Internationaler Aufruf zum Verzicht auf Alkohol in der Schwangerschaft

Frauen sollen während der Schwangerschaft konsequent auf Alkohol verzichten, um ihr Kind nicht zu schädigen. Dazu rufen das Internationale Blaue Kreuz und 60 weitere Organisationen aus über 30 Ländern auf.  iStock_000014086034XSmall

Sie beteiligen sich an der am 9. September gestarteten Internet-Kampagne „Too Young to Drink“ (Zu jung um zu trinken). Anlaß ist der „Tag des alkoholgeschädigten Kindes“.

Jährlich kommen allein in Deutschland rund 12.000 Jungen und Mädchen auf die Welt, die mit sog. Fetalen Alkoholeffekten (FAE) oder mit dem Fetalen Alkoholsyndrom (FAS) geboren werden.

Die Betroffenen sind in ihrer geistigen und körperlichen Entwicklung stark beeinträchtigt. Viele sind ein Leben lang auf fremde Hilfe angewiesen.

Nach Angaben der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung unterschätzen viele Frauen die schädliche Wirkung von Alkohol auf das ungeborene Kind. Nach wie vor konsumierten etwa 14 Prozent der Schwangeren zumindest gelegentlich Alkohol, erklärte die Direktorin der Bundeszentrale, Prof. Elisabeth Pott (Köln).

Nach ihren Worten kann selbst der Konsum geringer Mengen in der Schwangerschaft das Gehirn und die Organe des Kindes im Mutterleib schädigen. Es bestehe auch die Gefahr, dass geistige und soziale Entwicklungsstörungen hervorgerufen werden.

Quelle: http://www.idea.de


Ex-Bundespräsident Roman Herzog beklagt: Die EU ist allenfalls eine Teildemokratie

Zur EU-Kritik des früheren Bundespräsidenten erklärt der Philosoph, ehem. FAZ-Redakteur und heutige Bundessprecher der AfD (Alternative für Deutschland), Dr. Konrad Adam:

„Mit dem früheren Bundespräsidenten Dr. Roman Herzog hat der Chor der euro- und europakritischen Stimmen Verstärkung erhalten. In seinem Buch mit dem programmatischen Titel „Europa neu erfinden“ nimmt Herzog  –  als ehem. Präsident des Bundesverfassungsgerichts einer der führenden Staatsrechtler Deutschlands  –  kein Blatt vor den Mund. 40323-90x80

Ähnlich wie Dr. Dieter Grimm, ein anderer prominenter Verfassungsrechtler, spricht Herzog der EU das Recht ab, sich eine Demokratie zu nennen. In ihrer gegenwärtigen Gestalt sei die EU „bestenfalls eine Teildemokratie“, schreibt Herzog.

Dem Brüsseler Kunstgebilde fehlen die drei wichtigsten Voraussetzungen, die eine Demokratie brauche, um lebendig zu werden: gemeinsame Grenzen, eine überall verständliche Sprache und eine aktive, urteilsfähige Öffentlichkeit.

Die Macht liege nur zum Schein beim Parlament, tatsächlich aber bei der Exekutive, namentlich der Europäischen Kommission, und bei der Justiz, dem Europäischen Gerichtshof. Beide Organe träfen Entscheidungen, die Verfassungsrang beanspruchten, ohne dass es eine Verfassung gäbe.

Das demokratische Defizit der Union werde oft beklagt, sei aber nicht so leicht zu beheben. reichstag_flaggen_368s

Auf europäischer Ebene, meint Herzog, werde Politik von immer schwächeren Figuren wie Schulz und Juncker betrieben, die sich für die Interessen der Bürger schon deshalb nicht verwenden könnten, weil sie von ihnen nicht viel wüssten.

Sie lebten in einer Welt für sich, weit entfernt vom Alltag der Menschen, die zu vertreten ihre Aufgabe wäre. Ihre eigenen Interessen kennen sie dafür umso besser, und sie bedienen sie schamlos: Für eine Amtstätigkeit von gerade einmal vier Monaten wird einem Kommissar eine halbe Million Euro zugesteckt. Für ein derartiges Gehalt trieben die Kommissare Pläne voran, die Herzog kurzerhand als höheren Irrsinn bezeichnet.

Die Kommission dränge nicht nur auf einen europaweiten Finanzausgleich nach deutschem Vorbild. Sie träfe auch Vorbereitungen für eine europäische Arbeitslosenversicherung, bei der nach bekanntem Muster die einen für die anderen zahlen sollen. Die einen, das werden wie immer die Deutschen sein, die anderen fast alle sonstigen Länder: Defizitsünder wie Griechenland, Italien und Spanien allen voran.

Von einer besseren Europäischen Union haben Herzog und Grimm ähnliche Vorstellungen. Beide plädieren dafür, das missratene Projekt aufzugeben oder so gründlich umzugestalten, dass es den elementaren Forderungen einer funktionierenden Demokratie genüge.

Das Subsidiaritätsgebot solle endlich ernstgenommen, der grenzenlose Umfang der Kompetenzen, die sich die Kommission selbst zugesprochen habe, auf das Nötige begrenzt werden. Europa solle stark sein, um im internationalen Dialog gehört zu werden; aber auch schlank, um seine Bürger nicht durch schiere Übermacht zu entmündigen und zu erdrücken.

Dies hat auch die AfD im Europawahlkampf gefordert. Wieder einmal zeigt sich, dass sie die Stimme der Vernunft in der deutschen und europäischen Politik ist.“

 


Palliativ-Mediziner warnen vor „Sterbehilfe“: Hospiz-Ausbau statt Euthanasie

Schmerzen bekämpfen statt Leben beenden

Der Angst vieler älterer Menschen vor einem unwürdigen und leidvollen Sterben in Pflegeheimen, Krankenhäusern oder auch zu Hause muss dringend mit einem flächendeckenden Ausbau der Palliativ- und Hospizversorgung begegnet werden.   vaccine_2_360_250_s_c1
Das hat die Deutsche Gesellschaft für Palliativmedizin (DGP) in einer aktuellen Stellungnahme gefordert.
Dazu gehöre zwingend ein verantwortlicher Palliativbeauftragter in jedem Krankenhaus und in jeder Pflegeeinrichtung sowie der Zugang zur Palliativversorgung über alle Lebensalter und alle lebensbedrohlichen Erkrankungen einschließlich der Demenz. 
Die Legalisierung des ärztlich assistierten Suizids ist aus Sicht der DGP der falsche Weg:„Derzeit werden die Optionen für die Begleitung am Lebensende nicht ausgereizt. Eine adäquate ambulante und stationäre Palliativversorgung kann den Wunsch nach Beihilfe zum Suizid in den allermeisten Fällen ausräumen“, erklärt Professor Lukas Radbruch, Präsident der wissenschaftlichen Fachgesellschaft, die annähernd 5000 in der Palliativversorgung tätige Mitglieder hat.Diese Auffassung vertritt auch der Präsident der Deutschen Palliativstiftung, Dr. Thomas Sitte:

„Ich weiß, dass der Wunsch nach Sterbehilfe oft aus Verzweiflung und Nicht-Wissen über die palliative Versorgung heraus aufkommt, aber alle belastenden Symptome schwerstkranker Kinder und Erwachsener können gelindert werden“, sagt er.

Sterben sei Teil des Lebens. Auch in schwerster Krankheit müsse es Hilfen geben durch ein tragfähiges Netzwerk. Immer noch seien aber die Rahmenbedingungen für eine gute Palliativversorgung unzureichend.

„Mit der Diskussion jetzt unter den gegebenen Bedingungen werden Menschen den Tod wünschen und erhalten, denen man durch mehr Anstrengung bei und zu einem Weiterleben verhelfen könnte“, warnt Dr. Sitte.

Quelle: http://www.aerztezeitung.de/politik_gesellschaft/sterbehilfe_begleitung/article/867680/sterbehilfe-palliativmediziner-warnen.html?sh=2&h=-591967477


Irak: Regierungschef Al-Abadi muß die Verfassung einhalten und den IS bekämpfen

Nach den Wahlen vor mehr als vier Monaten ist die neue Regierung des Irak am Montag vereidigt worden. Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder (siehe Foto):

„Der neue Ministerpräsident Haidar Al-Abadi muss die irakische Verfassung einhalten und den Wohlstand des Landes mit allen Volksgruppen teilen. Für die Menschen im Irak kann die Vereidigung der neuen Regierung ein erster Schritt in eine bessere Zukunft sein.

Foto: Markus Hammes

Foto: Markus Hammes

Denn nach dem Rücktritt von Premier Nuri al-Maliki im vergangenen Monat war die staatliche Einheit des Iraks immer stärker in Gefahr geraten. Die Armee und Sicherheitskräfte des Landes waren  –  ohne eine Zentralregierung in Bagdad  –  kaum in der Lage, den Angriffen der religiösen Extremisten standzuhalten.

Lediglich die kurdischen Peschmerga konnten, unterstützt durch die wichtigen Luftschläge der USA, die Truppen der Terrormiliz IS aufhalten.

Um den drohenden staatlichen Zerfall aufzuhalten und die IS-Terroristen zu stoppen, ist es notwendig, dass alle gemäßigten Kräfte im Irak die Stabilität des Landes über parteipolitische Erwägungen stellen. Ministerpräsident al-Abadi hat in seiner neuen Regierung nun alle Bevölkerungsgruppen vereint.

Damit sich die Wünsche der Menschen an die neue Regierung erfüllen, muss sich die Zentralregierung aber stärker als bisher für die Aussöhnung aller Volksgruppen und Minderheiten einsetzen und ihnen Teilhabe am Wohlstand gewähren.

Klar ist allerdings, dass es bis zu einer vollständigen Aussöhnung noch ein langer Weg sein wird.

Frieden im Nahen und Mittleren Osten kann es nur geben, wenn alle Religionen und Volksgruppen dauerhaft und gleichberechtigt zusammenarbeiten. Religiöser Fanatismus und Hass führen nur zu Elend und Staatszerfall.

Auf diesem nicht einfachen Weg der Versöhnung werden Deutschland und Europa ihre Nachbarn im Nahen und Mittleren Osten auch weiterhin unterstützen.“