Kardinal Burke: Auch der Papst kann die Lehre Christi über die Ehe nicht ändern

Von Felizitas Küble

Kurien-Kardinal Raymond Leo Burke leitet bereits seit über 6 Jahren die Apostolische Signatur in Rom. Gleichzeitig ist er Präsident des Obersten Gerichtshof im Vatikanstaat. Damit ist der frühere Erzbischof von St. Louis der höchste US-amerikanische Würdenträger im Vatikan.

Der theologisch konservative Erzbischof (siehe Foto) wurde von Papst Benedikt am 20.11.2010 zum Kardinal ernannt.  Foto4

Der Amerikaner Burke gehört   –  ebenso wie der deutsche Glaubenspräfekt Gerhard Müller  –  zu jenen führenden Kirchenmännern, die sich in der hitzigen Debatte, die kurz vor der außerordentlichen Familien-Synode in Rom erneut entbrannt ist,  entschieden für die Unauflöslichkeit der Ehe einsetzen; sie betonen, daß die Kirche an die Botschaft Christi gebunden ist und diese nicht willkürlich ändern kann und darf.

Die Kardinäle Müller und Burke gehören zu jenen fünf hochrangigen Würdenträgern  –  drei davon nehmen an der Synode teil  –   die sich soeben in einem neuen Buch kritisch mit  Kardinal Kaspers Änderungsvorschlägen zur kirchlichen Ehe-Pastoral befassen.

Wie David Gibson in der US-amerikanischen Tageszeitung „Washington-Post“ jetzt online berichtet, hat sich Kardinal Raymond Burke in einer Telefonkonferenz mit Journalisten erneut zu den jüngsten Stellungnahmen von Kardinal Walter Kasper geäußert.

Jener „reformfreudige“ Kurienkardinal im Ruhestand und einstige Bischof von Rottenburg-Stuttgart ist bekannt für seine Auffassung, wonach geschieden-Wiederverheiratete zur hl. Kommunion zugelassen werden sollen.

Er beruft sich hierbei gerne auf Papst Franziskus bzw. vereinnahmt allgemeine Barmherzigkeits-Aussagen des P0ntifex für sein spezielles Anliegen.

Kaspers Thesen entsprechen allerdings nicht der gültigen katholischen Lehre; sie wurden daher bereits von Kardinal Ratzinger bzw. Papst Benedikt mehrfach ausdrücklich zurückgewiesen.

„Der Papst ist nicht stumm; er kann für sich selbst sprechen“

Kardinal Burke erklärte jetzt gegenüber der „Washington Post“ Folgendes zu Kaspers Äußerungen:

„Ich finde es erstaunlich, dass der Kardinal behauptet, für den Papst zu sprechen. Der Papst hat keine Halsentzündung. Der Papst ist nicht stumm. Er kann für sich selbst sprechen. Wenn dies  ist, was er will, wird er so sagen.“

Zudem betonte der Präfekt der vatikanischen Signatur, daß auch der Papst und alle Bischöfe „zum Gehorsam gegenüber der Wahrheit über die Ehe verpflichtet sind“, weshalb es keine Änderung der Lehre geben könne. bild-jesus-oben

Zugleich berichtet die US-Tageszeitung, daß Anfang dieser Woche 48 Intellektuelle, darunter führende Evangelikale, einen Brief an den Papst und die Synoden-Bischöfe gerichtet haben.

Darin plädieren die prominenten Autoren konfessionsübergreifend für ein Festhalten an der katholischen Ehe-Lehre. Die Kirche dürfe sich keineswegs weltlichen Tendenzen anpassen; sie dürfe die Botschaft Christi nicht aufweichen.

Laut „Washington-Post“ bezeichnete Kardinal Kasper die wachsende innerkirchliche Kritik an seinen Thesen als „Ideologie“: es handle sich um ein „ideologisches Verständnis des Evangeliums“, wobei dieses wie eine Art Strafgesetzbuch verstanden werde. Dies sei  – so Kasper  – „ein theologischer Fundamentalismus, der nicht katholisch ist„.

Demzufolge würde es sich auch bei der überlieferten und nach wie vor gültigen Ehe-Lehre der katholischen Kirche um „theologischen Fundamentalismus“ und eine angeblich „ideologische“ Exegese handeln.

Welche ernsthaften Katholiken will Kardinal Kasper mit derart oberflächlichen Sprechblasen überzeugen?  –  Schlag-Worte ersetzen durchaus keine Sach-Argumente!

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MiT-Jugendverlags und des Christoferuswerks in Münster, das diese Webseite betreibt.

Info-HINWEIS: Die amerikanische Lebensrechtlerseite „LifeSiteNews“ berichtet ebenfalls über die Kontroverse zwischen den Kardinälen Burke und Kasper (englische Sprache):  aktueller US-Artikel

Ebenso diese US-katholische Nachrichtenseite: http://www.catholicnews.com/data/stories/cns/1404066.htm

 


„NetzwerkB“ bemängelt Oberflächlichkeit: Anne-Will-Talkshow zur Odenwaldschule

Pressemitteilung der Betroffenen-Initiative NetzwerkB:

Über Geschmäcker lässt sich bekanntlich streiten. Ob der ARD-Film „Die Auserwählten“ das leistete, was er versprach, lassen wir offen. Wir sind keine Filmkritiker. Scannen0001 (22)

Zu beklagen ist die anschließende Diskussionsrunde bei Anne Will. Die Vermischung von Odenwaldschule, katholische Kirche und Feminismus leistete keinen erkennbaren Mehrwert und nicht einmal einen Unterhaltungswert. Man verharrte auf Klischees und Bekanntem.

Die destruktive Dynamik einer totalen Institution im Typus der Odenwaldschule wurde durch die Bewunderung des freien Umgangs und der „Lichtgestalt“ verniedlicht.

Im Talk wurde eine echte Chance vergeben, weil er zum Small Talk verkam. Sicherlich wurde eine Sensibilisierung erreicht, diese wäre aber mit einer Kampagne im Stil einer Antiraucher- oder Aidskampagne effizienter.

Die Aufarbeitung der Causa Odenwaldschule ist viel weiter fortgeschritten, als man bei der Talkrunde vernehmen konnte. Die Bedingungen auf Seiten von Organisation, Ideologie, fehlender Kontrolle und Personal sind viel besser bekannt, als man meinen will. #

Eine sorgfältige Lektüre der Publikationen von Oelkers und Miller zur Vorbereitung hätte die Macher der Sendung zu einem höheren Niveau und zu einem grösseren Tiefgang verholfen. Schade um die vertane Chance.

Weiterführende Infos: „Reformpädagogik nach der Odenwaldschule – Wie weiter?“: http://www.amazon.de/Reformpädagogik-nach-Odenwaldschule-Wie-weiter/dp/3779929295

Kontaktdaten:
netzwerkB – Netzwerk Betroffener von sexualisierter Gewalt e.V.
Telefon: +49 (0)4503 892782 oder +49 (0)163 1625091
presse@netzwerkb.org www.netzwerkB.org
 

Bild: Evita Gründler


Vatikan: Kardinal Pell bei Buchpräsentation – Plädoyer für die Unauflöslichkeit der Ehe

Am morgigen Freitag, den 3. Oktober, wird im Vatikan das neue Buch „Die Unauflöslichkeit der Ehe: Gerechtigkeit und Barmherzigkeit“ aus dem Media-Maria-Verlag präsentiert. f11

Kardinal George Pell, der das Vorwort schrieb, wird bei der Pressekonferenz persönlich anwesend sein.

Juan-José Pérez-Soba und Stephan Kampowski sind die Verfasser dieser Neuerscheinung, die pünktlich vor der Familiensynode in Rom auf den Buchmarkt kommt.  

Die beiden Autoren befassen sich kritisch mit Kardinal Kaspers Vorschlag, ggf. auch zivil Wiederverheiratete zum Tisch des HERRN zuzulassen. 

Dabei  begründen sie nicht nur, in welchen Punkten Kaspers Argumente nicht einleuchten, sondern wollen zugleich die hohe Würde der christlichen Ehe verdeutlichen und die kirchliche Lehre zu Ehe und Familie erläutern.

Buch-Daten: gebunden, 240 Seiten , 13,5 x 20,5 cm, ISBN 978-3-9454010-3-3, Preis 19,95 €

Die AUTOREN:

Prof. Dr. Juan-José Pérez-Soba, geb. 1964, ist ordentlicher Professor für Pastoraltheologie am „Päpstlichen Institut Johannes Paul II. für Studien über Ehe und Familie“ in Rom.  –  Bis November 2012 war er ordentlicher Professor für Fundamentalmoral an der Theol. Fakultät „San Dámaso“ in Madrid, wo er  nach wie vor Gastvorlesungen hält.

Prof. Dr. Stephan Kampowski, geb. 1972, ist ordentlicher Professor für philosophische Anthropologie am „Päpstlichen Institut Johannes Paul II. für Studien über Ehe und Familie“ in Rom.

BESTELLUNGEN sind direkt beim Verlag möglich: http://www.media-maria.de/product_info.php?products_id=4455&osCsid=c1947e57889bfbfc0f7b899737d49aa1


CDU-Politiker Vaatz: Der „Aufbau Ost“ ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte

Am morgigen Freitag feiert Deutschland den 24. Jahrestag der deutschen Einheit. Dazu erklärt der für den Aufbau Ost zuständige stellv. Vorsitzende der CDU/CSU-Bundestagsfraktion und Sprecher der ostdeutschen CDU-Abgeordneten, Arnold Vaatz: fahne1

„Der Aufbau Ost ist eine beispiellose Erfolgsgeschichte für alle Menschen in Deutschland. In den vergangenen 24 Jahren hat er maßgeblich zur Angleichung der Lebensverhältnisse in Ost und West beigetragen.

Das ostdeutsche reale verfügbare Einkommen pro Kopf liegt heute bei rund 90 Prozent des westdeutschen Vergleichswertes. Die Ökonomen der KfW (Kreditanstalt für Wiederaufbau) sprechen zu Recht von einem „ostdeutschen Wirtschaftswunder“.

Die ostdeutsche Wirtschaft hat nach Westdeutschland und Japan den höchsten Industrieanteil unter den G7-Staaten. Besonders sichtbar ist die gelungene Modernisierung der verkehrlichen und städtischen Infrastruktur. Sie zeigt anschaulich, dass sich vieles für die Menschen vor Ort verbessert hat.

Die Grundlage für diesen wirtschaftlich messbaren Erfolg liegt vor allem in der Bildungs- und Forschungspolitik. Es ist in den vergangenen 24 Jahren gelungen, in Ostdeutschland eine international konkurrenzfähige Wissenschafts- und Forschungslandschaft zu entwickeln. Das beweist unter anderem der große Erfolg ostdeutscher Hochschulen in der Exzellenzinitiative von Bund und Ländern.“


Israels Regierungschef vor der UNO: „Es geht um den militanten Islam“

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu hat am gestrigen Dienstag vor der Vollversammlung der Vereinten Nationen eine Rede gehalten. In seiner Ansprache sagte er:

„Ich bin aus Jerusalem hierhergekommen, um für mein Volk zu sprechen, das israelische Volk. Ich bin hierhergekommen, um über die Gefahren zu sprechen, denen wir gegenüberstehen und über die Möglichkeiten, die wir sehen.

Ich bin hierhergekommen, um die schamlosen Lügen zu entlarven, die von diesem Podium aus über mein Land und die mutigen Soldaten, die es verteidigen, verbreitet wurden. Foto: GPO/Avi Ohayon

Die Menschen in Israel beten für den Frieden. Doch unsere Hoffnungen und die Hoffnungen der Welt auf Frieden sind in Gefahr. Denn wo immer wir auch hinschauen, ist der militante Islam auf dem Vormarsch.

Es geht nicht um Militante. Es geht nicht um den Islam. Es geht um den militanten Islam.

Typischerweise sind seine ersten Opfer andere Muslime, doch er lässt niemanden aus: Christen, Juden, Jesiden, Kurden, keine Überzeugung, keine Religion und keine ethnische Gruppierung verliert er aus den Augen.

Für militante Islamisten gilt: „Politik ist immer global“

Und er breitet sich schnell überall auf der Welt aus. Sie kennen das berühmte amerikanische Sprichwort „Politik ist immer lokal“?  – Für die militanten Islamisten gilt: „Politik ist immer global“. Denn ihr Ziel ist es letztendlich, die Welt zu beherrschen.

Das könnte manchem übertrieben erscheinen, da es so klein anfängt, genau wie Krebs, der nur einen bestimmten Teil des Körpers befallen hat. Doch wenn man nicht aufpasst, dann wächst der Krebs und metastasiert immer weiter.

Um den Frieden und die Sicherheit in der Welt zu bewahren, müssten wir den Krebs entfernen, bevor es zu spät ist.

In der vergangenen Woche haben viele der hier vertretenen Staaten Präsident Obama zu Recht dafür applaudiert, dass er den Kampf gegen den Islamischen Staat (IS) anführt. Doch nur wenige Wochen zuvor haben einige dieser Länder, dieselben Länder, die jetzt dafür sind, den IS zu bekämpfen, Israel dafür angegriffen, dass es die Hamas bekämpft.

Sie haben offensichtlich nicht verstanden, dass die Hamas und der IS Äste des selben vergifteten Baumes sind.  Der IS und die Hamas gehören einem fanatischen Glauben an, den sie weit über das von ihnen kontrollierte Gebiet hinaus zu verbreiten versuchen.“

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Christus warnt seine Jünger davor, „eines von diesen Kleinen zu verachten“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Mt 18,1-5.10:

In jener Stunde kamen die Jünger zu Jesus und fragten: Wer ist im Himmelreich der Größte?  Fotolia_51332901_XS-300x198

Da rief ER ein Kind herbei, stellte es in ihre Mitte und sprach: Wahrlich, das sage ich euch: Wenn ihr nicht umkehrt und wie die Kinder werdet, könnt ihr nicht ins Himmelreich gelangen. Wer so klein sein kann wie dieses Kind, der ist im Himmelreich der Größte.

Und wer ein solches Kind um meinetwillen aufnimmt, der nimmt mich auf.

Hütet euch davor, einen von diesen Kleinen zu verachten! Denn ich sage euch: Ihre Engel im Himmel sehen stets das Angesicht meines himmlischen Vaters.

 


Syrien: Bei einem Anschlag radikal-islamischer „Rebellen“ wurden 41 Kinder getötet

Mindestens 41 Kinder wurden bei dem zweifachen Sprengstoffattentat durch radikale Aufständische in der Nähe einer Schule in Homs getötet. 1_0_759662

Dabei handelt es sich um eines der größten Massaker an Kindern seit Beginn des syrischen Konflikts.

Wie aus offiziellen Berichten aus Syrien hervorgeht, kam es in einem kurzen Abstand zu zwei Explosionen, während die Kinder im vorwiegend von Alawiten bewohnten Stadtteil Akrameh aus der Schule kamen. Ziel der Attentate war es, möglichst viele Kinder aus der Religionsgemeinschaft zu töten, der auch die Familie von Staatspräsident Assad (siehe Foto) angehört.

Unterdessen bestätigten einheimische Beobachter gegenüber der Organisation “Assyrian Human Rights Watch” die Entführung von drei assyrischen Christen in der Stadt Tel Tamar in der nordwestlichen Provinz Hassakè. Bei den Entführern soll es sich um Anhänger des Islamischen Staates handeln.

Quelle: Fidesdienst