Israel vor der UNO zum Irak: IS betreibt „ethnische und religiöse Säuberungen“

Der Botschafter Israels bei den Vereinten Nationen, Eviatar Manor, hat in einer Sondersitzung des UN-Menschenrechtsrats zur Situation im Irak Stellung bezogen. Der jüdische Diplomat sagte:

„Israel begrüßt als Land, das selbst unter der ständigen Bedrohung durch Terror lebt, gemeinsam mit anderen Staaten die heute anberaumte Sondersitzung.

Der Anlass für diese Sitzung sind die Verbrechen der Terrorgruppe Islamischer Staat und verwandter Gruppen im Irak und der Levante.

Der Menschenrechtsrat antwortet zu Recht auf die Folgen des Terrorismus: IS und andere Gruppen begehen schwere und grausame Verstöße gegen die Menschenrechte.

Sie greifen systematisch Männer, Frauen und Kinder an und begehen skrupellos und weiträumig ethnische und religiöse Säuberungen in den Gegenden, die sie kontrollieren. (…)

„IS und Hamas sind Ausprägungen eines radikalen Islam“

Herr Präsident,
erst vor kurzem saßen wir hier in einer Sondersitzung; auch damals ging es um ein Land, das von terroristischer Aggression bedroht wird. Nur ging es nicht um den Irak und IS, sondern um Israel und die Hamas.

IS und die Hamas sind Ausprägungen eines radikalen Islam; beide Organisationen verletzen täglich Menschenrechte, führen öffentliche Exekutionen durch, unterdrücken die Freiheitsrechte, verfolgen und unterdrücken nicht-muslimische Minderheiten. COLLAGE-BLUSP2

Beide haben gewaltsam Gebiete unter ihre Kontrolle gebracht: Hamas übernahm durch einen Staatsstreich 2007 den Gazastreifen und IS hat gewaltsam große Teile des Iraks und Syriens an sich gebracht. Doch die Doppelmoral, die dieser Rat anlegt, wenn es um Israel geht, spricht für sich und bedarf keines Vergleiches.

Herr Präsident, die Taten extremistischer Terrorgruppen sollten unzweideutig durch die internationale Gemeinschaft verurteilt werden  –  sei es im Irak oder im Gazastreifen.

Wir wünschten, der Rat würde weniger politisieren und stattdessen als nützliches und weltweites Instrument dienen, das erfolgreich die Rechte aller Opfer von Terrorismus auf der ganzen Welt schützt  –  einschließlich Israels.“

Quelle (Text/Foto): israelisches Außenministerium / israelische Botschaft in Berlin


Katholiken und Evangelikale entdecken immer mehr Gemeinsamkeiten

Katholiken und Evangelikale verbindet mehr als sie trennt. Das erklärten Vertreter der Weltweiten Evangelischen Allianz (WEA) und der römisch-katholischen Kirche am 4. September im thüringischen Bad Blankenburg. csm_wea_rom_treffen_715_kep14_ac9148eb65

Sie hatten dort eine Woche lang theologische Gespräche geführt. Das Treffen war das fünfte in der Reihe eines 2009 begonnen Konsultationsprozesses. Im nächsten Jahr wollen beide Seiten zum Abschluß der Gespräche eine gemeinsame theologische Erklärung vorlegen.

BILD: Die Teilnehmer des Konsultationstreffens (Foto: KEP/idea)

Wie Rolf Hille, der Direktor für ökumenische Angelegenheiten der WEA, sagte, soll das 30 Seiten starke Dokument das Gemeinsame des christlichen Glaubens benennen, „ohne Differenzen in Theologie und Frömmigkeitspraxis zu ignorieren“.

Die Gespräche seien ein wichtiges Zeichen der Verbundenheit auf dem Weg zum 500-jährigen Reformationsjubiläum im Jahr 2017. Es gehe darum, auf dem Boden der Heiligen Schrift zusammenzukommen und Verständnis füreinander zu entwickeln. polskaweb

Wie Hille betonte, ist die evangelikale Bewegung der katholischen Kirche aufgrund ihrer konservativen Haltung sehr viel näher als die liberale evangelische Volkskirche in Deutschland.

Gerade in einer immer säkularer werdenden Gesellschaft sei es wichtig, daß Christen in zentralen ethischen Fragen mit einer Stimme sprächen.

Bevor das gemeinsame Dokument im nächsten Jahr der Öffentlichkeit präsentiert werden soll, müssen der Vatikan und das Internationale Komitee der Weltweiten Evangelischen Allianz zustimmen. Anschließend soll es in der Buchreihe „Dokumente wachsender Übereinstimmung“ publiziert werden.

In dem Standardwerk werden die Ergebnisse aller auf Weltebene zwischen den Konfessionen geführten offiziellen Lehrgespräche seit 1931 in deutscher Sprache vorgelegt.

Die römisch-katholische Kirche umfaßt rund 1,2 Milliarden Mitglieder; die WEA repräsentiert etwa 600 Millionen theologisch konservative Protestanten, die als Evangelikale bezeichnet werden.

Quelle: http://www.idea.de


Israelis haben herausgefunden, wie sich Waldbrände präzise kontrollieren lassen

Etwa 1000 Waldbrände gibt es jedes Jahr in Israel. Mit Hilfe des einzigartigen israelischen Vorhersage-Systems Matash läßt sich die Entwicklung von Waldbränden vorhersagen, wodurch jedes Jahr zahllose Menschenleben und Millionen von Bäumen gerettet werden können.

Das Matash-System wurde nach der Tragödie des großen Karmel-Waldbrandes im Jahr 2010, bei dem 44 Menschen ums Leben kamen, entwickelt.  

Das System erlaubt es den Verantwortlichen im Ministerium für öffentliche Sicherheit, die Entwicklung eines Brandherdes anhand von Winden, Luftfeuchtigkeit, Topographie und anderen Parametern am Computer zu simulieren, und die Einsatzkräfte gezielt zur Evakuierung und zur Brandbekämpfung loszuschicken. Die Daten erhält das System vom Weather Research Forecasting (WRF).

Shai Amram und Forschungsdirektor Besora Regev von Matash führten das System bereits im Herbst 2012 bei einer Sicherheitskonferenz in Tel Aviv einer Reihe von Vertretern aus Spanien, Bulgarien, Italien, Kroatien, Süd-Korea und Kenia vor, die großes Interesse daran zeigten  –  zumal das System in englischer Sprache programmiert wurde und international eingesetzt werden kann.

„Wenn wir die Meldung von einem Brandherd bekommen, dann können wir nach 15 Minuten die Entwicklung in der nächsten Stunde, und nach 30 Minuten die Entwicklung sechs Stunden voraus bestimmen“, erläutert Amram.

Das Kontrollsystem Matash steht allen Einheiten der Feuerwehr, der Polizei, der Rettungsbehörden in Israel, sowie dem Jüdischen Nationalfonds (JNF-KKL) und den Parkbehörden zur Verfügung, die etwa 160.000 Hektar Wald verwalten.

Quelle (Text/Foto): Außenministerium des Staates Israel


Aufstand gegen Rom: Bischof Bonny attackiert die Ehelehre der Kirche

Von Felizitas Küble

Am gestrigen Mittwoch, den 3. September 2014, war der reformkatholische Kirchenredakteur der FAZ (Frankfurter Allgemeine Zeitung), Daniel Deckers, offenbar voll in seinem Element, konnte er sich doch mit seinen altbekannten modernistischen Forderungen nun auf einen Gewährsmann berufen, der ein hohes kirchliches Amt innehat: Bischof Johan Jozef Bonny. zeitungen

Das katholische Oberhaupt des Bistums Antwerpen  –  er gehört überdies zu den „Grabesrittern“ (Ritterorden vom Hl. Grab zu Jerusalem)  – war bislang nicht mit verwegenen Forderungen aufgefallen; insofern gelang Deckers journalistisch ein echter Überraschungscoup.

Für Daniel Deckers hat jetzt die Stunde geschlagen, um in puncto kirchliche Sexualmoral alle Geschütze aufzufahren, die ihm einfallen  –  und sich dabei auch sprachlich nicht mehr zurückzuhalten.

„Mit brachialer Gewalt exekutiert“

So schreibt der FAZ-Redakteur in einem seiner diesbezüglichen Artikel beispielsweise, das kirchliche Lehramt habe seit Papst Paul VI. seine Lehre über Ehe und Fortpflanzung „mit brachialer Gewalt exekutiert“.

Man beachte die Wortwahl und überlege, ob es sich etwa um die radikal-islamische Terrortruppe IS im Irak handelt, die ihre Ideologie tatsächlich „mit brachialer Gewalt exekutiert“? 1_0_809751

Nein, Herr Deckers meint allen Ernstes den Vatikan, dessen sogenannte „Gewalt“ sich allerdings ganz friedlich auf die Verkündigung von Lehrschreiben und dergleichen konzentriert.

Selbst als z.B. die deutschen Bischöfe sich seinerzeit mit ihrer höchst fragwürdigen „Königsteiner Erklärung“ kritisch von der päpstlichen Enzyklika „Humanae vitae“ (Lehrschreiben über Ehe und Fruchtbarkeit) abgrenzten, zog dies keinerlei Maßnahmen nach sich, geschweige wurden die insoweit unbotmäßigen Oberhirten „mit brachialer Gewalt exekutiert“….

Und weil Deckers sich vor Freude über den belgischen Rebellenbischof, der ihm jetzt am Reformhimmel erstand, kaum noch halten konnte, veröffentlichte er gestern neben zwei Online-Artikeln zur Causa Bonny einen weiteren Kommentar  unter dem Titel „Hartes Ringen in der katholischen Kirche“.  

Einleitend heißt es dort, Bischof Bonny habe eine angeblich brillante und jedenfalls „schonungslose“ Analyse der „Verirrungen des kirchlichen Lehramts vorgelegt“.
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Sodann wird Papst Franziskus vereinnahmt, indem ihm das „Ansinnen“ untergejubelt wird, „die Kluft zwischen Lehre und Leben zu verringern  – um  des Lebens willen.“ 

Um welchen „Lebens“ willen?  – Für ein moralisch laxes oder gar liederliches Leben ist jedenfalls der Zeitgeist zuständig, nicht die Kirche; diese wiederum ist an Christi Lehre und Leben gebunden, nicht an die Zügellosigkeit dieser Welt.

Bereits der hl. Apostel Paulus schärfte zu seiner Zeit der Christengemeinde von Rom ein: „Paßt euch nicht dieser Welt an, sondern wandelt euch und erneuert euer Denken, damit ihr prüfen und erkennen könnt, was der Wille Gottes ist.“ (Röm 12,2)

Diese Aufforderung gilt auch für katholische Oberhirten einschließlich Bischof Bonny. Dieser Kirchenmann spielt Gottes Gebote und menschliches Gewissen gegeneinander aus, was auf die sog. „autonome Moral“ hinausläuft, die streng genommen eben keine Moral ist, sondern der subjektiven Beliebigkeit unterworfen.

„Wechselnde Einsichten und Gefühle“

Geradezu hanebüchen, was Bischof Bonny in seiner Stellungnahme insbesondere zum Thema Unauflöslichkeit der Ehe schreibt:

„Wie Menschen an ihrer Beziehung arbeiten, wann sie sich für Kinder entscheiden, wie und wann sie eine Beziehung als ‚unauflöslich‘ betrachten und erfahren: Es handelt sich um menschliche Wirklichkeiten, geprägt von Zeit und Kultur, von Herkunft und Bildung, von wechselnden Einsichten und Gefühlen.“

Gläubige katholische Christen (und übrigens auch bibelfeste Protestanten) lassen sich jedenfalls in puncto Unauflöslichkeit nicht von „wechselnden Einsichten und Gefühlen“ bestimmen, sondern von der zeitlosen Botschaft Christi und dem 6. Gebot Gottes: „Du sollst nicht ehebrechen.“

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Zudem äußert der reformfreudige Oberhirte, er habe „mehrfach feststellen“ müssen, „wie anstößig die Sprache der Kirche gegenüber bestimmten Personen oder Situation wirken“ könne:
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„Wer sich mit Menschen in ein Gespräch begeben will, muss sich davor hüten, ethische Qualifizierungen zu verwenden, die zur gelebten Wirklichkeit quer stehen und deshalb sehrt herabsetzend klingen. Viele unserer kirchlichen Dokumente brauchen an diesem Punkt dringend eine Revision.“
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Hier werden die sittlichen Normen der Kirche und „bestimmte Personen und Situationen“ ebenfalls gegeneinander ausgespielt. Der Bischof fordert die Kirche sogar dazu auf, sich vor „ethischen Qualifikationen“ zu hüten, die „zur gelebten Wirklichkeit quer stehen“.  
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Er möge sich damit abfinden, daß sich die göttlichen Gebote nicht dem Menschen und dessen „gelebter Wirklichkeit“ anzupassen haben, sondern umgekehrt: der Mensch soll sich an Gottes immer gültigem Gesetz ausrichten, zumal der gläubige Mensch, an den sich dieser Bischof mit seiner Stellungnahme ja schließlich wendet.

Felizitas Küble leitet das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.

Weiterer FAZ-Bericht Deckers mit Auszügen aus jener „reformkatholischen“ Erklärung Bischof Bonnys: http://www.faz.net/aktuell/politik/katholische-kirche-bischof-bonny-stellt-paepstliche-weisungen-in-frage-13133797.html

Vollständiger Wortlaut der Stellungnahme von Bischof J. Bonny: http://www.kerknet.be/admin/files/assets/subsites/4/documenten/SYNODE_UBER_DIE_FAMILIE_D.pdf

Fotos: Felizitas Küble (1), Radio Vatikan (2), Evita Gründler (3)

 


Die „Weisheit“ der Welt ist Torheit vor Gott

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: 1 Kor 3,18-23:

Brüder! Keiner täusche sich selbst. Wenn einer unter euch meint, er sei klug in dieser Welt, dann werde er töricht, um weise zu werden. Denn die Weisheit dieser Welt ist Torheit vor Gott. Herz-Jesu_01

In der Schrift steht nämlich: Er fängt die Klugen in ihrer eigenen List.
Und an einer anderen Stelle: Der HERR kennt die Gedanken der Klugen; er weiß, sie sind nichtig.

Daher soll sich niemand eines Menschen rühmen. Denn alles gehört euch; Paulus, Apollos, Kephas, Welt, Leben, Tod, Gegenwart und Zukunft: alles gehört euch; ihr aber gehört Christus  –  und Christus gehört Gott.