Ausstellung in Rheine: „Das Erbe der Morrien“ (Westfälischer Adel in der Barockepoche)

Einblick in Alltag und Festkultur einer Adelsfamilie

Einen spannenden Einblick in das Leben einer westfälischen Adelsfamilie im späten Mittelalter gibt die aktuelle Ausstellung im Falkenhofmuseum in Rheine, einer mittelgroßen Stadt im nördlichen Münsterland, unter dem Titel „Das Erbe der Morrien“- images
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Der Falkenhof, ein bedeutendes Bau- und Bodendenkmal der westfälischen Region, wird bereits im frühen Mittelalter (838 n. Chr.) urkundlich erwähnt.
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Damals verschenkte Kaiser Ludwig der Fromme die fränkische Hofanlage an die Reichsabtei Herford. Für beinahe ein Jahrtausend bleibt der Falkenhof im Besitz des Benediktinerklosters und wird von der Abtei als Lehen an Adelige verpachtet.

Zum ersten Mal gibt es jetzt im Falkenhof-Museum Rheine eine Ausstellung über die Geschichte des Hauses und seiner Bewohner.

Seit Herbst 2013 wird das Leben der westfälischen Adelsfamilie von Morrien, die den Falkenhof von 1521 bis 1799 bewohnte, durch zahlreiche Veranstaltungen in den Blickpunkt gerückt.

Spektakuläre Ausgrabungen und Forschungsergebnisse

Die von Morriens haben der Nachwelt nicht nur den dreiflügeligen Adelssitz am Rande der Innenstadt von Rheine hinterlassen. Zeugnisse ihres Lebens auf dem Falkenhof wurden vor zehn Jahren unter der Erde entdeckt und bei einer spektakulären archäologischen AusgraMorrien_59d469c957bung geborgen.

Die schönsten restaurierten Objekte und die Forschungsergebnisse zur Ausgrabung werden nun der Öffentlichkeit vorgestellt.

Die Lebenszeugnisse einer längst vergangenen Welt sind am historischen Originalschauplatz zu sehen, dort wo sie vor Jahrhunderten benutzt wurden.

Sie ermöglichen einen einzigartigen Einblick in den Alltag und die Festkultur des westfälischen Adels im Barock.

Zur Ausstellung erschienen ist auch der 1. Band aus einer geplanten Reihe wissenschaftlicher Bestandskataloge zu den archäologischen Funden des Falkenhofs. Der Band bietet umfangreiche Aufsätze und einen ausführlichen Katalogteil zu den Glasfunden aus dem unterirdischen Kanalsystem auf 370 Seiten.

Die Ausstellung ist bis 2. November 2014 zu sehen.

Veranstalter: Falkenhof-Museum, Tiefe Str. 22 in 48431 Rheine
Tel.: 05971-920611, Fax: 05971-92 06 14, Mail: laurence.changeat@rheine.de

Eintrittspreis:  5 € regulär


Prof. Hans-Olaf Henkel (AfD) kritisiert Schmähkritik von Finanzminister Schäuble

Zu den jüngsten Angriffen von Finanzminister Wolfgang Schäuble gegen die AfD (Alternative für Deutschland), der diese neue Partei u.a. als „Schande für Deutschland“ bezeichnet hatte, erklärt deren stellv. Sprecher und Europa-Abgeordneter Prof. Dr. Hans-Olaf Henkel (siehe Foto): AFD_EU_Abgeordnete - Kopie (2)

„Wenn mir vorab eine kleine Begriffsklärung gestattet ist: Seit längerem wundere ich mich über die Rückkehr eines Wortes, das in früheren Jahrhunderten eine unrühmliche Rolle spielte und zum Glück in unserem Land lange Zeit außer Gebrauch war:

Von „Schande“ wurde früher gesprochen, wenn eine Frau ein uneheliches Kind bekam oder wenn ein Mensch der „falschen“ Rasse angehörte. Das Besondere an diesem historisch einschlägigen Begriff ist die Aggressivität, die sich immer in ihm ausdrückte. Man deutet mit dem Finger und signalisiert: „Den oder die müsst ihr niedermachen“.

Wenn Herr Schäuble nun meine Partei, die AfD, als „Schande für Deutschland“ bezeichnet, tut er dies, wie man so treffend sagt, mit Schaum vor dem Mund. Dabei ist er sich natürlich bewusst, dass er gegen die AfD mit Vernunftgründen gar nichts vorbringen kann.

Der Knüppel, den er schwingt, trifft uns gar nicht. Vielmehr trifft er sich selbst damit. Offenbar weiß er nicht, dass jede Art von Verunglimpfung, Verleumdung und übler Nachrede immer auch jenen trifft, der sich ihrer bedient.

Wer, wie der Finanzminister, anderen „hemmungslose Demagogie“ vorwirft, rückt sich selbst in ein schiefes Licht  –  so schief, dass ihn selbst schon Parteifreunde zu beschwichtigen suchen. „Etwas mehr Selbstkontrolle“, so hört man aus Reihen der CDU, „könnte Herrn Schäuble nicht schaden.“ untitled

Und sehr direkt rief ihn Christian Bäumler, immerhin Bundesvize der Christlich Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) mit dem Hinweis zur Ordnung, „die Schmähung des politischen Gegners hilft beim Wähler wenig“.

Schäuble bezichtigt die AfD der Ausländer- und Minderheitenfeindlichkeit, rückt sie in die Nähe des Rechtsextremismus und des billigen Populismus. Weder mit unseren bisher veröffentlichen Programmen noch mit unserem „Grundgesetz“, den politischen Leitlinien der AfD, lässt sich so ein Vorwurf begründen. Verstoßen Mitglieder dagegen, fliegen sie aus der Partei. Wäre es anders,  hätte ich die Partei längst wieder verlassen.

Nein, Schäuble hat jede Objektivität und nebenbei auch die Contenance verloren. Ob so die angemessene Selbstdarstellung eines deutschen Bundesministers aussieht, ist eine andere Frage.

Überflüssig zu betonen, dass Schäuble Angst vor uns hat. Scharenweise strömen der AfD ehemalige Mitglieder der CDU/CSU und der FDP zu, deren politisches Erbe wir längst angetreten haben.

Auch wenn Wolfgang Schäuble nach wie vor einen sehr begrenzten Einblick in finanzpolitische Zusammenhänge hat, weiß er natürlich sehr gut, dass der Euro eine Fehlkonstruktion ist. 40323-90x80

Mit viel „wishful thinking“ beschenkte man mit ihm auch jene südlichen Länder – Frankreich eingeschlossen –, für deren volatile Volkswirtschaften er viel zu solide und „hart“ war. Wenn jetzt AfD-Chef Bernd Lucke auf diesen leicht zu begründenden Sachverhalt hinweist, kanzelt Wolfgang Schäuble ihn mit den Worten ab, dieser „Professor der Volkswirtschaft behauptet Unsinn“.

Dabei weiß er selbst es besser. Gerade jene südlichen Länder, allen voran Frankreich, versuchen gerade den „harten“ Euro durch neue Staatsverschuldung aufzuweichen. Mit Händen und Füßen tut Wolfgang Schäuble so, als wehrte er sich dagegen, womit er – ob er’s will oder nicht – eine Position der AfD vertritt.

Umso absurder, dass er seine Ausfälle gegen unsere Partei ausgerechnet vor jener Jahrestagung des Internationalen Währungsfonds (IWF) vom Stapel ließ, bei der eine ganze Fronde, angeführt von Christine Lagarde, ihm die deutsche Haushaltsdisziplin auszureden suchte – wohlgemerkt eine Haushaltsdisziplin, die zu den Hauptanliegen der AfD gehört.“

 


Israel führt einen Gedenktag für jüdische Flüchtlinge aus arabischen Ländern ein

In diesem Jahr wird in Israel am 30. November zum ersten Mal an einem offiziellen Gedenktag der jüdischen Flüchtlinge aus den arabischen Ländern gedacht  –  ein Thema, das in Israel in den letzten Jahren zunehmend diskutiert wurde und gerade in der politischen Diskussion der Gegenwart oft vergessen wird.  israeltag2

In den Jahren nach der Staatsgründung Israels im Jahr 1948 wurden etwa 856.000 Juden aus arabischen Ländern zu Flüchtlingen.

In den ersten beiden Jahrzehnten nach der Gründung des Staates Israel verschwanden beispielsweise in Marokko und dem Irak fast alle jüdischen Gemeinden, so dass von mehr als 850.000 Juden, die in allen arabischen Ländern vor 1948 lebten, im Jahr 2001 nur knapp 7.800 geblieben waren. Einige dieser Gemeinden blickten auf eine mehr als 2600 Jahre währende Geschichte zurück.

Quelle: israelische Botschaft in Berlin


Unionsfraktion protestiert gegen geplante Zerschlagung von „Memorial“ in Rußland

Das russische Justizministerium droht Berichten zufolge mit der Auflösung der angesehenen Menschenrechtsorganisation „Memorial“. Dazu erklärt die Vorsitzende der Arbeitsgruppe Menschenrechte und humanitäre Hilfe der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach:

Foto: IGFM

Foto: IGFM

„Die russische Regierung beabsichtigt die Zerschlagung der größten und ältesten Menschenrechtsorganisation Russlands. Die Behörden begründen dies mit Zweifeln an der Organisationsstruktur von Memorial. Damit setzen sie ihre repressiven Maßnahmen gegen die Zivilgesellschaft fort, die mit der erneuten Amtszeit von Wladimir Putin als Präsident begonnen haben. Seither ist auch der Druck auf Memorial erheblich gewachsen.

Die CDU/CSU-Fraktion bekräftigt vor diesem Hintergrund einmal mehr ihre Unterstützung für die so wichtige Arbeit von Memorial. Wir stehen an der Seite der russischen Menschenrechtler, die jetzt um die Existenz ihrer Organisation kämpfen und sich mit rechtlichen Schritten gegen die drohende Auflösung wehren wollen.

Bereits durch das 2012 erlassene NGO-Gesetz ist Memorial in seinem Engagement bedroht. Das Gesetz schreibt vor, dass sich politisch aktive Nichtregierungsorganisationen, die Geld von ausländischen Partnern erhalten, als ‚ausländische Agenten‘ registrieren lassen müssen. Memorial ist im gesamten postsowjetischen Raum aktiv. Die Organisation erinnert  an die Opfer des sowjetischen Totalitarismus, setzt sich für Menschenrechte ein und hilft den Opfern politischer Repression.

Mit der Einschüchterung der engagierten russischen Menschenrechtler will die Regierung auch verhindern, dass Kritik an den Verbrechen des Sowjetdiktators Stalin laut wird. Aufklärer sind in Russland generell unerwünscht.“


Eichstätt: Kardinal Cordes betont, daß der geweihte Priester „unersetzbar“ ist

Als „bedeutsames Datum nicht nur der Diözese Eichstätt, sondern mindestens der katholischen Kirche Deutschlands, wenn nicht der Universalkirche“ hat Kardinal Paul J. Cordes das 450-jähriges Bestehen des Eichstätter Priesterseminars gewürdigt.

Er nahm als päpstlicher Legat an den Feierlichkeiten teil und zelebrierte einen Festgottesdienst am Samstag, 11. Oktober, in der vollbesetzten Seminar- und Universitätskirche, der Schutzengelkirche. e06b4ca165

In seiner Predigt hob Kardinal Cordes den Wert des Priesteramtes hervor und ging auf die aktuelle Situation der geistlichen Berufungen ein.

Priesteramtskandidaten seien in den deutschen Diözesen anscheinend auf eine verschwindende Minderheit reduziert. Ihr Mangel laste heute kaum weniger drückend auf Bischöfen, Priestern und Gläubigen als zur Zeit der Gründung des Collegium Willibaldinum.

Kardinal Cordes betonte, wie wichtig der Einsatz der katholischen Laien ist. Auch Strukturerneuerungen seien in der Kirche immer wieder nötig. Zugleich fügte er hinzu:

„Aber all das kann das geweihte Amt, das Gott selbst uns schenkt, nicht aufwiegen. Ersatzlösungen setzen auf Irdisches und machen oft Gott vergessen.“

Darum sei das Seminarjubiläum auch Anlass, „uns neu daran zu erinnern, dass der geweihte Priester unersetzbar ist“.

Der Kurienkardinal betonte: „Geistliche Berufe reifen, sofern der Glaube in den Herzen der Hirten und in den Gemeinden lebt.“

Sonderseite zum Jubiläum mit Videos und Beiträgen | Bericht der Kirchenzeitung | Info zur Festschrift

Quelle: http://www.bistum-eichstaett.de/aktuell/aktuelle-meldungen-details/news/kardinal-cordes-beim-seminarjubilaeum-der-geweihte-priester-ist-unersetzbar/
Foto: pde, Geraldo Hoffmann

Christus beklagt sich über das wundersüchtige Volk, das „Zeichen fordert“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Lk 11,29-32.

In jener Zeit, als immer mehr Menschen zu Jesus kamen, sprach ER: jesus in der synagoge von nazareth

Diese Generation ist böse. Sie fordert ein Zeichen; aber es wird ihr kein anderes gegeben werden als das Zeichen des Jonas.

Denn wie Jonas für die Einwohner von Ninive ein Zeichen war, so wird es auch der Menschensohn für diese Generation sein. Die Königin des Südens wird beim Gericht gegen die Männer dieser Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie kam vom Ende der Erde, um die Weisheit Salomos zu hören. Hier aber ist einer, der mehr ist als Salomo.

Die Männer von Ninive werden beim Gericht gegen diese Generation auftreten und sie verurteilen; denn sie haben sich nach der Predigt des Jonas bekehrt. Hier aber ist einer, der mehr ist als Jonas.