Verfassungsschutz-Präsident warnt vor zurückkehrenden IS-Kämpfern

Brutale Szenarien wie in Australien auch hierzulande denkbar

Der Präsident des Verfassungsschutzes, Hans-Georg Maaßen, hat eindringlich vor zurückgekehrten Islamkämpfern in Deutschland gewarnt.

„Erschreckend ist, daß die Leute wohl in Teilen absolut verroht sind“, sagte er dem Fernsehsender N24. Die Männer würden in sozialen Netzwerken mit Fotos von Leichen und abgeschlagenen Köpfen posieren. „Das sind Personen, die wahrscheinlich schwere oder schwerste Verbrechen begangen haben.“ 47006

Deutschlands oberster Verfassungsschützer geht von „weit über 120 Personen“ aus, die im Ausland Kriegserfahrungen gesammelt haben und mittlerweile nach Deutschland zurückgekehrt sind. Davon sei nur ein Teil desillusioniert oder frustriert.

„Ich glaube, der überwiegende Teil der Personen findet es nach wie vor gut, was er da gemacht hat, findet es nach wie vor ‘cool’, daß sie da waren.“  – Wer einmal einen Mord begangen habe, sei dazu auch in Deutschland in der Lage.

Nur ein Teil der Rückkehrer habe sich gegenüber dem Verfassungsschutz glaubhaft von der Ideologie des Islamischen Staates distanziert. „Wir gehen davon aus, daß die Leute zu allem bereit sind.

Viele Islamkämpfer könnten auch in Deutschland Anschläge begehen. Szenarien wie in Australien, wo IS-Sympathisanten zufällige Passanten entführen und enthaupten wollten, seien auch hierzulande jederzeit denkbar. „Die Mentalität dürfte ähnlich sein.“

Das alles sei zwar Anlaß zur Sorge, aber noch kein Grund, Angst zu haben. Deutschland befände sich bereits seit vielen Jahren im Fokus des internationalen radikal-islamischen Terrorismus, sagte Maaßen. Deutsche Sicherheitsbehörden hätten aber die Kontrolle behalten. „Ich glaube, wir haben die Lage ganz gut im Griff.“

Quelle: http://www.jungefreiheit.de


Syrien/Irak: Katholischer Patriarch beklagt „Völkermord an Christen und Minderheiten“

„Jetzt wollen sie uns buchstäblich an den Kragen

Jahrhunderte lang war der Nahe Osten ein Ort des Zusammenlebens verschiedener Religionen, doch jetzt leert sich die Region von Christen und anderen, nicht-muslimischen Minderheiten.

Was hier im Gange ist, ist der Untergang des Prinzips „Toleranz“ selbst, sagt der syrisch-katholische Patriarch Ignace Joseph III. Younan (siehe Foto), der in den Bergen oberhalb der libanesischen Hauptstadt Beirut residiert.

„Wir können das einen Exodus nennen oder einen Völkermord  –  das ist ein Desaster, das im 21. Jahrhundert eigentlich nicht akzeptabel ist. Wie kann man es nur zulassen, dass friedliche Menschen einfach nur deshalb, weil sie eine andere Religion bekennen als den Islam, verfolgt werden?

Bisher gab es ein Zusammenleben, aber jetzt wollen sie uns buchstäblich an den Kragen!  – Im Land zu bleiben, ist für uns Christen eine Riesen-Herausforderung. Wie sollen wir etwa unsere jungen Leute davon überzeugen, Zeugnis für ihren Glauben zu geben? Die sagen uns: „Aber die anderen wollen doch gar keinen Dialog, die akzeptieren uns nicht, die erkennen uns nicht an!“

Die westliche Allianz, die Ziele der Terroristen des „Islamischen Staats“ bombardiert, betont in diesen Tagen immer wieder: Wir führen keinen Krieg gegen den Islam, sondern wir wollen den Terrorismus bekämpfen. So sieht der Patriarch das auch: 4077304320

„Ja, wir können und wir dürfen absolut keine Religion bekämpfen! Aber wir haben das Recht und auch die Pflicht, den Islamführern zu sagen:

Seid bitte klar, und seid deutlich, wenn ihr betont, dass man Menschen nicht töten darf, egal zu welcher Religion sie gehören; dass das ein schwerwiegendes Verbrechen ist und keineswegs gottgefällig. Das sind Handlungen gegen die Zivilisation selbst. Das sagen auch die Regierungen der arabischen Länder, der Golfstaaten – aber vielleicht nicht nachdrücklich genug.

Ich appelliere an unsere christlichen Gläubigen, an alle syrischen Katholiken und Orthodoxen, die in letzter Zeit Schlimmeres erleiden als alle anderen, weil unsere klassischen Siedlungsgebiete angegriffen worden sind. Lasst trotz allem die Hoffnung nicht fahren! Wir werden alles tun, um ihre Stimme in der ganzen Welt hörbar zu machen.“

Zur syrisch-katholischen Kirche gehören etwa 130.000 Gläubige; die meisten von ihnen leben in Syrien und im Libanon. Ihre liturgische Sprache ist Aramäisch, die Sprache Christi.

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2014/09/27/%E2%80%9Ev%C3%B6lkermord_an_christen_und_minderheiten%E2%80%9C/ted-827657

Wenn der Ungerechte umkehrt, wird er leben

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Ezechiel 18,25-28:

So spricht der HERR: Ihr sagt: Das Verhalten des HERRN ist nicht richtig. Hört doch, ihr vom Haus Israel: Mein Verhalten soll nicht richtig sein?  – Nein, euer Verhalten ist nicht richtig.

Wenn der Gerechte sein rechtschaffenes Leben aufgibt und Unrecht tut, muß er dafür sterben. Wegen des Unrechts, das er getan hat, wird er sterben.

Wenn sich der Schuldige von dem Unrecht abwendet, das er begangen hat, und nach Recht und Gerechtigkeit handelt, wird er sein Leben bewahren. Wenn er alle Vergehen, deren er sich schuldig gemacht hat, einsieht und umkehrt, wird er bestimmt am Leben bleiben. Er wird nicht sterben.