisten Steven Sotloff zeigt.

Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto): foto_2

„Die Veröffentlichung eines Hinrichtungsvideos der Dschihadistengruppe IS, das die Enthauptung eines weiteren jungen amerikanischen Reporters dokumentiert, zeigt einmal mehr die Menschenverachtung der IS.

Alles und jeden, der sich ihnen in den Weg stellt, beseitigen diese fanatischen Verbrecher grausam und brüsten sich auch noch damit.

Der Journalist Steven Sotloff war im vergangenen Jahr im Norden Syriens verschleppt worden. Alle Bemühungen – auch die seiner Familie – um seine Freilassung waren leider vergeblich. Wir trauern mit seinen Angehörigen und sprechen ihnen unser tiefes Mitgefühl aus.

Völkermord, Massenhinrichtungen, Verschleppungen, Frauenhandel und ethnische Säuberungen sind Teil der kaltblütigen Strategie der Terrorgruppe IS. In brutaler Weise werden Menschenrechte verletzt und die Opfer zutiefst entwürdigt. Es ist erforderlich, Material zusammenzutragen, um diese Verbrecherorganisation, sobald die Möglichkeit besteht, vor ein internationales Tribunal zu stellen.

Die US-Luftwaffe unterstützt seit Anfang August die kurdischen Peschmerga und irakische Regierungstruppen dabei, die IS-Verbände aus dem Norden Iraks zurückzudrängen.

Der Beschluss der Bundesregierung  –  mitgetragen von der großen Mehrheit des Parlaments  – , die Bekämpfung der IS durch konkrete Waffenlieferungen ebenfalls zu unterstützen und den vom Terror betroffenen, notleidenden Menschen humanitäre Hilfe zu leisten, ist daher die richtige Entscheidung zum richtigen Zeitpunkt.“


Verfassungsschutz warnt vor Gewalt gegen AfD

Der sächsische Verfassungsschutz hat vor zunehmender Gewalt gegen AfD-Mitglieder gewarnt. Die Wahrscheinlichkeit für Übergriffe durch militante Anhänger der linksradikalen Szene habe sich „deutlich erhöht“, sagte ein Sprecher der Behörde der Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT. Hintergrund ist die Veröffentlichung der Privatadressen sächsischer AfD-Mitglieder. untitled

Wer hinter dem Datendiebstahl steht, ist noch unklar. Mittlerweile wurde die Adreßliste auf zahlreichen linksextremen Internetseiten verbreitet. Ziel der linksextremen Szene sei es, „Personen, die nach Interpretation der Antifa als ‘Nazis’ eingeschätzt werden, in der Öffentlichkeit bloßzustellen, um sie schließlich gesellschaftlich und sozial zu ächten“, betonte der Verfassungsschutz.

„Auch wenn im vorliegenden Fall keine klare Aufforderung zu Übergriffen auf die genannten Personen erging, werden Straftaten, die im Zusammenhang mit ‘Outings’ stattfinden, zumindest billigend in Kauf genommen.“

Die AfD sei bereits seit längerem ein Feindbild der linksextremen „autonomen Antifa“, teilte die Behörde mit. Ihren Mitgliedern würden „bereits aufgrund der ihnen unterstellten Gesinnung“ elementare Persönlichkeitsrechte abgesprochen.

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Medjugorje: 33 Jahre mal unendlich

Von Felizitas Küble

Mirjana Dragicevic-Soldo, eine der „Seherinnen“ aus Medjugorje, einer kirchlich nicht anerkannten „Erscheinungsstätte“, erhielt tägliche „Besuche“ der Madonna vom 24.6.1981 bis 25.12.1982. madonna-medj

Später erschien ihr die „Gospa“ bzw.  Himmelsmutter  –  eigenen Angaben zufolge  –  zunächst zu ihrem jährlichen Wiegenfest, seit dem 2.8.1987 angeblich regelmäßig an jedem 2. Tag des jeweiligen Monats, um eine sog. „Privatbotschaft“ zu übermitteln, die danach per Internet-Newsletter verbreitet wird.

BILD: Ein sog. Medjugorje-„Wunderfoto“, in Anhängerkreisen stark verbreitet. (Infos zur Pro-Medju-Quelle: 
HIER.) Man beachte die obere Hand der „Madonna“…

Die Visionärin verfügt also seit 33 Jahren über einen direkten Draht nach oben,  auf daß sie die „unendliche Liebe“ des „unendlichen himmlischen Vaters“ erfährt, wie die „Gospa“ der Seherin jüngst erläuterte.

Wir zitieren hier die aktuelle „Botschaft“ vom 2. September dieses Jahres vollständig:

„Liebe Kinder! Ich, eure Mutter, komme erneut unter euch aus Liebe, die kein Ende hat, von der unendlichen Liebe des unendlichen himmlischen Vaters.

Und während ich in eure Herzen schaue, sehe ich, dass viele von euch mich als Mutter annehmen und ihr mit aufrichtigem und reinem Herzen meine Apostel sein möchtet. Aber, ich bin auch die Mutter von jenen von euch, die ihr mich nicht annehmt und in der Härte eures Herzens die Liebe meines Sohnes nicht kennenlernen möchtet.

Und ihr wisst nicht, wie sehr mein Herz leidet und wie sehr ich meinen Sohn für euch bitte. Ich bitte Ihn, dass Er eure Seelen heilt, denn Er kann dies.

Ich bitte Ihn, dass Er euch mit dem Wunder des Heiligen Geistes erleuchtet, damit ihr aufhört, Ihn immer von neuem zu verraten, zu verfluchen und zu verwunden. Mit ganzem Herzen bete ich, dass ihr begreift, dass nur mein Sohn das Heil und das Licht der Welt ist.

Und ihr, meine Kinder, meine lieben Apostel, tragt immer meinen Sohn in euren Herzen und Gedanken. Ihr tragt so die Liebe. All jene, die Ihn nicht kennen, werden Ihn in eurer Liebe erkennen. Ich bin immer an eurer Seite.

Auf besondere Weise bin ich an der Seite eurer Hirten, weil mein Sohn sie gerufen hat, um euch auf dem Weg zur Ewigkeit zu führen. Ich danke euch, meine Apostel, für das Opfer und die Liebe.“

Hieraus ergeben sich folgende kritische Nachfragen und Einwände: 1_0_744292

1. Maria wird in der Kirche als geistliche Mutter der Christgläubigen verehrt, nicht jedoch als Mutter der Ungläubigen. Dem widerspricht der zweite Absatz dieser „Offenbarung“.

2. Marias Herz „leidet“ keineswegs, denn die Gottesmutter befindet sich in der ewigen Seligkeit  – und im Himmel gibt es kein Leid und kein Erleiden.  –  Zudem hätte man gerne gewußt, warum es nach 33 Jahren „Erscheinungen“ immer noch nötig ist, daß Christus die „lieben Kinder“ bzw. deren Seelen „heilt“. Die Begründung „denn Er kann dies“ beantwortet nicht die Frage, was mit „Heilung“ genau gemeint ist und warum eine solche bei den „lieben Kindern“ erforderlich ist. 

3. Dann wird den „lieben Kindern“ ganz unliebsam vorgehalten, daß sie Christus „verraten, verfluchen und verwunden“. Aber es gibt Abhilfe, nämlich ein „Wunder des Heiligen Geistes“, was immer das sein  mag. In der Kirche sind zwar die Sieben Gaben des Hl. Geistes bekannt, welche uns im Sakrament der Firmung vermittelt werden, zudem die vom Hl. Paulus genannten Früchte des Hl. Geistes. Von einem speziellen „Wunder des Heiligen Geistes“ berichtet freilich weder die Bibel noch die kirchliche Verkündigung.

4.  Nachdem erst viel Süßes, dann viel Saures verteilt wurde, folgt wieder der übliche Zuckerguß  mit dem genauen Gegenteil, denn nun sind die „Kinder“ sogar die „lieben Apostel“ der Gottesmutter, die Unglaubliches zu erreichen vermögen, nämlich daßall jene, die IHN nicht kennen, IHN in eurer Liebe erkennen werden“.  –  Bei soviel Missionserfolgen („all jene“) kann die Kirche wohl ihre Apostolatstätigkeit einstellen.

5.  Abschließend heißt es, daß Christus die kirchlichen Hirten gerufen habe, die „Kinder“ bzw. „Apostel“ auf dem „Weg zur Ewigkeit“ zu führen. In die „Ewigkeit“ gehen freilich ohnehin alle Seelen ein, dazu bedarf es keiner Hirten, denn Himmel, Fegefeuer und Hölle „befinden“ sich allesamt im Jenseits, also in der „Ewigkeit“. Folglich werden alle Menschen die „Ewigkeit“ nach ihrem Ableben in irgendeiner Weise kennenlernen…

Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Israel: Historische Fotos aus Tel Aviv

Eine Lokomotive an der Ecke Allenby-Straße und Yehuda-Halevi-Straße mitten in Tel Aviv?

Das  israelische Nachrichtenportal Ynet hat eine Reihe historischer Schwarz-Weißaufnahmen aus Tel Aviv veröffentlicht, die Einblicke in das Leben der Bewohner Tel Avivs in früheren Tagen gewähren, und zudem die architektonische Entwicklung der Stadt zeigen.

Den englischen Beitrag mit Fotos finden Sie hier.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Hl. Paulus: „Wir sind Gottes Mitarbeiter“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Kor 3,1-9:

Vor euch, Brüder, konnte ich aber nicht wie vor Geisterfüllten reden; ihr wart noch irdisch eingestellt, unmündige Kinder in Christus. jesus in der synagoge von nazareth

Milch gab ich euch zu trinken statt fester Speise; denn diese konntet ihr noch nicht vertragen. Ihr könnt es aber auch jetzt noch nicht;
denn ihr seid immer noch irdisch eingestellt. Oder seid ihr nicht weltlich eingestellt, handelt ihr nicht sehr menschlich, wenn Eifersucht und Streit unter euch herrschen?

Denn wenn einer sagt: Ich halte zu Paulus!, ein anderer: Ich zu Apollos!, seid ihr da nicht allzu menschlich? Was ist denn Apollos? Und was ist Paulus?

Ihr seid durch sie zum Glauben gekommen. Sie sind also Diener, jeder, wie der HERR es ihm gegeben hat: Ich habe gepflanzt, Apollos hat begossen, Gott aber ließ wachsen.

So ist weder der etwas, der pflanzt, noch der, der begießt, sondern nur Gott, der wachsen läßt. Wer pflanzt und wer begießt: beide arbeiten am gleichen Werk, jeder aber erhält seinen besonderen Lohn, je nach der Mühe, die er aufgewendet hat.

Denn wir sind Gottes Mitarbeiter; ihr seid Gottes Ackerfeld, Gottes Bau.