Am 27. November startet „The Green Prince“ bundesweit in deutschen Kinos

Der Palästinenser Mosab H. Yousef („Sohn der Hamas“) wird israelischer TOP-Agent und Christ

Film-Daten: „The Green Prince“, Regie: Nadav Schirman, Deutschland, Israel, Großbritannien 2014, 95 Min., OmU, FSK 12

Mosab Hassan Yousef sitzt mit dem Rücken zur Wand. Die Augen richtet er stets zur Tür. Er wechselt immer wieder seine Wohnung. Er(Filmplakat: The Green Prince) tut dies, um am Leben zu bleiben. Für sein Volk und seine Familie ist er ein Verräter.

Mosab ist allein. Sein einziger Freund ist sein ehemaliger Feind.

Mosabs Vater ist der palästinensische Scheich Hassan Yousef, eines von sieben Gründungsmitgliedern der Hamas. Er sitzt im Gefängnis. Es war Mosab, der ihn verhaften ließ – zu seinem Schutz. 

Länger als ein Jahrzehnt war Mosab unter dem Code-Namen „The Green Prince“ (Der grüne Prinz) der wichtigste Informant für Israels Inlands-Geheimdienst Schin Bet. Er gefährdet mehrfach sein Leben, um als Informant in das Herz der Organisation seines Vaters vorzudringen.

Zugleich bekehrt er sich vom Islam zum Christentum.

Mosabs israelischer Kontaktmann Gonen Ben Itzhak, einst Agent des Geheimdienstes mit großen Aufstiegschancen, riskierte alles, sogar eine Verurteilung als Landesverräter, um Mosab (siehe Foto) zu beschützen.

Das spezielle Band zwischen Mosab und Gonen brachte eine der ungewöhnlichsten und effektivsten Partnerschaften in der Geschichte des israelischen Geheimdienstes hervor.

Mosabs und Gonens Zusammenarbeit führte zu Verhaftungen hochrangiger Terroristen, verhinderte eine Reihe von Selbstmordanschlägen und deckte Geheimnisse auf, die unmittelbaren Einfluss auf die politischen Ereignisse der Region hatten.  140731_Yousef

Vor dem Hintergrund der jüngsten Ereignisse im Nahen Osten stellt Nadav Schirmans vielschichtiger „Real-Life“-Thriller weitverbreitete Vorurteile infrage.

Für THE GREEN PRINCE arbeitet Schirman erstmals mit den oscarprämierten Produzenten John Battsek und Simon Chinn zusammen, die bereits Welterfolge wie MAN ON WIRE, EIN TAG IM SEPTEMBER und SEARCHING FOR SUGARMAN produzierten.

Das Ergebnis der Zusammenarbeit ist ein fesselndes Zeugnis über Terror, Verrat, die Unmöglichkeit der richtigen Entscheidung und einer Freundschaft, die alle Grenzen überwindet. Seine Premiere feierte der Film auf dem Sundance-Film-Festival, wo er den Publikumspreis für den besten Dokumentarfilm erhielt.

Neben dem offiziellen Kinostart am 27. November wird es am 23. November in Anwesenheit des Regisseurs eine Premiere im Filmmuseum Frankfurt geben sowie am 30. November um 11 Uhr eine Matinee im ARRI.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin

Weitere FILM-Infos: http://de.wikipedia.org/wiki/The_Green_Prince

Siehe hierzu unsere ausführliche Buchbesprechung zu „Sohn der Hamas“, der Basis für diesen Film: https://charismatismus.wordpress.com/2014/09/29/sohn-der-hamas-ein-palastinensischer-steinewerfer-wird-israelischer-top-agent-und-findet-zu-christus/

 


Warum diese „Vision“ von Pater Pio nicht himmlischen Ursprungs sein kann

Von Felizitas Küble

Auf der traditionsbewegten Internetseite „Katholisches.info“ erschien am 29. Oktober 2014 ein Beitrag, der von einer Jesus-Erscheinung berichtet, die der berühmte Pater Pio schon in jungen Priesterjahren erlebt haben will. christus

Sofern jene Vision überhaupt korrekt überliefert wurde, sollten wir vorweg bedenken, daß selbstverständlich auch Heilige von unechten „Erscheinungen“ und „Offenbarungen“ genarrt werden können, denn Heiligkeit beinhaltet durchaus nicht Vollkommenheit oder gar Allwissenheit.

Zudem bedeutet eine Heiligsprechung keineswegs, daß das betreffende Vorbild immer schon heilig war und lebte, sondern daß jene Persönlichkeit zum Zeitpunkt des Todes einen heiligmäßigen, sog. „heroischen“ bzw. heldenhaften Tugendgrad erreicht hat.

Es ist in der Religionswissenschaft seit langem bekannt, daß sich sogar große Heilige hinsichtlich scheinbar „übernatürlicher“ Erfahrungen geirrt haben; bedenken wir zB. jene Marienerscheinung der hl. Kirchenlehrerin Katharina von Siena, bei der die seligste Jungfrau ihr erklärt haben soll, daß sie keineswegs unbefleckt empfangen worden sei. (Der Glaubenssatz von Mariens makelloser Empfängnis war damals im Hochmittelalter noch kein Dogma, sondern wurde unter Theologen kontrovers diskutiert.)

Warum sollte es nun bei Pater Pio nicht ebenfalls Visionen gegeben können, zumal in noch recht jungen Jahren, die offensichtlich nicht übernatürlichen Ursprungs sind?

Gerade die nun von „Katholisches.info“  –  freilich völlig unkritisch präsentierte  – „Jesus-Erscheinung“ enthält zahlreiche typische Merkmal der Falschmystik, was in diesem Fall zudem bereits auf den ersten Blick erkennbar ist.

Doch zunächst zum Bericht von „Katholisches.info“. Dort wird jene Erscheinung als „prophetische Schau des hl. Pater Pio“ gewürdigt und folgendermaßen eingeleitet:

„In unserer Zeit der Verwirrung, der Mystifizierungen, des Betrugs und des Irrtums, zu denen auch falsche „Propheten“ und eine falsche Flucht in zweifelhafte Prophezeiungen gehören, ist es besonders interessant, zu lesen, was der Heilige Pater Pio von Pietrelcina am 7. April 1913 seinem Beichtvater Pater Agostino schrieb. In diesem unter Leiden zustandegekommenen Brief beschreibt der Heilige eine Erscheinung, die er hatte.“

Zunächst hat die Redaktion natürlich recht, wenn sie allgemein vor falschen Propheten und „zweifelhaften Prophezeiungen“ warnt. Merkwürdig aber, wenn diese nüchterne Vorsicht gänzlich unterbleibt, sobald es um Pater Pio und jene Erscheinung geht, welche dieses Traditionsportal so blauäugig präsentiert.

Nachfolgend zitieren wir diese „Offenbarung“ Stück für Stück und kommentieren sie jeweils nach einem entsprechenden Abschnitt:

„Am Freitag morgen war ich noch im Bett, als mir Jesus erschien. Er war völlig entstellt und mitgenommen. Er zeigte mir eine große Zahl von Ordens- und Weltpriestern, unter ihnen hohe kirchliche Würdenträger. Ein Teil zelebrierte, ein Teil weigerte sich und ein anderer Teil legte die heiligen Gewänder ab.“

Warum ist Christus dem Geistlichen denn erschienen, als dieser noch im Bette lag?  –  Ist eine liegende Haltung wohl die passende dafür?  – Kann man sich liegend im Bett ohne weiteres hinknieen, um Christus anzubeten?  chrkn

Sodann: Warum war unser HERR denn „völlig entstellt und mitgenommen“?  Was heißt „entstellt“ angesichts der Tatsache, daß Christus GOTT ist, daß er im Himmel als der auferstandene und verklärte König des Himmels regiert, der zur Rechten des Vaters sitzt und wiederkommen wird in Herrlichkeit?!

„Der Anblick Jesu im Seinem Leiden betrübte mich sehr, weshalb ich Ihn nach dem Grund Seines Leidens fragen wollte. Ich erhielt keine Antwort. Sein Blick richtete sich jedoch erneut auf jene Priester. Doch kurz darauf wandte Er geradezu entsetzt Seinen Blick ab und richtete ihn zu meinem großen Entsetzen auf mich. Ich sah zwei große Tränen, die über Seine Wangen flossen. Er entfernte sich von den betrübenden Priestern mit einem Ausdruck der Abscheu auf seinem Gesicht und rief: „Metzger!“.“

Die Heilige Schrift verheißt uns, daß es im Himmel keine Tränen mehr gibt, keine Leiden und keinen Schmerz, sondern vollkommene Glückseligkeit in der Gottes- und Nächstenliebe. Wenn dies schon die geretteten Menschen dieses unendliche Glück so freudenreich erleben dürfen, um wieviel mehr gilt dies dann für GOTT selbst in seinem Sohn Jesus Christus!

Warum sollte unser göttlicher Erlöser jene Priester auf Erden, die nicht nach seinem Willen leben, als „Metzger“ bezeichnen? –  Eine völlig unsinnige Vorstellung, sowohl inhaltlich wie sprachlich!

„An mich gewandt sagte er: „Mein Sohn, glaube nicht, mein Todesleiden dauerte drei Stunden, nein; ich werde wegen der von mir besonders begünstigten Seelen bis zum Ende der Welt im Todesleiden sein. Während der Zeit meiner Agonie, mein Sohn, soll man nicht schlafen.“

Christus hat sein Heilsopfer ein für allemal auf Golgotha vollzogen; daher dauert sein „Todesleiden“ keineswegs an. Auch die heilige Messe ist keine Wiederholung des Kreuzesopfers, sondern die sakramentale Vergegenwärtigung dieses  e i n e n  einzigen Opfers auf Golgotha!

Foto: E. Gründler

Foto: E. Gründler

Daß Jesus angeblich deshalb „bis zum Ende der Welt im Todesleiden“ lebt wegen der von ihm „besonders begünstigten Seelen“, ist theologisch kompletter Unfug.

„Meine Seele ist auf der Suche nach einem Tropfen menschlicher Ehrfurcht und des Mitleids, aber sie lassen mich allein in ihrer Gleichgültigkeit. Der Undank und der Schlaf meiner Priester verstärken meine Agonie. Wie schlecht erwidern sie doch meine Liebe! Was mich am meisten betrübt ist, daß sie zu ihrer Gleichgültigkeit noch ihre Verachtung und ihre Ungläubigkeit hinzufügen.“

Diese „schmachtenden Seufzer“ nach menschlichem Mitleid etc. sind des göttlichen Erlösers unwürdig und können daher nicht von IHM stammen, ebensowenig der offensichtlich unzutreffende, weil verallgemeinernde Satz: „Der Undank und der Schlaf meiner Priester….“  – Es müßte dann vielmehr heißen: „Eines Teils meiner Priester“.

„Wie viele Male war ich drauf und dran sie dahinzuraffen, wäre ich nicht durch die Engel und die mich liebenden Seelen zurückgehalten worden … Schreib Deinem [Beicht]Vater und berichte ihm, was Du an diesem Morgen von mir gesehen und gehört hast. Sag ihm, er soll Dein Schreiben dem Vater Provinzial zeigen …“

Eine geradezu lächerliche Vorstellung, daß der himmlische Heiland „viele Male drauf und dran“ (!) war, die unwürdigen Priester „dahinzuraffen“ (!)  – und daß sein Zorn von „liebenden Seelen“ und Engeln „zurückgehalten“ wurde. Welch ein primitives Bild wird hier vom göttlichen Erlöser gezeichnet, der sich noch dazu als GOTT angeblich von Geschöpfen (!)  – nämlich frommen Seelen und Engeln  – in seinem Verhalten leiten und lenken läßt.

Zudem entsteht der Eindruck, als würden diese Geschöpfe eine Art „Mittler-Funktion“ zwischen dem Zornes-Jesus und uns sündigen Menschen einnehmen. In Wahrheit ist aber Christus selbst der Mittler zwischen dem himmlischen Vater und der ohne IHN verlorenen Menschheit.

„Jesus fügte noch anderes hinzu, aber das, was Er sagte, werde ich nie irgendeinem Geschöpf in dieser Welt enthüllen können. Diese Erscheinung verursachte mir solche Schmerzen im Körper, aber mehr noch in der Seele, daß ich den ganzen Tag liegenbleiben mußte und gedacht hätte, sterben zu müssen, wenn der süßeste Jesus mir nicht bereits enthüllt hätte.“

Das Christentum bietet keine „Geheimlehre“; es ist keine „Mysterienreligion“ für höher Eingeweihte und besonders „Erleuchtete“, sondern gründet auf einer klaren, für jedermann verständlichen Verkündigung.  Warum sollte nun Christus einem jungen Geistlichen rätselhafte Geheimnisse mitteilen, die der Priester „nie irgendeinem Geschöpf in dieser Welt enthüllen“ kann?

Fragen über Fragen, die aber eines enthüllen –  und das ist sicher kein Geheimnis: Diese Jesus-Erscheinung kann schon aus einfachen theologischen Gründen nicht vom Himmel selbst bewirkt sein.

Felizitas Küble leitet den KOMM-MIT-Verlag und das Christoferuswerk in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt.


IRAN: Junge Frau verhaftet, weil sie ein Volleyballspiel anschauen wollte

Ghoncheh Ghavami wird seit dem 30. Juni 2014 im berüchtigten Evin-Gefängnis in Teheran gefangen gehalten. Sie hatte an einem friedlichen Protest teilgenommen: Für das Recht von Frauen, Volleyballspiele ansehen zu dürfen. Ghoncheh Ghavami

Bei dem Versuch, ein Länderspiel zwischen dem Iran und Italien anzuschauen, wurde sie verhaftet.

Nach über drei Monaten ohne Anklage fand am 14. Oktober eine Verhandlung statt  –  ein Urteil wurde nicht bekannt gegeben, ihre Freilassung weiter verschleppt. Ihrem Anwalt wird jetzt sogar die Besuchserlaubnis verweigert.

[zum Appell für Ghonchehs sofortige Freilassung  …] 

[mehr Infos zum Fall von Ghoncheh …]


Jerusalem: Regierungschef Netanjahu zum Terroranschlag auf einen Rabbiner

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu (siehe Foto) berief gestern eine Diskussionsrunde zur Sicherheitslage in Jerusalem ein. Hintergrund ist der Terroranschlag, bei dem gestern Abend Rabbiner Yehuda Glick erschossen wurde.  netanyahu07-14

An der Diskussion nahmen Verteidigungsminister Moshe Yaalon, der Minister für Öffentliche Sicherheit, Itzhak Aharonovitch, der Chef des israelischen Sicherheitsdienstes (ISA), Yoram Cohen, Polizeipräsident Yohanan Danino, der  Polizeikommandant für den Bezirk Jerusalem, Moshe Edri, sowie der Jerusalemer Bürgermeister Nir Barkat und Vertreter der Staatsanwaltschaft, des Verteidigungsministeriums und der Verteidigungsstreitkräfte teil.

Ministerpräsident Netanyahu sagte zu Beginn des Treffens:

„Ich möchte zunächst meine besten Genesungswünsche für Yehuda Glick aussprechen, der jetzt um sein Leben kämpft. Ich möchte ISA und der Polizei mein Lob aussprechen, die diesen Akt des Terrorismus schnell beendet haben.

Vor einigen Tagen sagte ich, dass wir uns mit einer Welle der Aufhetzung durch radikale islamistische Kräfte und durch den Präsidenten der PA konfrontiert sehen. Abu Mazen sagte, dass Juden unter allen Umständen davon abgehalten werden sollen, auf den Tempelberg zu gehen. Ich habe noch immer kein Wort der Verurteilung dieser aufrührerischen Worte durch die internationale Gemeinschaft gehört.

Die internationale Gemeinschaft sollte diese Heuchelei aufgeben und gegen alle vorgehen, die anstacheln und den Status quo verändern wollen. Ich habe eine deutliche Verstärkung der Sicherheitskräfte angeordnet, so dass wir die Sicherheit in Jerusalem und den Status quo in den heiligen Stätten aufrechterhalten können. (…)

Keine Seite sollte das Gesetz in die eigenen Hände nehmen. Wir müssen besonnen, entschlossen und verantwortlich handeln.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Christus heilt einen kranken Mann am Sabbat

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lk 14,1-6:

Als Jesus an einem Sabbat in das Haus eines führenden Pharisäers zum Essen kam, beobachtete man ihn genau. Da stand auf einmal ein Mann vor ihm, der an Wassersucht litt. media-390606-2

Jesus wandte sich an die Gesetzeslehrer und die Pharisäer und fragte: Ist es am Sabbat erlaubt zu heilen oder nicht?   –  Sie schwiegen. Da berührte ER den Mann, heilte ihn und ließ ihn gehen.

Zu ihnen aber sprach ER: Wer von euch wird seinen Sohn oder seinen Ochsen, der in den Brunnen fällt, nicht sofort herausziehen, auch am Sabbat?

Darauf konnten sie ihm nichts erwidern.

 


Prof. Bernd Lucke (AfD): Eurozone steckt in ihrer schwersten ökonomischen Krise

„Die EU macht den Stabilitätspakt zu einem leeren Popanz“, kritisiert Professor Bernd Lucke, Bundessprecher der AfD (Alternative für Deutschland) und Europa-Abgeordneter, die Entscheidung der EU-Kommission, „Verständnis, Geduld und Nachsicht“ gegenüber Frankreichs und Italiens Haushaltsplanungen walten zu lassen: AFD_EU_Abgeordnete - Kopie

„Es ist unverständlich und unverantwortlich, dass zwei Tage vor ihrem Amtsende die alte Barroso-Kommission Frankreich und Italien einen Persilschein ausstellt.“  

Diese Entscheidung habe nachteilige Folgen weit in die Amtszeit der neuen Kommission hinein, so dass diese die Entscheidung eigentlich hätte verantworten müssen: „Aber so kann die neue Kommission sich immer unter Verweis auf die Fehler ihrer Vorgängerin reinwaschen – obwohl ja zum Teil dasselbe Personal weiteramtiert.“

EU-Kommission verhindert Sanktionen sogar ohne Begründung 

Es zeige sich jetzt, dass die Kanzlerin den Wählern Trugbilder vorgegaukelt habe, als sie von „quasi-automatischen Sanktionen“ gegen Defizitsünder geredet habe.

Tatsächlich könne die EU-Kommission in jedem Fall verhindern, dass Sanktionen verhängt würden. „Kommissar Katainen begründet noch nicht einmal, warum Frankreich und Italien die EU-Vorgaben nicht erfüllen muss, die vor 14 Tagen noch als maßgeblich galten“, so Lucke. „In Brüssel scheint die Willkür zu regieren – oder die politische Willfährigkeit“.

„Aufgrund übermäßiger Staatsschulden steckt die gesamte Eurozone in ihrer schwersten ökonomischen Krise“, erklärt Lucke. Daher sei es unverständlich, dass die EU-Kommission gerade gegenüber den am höchsten verschuldeten Staaten immer wieder nachgebe und Aufschub gewähre:

„Der Stabilitätspakt gilt für alle. Man kann keine gemeinsame Währung haben, wenn für manche Länder stets eine Extrawurst gebraten wird.“


Der hl. Apostel Paulus empfiehlt den Christen die „Waffenrüstung Gottes“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Eph 6,10-20:

Brüder! Werdet stark durch die Kraft und Macht des HERRN. Zieht die Rüstung Gottes an, damit ihr den listigen Anschlägen des Teufels widerstehen könnt. media-NTdG3gKCLTh-2

Denn wir haben nicht gegen Menschen aus Fleisch und Blut zu kämpfen, sondern gegen die Fürsten und Gewalten, gegen die Beherrscher dieser finsteren Welt, gegen die bösen Geister des himmlischen Bereichs.

Darum legt die Rüstung Gottes an, damit ihr am Tag des Unheils standhalten, alles vollbringen und den Kampf bestehen könnt.

Seid also standhaft: Gürtet euch mit Wahrheit, zieht als Panzer die Gerechtigkeit an und als Schuhe die Bereitschaft, für das Evangelium vom Frieden zu kämpfen.

Vor allem greift zum Schild des Glaubens! Mit ihm könnt ihr alle feurigen Geschosse des Bösen auslöschen.

Nehmt den Helm des Heils und das Schwert des Geistes, das ist das Wort Gottes.

Hört nicht auf, zu beten und zu flehen! Betet jederzeit im Geist; seid wachsam, harrt aus und bittet für alle Heiligen, auch für mich: dass Gott mir das rechte Wort schenkt, wenn es darauf ankommt, mit Freimut das Geheimnis des Evangeliums zu verkünden, als dessen Gesandter ich im Gefängnis bin.

Bittet, dass ich in seiner Kraft freimütig zu reden vermag, wie es meine Pflicht ist.

 


Neue Methoden der Auseinandersetzung um das Lebensrecht der Ungeborenen

Mathias von Gersdorff

Mitte September wurde in dieser Kolumne gezeigt, wie sich der „Kampf um das Leben“, also die Auseinandersetzungen zwischen Lebensrechtlern und Abtreibungslobby, in den letzten Jahren radikalisiert hat.  Podium5

Diese Auseinandersetzung findet natürlich auch seit Jahren im Internet statt, zuweilen in einer Art und Weise, die noch grotesker ist, als was sich auf den Straßen aufgrund der Angriffe linksradikaler Chaoten abspielt.v

Spitzenreiter in dieser Hinsicht sind die Vereinigten Staaten. Die Abtreibungsbefürworter betreiben zuweilen Propaganda für ihre Position mit makabren Methoden, die man in Deutschland wohl als skandalös oder exhibitionistisch bezeichnen würde.

So ließ die 25jährige Emily Letts im Sommer ihre Abtreibung filmen und auf Youtube hochladen. Das Video zeigt allerdings nicht die Abtreibung an sich, also das Eindringen der Instrumente in den Körper, um das Kind zu töten und dessen Reste zu entfernen, sondern „nur“ ihr eigenes Gesicht.

Im Vorspann erklärt die junge Frau lakonisch, wieso sie das Kind abtreibt: „Ich bin nicht so weit, Kinder zu kriegen.“ –  In der folgenden Einstellung sagt sie lachend, sie würde eine Abtreibung haben. Das Ganze wirkt seltsam unecht, fast surrealistisch. Man fragt sich zwangsläufig, wie man eine solche Situation emotional bewältigen kann, ohne Drogen genommen zu haben.P1020483

Während der Aufnahme des „Eingriffs“ gibt es Einblendungen, in denen Emily Letts erklärt, es gäbe positive „Abtreibungsgeschichten“. Das Video wurde äußerst bekannt und erzeugte eine riesige öffentliche Diskussion.

Auf Video aufgenommene Zeugnisse über eigene Abtreibungen sind auf Youtube zahlreich zu finden. Bei vielen hat man den Eindruck, die Frau käme über ihre Tat nicht hinweg und müsse sich irgendwie aussprechen oder gar rechtfertigen. Dem modernen Zeitgeist entsprechend, demzufolge das Private in der Öffentlichkeit zu geschehen hat, praktizieren sie das in einem Video für Youtube.

Geld für Abtreibung mittels Crowdfunding

Ganz im Stile des Web 2.0 wurde das Facebook-Profil Emily Letts’ zu einer Diskussionsplattform. Wie bei Justin Bieber auch, zog die Frau mit der Zeit vom Web 2.0 zum Mainstream. Massenpublikationen wie Cosmopolitan gaben ihr die Möglichkeit, sich breit über ihre Tat auszulassen. CNN nutzte den Fall, um die Reportage „Can abortion be de-stigmatized?“ zu produzieren. Elle wird gleich 25 Frauen berichten lassen, die Abtreibungen hinter sich haben. iStock_000014086034XSmall

Noch extremer und aus politischer und ideologischer Perspektive auch interessanter ist das etwas unbekanntere Beispiel der 23jährigen Bailey: Sie sammelte auf der Crowdfundigseite „GoFundMe“ Geld, um ihre Abtreibung zu finanzieren.

De facto sind das Spenden an eine private Person, die sich in schriller, brutaler und das persönliche Schicksal einbindenden Form für die Abtreibung einsetzt. Solche Zuwendungen setzen eine hohe Identifikation des Spenders mit dem Empfänger voraus. Die Spende ist somit ein finanzielles Bekenntnis zur Abtreibung; sie ist das finanzielle Pendant zum „Gefällt mir“ oder zum „Teilen“ in Facebook.

Propaganda-Wirkung bringt Nachahmer hervor

Sie brauchte 2.500 US-Dollar, doch als sie 2.100 gesammelt hatte, wurde ihr Profil gelöscht. „GoFundMe“ hätte zu viele Protestschreiben bekommen, und dieses Anliegen sei sowieso nicht im Sinne des Betreibers. Kurz nach dem Fall wurden sogar die Nutzungsbedingungen geändert. media-389705-4

Diese Aktion zog auch die Aufmerksamkeit der Fachpresse auf sich. Der Economist bemerkte zum Rückzieher von „GoFundMe“: „Given the outpouring of financial support Bailey received, there is good reason to believe another platform may be more hospitable towards women who need help paying for an abortion.“

Dieses Vorgehen könnte zu einer Konkurrenz für Abtreibungsorganisationen wie „Planned Parenthood“ (die US-amerikanische Mutterorganisation von Pro Familia) erwachsen.

Aufgrund der starken propagandistischen Wirkung ist davon auszugehen, daß viele Frauen Emily Letts oder Bailey nachahmen werden, bis es zu einer Professionalisierung kommt, etwa wie Justin Biber ab einem bestimmten Bekanntheitsgrad von Usher gecoached wurde.

Mittel der psychologischen Kriegsführung

Diese Form der Propaganda für Abtreibung erinnert an Alices Schwarzers Aktion „Wir haben abgetrieben!“ im Jahr 1971. Dennoch gibt es erhebliche Unterschiede. Alice Schwarzers Aktion stand unter dem großen Motto der Frauenemanzipation. baby_hand_abtreibg_cdl11_a4357ad790

Die Feministinnen argumentierten mit dem Arsenal des marxistischen Klassenkampfes: Frauen seien in einer männerdominierten Welt den Männern völlig untergeordnet, die über ihre Schicksale verfügten, wie sonst nur die Herren über ihre Sklaven. Die Männer hätten sogar Besitz über ihre Körper, und durch eine Schwangerschaft würden sie die Frauen völlig unter ihre Kontrolle bringen.

Im Grunde wurde in der marxistischen Klassenanalyse das Proletariat durch die Frau ersetzt. So entstanden Sprüche wie „Mein Bauch gehört mir“ (und nicht dem Mann). John Lennon formulierte es in „Woman is the nigger of the world“ so: „We make her bear and raise our children.“

Die Bekenntnisse zur Abtreibung im Web 2.0 folgen einem ganz anderen Muster. Man kann behaupten, sie entstammen nicht mehr dem Arsenal des Klassenkampfes, sondern der psychologischen Kriegführung.

Neue Formen der Auseinandersetzung

Auf eine ideologische Rechtfertigung der Entscheidung zugunsten der Abtreibungen wird in den Web-2.0-Beispielen komplett verzichtet. Man argumentiert rein stimmungsmäßig und erwartet gar nicht, eine Diskussion anzuregen.

Es geht ausschließlich um die Bildung von Empathie bzw. Mitgefühl. Damit dies gelingt, wird in krasser Form das persönliche Schicksal der weiten Öffentlichkeit präsentiert – ein Seelen-Striptease. So wirken diese Fälle sehr authentisch, besonders „echt“.  imagesCAHIF86C

Anhand einer Fokussierung auf extreme Einzelfälle und einer grenzenlose Zurschaustellung der psychologischen Aspekte des Konflikts wird wohl die Bildung eines Prototyps angestrebt, der als Leitmodel für die Generationen Y und Z dienen könnte, die in einer poststrukturalistischen Gesellschaft aufgewachsen ist.

Solche Fälle könnten zu Archetypen und damit zu lebendigen Katalysatoren für die Empfindungen der „Digital Natives“ werden.

Die Lebensrechtler müssen sich auf diese neue Form der öffentlichen Auseinandersetzung einstellen, um die jungen Generationen erreichen zu können.

In der Tat versuchen einige US-Lebensrechtler, Gegenstrategien zu entwickeln. So mehren sich die Videos mit emotional vorgetragenen Reuebekenntnissen von Frauen, die ihr Kind abgetrieben haben. Andere berichten in rührender Weise, wie sie das Kind, das sie zunächst abtreiben wollten, trotz großer gesundheitlicher, finanzieller oder sozialer Probleme trotzdem zur Welt brachten.

Für das Leben rocken bis zur Erschöpfung

Vor allem Organisationen mit jungen Aktivisten verbinden vollen persönlichen Einsatz und Kommunikation über die sozialen Netzwerke. Ich nenne zwei recht gegensätzliche Beispiele: „Stand True Pro Life Outreach“ und die „TFP-Student Action“.

„Stand True Pro Life Outreach“ wird geleitet von Bryan Kemper, einer schillernden Figur voller Piercings und Tätowierungen. Diese Attribute sind noch aus seiner Zeit, als er „Rock for Life“ gründete und leitete. „Rock for Life“ trägt Trikots in der Öffentlichkeit, in denen ein Fötus E-Gitarre spielt. Irgendwann konvertierte er zum katholischen Glauben und gründete „Stand True“. images (2)

In beiden Gruppen waren vorwiegend junge Menschen aktiv, die sich Tag und Nacht im ganzen Land in allen möglichen Aktionen bis zur Erschöpfung für die Ungeborenen einsetzten. Diese Intensität erleichtert die Bildung einer Fangemeinde. Das äußere Auftreten dieser beiden Gruppen ist alles andere als konservativ. In Deutschland würden sie zumindest äußerlich als „Autonome“ eingestuft werden.

Betont unangepaßt gegenüber dem Zeitgeist tritt die „TFP-Student Action“, die Jugendorganisation der „American Society for the Defense of Tradition, Familiy and Property“, auf. Sie gehören dem katholisch-konservativen Milieu an. Sie tragen Blazer und Krawatte und scheuen auch nicht davor zurück, an den linkesten Universitäten für das Recht auf Leben einzutreten. Nicht selten werden sie von linken Abtreibungsbefürwortern tätlich angegriffen.

Online-Kampagne pro Gedenktag für die Ungeborenen

Die Fangemeinden beider Gruppen können die Aktionen fast zeitgleich durch Twitter, Facebook, Instagramm usw. verfolgen.

Deutschland ist noch nicht so weit. Hier gibt es zwar auch Gruppen, die sich sehr intensiv auf der Straße für die Ungeborenen einsetzen, wie etwa die „Helfer für Gottes kostbare Kinder“, die die Gehsteigberatungen organisieren, doch sie haben noch nicht so richtig den Weg ins Internet gefunden.

Doch auch bei uns tut sich etwas in dieser Hinsicht. So schreiben die Autoren Eike Sanders, Ulli Jentsch und Felix Hansen im soeben erschienenen, ultralinken Buch „Organisierter Lebensschutz – christlicher Fundamentalismus und Antifeminismus“ zum Online-Aktivismus in Deutschland:

„In manchen Fällen werden die SympathisantInnen der Bewegung aufgefordert, an Online-Kampagnen, E-Mail-Aktionen oder Petitionen teilzunehmen. Besonders aktiv in dem Feld ist die Aktion SOS Leben der DVCK, sie sammelt u.a. Unterschriften für die Einführung eines ‘Gedenktages für die ungeborenen Kinder’.“

Mit der Zeit wird es dazu aus Deutschland sicherlich noch viel mehr zu berichten geben.

Unser Autor Mathias v. Gersdorff ist Leiter der Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und des Webmagazins „Kultur und Medien online“

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Venezuela: Oppositionsführer droht Haftstrafe

Dem seit Februar inhaftierten venezolanischen Oppositionsführer und Demokratieaktivisten Leopoldo López steht eine Verurteilung in einem hochumstrittenen Prozess unmittelbar bevor. Das berichtet die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM). IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Die UNO-Arbeitsgruppe für willkürliche Verhaftungen (WGAD) hat am 20. Oktober die venezolanische Regierung aufgefordert López umgehend freizulassen. Seine Festnahme stellt eine „willkürliche Inhaftierung“ dar, urteilten die Mitglieder der fünfköpfigen UNO-Arbeitsgruppe.

Nach Angaben der IGFM ist eine große Zahl von Venezolanern davon überzeugt, dass Präsident Nicolás Maduro persönlich die Inhaftierung und Anklage wegen angeblichem Mord, Brandstiftung und Terrorismus initiiert habe. Bis heute wurden keinerlei Beweise vorgelegt.

„Hinter der demokratischen Fassade der venezolanischen Regierung verbirgt sich ein Regime, dass jede Opposition verfolgt und nicht davor zurückschreckt, selbst international bekannte Oppositionspolitiker und Menschenrechtler willkürlich gefangen zu halten“, erklärt IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin.

Im Zuge der Proteste gegen die venezolanische Regierung sind seit der Verhaftung von Leopoldo López im Februar mehr als 40 Demokratieaktive und Protestler durch die Polizei getötet worden.

Die venezolanische Regierung wies indessen die Forderung nach Transparenz und Rechtsstaatlichkeit als „Einmischung“ in innere Angelegenheiten zurück. Die IGFM kritisierte diese Anschuldigung als „durchsichtiges Ausweichmanöver“.

Venezuela habe völkerrechtlich bindende Menschenrechtsverträge ratifiziert. Die übrigen Vertragsstaaten, wie z.B. Deutschland, hätten „jedes Recht und die moralische Pflicht“ die Vertragserfüllung auch bei den übrigen Vertragsstaaten einzufordern, so die IGFM weiter.


Offizielle Webseite zum 50. Jubiläumsjahr „Deutschland und Israel“ jetzt online

Die offizielle gemeinsame Website der Außenministerien Israels und Deutschlands, die das Jubiläumsjahr anlässlich des 50. Jahrestages der Aufnahme diplomatischer Beziehungen im Jahr 2015 begleiten wird, ist nun online geschaltet.

Die Website findet sich unter www.israel50deutschland.org und ist in drei Sprachen (Deutsch – Hebräisch – Englisch) aufrufbar.

Die Besucher finden dort viele Hintergrundinfos zu den israelisch-deutschen Beziehungen und zum Jubiläumsjahr, einen bebilderten Zeitstrahl und einem interaktiven Eventkalender für 2015.

Die Website wird laufend aktualisiert und soll so die zahlreichen Veranstaltungen in Deutschland und in Israel begleiten.

Schon heute können Veranstalter, die einen Beitrag zum Jubiläum leisten, ihre Projekte und Events eintragen und die Beiträge nachträglich durch Videos und Links anreichern.

Im Eventkalender werden in den nächsten Monaten zunehmend Ankündigungen von Kulturveranstaltungen wie Lesungen, Konzerten, Ausstellungen, Tanz- und Filmfestivals zu finden sein, aber auch von Messen, Seminaren, Vorträgen, Konferenzen, Workshops, Jugendbegegnungen und Austauschprojekte aus verschiedenen Bereichen. QV3XTtGudzX4TtwzwBLBdA

Dazu kommen Berichte über offizielle Begegnungen wie die Regierungskonsultationen und Staatsbesuche, sowie gemeinsame Projekte Deutschlands und Israels  –  das offizielle Logo und die bilaterale Website sind erst der Anfang. Folgen wird beispielsweise eine gemeinsame Sonderbriefmarke anlässlich des Jubiläums.

Auf der Website begrüßen die beiden Außenminister, Dr. Frank-Walter Steinmeier und Avigdor Lieberman die Besucher.

Gemeinsam hoffen beide Minister auf ein inspirierendes Jubiläumsjahr und bereichernde Begegnungen zwischen Israelis und Deutschen, die die Beziehungen zwischen unseren beiden Ländern, Institutionen und Organisationen festigenden und ausbauen.

Im Rahmen des Empfangs zum Tag der Deutschen Einheit in der Residenz des deutschen Botschafters in Israel, Botschafter Andreas Michaelis, wurde die Seite in Anwesenheit von Staatspräsident Reuven Rivlin und Deutschlands Außenminister Frank-Walter Steinmeier vorgestellt.

Bereits im Mai dieses Jahres war als offizieller Hashtag für das Jubiläumsjahr #IL50D vorgestellt worden.

Den Bericht des Auswärtigen Amtes zur Auftaktveranstaltung finden Sie hier.

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Quelle: Botschaft des Staates Israel