Kardinal Müller wünscht Offenheit für die Synode: „Gläubige haben ein Recht darauf“

Manche wissen es nicht, aber die Geheimhaltung bei der laufenden Synode in Rom, welcher Bischof was gesagt hat, sorgte nicht nur für Unmut bei Journalisten. Auch Kirchenexperten haben darauf hingewiesen, dass dies im Gegensatz zum Verfahren bei früheren Synoden steht.  0012

Das von Papst Franziskus ausdrücklich gewünschte „offene Wort“ ist also nur teilweise ernst zu nehmen. In der „Tagespost“ schrieb Guido Horst treffend dazu: „Die vatikanische Informationspolitik ist so gestaltet, dass niemand versteht, was in der Synodenaula wirklich vor sich geht“.

Warum darf ausgerechnet bei dieser Synode niemand draußen erfahren, welcher Bischof was gesagt hat? 

In diesem Zusammenhang ist ein aktuelles Interview mit Kardinal Müller (siehe Foto), dem Präfekten der Glaubenskongregation, sehr aufschlussreich:

Er sprach sich nämlich ausdrücklich dafür aus, die Stellungnahmen der einzelnen Bischöfe zu veröffentlichen, weil die Gläubigen das Recht hätten, den Standpunkt ihres Bischofs zu kennen. Das zeigt, dass auch im Vatikan nicht alle Leute mit der jetzigen Regelung glücklich sind.

Quelle und vollständiger Text hier: http://kreuzknappe.blogspot.de/2014/10/kardinal-muller-schiet-jetzt-im.html

Foto: Bistum Regensburg


Weiden (Bistum Regensburg): Neue Heimat für Flüchtlinge in der Pfarrei Herz Jesu

Vier Familien haben am vergangenen Dienstag in der Pfarrei Herz Jesu in Weiden ein neues Zuhause gefunden. Die insgesamt 13 Flüchtlinge stammen aus Syrien, Afghanistan und der Ukraine. Unter ihnen sind sieben Kinder unter fünf Jahren, dabei auch ein Baby, das im April auf der Flucht zur Welt gekommen ist. Monika Lang mit syrischem Mädchen

In der ehemaligen Mesnerwohnung, die direkt am Pfarrheim liegt, wurde in den vergangenen Wochen viel gearbeitet und vorbereitet, damit die neuen Bewohner ein behagliches Heim vorfinden.

Überwältigt von großer Hilfsbereitschaft der Menschen

Dekan Gerhard Pausch war überrascht von der großen Hilfsbereitschaft der Menschen. Zahlreiche Anrufe erreichten ihn, nachdem bekannt wurde, dass die Pfarrei Flüchtlinge aufnehmen möchte.

Kleidung, Spielzeug für die Kinder, Babybetten, Möbel und sogar eine komplette Küche mit allen Koch- und Essutensilien spendeten die Menschen aus und um der Pfarrei.

Ein Bäcker bot an, abends das nichtverkaufte Brot kostenlos an die Flüchtlinge abzugeben, ein Möbelhändler stellte Betten und Matratzen bereit.

Aus Russland stammende Bürger in Weiden, die seit rund 20 Jahren in der Oberpfälzer Kleinstadt leben, suchten Dekan Pausch auf, um die Sprachbarrieren zu überbrücken: „Als wir nach Deutschland kamen, sind wir hier so gut aufgenommen worden. Jetzt wollen wir den neuen Flüchtlingen helfen“, so wurde dem Pfarrer berichtet.

„Es sind so viele kleine und große Zeichen, die die Menschen setzen“, berichtet der Geistliche überwältigt. Milat Mahmud  aus Syrien mit Nichte

Pfarrei gründet Aktionsgruppe für die „Neulinge“

In der Pfarrei wurde umgehend eine Arbeitsgruppe gegründet, die sich nun um die neuen „Pfarreiangehörigen“ kümmern möchte. Eine große Liste an Freiwilligen ist schon bei Regionaldekan Pausch zusammen gekommen.

So zum Beispiel Luise Müller-Engaßer, Renate Kaudel und Monika Lang, die den Familien helfen möchten, erste deutsche Wörter zu lernen. „Das funktioniert im Moment nur mit Händen und Füßen, denn russisch oder persisch sprechen wir leider selber nicht“, erzählen die drei Frauen.

Aber sie sind sich sicher, dass man auch mit Bildern einiges beibringen kann. Gleichzeitig helfen mehrere Dolmetscher immer wieder bei der Verständigung. In den ersten Tagen wollen die Helferinnen den Familien aber erst einmal ihre Stadt zeigen, damit sie sich orientieren können und wissen, wo man was bekommt.

Sie sollen sich heimisch fühlen in Weiden und spüren, dass die Menschen sie hier gerne annehmen.

Auch bei den notwendigen Behördengängen, zur Beratungsstelle der Caritas, verschiedenen Besorgungen oder Arztbesuchen wollen die Frauen die Bewohner begleiten: „Wenn man die Möglichkeit hat zu helfen, dann soll man auch helfen. Erst recht, wenn man hier zur Pfarrei gehört. Das ist doch ein Gebot der Nächstenliebe!“, meint Monika Lang entschieden und Luise Müller-Engaßer fügt hinzu, dass von den Flüchtlingen auch sehr viel zurückkomme. Monika Lang - Regionaldekan Pausch - syrische Familie Mohamadi

„Nicht als Almosenempfänger behandeln“

Was diese Menschen zunächst brauchen, sind Kleidung und Lebensmittel. Vom Sozialamt erhalten sie ab sofort Geld. Damit können sie sich die Dinge kaufen, die sie brauchen. Das sei sehr wichtig, findet Pfarrer Pausch, denn sie sollen nicht das Gefühl haben, lediglich Almosenempfänger zu sein, sondern selber entscheiden, was sie benötigen und dies auch eigenständig einkaufen.

Milat Mahmud aus Syrien ist mit seiner Nichte gekommen (siehe 2. Foto). Seine Frau und die Kinder sind noch immer in einem Auffanglager in der Türkei. In seiner Heimat hatte er einen Kaufmannsladen, doch der Krieg hat alles zerstört. Dort weiter zu leben war nicht mehr möglich.

Über die Internetverbindung der Pfarrei verfolgen die Flüchtlinge die Situation in ihren Herkunftsländern. Wer ein Handy hat, versucht zurückgebliebene Verwandte und Freunde zu erreichen. Stündlich erfahren sie neue Schreckensmeldungen aus ihrer ehemaligen Heimat.

Fragt man die Erwachsenen danach, was sie zuhause erlebt haben, bleiben sie meist stumm. Doch ihre Augen erzählen Geschichten von Angst und Ratlosigkeit.

„Wir wollen diesen Menschen wieder ihre Würde zurückgeben. Wir freuen uns, dass sie hier sind. Zusammen werden wir diese Situation schon meistern“, sagt Pfarrer Pausch. Einen ersten wichtigen Schritt dazu habe man gemeinsam schon gemacht.

Quelle (Text/Fotos): Pressestelle des Bistums Regensburg


Ehelehre: Erzbischof Georg Gänswein stimmt Kardinal Gerhard Müller zu

In einem Interview mit der italienischen Zeitschrift „Chi“ erklärte Erzbischof Georg  Gänswein, Sekretär von Papst em. Benedikt und Präfekt des Päpstlichen Hauses, Franziskus werde die Lehrverkündigung seiner Amtsvorgänger fortsetzen.1_0_829978

Er hoffe, daß die Bischofssynode die kirchliche Einstellung gegenüber der Familie stärke: „Die Kirche muss den Mut haben, ihre Sicht zum Thema Ehe und Familie klar darzulegen.“

Zur Frage, ob geschieden „Wiederverheiratete“ zur Kommunion zugelassen werden dürften, antwortete Erzbischof Gänswein, daß damit die Unauflöslichkeit der Ehe auf dem Spiel steht: „Wer in einer neuen Lebenspartnerschaft lebt, widerspricht dem, was uns der HERR aufgezeigt hat.“  – Damit vertritt der Erzbischof in dieser Sache denselben Standpunkt wie Glaubenspräfekt Gerhard Müller und weitere Kardinäle (z.B. Burke, Pell, de Paolis, Brandmüller).

Quelle: http://de.radiovaticana.va/news/2014/10/09/gänswein:_„franziskus_wird_linie_seiner_vorgänger_fortsetzen“/ted-829978


Chemie-Nobelpreis 2014 für Stefan Hell

Aus dem Banat kommen viele große Persönlichkeiten aus Wissenschaft und Kultur

Die Königlich-Schwedische Akademie der Wissenschaften hat den diesjährigen Chemie-Nobelpreis an den aus dem Banat stammenden und heute in Göttingen forschenden Wissenschaftler Stefan Hell verliehen.

Dazu erklärt der Vorsitzende der Gruppe der Vertriebenen, Aussiedler und deutschen Minderheiten der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Klaus Brähmig: 42252-3x2-teaser190x127

„Stefan Hell stammt aus dem rumänischen Banat und besuchte das „Nikolaus-Lenau“-Gymnasium in Temeswar. Nach der Auszeichnung von Herta Müller mit dem Nobelpreis für Literatur im Jahre 2009 ist die diesjährige Verleihung des Nobelpreises für Chemie an Stefan Hell das zweite Mal, dass binnen weniger Jahre ein ehem. Schüler dieser bedeutendsten muttersprachlich deutschen Schule im Banat mit dem Nobelpreis geehrt wird.

Die beiden Auszeichnungen belegen eindrucksvoll die hohe Qualität der Bildung, die das muttersprachlich deutsche Schulwesen in Rumänien in den unterschiedlichsten Disziplinen bis heute erbringt.

Die Verleihung des Nobelpreises an Stefan Hell ist ein Auftrag an unser Land, die in Siebenbürgen und im Banat lebende deutsche Minderheit auch weiterhin nach Kräften zu unterstützen und dem rumänischen Staat bei der Aufrechterhaltung des deutschsprachigen Schulwesens im Banat und in Siebenbürgen hilfreich zur Seite zu stehen.

Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag gratuliert Stefan Hell sehr herzlich zur Verleihung des diesjährigen Nobelpreises für Chemie und zollt ihm größten Respekt für seine wissenschaftlichen Leistungen.“

Hintergrund:
Der deutsch-rumänische Forscher Stefan Hell sowie die US-Amerikaner Eric Betzig und William Moerner bekommen den diesjährigen Chemie-Nobelpreis. Sie erhalten die Auszeichnung für die Entwicklung der superauflösenden Fluoreszenzmikroskopie. Hell ist Abteilungsleiter am Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in der Helmholtz-Gemeinschaft und Direktor am Max-Planck-Institut für biophysikalische Chemie in Göttingen.


Sierra Leone: Ebola-Waisen wegen Hexenwahn ausgegrenzt / Kirche hilft ihnen

In Westafrika werden Ebola-Waisen von ihren Angehörigen nicht selten aufgrund des weit verbreiteten Hexenglaubens vernachlässigt oder gar ausgegrenzt. Nach Angeben der Regierung gibt es bereits 310 Kinder verwaiste Kinder die nicht infiziert sind, weitere 600 bis 700 befinden sich in Quarantäne.  Bsp-7

Der Salesianerorden in Sierra Leone eröffnete vor einer Woche in Monrovia das erste Haus für Ebola-Waisen. In der ehem. Grundschule werden derzeit 60 Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 2 und 17 Jahren betreut. Viele wurden von entfernten Verwandten dorthin gebracht.

Im Zentrum arbeiten fünf Ordensmitglieder der Salesianer, zwei Krankenpfleger, zwei Sozialhelfer, zwei Lehrer, eine Ärztin und eine Therapeutin. Dabei gelten in der Einrichtung strenge Sicherheitsstandards zur Vorbeugung gegen eine Ansteckung. 

Quelle: Fidesdienst


Kardinal M. del Val: „Wenn Gott zufrieden ist, braucht uns nichts anderes zu kümmern.“

Kardinal Rafael Merry del Val (siehe Bild) war unter Papst Leo XIII. zunächst im diplomatischen Dienst des Vatikan tätig (schon seit Vater war Botschafter). image

Der glaubenstreue Geistliche wurde vor über 100 Jahren vom hl. Pius X. zum Kardinalstaatssekretär ernannt, war also nach dem Papst der ranghöchste Würdenträger der katholischen Weltkirche.

Zuverlässig unterstützte er den Pontifex bei der Bekämpfung des theologischen Modernismus. Auch damals ging es (wie im Grunde seit 2000 Jahren) letzten Endes um die grundsätzliche Frage, ob die Kirche sich den angeblichen „Erfordernissen“ der Zeit und den Wünschen der „Welt“ anpassen soll  – oder unbeugsam an der Lehre Christi festhält.

Hierzu erklärte Kardinal Merry del Val:

 „Handeln wir niemals, um der Welt zu gefallen. Haben wir den Mut, die Kritik und die Missbilligung der Welt zu ertragen; wenn Gott zufrieden ist, braucht uns nichts anderes zu kümmern.

Wir müssen den Mut haben, die Wahrheit zu bezeugen und keiner Herausforderung auszuweichen. Wir müssen den Mut haben, dem Lächerlichen die Stirn zu bieten, denn oft erntet unsere Aufgabe den Spott der Welt. Tut das aus Liebe zu unserem HERRN und um ihm nachzueifern.“

HIER nähere Infos über das Leben und Wirken dieses glaubensstarken Kardinals: http://www.clairval.com/lettres/de/2007/09/20/1190907.htm


Dr. Konrad Adam (AfD) fordert eine verfassungsgemässe Asylpraxis

Die AfD (Alternative für Deutschland) hat die Innenminister im Bund und in den Länder dazu aufgefordert, bei der Gewährung von politischem Asyl verfassungskonforme Zustände wiederherzustellen. AfD-Adam

Parteisprecher Dr. Konrad Adam (siehe Foto) erinnerte daran, dass sowohl das Grundgesetz als auch die Genfer Flüchtlingskonvention den Asylanspruch aus gutem Grund für politisch Verfolgte vorbehalten haben.

Davon, so Adam, könne zur Zeit keine Rede mehr sein. Nationale und internationale Regeln seien durch eine europäische Richtlinie außer Kraft gesetzt worden, die von den Mitgliedstaaten der Union allerdings nicht beachtet, in vielen Fällen sogar systematisch unterlaufen werde.

Faktisch sei ein rechtsfreier Zustand entstanden, der das friedliche Zusammenleben der Menschen in ganz Europa schwer belaste.

Dr. Adam wies darauf hin, dass laut Statistik allenfalls 1,6 Prozent der Asylanträge positiv entschieden würden. Die große Zahl der negativen Bescheide habe für die Abgelehnten aber keinerlei Folgen, da das gesetzlich vorgesehene Anerkennungsverfahren nur noch auf dem Papier stünde, in der Praxis jedenfalls nicht mehr griffe.

Der Dubliner Kompromiss sei offensichtlich wirkungslos, werde aber auch dann noch verteidigt, wenn er, weil falsch konzipiert, nicht angewandt werde. Das aus humanitären Gründen gewährte Recht auf politisches Asyl sei zu einem unkontrollierten Einwanderungs- und Aufenthaltsrecht von nahezu unbegrenzter Dauer geworden.