Berlin: Brandanschlag auf Kopten-Kirche

Unbekannte haben am Morgen des 4. Oktober einen Brandanschlag auf eine koptische Kirche in Berlin verübt. Ziel war die Glaubenskirche St. Antonius im Bezirk Lichtenberg. 4077304320

Nach Angaben der Polizei schoben die Täter gegen sechs Uhr eine Mülltonne vor die Kirchentür und zündeten sie an. Das Feuer griff auf die Eichentür über. Zeugen alarmierten die Feuerwehr, die ein Ausbreiten des Brandes verhindern konnte. Dennoch wurde der Eingangsbereich stark beschädigt.

Zur Tatzeit übernachtete ein Asylbewerber mit Duldung der Gemeinde in der Kirche. Der 27-Jährige bemerkte den Anschlag zunächst nicht. Die koptische Gemeinde hatte die frühere evangelische Kirche 1996 übernommen.

In Deutschland bestehen acht koptische Gemeinden mit rund 6000 Mitgliedern. Von den 83 Millionen Einwohnern Ägyptens sind etwa zehn Prozent Kopten.

Quelle: http://www.idea.de


1400 Teilnehmer bei evangelikalen Christustagen der ABC-Initiative in Bayern

Aufruf zu neuem Vertrauen in die Heilige Schrift

Zu einem neuen Vertrauen in die Verlässlichkeit der Bibel hat der Arbeitskreis Bekennender Christen (ABC) beim zweiten bayerischen Christustag am Tag der Deutschen Einheit aufgerufen.

Zu den vier Veranstaltungsorten kamen rund 1400 Teilnehmer, die meisten davon nach Bayreuth (ca. 600) und nach Unterschwaningen (ca. 350).0018

In einer Erklärung unter der Überschrift „Worauf Verlass ist: Allein die Schrift“ mahnt der ABC:

„Je weniger die evangelische Kirche es wagt, der Heiligen Schrift zu vertrauen und mit der Heiligen Schrift zu argumentieren, je mehr die Kirche meint, dem Zeitgeist hinterhereilen zu müssen, desto undeutlicher und belangloser werden ihre Stellungnahmen, desto weniger hört die Gemeinde Jesu Christi in den Äußerungen der Kirche die Stimme ihres Herrn.“

Zu einer Neuorientierung der Kirche gehöre unter anderem, die Prinzipien der wissenschaftlichen Bibelauslegung, die an den theologischen Fakultäten gelehrt werden, einer Revision zu unterziehen:

JA zur historisch-biblischen Schriftauslegung

Insbesondere müsse die „fragwürdige Dominanz der historisch-kritischen Schriftauslegung überwunden werden“, indem auch Vertreter einer historisch-biblischen Schriftauslegung an den Fakultäten eine faire Chance bekämen, heißt es in der Erklärung, die an den vier Veranstaltungsorten verlesen wurde.  christus

Der ehem. württembergische Landesbischof Professor Gerhard Maier, der in Bayreuth und Lauf sprach, kritisierte die Auffassung mancher Theologen, dass die Bibel lediglich Gottes Wort enthalte, aber nicht mehr als das lebendige Wort des lebendigen Gottes anerkannt werde. „Wer unterscheidet denn, was in der Bibel Wort Gottes ist und was nicht?“, so Maier.

Mit einer solchen Denkweise begebe sich die Kirche auf einen verheerenden Fehlweg, was sich in Veröffentlichungen zeige, in denen das Wort Gottes durch selbstgemachte Prinzipien ersetzt werde. Als Beispiel dafür nannte Maier das Familienpapier der EKD aus dem vergangenen Jahr.

Pastor Ulrich Rüß, der Präsident der Internationalen Konferenz Bekennender Gemeinschaften, warnte vor einer Bibelmüdigkeit auch unter Christen: „Die Unkenntnis der Bibel nimmt erheblich zu, mit der Folge, dass der Maßstab für Glauben, Lehre, Irrlehre und Glaubensleben verloren geht.“ 

Zweifel beim Sündenfall und auch heute: „Sollte Gott gesagt haben?“

Nach Einschätzung von Fritz Schroth, dem Vorsitzenden des synodalen Ausschusses für Weltmission und Ökumene, gehört der Zweifel an Gottes Wort zur Ursünde des Menschen. Alles Hassen, Morden und Vernichten habe seinen Ursprung in der Frage „Sollte Gott gesagt haben?“.

Es stelle sich daher sowohl für jeden einzelnen Christen als auch für die Kirche in ihrer Gesamtheit, ob man sich über oder unter das Wort Gottes stelle, ob man die Bibel kritisiere, oder sich durch die Bibel kritisieren lasse, so Schroth bei seiner Predigt im mittelfränkischen Unterschwaningen.

Sprecher des ABC:  Hans-Joachim Vieweger


Berlin: Jüdischer Weltkongreß fordert von Europa härtere Maßnahmen gegen Islamisten

In einem Online-Artikel, der am 15. September 2014 im „Deutschlandfunk“ (DLF) erschien, berichtet Susanne Arlt von einer Konferenz des Jüdischen Weltkongresses, der in diesem Jahr erstmals in Berlin tagte. Davidstern

150 führende Vertreter sprachen über die Situation Israels und die Lage der Juden in Europa.

Ariel Muzicant, der Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses, erklärte laut DLF, die größte antisemitische Bedrohung gehe von islamistischen Terrorgruppen aus. Hierzu heißt es weiter: 

„Muzicant verwies auf die tödlichen Anschläge auf das Jüdische Museum in Brüssel und die jüdische Schule in Toulouse. Beide Attentäter stammten aus dem Kreis islamistischer Terrorgruppen.“

Der Vizepräsident äußert sich sodann noch deutlicher:

„Wir sagen, ein Neonazi, der den Holocaust leugnet, bedroht die europäische Werte viel weniger als ein Islamist, der eigentlich ein Kalifat errichten und die Scharia einrichten will und unsere ganzen schwer erworbenen Menschenrechte und alles, wofür wir so viele Jahrzehnte und Jahrhunderte gekämpft haben, vernichten will.

Und das, was die im Irak und in Syrien heute treiben, ist nur eine Frage der Zeit, bis es nach Europa kommt.“

„Weil man Angst hat, politisch unkorrekt zu sein“

Wegen dieser steigenden Bedrohung fordert der Jüdische Weltkongreß von den europäischen Staaten „Verbotsgesetze auch für Islamisten“. Im DLF-Bericht heißt es zudem mit Berufung auf Muzicant:

„Man müsse diese Extremisten viel stärker verfolgen, sie bestrafen und ihnen beispielsweise die Staatsbürgerschaft entziehen. Viele europäische Regierungen würden nicht verstehen, dass man sich auch hier längst in einem Krieg befände.“

Den Grund dafür, nicht die nötigen Vorsichtsmaßnahmen zu ergreifen, nannte der Vizepräsident des Jüdischen Weltkongresses ebenfalls beim Namen:

„Weil man Angst hat, politisch unkorrekt zu sein. (…) Die Europäer sind wieder einmal zu lax und zu bequem und auch zum Teil zu vorsichtig, um mit aller Härte hier auch in Europa gegen die Gruppen vorzugehen.“


Forschungsprojekt sucht Israelis, die nach Deutschland eingewandert sind

Die Hebräische Universität in Jerusalem und die Bergische Universität Wuppertal führen gemeinsam ein von der GIF gefördertes Forschungsprojekt zum Thema „Israelische Emigration nach Deutschland seit 1990“ durch. israeltag2

In dieser Untersuchung geht es darum, die Hintergründe dieser spezifischen Migrationsbewegung, die Identität der Israelis in Deutschland und den Prozess ihrer Einwanderng zu verstehen.

Israelis in Deutschland, die an einer Befragung teilnehmen möchten, finden hier weiterführende Informationen.

Quelle: Deutsch-Israelische Stiftung für Wissenschaftliche Forschung und Entwicklung


„HERR, ich vertraue auf deine Gebote“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche:

Psalm 119 (118),66.71.75.91.125.130.

Lehre mich Erkenntnis und rechtes Urteil!
Ich vertraue auf deine Gebote.
Daß ich gedemütigt wurde, war für mich gut;
denn so lernte ich deine Gesetze.

HERR, ich weiß, daß deine Entscheide gerecht sind;
du hast mich gebeugt, weil du treu für mich sorgst.
Nach deiner Ordnung bestehen sie bis heute,
und dir ist alles dienstbar.

Ich bin dein Knecht. Gib mir Einsicht, damit ich verstehe, was du gebietest.
Die Erklärung deiner Worte bringt Erleuchtung,
den Unerfahrenen schenkt sie Einsicht.