Israel anerkennt die christlichen Aramäer als eigenständige Minderheit

Israels Innenminister Gideon Sa’ar unterzeichnete kürzlich eine Anordnung, wonach Aramäer als eigenständige nationale Bevölkerungsgruppe im Bevölkerungsregister Israels geführt werden können. Davidstern

Die Entscheidung wird tausenden christlichen Familien, die sich selbst dieser antiken Nationalität zugehörig fühlen, die Möglichkeit geben, sich als Aramäer registrieren zu lassen. Bislang wurden sie als Araber geführt bzw. als Palästinenser bezeichnet.

Der Innenminister berief sich bei seiner Entscheidung auf drei Expertengutachten, die zu dem Schluss gekommen waren, dass diese Nationalität die Bedingungen für die offizielle Anerkennung erfüllten, darunter das gemeinsame historische Erbe, Religion, Kultur, Herkunft und Sprache.

Gabriel Nadaf, Direktor des Israel Christians Recruitment Forum und einer der Befürworter der Anerkennung der aramäischen Nationalität, erklärte zur Entscheidung des Innenministers: “Jeder der 133.000 Christen, die in Israel leben und einer der orthoxen Ostkirchen angehört, kann sich nun als Aramäer registrieren lassen.”

Quelle: http://www.botschaftisrael.de


Unionsfraktion bekräftigt wichtige Rolle der Türkei im Kampf gegen IS

Die Türkei hat entschieden, kurdische Peschmerga-Kämpfer zur Verteidigung der Stadt Kobane im Norden Syriens einreisen zu lassen. Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder: 0

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion begrüßt die Entscheidung der türkischen Regierung, ihre Grenzübergänge für kurdische Peschmerga-Kämpfer zu öffnen, damit diese die Kurden bei der Verteidigung der nordsyrischen Grenzstadt Kobane unterstützen können.

Hiermit leistet die Türkei einen wichtigen Beitrag im Kampf gegen den sogenannten ‚Islamischen Staat‘, der eine Aufgabe der gesamten zivilisierten Welt ist und die Unterstützung aller NATO-Verbündeten benötigt.

Angesichts der Brutalität und Entschlossenheit des sogenannten ‚Islamischen Staates‘, alle religiösen und ethnischen Minderheiten, die sich unter ihrer Kontrolle befinden, zu vertreiben oder zu vernichten, ist der Kampf gegen diese Terrorgruppe eine Aufgabe der internationalen Staatengemeinschaft.“


Iran: Ex-muslimische christliche Pastoren zu langjährigem Knast verurteilt

Drei führende Mitglieder der iranischen Hauskirchenbewegung sind zu langjährigen Haftstrafen verurteilt worden.

Wie die Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtet, wurden die Pastoren Behnam Irani und Abdolreza „Matthias“ Haghnejad sowie der Diakon Reza „Silas“ Rabbani am 19. Oktober zu jeweils sechs Jahren Gefängnis verurteilt. RTEmagicC__christenverfolgung_01.jpg

Für Pastor Irani bedeutet dies eine Gesamtstrafe von zwölf Jahren. Alle drei müssen ihre Strafen in weit abgelegenen Strafanstalten verbüßen, die über tausend Kilometer von ihren Heimatorten entfernt liegen und die für ihr unerträglich heißes Klima berüchtigt sind, so die IGFM. Besuche durch Angehörige würden so enorm erschwert.

Alle drei Kirchenleiter sind ehemalige Muslime. Sie wurden nach dem islamischen Recht wegen „Kampf gegen Gott und Verderbenstiften auf Erden“ angeklagt. Dieses „Verbrechen“ kann in der islamischen Republik Iran sogar mit der Kreuzigung bestraft werden.

Nach heftigen internationalen Protesten ließen die iranischen Behörden diesen Vorwurf jedoch fallen. IGFM-Vorstandssprecher Martin Lessenthin sieht darin einen wichtigen Erfolg: „Ohne die internationale Aufmerksamkeit wären diese  –  und andere Konvertiten  –  längst tot“.

Die erste Kammer des Islamischen Revolutionsgerichtes in Karaj bei Teheran begründete die Strafen mit „Handlungen gegen die nationale Sicherheit“ und der „Bildung eines Netzwerkes zum Umsturz des [islamischen] Systems“. IGFM_Logo_blau_R32 G90 B165

Der vorsitzende Richter Asel Al-Hosseyn verwies dabei auf Artikel 498 des islamischen Strafrechts des Irans. Weder das Urteil noch die Urteilsbegründung wurden schriftlich ausgestellt.

Nach Angaben der IGFM sei dies „typisch“ für die iranische Justiz, insbesondere für die Revolutionsgerichte. Der eigentliche Grund für die Verfolgung sei die christliche Gemeindearbeit. Die Islamische Republik wolle ehemalige Muslime einschüchtern und die Gemeinden zentraler Leitungspersonen berauben.

Pastor Irani war bereits früher wegen seiner Arbeit als Pastor mehrfach verhaftet und zu sechs Jahren Gefängnis verurteilt worden. Diese und seine zusätzliche Haftstrafe muss er nun in Zabol, nahe der afghanischen Grenze in der Provinz „Sistan und Belutschistan“ verbüßen. Die Region ist nicht nur für ihr extremes Klima berüchtigt, sondern auch für den dort besonders verbreiteten islamischen Extremismus.

Die IGFM befürchtet, dass Irani im Gefängnis zum Ziel von Übergriffen und Mordanschlägen werden könnte. Seine Gesundheit sei durch Folter und unmenschliche Haftbedingungen so sehr angegriffen, dass seine Verbannung an diesen Ort einem Todesurteil auf Raten gleichkomme. Pastor Haghnejad und Diakon Rabbani werden weit in den Süden des Iran verlegt, nach Minab, an der Straße von Hormus.

Hintergrund:
Von den rund 75 Millionen Einwohnern des Iran sind nach offiziellen Angaben nur rund 280.000 Christen. Die Zahl ehemaliger Muslime, die zum Christentum übergetreten sind, ist unbekannt. Da der „Abfall vom Islam“ – ebenso wie Atheismus – mit dem Tod bestraft werden kann, treffen sich christliche Konvertiten nicht öffentlich, sondern in inoffiziellen Hausgemeinden. Vielfach sind sie Opfer von Drohungen, Verhaftungen und anderen Übergriffen durch die Behörden.

Zur Lage der Menschenrechte im Iran: www.igfm.de/iran


In Christus ist die Mauer zwischen Juden und einstigen Heiden überwunden

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Eph 2,12-22:

Brüder! Einst wart ihr von Christus getrennt, der Gemeinde Israels fremd und von dem Bund der Verheißung ausgeschlossen; ihr hattet keine Hoffnung und lebtet ohne Gott in der Welt. COLLAGE-BLUSP2

Jetzt aber seid ihr, die ihr einst in der Ferne wart, durch Christus Jesus, nämlich durch sein Blut, in die Nähe gekommen.
Denn ER ist unser Friede. ER vereinigte die beiden Teile  –  Juden und Heiden  –  und riss durch sein Sterben die trennende Wand der Feindschaft nieder.

ER hob das Gesetz samt seinen Geboten und Forderungen auf, um die zwei in seiner Person zu dem einen neuen Menschen zu machen.

ER stiftete Frieden und versöhnte die beiden durch das Kreuz mit Gott in einem einzigen Leib. ER hat in seiner Person die Feindschaft getötet. ER kam und verkündete den Frieden: euch, den Fernen, und uns, den Nahen.

Durch ihn haben wir beide in dem einen Geist Zugang zum Vater. Ihr seid also jetzt nicht mehr Fremde ohne Bürgerrecht, sondern Mitbürger der Heiligen und Hausgenossen Gottes.

Ihr seid auf das Fundament der Apostel und Propheten gebaut; der Schlußstein ist Christus Jesus selbst. Durch ihn wird der ganze Bau zusammengehalten und wächst zu einem heiligen Tempel im HERRN. Durch ihn werdet auch ihr im Geist zu einer Wohnung Gottes erbaut.