EAK der CSU kritisiert Deutschen Ethikrat in puncto Inzest-Liberalisierung

Der Evangelische Arbeitskreis (EAK) der CSU teilt die Kritik an der Forderung des Deutschen Ethikrates, das Inzestverbot in bestimmten Fällen aufzuheben. DSC00254

Der Ethikrat will den einvernehmlichen Geschlechtsverkehr erwachsener Geschwister sowie von Personen über 14 Jahren mit erwachsenen Geschwistern erlauben  –  vorausgesetzt, dass diese nicht mehr in der gleichen Familie leben.

Dies sei ein „individualistischer und Lust orientierter Gesellschaftsentwurf“, kritisierte der bayerische EAK-Landesvorsitzende, Bundeslandwirtschaftsminister Christian Schmidt.

Es werde übersehen, „dass wir auch für die nach uns lebenden Generationen Verantwortung tragen“. Bei Beischlaf unter Geschwistern ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass daraus behinderte Kinder hervorgehen.

Schmidt zufolge diskriminiert das Inzestverbot niemanden, „sondern es begrenzt begründet“.  

Quelle: http://www.idea.de

Bild: Evita Gründler


München: Eindrucksvolle Ausstellung mit Werken der Autorin Herma Kennel

Von Susanne Habel

Im Sudetendeutschen Haus in München wird bis Ende Oktober 2014 die Ausstellung „Gemalte Idyllen – beschriebene Katastrophen“ mit Gemälden und Illustrationen der Schriftstellerin Herma Kennel (siehe Foto) gezeigt. Herma_Kennel_SH_kll

Die Autorin hatte sich mit dem Werk „BergersDorf“ über die Geschichte des gleichnamigen Ortes in Mähren einen Namen gemacht und sogar kriminalistische Ermittlungen in Gang gesetzt.

Die 1944 bei Pirmasens in Rheinland-Pfalz geborene Schriftstellerin Herma Kennel stellte in ihrem Buch „BergersDorf“ (Prag 2003) die Geschichte des gleichnamigen mährischen Dorfes in der Iglauer Sprachinsel dar, das heute in der Tschechischen Republik liegt.

Sie rekonstruierte dafür exakt die Geschehnisse in der betreffenden Region an der Grenze von Böhmen und Mähren  –  und das für den großen Zeitraum von 1939 bis 1945  –  und schrieb ein packendes Buch. Kennel-Gouda_SH_kll

Es schilderte auch, wie in Bergersdorf/Kamenná bei Dobrenz/Dobronín nach Ende des Zweiten Weltkriegs im Mai 1945 viele Deutsche umgebracht wurden.

Mindestens 15 Deutsche wurden von Tschechen massakriert und auf der nahe gelegenen „Budinka-Wiese“ verscharrt wurden. Kennel trat mit ihrem Buch die Untersuchung und polizeiliche Ermittlung dieser Verbrechen los.

2010 wurden die Gebeine von zwölf der Toten von der „Budinka-Wiese“ exhumiert und 2012 in Iglau/Jihlava beigesetzt, alles eine Folge der mutigen Publikation von Herma Kennel, die auch auf Tschechisch erschien.

Herma Kennel freute sich bei der Ausstellungseröffnung, dass sie nun auch ihre Kunstwerke der Öffentlichkeit präsentieren könne, die im Sudetendeutschen Haus einen ansprechenden Rahmen fänden. Kennel_Bilder

Die Veranstalterin, die Heimatpflegerin der Sudetendeutschen Zuzana Finger, erklärte dazu: „Die neue Ausstellung zeigt nicht die von Herma Kennel beschriebenen historischen Katastrophen, sondern ihre idyllischen Kunstwerke.“

Kennels naive Gemälde sind von ihrem Aufenthalt in Rumänien in den Achtzigern geprägt und ihre Kinderbuchillustrationen führen in eine lustige Tier- und Bärenwelt: Zauberhafte Idyllen einer kritischen Ermittlerin

Ausstellungsdauer bis Dienstag, 28.Oktober 2014: „Gemalte Idyllen – beschriebene Katastrophen. Gemälde von Herma Kennel“ im Sudetendeutschen Haus, Hochstraße 8 in 81669 München.  –  Von Montag bis Freitag: 9  –  18.30 Uhr.

Text und Fotos: Susanne Habel

 


Denk an den Schöpfer in deiner Jugend, ehe die „silberne Schnur“ zerreißt

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Kohelet 11,9-10.12,1-8:

Freu dich, junger Mann, in deiner Jugend, sei heiteren Herzens in deinen frühen Jahren! Geh auf den Wegen, die dein Herz dir sagt, zu dem, was deine Augen vor sich sehen. Aber sei dir auch bewußt, daß Gott dich für alles zur Rechenschaft ziehen wird. media-390606-2 - Kopie

Halte deinen Sinn von Ärger frei, und schütz deinen Leib vor Krankheit; denn die Jugend und das dunkle Haar sind Windhauch.

Denk an deinen Schöpfer in deinen frühen Jahren, ehe die Tage der Krankheit kommen und die Jahre dich erreichen, von denen du sagen wirst: Ich mag sie nicht!, ehe Sonne und Licht und Mond und Sterne erlöschen und auch nach dem Regen wieder Wolken aufziehen:

am Tag, da die Wächter des Hauses zittern, die starken Männer sich krümmen, die Müllerinnen ihre Arbeit einstellen, weil sie zu wenige sind, es dunkel wird bei den Frauen, die aus den Fenstern blicken, und das Tor zur Straße verschlossen wird; wenn das Geräusch der Mühle verstummt, steht man auf beim Zwitschern der Vögel, doch die Töne des Lieds verklingen; selbst vor der Anhöhe fürchtet man sich und vor den Schrecken am Weg; der Mandelbaum blüht, die Heuschrecke schleppt sich dahin, die Frucht der Kaper platzt, doch ein Mensch geht zu seinem ewigen Haus, und die Klagenden ziehen durch die Straßen  –

ja, ehe die silberne Schnur zerreißt, die goldene Schale bricht, der Krug an der Quelle zerschmettert wird, das Rad zerbrochen in die Grube fällt,
der Staub auf die Erde zurückfällt als das, was er war, und der Atem zu Gott zurückkehrt, der ihn gegeben hat.
Windhauch, Windhauch, sagte Kohelet, das ist alles Windhauch.