FOTO-Bericht vom „Marsch für das Leben“ am 20. September 2014 in Berlin

Der diesjährige Lebensrechtler-Marsch in Berlin war der bislang erfolgreichste, was die Teilnehmerzahl betrifft:IMG_7875

Über 5000 Menschen haben Zeugnis gegeben für das Leben  –  mitten in Deutschlands Haupstadt, vor dem Bundeskanzleramt, vorbei am Brandenburger Tor und dem Berliner Dom. 

Zu den Teilnehmern der Kundgebung am vergangenen Samstag gehört auch unsere IMG_7772Lebensrechts-Freundin Doris de Boer aus Kevelaer am Niederrhein.

Doris ist katholische Journalistin und Familienmutter; von ihr erhielten wir jetzt diese Fotos, wofür wir ein herzliches Dankeschön sagen.IMG_7763

Das dritte Bild zeigt ein kleines Schild mit den Worten: „Jeder Mensch ist Würde-Träger“. IMG_7784

Unser Grundgesetz bekennt: „Die Würde des Menschen ist unantastbar.“ –  Letzlich liegt dies darin begründet, daß wir Geschöpfe Gottes sind, geschaffen nach Seinem Bilde.

Nicht allen Leuten ist allerdings klar, daß das ungeborene Kind ebenfalls ein uneingeschränktes Recht auf Leben besitzt, das ihm auch von staatlicher Seite nicht abgesprochen werden darf.

Das wichtigste aller Menschenrechte ist das Grundrecht auf Leben!  –  Um dies zu erkennen, muß man kein Christ sein, dazu genügen Vernunft und guter Wille.

Auch in diesem Jahr wurde der Berliner Marsch wieder von linksradikalen Kräften massiv gestört: siehe viertes Foto.IMG_7764

Ohne massive Polizei-Präsenz zum Schutz des Demonstrationsrechts wäre alles noch chaotischer verlaufen.

Der CDU-Bundestagsabgeordnete Hubert Hüppe, der sich seit Jahren an dieser Demonstration beteiligt, wurde von einem ZDF-Reporterteam sogar angerempelt. IMG_7787

Noch schlimmer war ein linksradikaler Anschlag auf die Herz-Hesu-Kirche in Berlin: http://www.bz-berlin.de/berlin/kolumne/berlin-schweigt-zum-anschlag-auf-eine-kirche#

Das fünfte Bild zeigt die Lebensrechtler, als sie am Reichstag vorbeiziehen  – teils mit Kinderwagen im Gefolge. IMG_7862

Das nächste Bild dokumentiert den Marsch, wie er sich auf den Berliner Dom zubewegt.

Erfreulicherweise war auch ein hoher katholischer Würdenträger dabei: Prälat Michael Fuchs kam als amtlicher Vertreter des Bischofs von Regensburg, Dr. Rudolf Voderholzer.

Unser letztes Foto zeigt den Regensburg Generalvikar als zweiten von rechts. Vorne sehen wir einen Sängerchor.

Text: Felizitas Küble
Fotos: Doris de Boer

 

 

 

 

 


Iran: Christlicher Pastor seit zwei Jahren in Haft – er wird von IS-Anhängern bedroht

Vor exakt zwei Jahren, am 26. September 2012, wurde der junge christliche Pastor und Ex-Muslim Saeed Abedini in Teheran/Iran inhaftiert. RTEmagicC__christenverfolgung_01.jpg

Am 27. Januar 2013 wurde er zu acht Jahren Haft u.a. wegen “Gründung von Hauskirchen” und “Gefährdung der nationalen Sicherheit” verurteilt. Im Gefängnis wird er immer wieder von ebenfalls inhaftierten IS-Anhängern bedroht und muss um sein Leben fürchten.

Die Lage der Menschenrechte in der Islamischen Republik Iran ist desaströs – trotz des seit gut einem Jahr amtierenden neuen Präsidenten Hassan Rohani.

Völlig Unschuldige werden inhaftiert, verfolgt und diskriminiert, fast täglich werden Menschen hingerichtet. Die Opfer sind Frauenrechtlerinnen wie Bahareh Hedayat, Konvertiten, die den Islam verlassen haben, Angehörige von religiösen Minderheiten wie Bahá’í und Sufis, Bürgerrechtler, Homosexuelle und ethnische Minderheiten.

Quelle: IGFM


IGFM klagt chinesische Regierung an, Nordkoreas Verbrechen zu unterstützen

Der stellv. Vorsitzende der CDU/CSU Fraktion, Arnold Vaatz, und die Internationale Gesellschaf für Menschenrechte (IGFM) haben auf einer Protestaktion vor der Botschaft Nordkoreas am Donnerstag schwere Vorwürfe gegen die chinesische Regierung erhoben.   
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Durch sein Verhalten gegenüber Nordkorea unterstützte das Politbüro in Peking aktiv und nachhaltig die Verbrechen von Kim Jong-un und dessen Regime. Dessen weltweit beispiellose Verbrechen gegen die Menschlichkeit wurden von einer Untersuchungskommission der Vereinten Nationen dokumentiert.

Die UN-Untersuchungskommission hatte am 17. Februar 2014 festgestellt, dass Nordkorea systematisch „Verbrechen gegen die Menschlichkeit“ gegen die eigene Bevölkerung einsetzt und „dringend“ zum sofortigen Handeln aufgerufen.

Doch sowohl von der nordkoreanischen Regierung als auch von seiner Schutzmacht China und von der Europäischen Union seien bisher Konsequenzen ausgeblieben, beklagt die IGFM.

Kommunistische Diktatur mit brutalem Lagersystem

In einem Schreiben an den nordkoreanischen Botschafter wies die IGFM darauf hin, dass die „Demokratische Volksrepublik Korea“ völkerrechtlich bindenden Menschenrechtsverträge breche, zu deren Vertragsstaaten auch Deutschland gehöre. Nachrichten_Gebetsmail_Kopfbalken.indd

Die Vereinten Nationen hatten Beweise über das Lagersystem, Versklavung, Folter, Mord, systematische Vergewaltigung, Zwangsabtreibungen, den planmäßigen Einsatz von Mangelernährung, „Verschwinden lassen“, Verfolgung aus politischen Gründen und andere Menschenrechtsverletzungen zusammengetragen.

IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin unterstrich:

„Heute vor 25 Jahren, am 25. September 1989, fand die erste Montagsdemonstration auf dem Ring in Leipzig statt. In Nordkorea ist etwas ähnliches derzeit ausgeschlossen. Das Regime hat die Nordkoreaner zu Sklaven in ihrer eigenen Heimat gemacht. Das die chinesische Regierung dieses System aktiv unterstützt ist unerträglich.“

Die IGFM fordert ausdrücklich auch die Freilassung der in Nordkorea gefangen gehaltenen US-Amerikaner. Sie würden von der nordkoreanischen Regierung als Spielball in der diplomatischen Auseinandersetzung missbraucht.

Zu ihnen gehört Kenneth Bae, der am 3. November 2012 in der Sonderwirtschaftszone Rason, auf Grund angeblicher „feindlicher Aktivitäten gegen die Republik“ festgenommen und zu 15 Jahren schwerer Zwangsarbeit verurteilt wurde  –  er hatte Fotos hungernder Kinder bei sich. Die Behörden werfen ihm vor, er habe den christlichen Glauben in Nordkorea verbreiten wollen.

Nordkorea: Verfolgung von „Volksfeinden“ und Christen

Schätzungen gehen von über 150.000 bis deutlich über 200.000 Häftlingen im nordkoreanischen Lagersystem aus. Die IGFM weist auf Sattelitenbilder hin, die zeigen, dass die Lager noch immer wachsen. China-Flagge-gr_02

In absolut unmenschlichen Lebensbedingungen würden die Menschen dort als Arbeitssklaven ausgebeutet.

„Die Häftlinge in den Lagern sind vom Regime zur willkürlichen Erniedrigung und Ermordung freigegeben. Überläufer des Wachpersonals berichten von Folter, Mord und unvorstellbaren Grausamkeiten“, berichtet IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Die Herrscherfamilie des Landes lässt sich nach Angaben der IGFM in einem beispiellosen „quasi-religiösen“ Personenkult verherrlichen. Vor allem dem Staatsgründer Kim Il-sung, aber auch seinem Sohn und seinem Enkel, dem aktuellen „Führer“ und Chef der kommunistischen Partei, werden übernatürliche Fähigkeiten zugeschrieben.

Der Staatsgründer wird Gott-ähnlich verehrt. Nordkorea hat sogar eine eigene Zeitrechnung eingeführt, die mit der Zeugung des „Großen Führers“ beginnt, so die IGFM. Aktuell befindet sich Nordkorea im Jahr 102 dieser „Juche“-Zeitrechnung.

Angehörige anderer Religionen, insbesondere Christen, werden nach Informationen der IGFM in diesem System als Konkurrenz und vermeintliche Bedrohung erbarmungslos verfolgt. Wie viele von Ihnen in Nordkorea noch leben und die Einweisung in eines der zum Teil riesigen Arbeitslager überlebt haben, ist unbekannt.

Online demonstrieren – auch in Pjöngjang

Diktaturen überleben nur, wenn ihre Verbrechen unbeachtet bleiben. Jeder kann mithelfen, das Schweigen zu brechen. Auf der Internetplattform UnS!lence der IGFM kann man als Demonstrant (virtuell) an Protesten in aller Welt teilnehmen – selbst da, wo es normalerweise unmöglich ist, z.B. in Pjöngjang.

Mitmachen ist ganz einfach: Unter der Adresse www.unsilence.de erscheint nach einem kurzen Intro-Videoclip ein Globus auf dem Bildschirm. Mithilfe der Maus kann er gedreht werden, um nach Protesten in verschiedenen Ländern zu suchen. Kurzinformationen an entsprechenden Markierungen geben an, wo gerade eine Demonstration stattfindet.

Eine kleine Anleitung, wie’s geht, findet sich unter: www.igfm.de/unsilence

Weitere Info zu Nordkorea: www.igfm.de/nordkorea/


Syrien: IS zerstörte die Gedächtniskirche für die Opfer des Armenier-Genozids

Die Terrorbande „Islamischer Staat“ (IS) hat die Gedächtniskirche für die Opfer des Genozids (Völkermords) an den Armeniern in der syrischen Stadt Deir al Zor gesprengt.

Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto): foto_2

„Die Dschihadisten des IS haben im Rahmen ihrer Vernichtungsstrategie gegen die religiösen Minderheiten in Syrien und im Irak weitere heilige Stätten zerstört.

Mit der Sprengung der Gedächtniskirche in der syrischen Stadt Deir al Zor haben diese Vandalen nun einen zentralen Gedenkort für die Opfer des Genozids an den Armeniern dem Erdboden gleichgemacht.

Dies trifft die Armenier bis ins Mark. In Deir al Zor versammelten sich jedes Jahr am 24. April Armenier aus aller Welt, um an den Völkermord von 1915 und 1916 zu erinnern. Damals starben in der Ebene entlang des Euphrats hundertausende Armenier, die die ‚Deportation‘ aus der Türkei überlebt hatten.

Die Kirche war Gedenkort, Museum und letzte Ruhestätte für die Gebeine unzähliger Opfer, die dort ermordet wurden. Wenn sich der Beginn des Genozids im kommenden Jahr zum hundertsten Mal jährt, wird es in Deir al Zor keine Gedenkfeier mehr geben.

Die IS-Terroristen zeigen nicht allein vor den Kirchen der Christen keinen Respekt. Zuletzt sprengten sie in Mossul das von muslimischen Sufis verehrte Grabmal des Propheten Jonas, dann die religiösen Stätten der Jesiden. Diese Zerstörungen zentraler religiöser Stätten sind barbarische Akte gegen das kulturelle Erbe der Minderheiten, die wir scharf verurteilen.“


„Lass gedeihen das Werk unserer Hände“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 90 (89),3-4.5-6.12-13.14.17.

Du läßt die Menschen zurückkehren zum Staub
und sprichst: „Kommt wieder, ihr Menschen!“
Denn tausend Jahre sind für dich,
wie der Tag, der gestern vergangen ist,
wie eine Wache in der Nacht.

Von Jahr zu Jahr säst du die Menschen aus;
sie gleichen dem sprossenden Gras.
Am Morgen grünt es und blüht,
am Abend wird es geschnitten und welkt.

Unsere Tage zu zählen, lehre uns!
Dann gewinnen wir ein weises Herz.
HERR, wende dich uns doch endlich zu!
Hab Mitleid mit deinen Knechten!

Sättige uns am Morgen mit deiner Huld!
Dann wollen wir jubeln und uns freuen all unsre Tage.
Es komme über uns die Güte des HERRN, unsres Gottes.
Laß das Werk unsrer Hände gedeihen,
ja, laß gedeihen das Werk unsrer Hände!