Zentrale Kundgebung in Berlin will Zeichen gegen Judenhaß und Terror setzen

Unter dem Motto „Steh auf! Nie wieder Judenhass!“ findet am kommenden Sonntag in Berlin eine zentrale Kundgebung gegen antijüdische Aggression statt.

Hierzu erklärt der kirchen- und religionspolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Dr. Franz Josef Jung:

„Öffentliche Aggressionen und tätliche Angriffe gegen jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger lassen die CDU/CSU-Bundestagsfraktion nicht kalt. Seit einigen Jahren wachsen in unserer Mitte wieder ein selbstbewusstes jüdisches Leben und eine sichtbare jüdische Kultur.  767

Dieser große Vertrauensbeweis von Menschen jüdischen Glaubens in unser Land erfüllt uns mit Dankbarkeit und Demut. Umso mehr beschämt und verstört uns der Hass, der sich gerade in den letzten Wochen gegen Juden richtet. Hiergegen gilt es aufzustehen.

Die Kundgebung fordert uns alle auf, unsere Solidarität und unsere Verbundenheit mit unseren jüdischen Mitbürgern und dem jüdischen Volk zu zeigen. Wir müssen ein deutliches Zeichen dafür setzen, dass wir jegliche Aggression und Gewalt gegen unsere jüdischen Nachbarn ablehnen und geschlossen an ihrer Seite stehen.

Doch es geht um noch mehr: In den letzten Wochen haben wir entsetzt mit ansehen müssen, wie islamische Extremisten ganze Regionen des Nahen Ostens mit Terror überziehen, Christen, Jesiden und andere religiöse Minderheiten töten oder vertreiben. Sie missbrauchen Errungenschaften wie Religions- oder Meinungsfreiheit, auf denen unsere Demokratie und unser friedliches Zusammenleben beruhen, für ihre Zwecke – auch hier in Deutschland. Dies dürfen wir nicht zulassen!

Stehen wir daher am Sonntag gemeinsam auf, für ein Miteinander in Frieden und Freiheit gleich welcher Religion oder Herkunft – in Deutschland und in der Welt.“

Hintergrund:

Der Zentralrat der Juden lädt am Sonntag um 15 Uhr zu einer zentralen Kundgebung vor dem Brandenburger Tor ein. Neben Bundeskanzlerin Merkel werden auch höchste Vertreter der beiden großen christlichen Konfessionen in Deutschland sprechen, zuden der Präsident des Jüdischen Weltkongresses. Seitens der CDU/CSU-Bundestagsfraktion werden u.a. der Vorsitzende Volker Kauder und die Vorsitzende der CSU-Landesgruppe, Gerda Hasselfeldt, teilnehmen.


5 Kommentare on “Zentrale Kundgebung in Berlin will Zeichen gegen Judenhaß und Terror setzen”

  1. Bernhard sagt:

    Ich meinte keineswegs nur die Staatsgründung Israels, es hat mit dem gesamten Gebaren der Westlichen Welt, vor allem nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, zu tun. Ob „die israelischen Juden selber schuld“ waren, braucht man hier nicht zu diskutieren.

    Sicherlich findet sich im Koran und in der Hadithe Judenfeindschaft, es kommt aber immer darauf an, was real getan wird. Auch Christen haben schon Juden als „Mörder des Herrn“ verfolgt, andere Christen hingegen haben sie geschützt.

    Es ist bei den Muslimen heutzutage keineswegs so, dass alle die Kriege Mohammeds als Vorbild und Handlungsanweisung nähmen. Das war eine andere Zeit damals. Der Staat Israel nimmt ja auch nicht die teils blutrünstigen Schilderungen der Bücher Exodus und Joshua als Vorbild. Genau so lehnen viele Muslime auch die Vorgehensweise von Al Kaida bzw. IS ab.

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    • Guten Tag,
      zwischen der Schilderung vergangener Zeiten, wie im Buch Exodus und Joshua des Alten Testamentes geschehen, und allgemeinen AUFFORDERUNGEN zum Judenmord für die Zukunft (sowohl im Koran wie in der Hadithe) besteht sicherlich ein wesentlicher Unterschied.
      Zudem ist für Christen das Neue Testament ohnehin wichtiger als das AT, wobei auch im AT mit den Zehn Geboten (die im Koran und überhaupt im Islam fehlen!) ein zeitlos gültiger Moralkodex präsentiert wird.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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  2. quer sagt:

    Der Aufruf ist gut. Soweit, so gut. Aber diejenigen, welche dazu aufrufen, unterschreiben den unglückseligen Satz des ehem. Bundespräsidenten: „Der Islam gehört zu Deutschland“. Die Weiterführung dieses Satzes lautet: „Der darin innewohnende immerwährende Judenhaß ebenso“. Islam ohne Islam gibt es nicht. Was also gilt? Dem Aufruf zufolge kann es nur heißen: „Der Islam hat in diesem Lande keine Berechtigung und keine Existenz“ Diesen Satz würden 90% der gesamten Einwohnerschaft der BRD unterschreiben.

    Alles andere ist Augenwischerei und Heuchelei.

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    • Bernhard sagt:

      Sorry, aber das ist Unsinn. Juden haben über viele Jahrhunderte relativ unbehelligt unter islamischer Herrschaft gelebt. Wie war es denn in Spanien? Es gab ein blühendes jüdisches Leben unter den maurischen Herrschern, unter den christlichen wurden die Juden dann relativ schnell vertrieben. Auch ist mir nicht bekannt, dass es in der islamischen Welt eine latente bis offene Judenfeindschaft durch die Jahrhunderte gegeben hätte, wie es im „christlichen Abendland“ leider der Fall war.

      Die extreme Judenfeindschaft unter manchen (längst nicht allen) Muslimen heutzutage ist jüngsten Datums und hat seine Ursachen in der weltpolitischen Entwicklung nach dem 2. Weltkrieg (um es einmal vorsichtig neutral auszudrücken).

      Wo sie ihre 90% hernehmen wollen, weiß ich nicht; in einigen wenigen Kuhdörfern in Sachsen oder Brandenburg würden sie die vielleicht erreichen, nicht aber beim Durchschnitt der Bevölkerung.

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      • Guten Tag,
        eindeutige Judenfeindschaft findet sich im Koran und in der Hadithe (Überlieferungen Mohammeds), den schriftlichen „Säulen“ des Islam, in rauhen Mengen. Das „blühende jüdische Leben“ unter der maurischen Herrschaft war nicht zur zeitlich begrenzt, sondern sollte nicht darüber hinwegtäuschen, daß Juden zuvor gemeinsam mit den Christen ermordet und vertrieben wurden, als die islamischen Mauren Spanien militärisch eroberten (oder meinen Sie, jemand hätte sie dazu „eingeladen“?). Sodann begann schon Mohammed mit dem Massenmord an Juden (oder ist Ihnen das Massaker in Medina nicht bekannt?!).
        Überdies hat sich der Großmufti von Jerusalem (Mohammed al-Husseini) schon während der NS-Zeit mit dem Judenhaß Hitlers grundsätzlich solidarisiert; Husseini war gleichsam Hitlers arabischer Freund. Es kann also keine Rede davon sein, daß die extreme Judenfeindschaft ihre Ursache erst „nach dem 2. Weltkrieg“ hat, womit Sie vermutlich auf die Staatsgründung Israels anspielen. Schon kurz darauf wurde der junge Judenstaat von arabischer Seite angegriffen. Daran sind dann hoffentlich nicht auch noch die israelischen Juden selber schuld….?!
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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