Die Lehrschreiben des 2. Vatikanums sind von unterschiedlicher Verbindlichkeit

Vatikan und Piusbruderschaft weiter im „guten Gespräch“

Kurien-Bischof Guido Pozzo, der Sekretär der Päpstlichen Kommission ‚Ecclesia Dei’, erklärte in einem Interview mit der französischen Zeitschrift ‚Famille Chrétienne’, der Vatikan verlange keine „Kapitulation“ von der traditionsorientierten Piusbruderschaft.

Vielmehr lade er sie ein, an seine Seite zu treten in den Rahmen der Lehrfragen, soweit diese für eine dauerhafte Anhänglichkeit an den Glauben sowie an das katholische Lehramt und die Tradition unerlässlich sind.“ logofsspx

Die Kommission ‚Ecclesia Dei’ ist an die Glaubenskongregation angegliedert und führt Gespräche mit der Piusbruderschaft über eine vollständige organisatorische Rückkehr zur katholischen Kirche.

BILD: Logo der Piusbruderschaft: zwei Herzen, eine Krone, ein Kreuz.

Pozzo fährt fort: „Die Vorbehalte der Piusbruderschaft gegenüber einigen Aspekten und Formulierungen des Zweiten Vatikanischen Konzils und gegenüber einigen daraufhin durchgeführten Reformen, die nicht unverhandelbare Dogmatik- und Lehrfragen betreffen, könnten gleichzeitig untersucht und vertieft werden.“

Damit signalisiert Pozzo, dass die Piusbrüder im Falle einiger Einigung mit Rom durchaus einige Eigenheiten beibehalten könnten.

Es gebe „keinen Zweifel“, dass die Lehren des Zweiten Vatikanums unterschiedliche Verbindlichkeit besäßen, je nach Art des Dokuments:

„Die Konstitutionen über die Kirche und die Offenbarung, Lumen gentium und Dei Verbum, haben den Charakter von lehrhaften Verlautbarungen; die Erklärungen zu Religionsfreiheit und nichtchristlichen Religionen sowie das Ökumene-Dekret verfügen hingegen über geringere Autorität und weniger Verbindlichkeit.“

Pozzo ließ wissen, im Falle einer Verständigung mit dem Vatikan könne die Priesterbruderschaft mit dem hohen Status einer Personalprälatur rechnen. Das Gesprächsklima zwischen dem Präfekten der Glaubenskongregation, Kardinal Gerhard Müller, und Bischof Bernard Fellay bezeichnete Pozzo als gut.

Quelle: Radio Vatikan

Ergänzender und vertiefender Beitrag des kath. Kirchenrechtlers Dr. Gero Weishaupt siehe hier: http://www.kathnews.de/unterschiedliche-lehrautoritaet-der-texte-des-zweiten-vatikanischen-konzils


Verheerende Manipulation von Kindern und Jugendlichen durch Frühsexualisierung

Von Christa Meves

In den letzten beiden Wochen sind in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung zwei Aufsätze erschienen, die unverblümt drastisch das Programm der Sexualisierung von Kindern (besonders auch mithilfe des Sexualkundeunterrichts in den Schulen) mitsamt der Hintergründe ans Licht gebracht haben: Christa Meves

http://004.frnl.de/lt/t_go.phpi=17555&e=NTYwMDA1Mw==&l=-https–demofueralle.files.wordpress.com/2014/10/faz-2014-10-23-aufklc3a4rung-oder-anleitung-zum-sex.jpg

http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/experten-warnen-vor-zu-frueher-aufklaerung-von-kindern-13203307.html

Besonders verdienstvoll ist es in diesen FAZ- Aufsätzen, dass Helmut Kentler als der maßgebliche Protagonist genannt wird, der in den 70-er Jahren  – unter der Ägide der evangelisch lutherischen Kirche  –  zur Verbreitung der Sexualisierung von Kindern und Jugendlichen, voranging.

Helmut Kentler verfasste 1970 dazu die entscheidende Programmschrift mit seinem Buch „Sexualerziehung“. Ich habe deshalb in meinem Buch „Manipulierte Maßlosigkeit“ 1971 sein Machwerk Punkt für Punkt einer fachlichen Kritik unterzogen und gleichzeitig damit auf die verheerenden Auswirkungen einer maßgeblichen Trendwende in Richtung Pädophilie hingewiesen.

Man konnte es bereits damals voraussagen, dass eine Sexualisierung der Kinder durch den medialen Mainstream und durch obligatorische Schulsexualerziehung viel persönliches Unglück und eine fundamentale gesellschaftliche Schwächung hervorrufen würde.

Und ich stellte bereits damals die Prognosen, dass danach mit beträchtlichen negativen Folgen zu rechnen sei:

1. Mit einer allgemeinen Entstehung von Sexualsüchten (wie sie jetzt bereits in der internationalen Kinderschänderindustrie zu einem Auswuchs ohnegleichen geworden sind) und damit auch einer Durchseuchung der leitenden und unterrichtenden Personen in der Pädagogik.
2. Durch eine fundamentale Schwächung der leiblichen Gesundheit in der jungen Generation (besonders durch Erkrankungen der Geschlechtsorgane, die zur Gebärunfähigkeit führt).
3. Durch eine von Sextraumata hervorgerufene Bindungsscheu, was zu einer Minderung der Familienbildung führt.

Unsere Autorin Christa Meves ist Psychagogin und Bestseller-Autorin mit dem Schwerpunktthema Erziehung


RBB-Propagandasendung zeichnet den Görlitzer Park in Berlin als Idylle

Von Michael Leh

Ein Musterbeispiel linker Desinformation hat der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) am 27. September ausgestrahlt. „Mehr als Gras – der Görlitzer Park“ hieß die halbstündige Fernsehsendung der Autoren Simone Brannahl und Philip Rückriem. Leh - Görlitzer Park Foto 1

„Der Park im Herzen von Kreuzberg, der oft nur mit Drogen und Kriminalität in Verbindung gebracht wird, ist für die meisten Anwohner ein wunderbarer Platz zum Erholen, Sport treiben, Spielen, Genießen, Abhängen und Feiern“, wurde der Film angekündigt.

Ein Reporterteam habe das multikulturelle Treiben im Park 24 Stunden lang begleitet.

Wie der Görlitzer Park dann schönfärberisch als Idylle dargestellt wurde, wird kaum von Sendungen des chinesischen Staatsfernsehens über Tibet übertroffen.

Dass im Kriminalitätsschwerpunkt „Görli“, einem weitgehend rechtsfreien Raum, mit Drogen gehandelt wird, konnten die Autoren natürlich nicht verschweigen.

BILDER: Polizei bei einer Kontrolle am Eingang des Görlitzer Parks in Berlin-Kreuzberg (Fotos: Michael Leh)

Doch wurde schon absichtlich nicht gezeigt – was für jeden Parkbesucher unübersehbar ist – , dass bereits an den Eingängen afrikanische Dealer Spalier stehen, um Kunden anzusprechen. Leh - Görlitzer Park Foto 2

Ein Schwarzer konnte im Interview unwidersprochen erklären, dass er ohne Dealen ja in Deutschland nicht überleben könne. Dass sich der Mann aus Gambia illegal in Berlin aufhält, weil er über Italien einreiste und deshalb dort einen Asylantrag stellen müsste, wurde nicht kritisiert.

Bewusst wurden nur solche Parkbesucher befragt, die – abgesehen vom Thema Drogenhandel – den „Görli“ in den besten Farben malen. „Es ist eine schöne Ecke“, erklärte einer. Ein anderer: „Der Görlitzer Park ist einfach ein Stück Freiheit in Berlin.“

Es wurden Hasen gezeigt, die über die Wiese hoppeln, und Frauen im Bikini. Ein älterer Herr, dem „nichts entgeht“, regte sich nur darüber auf, dass der Müll nicht immer richtig entsorgt werde. Ein Student freute sich, „dass es so einen tollen Park in dieser Stadt gibt“.

Komplett ausgespart wurde in der Sendung die erhebliche Gewaltkriminalität im und um den Görlitzer Park, der oft nicht erst nachts gefährlich ist. Pikanterweise wurde erst drei Tage vor Ausstrahlung der Sendung das Kamerateam eines Fernsehsenders  –  vielleicht sogar des RBB  –  im Park mit Flaschen und Pflastersteinen angegriffen.

Unser Autor Michael Leh ist politischer Journalist und lebt in Berlin

Erstveröffentlichung dieses Beitrags in der „Preußischen Allgemeinen Zeitung“ vom 11. Oktober 2014


Thüringen: Opferverbände kritisieren SPD-Empfehlung für eine Linksfront

Auf scharfe Kritik von SED-Opfern stößt die Empfehlung des thüringischen SPD-Landesvorstands, eine tiefrot-grüne Koalition unter Führung von Bodo Ramelow (Linkspartei) zu bilden. Bis zum 3. November entscheiden die gut 4000 SPD-Mitglieder im Freistaat in einer Abstimmung, ob es dazu kommt. 42252-3x2-teaser190x127

Die Union der Opferverbände kommunistischer Gewaltherrschaft und die Vereinigung der Opfer des Stalinismus  fordern die sozialdemokratische Basis auf, das Vorhaben zu stoppen.

Das Votum des Landesvorstands sei „ein Affront gegen die Opfer des SED-Regimes“, erklärte der Vorsitzende beider Organisationen, Rainer Wagner.

Nach seinen Worten kommt ein Ministerpräsident aus dieser Partei in dem 40 Jahre von der SED diktatorisch unterdrücktem Thüringen einer Rehabilitierung der SED gleich und macht sie salonfähig. Die Linke sei keine normale Partei: „Sie ist die mehrfach umbenannte SED. Sie ist jene Partei, welche die Menschen in der DDR bespitzelt, geknechtet und eingesperrt hat.“

Ein Großteil ihrer Mitglieder habe schon der SED angehört und „das verbrecherische Regime“ gestützt. Die Linkspartei habe ihre Vergangenheit bis heute „nicht ordentlich“ aufgearbeitet: „Sie duldet noch immer stramme Kommunisten, glühende Antidemokraten und überzeugte DDR-Verklärer in ihren Reihen.“

25 Jahre nach dem Mauerfall solle die SED wieder eine Regierung führen: „Dafür gingen wir nicht auf die Straße, dafür saßen wir nicht in den Stasi-Gefängnissen.“

Quelle: http://www.idea.de

 


Baden-Württemberg und der Eiertanz des CDU-Landesvorsitzenden Strobl

Mathias von Gersdorff

„Grün-Rot steht vor einem Scherbenhaufen, den sie selbst angerichtet hat“  – so lautet die Überschrift der neuesten Pressemitteilung Thomas Strobls, Landesvorsitzender der CDU in Baden-Württemberg und Kandidat für die CDU-Spitzenkandidatur für die Landtagswahl im Frühjahr 2016.

Er wirft Ministerpräsident Winfried Kretschmann vor, einen Kulturkampf angezettelt zu haben. t_go.php

Diese Stellungnahme geschieht zu einem Zeitpunkt, als alle Augen auf die CDU gerichtet sind und sich jeder fragt, wann die Landes-CDU endlich ein deutliches Wort zum grün-roten Bildungsplan abgeben würde.

Nach der unverfrorenen Ablehnung von Stängles Petition durch den Petitionsausschuss, nach der Demonstration gegen den Bildungsplan in Stuttgart am 19. Oktober 2014 und nach den deutlichen Worten Bernd Sauers zur Frühsexualisierung der Kinder in den Schulen, konnte die CDU nicht länger schweigen, wenn sie nicht völlig planlos erscheinen wollte.

Zuvor hatte es zwar Stellungnahmen gegeben, doch von eher untergeordneten Stellen. Am Gewichtigsten war das Grußwort des Fraktionsvorsitzenden Peter Hauck zur Demonstration gegen den Bildungsplan am 28. April 2014.

Ein zweites Schreiben, auf der Demo am 19. Oktober verlesen, war schon wesentlich schwächer. Hauck kritisierte darin zwar den Bildungsplan als solchen, ging aber kaum auf die Inhalte ein.
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Strobl spricht nun von einem „Scherbenhaufen“. Das klingt zwar drastisch, von einer „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ hat er sich aber nicht ausdrücklich distanziert.

Strobl ist einer der CDU-Politiker, die sich mehr Gleichstellung zwischen Ehe und homosexuellen Partnerschaften wünschen.

FOTO: Mathias v. Gersdorff auf der Leipziger Buchmesse

Um seinen Standpunkt zu bekräftigen, zitiert er einen führenden Homo-Aktivisten: „Selbst der Organisator des Christopher Street Days in Stuttgart, Christoph Michl, hatte gemahnt, dass Grün-Rot bei der Gleichstellung von Schwulen und Lesben über das Ziel hinausschieße.“

Damit hält sich Strobl also alle Möglichkeiten offen.

Ganz wollte er die Tür für „Sexuelle Vielfalt“ an den Schulen nicht schließen. Ebenso wenig wollte er Winfried Kretschmann allzu sehr anrempeln. Strobl strebt nämlich eine schwarz-grüne Koalition nach der Landtagswahl an.

Inzwischen müsste es auch Winfried Kretschamnn dämmern, dass der Bildungsplan seines SPD-Bildungsministers Andreas Stoch ein Klotz am Bein ist, vor allem im Hinblick auf den bald beginnenden Wahlkampf. Auch Kretschmann dürfte gegenüber Schwarz-Grün nicht abgeneigt sein.

Zudem ist wohl inzwischen jedem klar, dass Stoch ein kopfloser Radikalinski ist, der sich mit seinem verkorksten Bildungsplan auf ein Himmelsfahrtkommando bis zur nächsten Landtagswahl begeben hat. Mit seiner Hybris befördert er den Niedergang der Regierungskoalition.

Festzuhalten bleibt: Strobls Presseerklärung kann mitnichten als eindeutige Stellungnahme der CDU-BW gegen die kritischen Elemente im Bildungsplan angesehen werden. Elternverbände und sonstige Gegner des Bildungsplanes sollten weiter auf der Hut bleiben.

Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter „Aktion Kinder in Gefahr“ und das Webmagazin „Kultur und Medien online“