„Selig, wer Gottes Wort hört und befolgt“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lk 11,27-28:

In jener Zeit, als Jesus zum Volk redete, rief eine Frau aus der Menge ihm zu: Selig die Frau, die dich getragen und deren Brust dich genährt hat.

Jesus aber sprach: Ja, selig sind die, welche das Wort Gottes hören und befolgen.

 


10 Kommentare on “„Selig, wer Gottes Wort hört und befolgt“”

  1. Jutta sagt:

    Liebe Frau Kueble,
    hiermit verabschiede ich mich aus diesem Forum:
    [audio src="http://www.feg-aarau.ch/components/com_podcast/media/20_Predigt_17._Mai_2015.mp3" /]

    … was Maria betrifft, kann ich einfach mit dieser „Verehrung“ nicht mit. Ich finde sie falsch, und der Mystizismus drumrum bedrueckt mich.

    Deshalb meide ich dieses Thema, aber Sie haben auch andere sehr interessante und aufschlussreiche Berichte, Kommentare, usw..

    Danke dafuer.
    herzlichst
    Jutta

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    • Guten Tag
      und vielen Dank für Ihre freundlichen Zeilen. Im Grunde nehmen Sie den Punkt „Marienverehrung“ wichtiger als die Katholiken selber (wenngleich in kritischer Hinsicht), weil Sie sich deshalb aus diesem Forum, das Sie sonst ja schätzen, verabschieden. Für uns Katholiken ist genau wie Sie Jesus Christus das Zentrum das Glaubens. Maria ist keine „Randfigur“, sondern wichtig, aber dies ist sie doch gerade wegen ihrer besonderen Beziehung als Mutter unseres Erlösers. Alles, was wir an der Madonna lobenswert finden, läßt die Gnade GOTTES umso mehr hervorleuchten, denn als Geschöpf ist sie doch das Werk des Ewigen – wie wir alle, aber die Mutter des HERRN sicherlich auf besonders eindrucksvolle Weise.
      Sie müssen diesen Gedankengang nicht nachvollziehen, doch wollte ich verdeutlichen, daß ich Ihren Christozentrismus im wesentlichen durchaus teile, denn er ist – katholisch!
      Herzlichen Gruß und Gottes reichen Segen wünscht Ihnen
      Ihre Felizitas Küble

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  2. Jutta sagt:

    Hallo. Ich habe nicht gemeint, dass sie hätte wissen muessen, dass ER im Tempel sass, aber dass sie hätte wissen können und muessen, was ER gemeint hat, als er sagte: ER in dem sein muss, was seines VATERS ist ???
    Ja, er war seinen Eltern untertan, weil ER getan hat, was Sein Vater ihm gesagt hat.
    ER war gehorsam bis in den Tod.

    Wir wissen sehr wenig, ueber Maria und das ist gut so. Ebenso halte ich es fuer ungleichgewichtig zu sagen, dass sie die Apostel „gelehrt“ hat in der Anbetung des HERRn.

    Aber diese Diskussion ist ohnehin muessig. Da es anscheinend eine weibliche Identifikationsfigur braucht … und der HERR allein nicht genuegt .. wenn wir zum Glauben kommen, und wiedergeboren werden, dann werden wir mit dem Heiligen Geist als Unterpfand versiegelt ( Epheserbrief ) … und dann duerfen wir direkt zum Vater beten … der auch der Vater unseres Herrn ist und in uns mit der Kraft wirkt, mit der ER Jesus aus den Toten auferweckt hat.

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    • Guten Tag,
      wer behauptet denn, Maria habe die Apostel „gelehrt“ in der Anbetung des Herrn? – Ich jedenfalls nicht.
      Es heißt im Evangelium, daß Maria über Christi Worte nachdachte und sie in ihrem Herzen erwog. Das ist doch gut so.
      Gerade weil sie nicht immer alles direkt verstehen konnte, ist ihre Treue zu Christus bis unter das Kreuz umso tapferer.
      Natürlich genügt der HERR als Erlöser – keine Frage.
      Aber auch bei Evangelischen gibt es doch zahlreiche Vorbilder (ich erinnere an Luther) – und auch die Märtyrer der ersten Jahrhunderte werden geehrt (Kirchen nach ihnen benannt).
      Wenn Gott selbst durch den Engel Gabriel die Madonna gegrüßt und gewürdigt hat („Du Gnadenvolle! Der HERR ist mir Dir!“), dann dürfen wir das auch. Oder hat sich der Engel Gabriel etwa geirrt?
      Meinen Sie etwa, wir Katholiken würden nicht auch direkt zu Gott-Vater und zu Christus beten?! Aber sicherlich, das ist der Normalfall des Gebets!
      Die liturgischen Gebete in der hl. Messe richten sich fast alle (!) an Gott-Vater, einige an Christus und den Hl. Geist, kein einziges an Maria.
      Dann erwecken Sie doch bitte nicht den unsinnigen Eindruck, als würden wir Katholiken uns nicht „getrauen“, direkt zu Gott zu beten.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Jutta sagt:

        Liebe Frau Kueble, das tut mir leid, wenn dieser Eindruck entstanden ist. Es gibt – so möchte ich es jetzt mal vereinfachend ausdruecken, da Kommentare ja immer etwas zugespitzt sind, in jeder Prägung wiedergeborene, echte Christen, sprich Jesusnachfolger.
        Auch die katholische Kirche erlebt ja grade ihr Desaster … aber was momentan geschieht, steht ja schon in der Heiligen Schrift.
        Die Ökumene steht ins Haus, eingeleitet u.a. durch die Päpste als „spirituelles“ Oberhaupt der Christenheit. Mein Oberhaupt ist Jesus Christus und nicht der Papst, der sich die drei Titel anmasst, die allein GOTT zustehen.
        Was ich mit Maria, der Frau, der GOTT die Gnade gegeben hat, hier auf der Erde die Mutter unseres HERRn zu sein, verbinde, ist die Hingabe an Seinen Willen, ohne Wenn und Aber, ihr Vertrauen auf IHN. Darin ist sie mir ein Vorbild, unbedingt. Und wie oft versage ich !!!
        Als Nicht-Katholikin stehe ich ja auch – soweit ich das begriffen habe . unter dem Anathema der Römisch-Katholischen Kirche. Damit bin ich natuerlich nicht einverstanden.
        Und ich habe jetzt auch noch nicht alle Artikel Ihrer Seite gelesen, empfehle aber 2 Buecher:
        Elvira Maria Schrade: Maria – Die unbekannten Seiten der „Mutter Gottes“
        Wolfgang Buehne: Ich bin auch katholisch.
        In diesem Sinne bin auch ich katholisch.
        Gottes Segen fuer Sie.
        Herzliche Gruesse,
        Jutta

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      • Guten Tag,
        zunächst zu Ihren Buchtips: Ich habe bereits etliche Bücher von W. Bühne gelesen, vieles davon finde ich richtig, die anti-katholischen Seitenhiebe natürlich nicht.
        Zudem beziehe ich immer wieder Bücher aus seinem CLV-Verlag und lese die dortige Zeitschrift „fest und treu“ seit Jahrzehnten. Größtenteils finde ich die Artikel dort ausgezeichnet, sowohl Bibelauslegungn wie Kritik an Charismatik usw.
        Zudem kenne ich nicht nur seit langem das erscheinungskritische Buch von Elvira M. Schrade von A – Z, sondern bin mit ihr seit ca zehn Jahren im guten Kontakt; ihrem Buch stimme ich größtenteils zu.
        Sie sehen, daß ich mich in der „evangelikalen Szene“ und Literatur wohl etwas auskenne, auch in der „antikatholischen“ (es gibt dort freilich auch das katholikenfreundliche Spektrum, etwa vertreten durch IDEA, Gemeindehilfsbund oder Prof. B Beyerhaus etc).
        Welche drei Titel meinen Sie, die der Papst sich als „göttlich“ anmaßt?
        Vorweg Folgendes zum Titel „Heiligen Vater“: Den Ausdruck Vater verwenden auch Evangelikale ständig („Geistliche Väter“, Kirchenväter, Glaubensväter die biologischen Väter sowieso). Der Begriff „Heilig“ bezieht sich nicht auf die Person des Papstes, sondern auf sein Amt. Sonst würden ja automatisch alle Päpste heiliggesprochen (es ist aber nur bei einer Minderheit der Fall).
        Zudem müssen Katholiken diesen Ausdruck ja gar nicht verwenden (ich tue das seit jeher nicht und bin deshalb noch niemals von einem Priester oder sonstigen Katholiken kritisiert worden – also es „kräht kein Hahn danach“ und ist völlig freiwillig).
        Auch Ihnen Gottes reichen Segen und herzliche Grüße!
        Ihre Felizitas Küble

        PS: Übrigens stehen Sie nicht unter dem „Anathema“ der kath. Kirche. Anathema heißt „(der sei) ausgeschlossen“, aber da Sie gar nicht katholisch sind, können Sie auch nicht aus der kirchlichen Gemeinschaft (Communio) ausgeschlossen werden. Manche Protestanten meinen, Anathema heiße so etwas wie „verflucht“; das ist aber schon sprachlich gesehen Unsinn.

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  3. Jutta sagt:

    Schlachter Uebersetzung 2000:
    Lk 11,28:
    Glueckselig sind vielmehr die, die Gottes Wort hören und es bewahren.

    aus: Begegnung fuers Leben:
    Lk 11,28:
    Ja, aber gesegnet sind alle, die das Wort Gottes hören und danach leben.

    Es ist aus der Bibel einfach nicht zu entnehmen, dass Maria verehrt werden soll, oder angebetet, und man kommt auch nicht durch Maria zum HERRn.
    Sie darf uns Vorbild sein, in ihrer Hingabe an GOTT, aber sie ist nicht die Miterlöserin.
    Das ist unbiblisch.

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    • Guten Tag,
      es ist auch für Katholiken strikt verboten, Maria anzubeten – das wäre zweifellos Gotteslästerung.
      Allerdings ist das Marienlob doch etwas ganz anders. Schon der Engel Gabriel hat damit begonnen: „Sei gegrüßt, Du Gnadenvolle, der HERR ist mit Dir!“
      Natürlich ist Maria keine Miterlöserin. Das hat auch Papst Benedikt klargestellt.
      Freundlichen Gruß!
      Felizitas Küble

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      • Jutta sagt:

        Danke fuer die Antwort. Aber was ist dann mit dem jetzigen Papst, der am Schluss seiner Schrift „Evangelium gaudium“:

        Mutter des lebendigen Evangeliums,
        Quelle der Freude für die Kleinen,
        bitte für uns.
        Amen. Halleluja!

        ????????

        Maria ist nicht die Mutter des Evangeliums, auch sie musste lernen, dass sie suendhaft ist und Jesus ihr Erlöser. Zwar durch sie geboren, aber nicht „ihr“ Sohn.
        Warum fragt sie, als Jesus ( 12jährig) im Tempel die Rabbis belehrt ? Wusste sie nicht, dass ER dem sein muss, was seines VATERS ist ??? .. und sie verstanden das Wort nicht … so stehts geschrieben. ( Lukas 2, 48 – 51 )
        Wo kann man lesen, dass Maria ihren Sohn lehren wuerde ???

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      • Guten Tag,
        mit dem „lebendigen Evangelium“ ist Christus selbst gemeint, ER ist ja die frohe Botschaft in PERSON – und Maria ist seine Mutter; insofern hat der Papst recht. Jesus ist seinem Menschsein nach sehr wohl „ihr“ Sohn, denn ER hat Fleisch angenommen aus Maria!
        Daß die Mutter unseres HERRN erlösungsbedürftig war, bestreitet auch die katholische Kirche nicht, aber gleichzeitig war sie voll der Gnade und der HERR mir ihr!
        Wer hat denn behauptet, Maria würde ihren Sohn „lehren“?
        Es versteht sich am Rande, daß die Madonna nicht allwissend war, das ist nur Gott allein. Also woher sollte sie dann wissen, daß Christus im Tempel saß?
        Freilich steht ausdrücklich im Lukas-Evangelium, daß Jesus seinen Eltern „untertan“ war, bis ER sein öffentliches Wirken begann.
        Freundlichen Gruß!
        Felizitas Küble

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