Tod auf Bestellung? – Menschliche Solidarität statt Beihilfe zur Selbsttötung

Von Peter Helmes

Leben und Tod sind eine Einheit: Der Tod ist der ständige Schatten unseres Lebens und sein notwendiger Gegenpol. PICT0005

Der Suizid, das freiwillige Ausscheiden aus dem Leben, scheint zunehmend vielen Menschen der einzige Weg zu sein, einem vermeintlich „würdelosen“ Altern oder einem würdelosen Dahinsiechen auszuweichen.

Oft aber  –  und das gehört zur Ehrlichkeit in der Debatte  –  entsprechen Suizidwünsche nicht nur einer privaten Motivation einzelner Menschen, sondern sind (auch) Resultat eines sozialen Defizits bzw. eines Defizits an sozialer Verantwortung.

Viele Schwerkranke  –  oder auch solche, die sich vor einem solchen Schicksalsschlag fürchten  –  wollen lieber vorher aus dem Leben scheiden, als am Ende ihres Lebens vermeintlich vollkommen entwertet, ja unwürdig, dazustehen.

Das aber ist Ausdruck einer entsolidarisierten Gesellschaft, die den Menschen einredet, es sei doch eigentlich ganz vernünftig, sich vorher zu verabschieden.

„Auch der Tod hat eine Würde“

Ist es nicht vielmehr so, daß der Wunsch nach erlaubter Tötung und seine Begründung mit „menschenwürdigem Sterben“ eher Tarnung einer Angst ist, der man auszuweichen trachtet? Auch der Tod hat eine Würde!

Ich finde es menschenunwürdig, das Sterben aus unserem gesellschaftlichen Leben zu verdrängen bzw. auf dem Niveau von Talk- und Boulevard-Politik zu diskutieren.

Unsere Gesellschaft als Ganzes ist auf diese Debatte offensichtlich nicht vorbereitet – letztlich auch ein Ergebnis zunehmender Entchristlichung. vaccine_2_360_250_s_c1

Wer sich aus dem Diesseits verabschieden will, soll das tun (können), lautet die gängige Parole. Niemand scheint danach zu fragen, ob dies nicht einer Kapitulation vor dem Leben (und dem Tod) gleichkommt und auch Ausdruck einer tiefen Resignation ist: Der Mensch verabschiedet sich lieber, als weiter unter uns zu leben.

Die päpstliche Enzyklika „Evangelium vitae“ aus dem Jahr 1995, welche die traditionelle Auffassung der katholischen Kirche zusammenfaßt, findet klare Worte: „Unter Euthanasie/Sterbehilfe versteht man eine Handlung oder Unterlassung, die ihrer Natur nach und aus bewußter Absicht den Tod herbeiführt, um auf diese Weise jeden Schmerz zu beenden“.

Verbrechen gegen das Leben

Weiter heißt es in der Enzyklika: „Abtreibung und Euthanasie sind Verbrechen, die für rechtmäßig zu erklären sich kein menschliches Gesetz anmaßen kann. Gesetze dieser Art rufen nicht nur keine Verpflichtung für das Gewissen hervor, sondern erheben vielmehr die schwere und klare Verpflichtung, sich ihnen mit Hilfe des Einspruchs aus Gewissensgründen zu widersetzen.“ baby_hand_abtreibg_cdl11_a4357ad790

Auch Papst Pius XII. hob die besondere Bedeutung des Naturrechts hervor und verkündete: „Keine Indikation, kein Notstand kann ein in sich sittenwidriges Tun in ein sittengemäßes und erlaubtes verwandeln.“

Wer hier das Totschlagsargument bei der Hand hat, die Kirche sei ja eine ewiggestrige, dem sei nachgeschoben  –  ebenfalls aus „Evangelium vitae“: „Der Verzicht auf außergewöhnliche oder unverhältnismäßige Heilmittel ist nicht gleichzusetzen mit Selbstmord oder Euthanasie/Sterbehilfe; er ist vielmehr Ausdruck dafür, daß die menschliche Situation angesichts des Todes akzeptiert wird.“

So lebensfremd scheint die katholische Kirche denn doch nicht zu sein, wie manche glauben (machen) wollen. Dies bedeutet aber nicht, daß fundamentale, lebenserhaltende Maßnahmen, wie Nahrung, Flüssigkeitszufuhr, Lagerung und Körperpflege, eingestellt werden dürfen.

Vorrang des Naturrechts

Auch Atheisten können eine Weisheit nicht umgehen – und kluge Agnostiker bestätigen dies:

Es gibt ein Recht, das über das vom Menschen gemachte Recht hinausgeht und an das sich alle menschlichen Gesetze halten müssen, um nicht ungerecht und sittenwidrig zu werden. images

Dies ist das Naturrecht, das sich aus der Natur, dem Wesen des Menschen als vernunftbegabtes Sinneswesen, ergibt. Deshalb kann sich „kein menschliches Gesetz anmaßen“, dieses Gesetz zu ignorieren.

Wir sind also im Zugzwang: eine Gesellschaft zu schaffen oder sie so zu beeinflussen, daß niemand auf die Idee kommen sollte, sich lieber zu verabschieden, als weiter unter uns zu leben.

Grundvoraussetzung dazu ist nicht nur das Bejahen des Lebens  –  auch mit seinen Grausamkeiten  –, sondern auch die notwendige Vorsorge für ein würdevolles Altern und Sterben: durch Ausbau der Pflege- und der Hospiz- bzw. Palliativeinrichtungen.

Unser Autor Peter Helmes ist politischer Publizist und ehem. Bundesgeschäftsführer der Jungen Union; er betreibt die liberal-konservative Webseite http://www.conservo.wordpresss.com


Christina Baum: Frauenquote – nein, danke!

„Die Frauenquote ist eine Absage an Leistung und Gerechtigkeit und verdeutlicht wieder einmal, wohin unser Land unter der jetzigen Regierung marschiert: mit Sieben-Meilen-Stiefeln in die sozialistische Planwirtschaft“, erklärt Dr. Christina Baum für die AfD Baden-Württemberg.

Die unternehmerische Freiheit wird durch dieses Gesetz in erheblichem Maße eingeschränkt und führt dadurch über kurz oder lang zu einem Abfall des Leistungsprinzips auf allen Ebenen. 

Zudem sind Folgen wie verschlechtertes Arbeitsklima und Demotivation der männlichen Mitarbeiter bis hin zu Mobbing dieser Frauen absehbar, wenn das Geschlecht anstelle von Leistung bei der Vergabe verantwortungsvoller Positionen ausschlaggebend sein wird.

„Gute Frauen brauchen keine Quote“

“Ich betrachte diese Regelung sogar als Diskriminierung der Frau, erklärt  man uns doch zu staatlich förderungsbedürftigen Personen, die aus eigener Kraft nicht in der Lage sind, entsprechende Positionen zu besetzen”, sagt Frau Dr. Baum weiter:

“Ich möchte in meinem beruflichen Umfeld Anerkennung durch Wissen und Können oder Befähigung erfahren und lehne die Frauenquote deshalb strikt ab. Gute Frauen brauchen keine Quote!”

Kontakt-Daten:
Landesvorstand der AfD Baden-Württemberg:
MdEP Bernd Kölmel, Europa-Abgeordneter der AfD
Prof. Dr. Jens Zeller
Tel.: 0711 217 263 36
geschaeftsstelle@alternativefuer-bw.de
http://www.alternativefuer-bw.de

Weltklimagipfel contra Wetterwirklichkeit

Von Dr. Wolfgang Thüne

Es ist wieder soweit. Vom 1. bis 12. Dezember 2014 findet die Pilgerfahrt zum alljährlichen „Weltklimagipfel“ der Vereinten Nationen statt. Austragungsort ist diesmal Lima, die Hauptstadt Perus. Dr. Wolfgang Thüne

In Lima mit seinem tropischen Wüstenklima herrscht derzeit Sommer, was psychologisch sicher den Glauben an die Erde als „Treibhaus“ befördert. Doch da es sich inzwischen um den 20. Klimagipfel handelt und die Angst vor dem Klimawandel im Schwinden begriffen ist, musste schweres Geschütz aufgefahren werden, auch um die Weichen für „Paris 2015“ zu stellen.

Die UN-Klimagipfel-Konferenzen werden nach ganz bestimmten Ritualen zelebriert und folgen einer wohl durchdachten Aufmerksamkeits-Dramaturgie.

Um die Menschheit insgesamt emotional auf die Tragödie „Klimakatastrophe“ einzustimmen, müssen die Klimaregisseure als Produzenten des „Zeitgeistes“ ein Untergangsszenario entwickeln, das alle Menschen gleichermaßen anspricht, aufrüttelt und betroffen macht. Klima-Opfer und Klima-Täter müssen eins werden, sich schuldig fühlen und zur Sühne bereit sein.

Die Welt wird eigens dazu in ein globales Theater verwandelt, auf dessen Bühne das Stück „Klima-Apokalypse“ aufgeführt wird. Da es sich um keine Uraufführung handelt, müssen die „Klimaexperten“ wie die Filmproduzenten sich stets neue Reize ausdenken, um das Publikum in einen Zustand permanenter Angststarre zu überführen.

Die Angst muss so überwältigend „wirklichkeitsnah“ sein, damit eigenes Denken ausgeschaltet wird und man sich bedingungslos seinen „Klimarettern“ ausliefert.

Die Vorbereitung gleicht einem Trommelwirbel, der das Publikum fasziniert von den Sesseln reißt. Bereits im Vorfeld muss für eine entsprechende Stimmung, für ein „Gänsehaut-Feeling“, gesorgt werden, wie es in der modischen Wettersprache heißt.

Daher versammelte sich der Weltklimarat IPCC höchstpersönlich am 2. November 2014 in Kopenhagen, damit dem Lima-Gipfel das Scheitern des Kopenhagen-Gipfels 2009 erspart bliebe.

Doch was inszenierte IPCC? Die Angst vor der Zukunft und die Sucht nach dem Augenblick, dem Erhalt des Ist-Zustandes nach dem Motto: Wenn wir wollen, das alles bleibt, wie es ist, dann ist es nötig, dass alles sich ändert!

Sind wir zur Änderung nicht bereit, dann drohen schwerwiegende, unumkehrbare Folgen. „Alles, was wir brauchen, ist der Wille zur Veränderung“, so der IPCC-Vorsitzende Rajendra Pachauri, denn „wir haben die Mittel, um den Klimawandel zu begrenzen“.

Quelle und Fortsetzung des Artikels von Dipl.-Meteorologe Dr. W. Thüne hier: https://conservo.wordpress.com/2014/11/28/klimawunschdenken-scheitert-an-der-wetterwirklichkeit/


ADVENT-Hirtenbrief von Erzbischof Stephan Burger (Freiburg) im vollen Wortlaut

„Christus in cordibus: Christus in den Herzen“

Liebe Schwestern, liebe Brüder!

Seit dem 29. Juni dieses Jahres bin ich nun Ihr Erzbischof. Die vergangenen Wochen der Einarbeitung waren geprägt von vielen Gesprächen und zahlreichen Begegnungen. Sehr viele Menschen haben mich dabei in meinem bischöflichen Dienst ermutigt. 0018

Zugleich darf ich mich vom Gebet unzähliger Menschen getragen wissen. Das baut auf und tut gut. Dafür ganz herzlichen Dank.

Das Gebet füreinander und miteinander ist unentbehrlich. Es ist die entscheidende Kraftquelle unseres christlichen Lebens. Im Gebet nehmen wir uns bewusst Zeit für Gott und geben Christus Raum in unserem Herzen.

Wenn wir nun in den kommenden Jahren gemeinsam eine Wegstrecke gehen, richtet sich unser Blick nach vorne auf das, was uns in den Seelsorgeeinheiten mit ihren Gemeinden umtreibt, was uns in den Dekanaten, in der Diözese und auch in der Weltkirche bewegt und beschäftigt. 2_atk2926-170x115

Hier steht für viele die Sorge um die Zukunft unseres kirchlichen Lebens vor Ort im Vordergrund, die Frage nach der Weitergabe unseres christlichen Glaubens  –  auch an Menschen, die der Kirche fern oder sogar kritisch gegenüber stehen.

So manche Briefe und Mails, die mich erreichen, sowie verschiedene Gespräche haben gerade auch diese Fragen zum Inhalt.

Diese Anliegen nehme ich sehr ernst. Sie liegen mir selbst sehr am Herzen. Viele Jahre habe ich als Pfarrer diese Entwicklungen hautnah miterlebt und weiß, wie sehr sich gerade die Kirche vor Ort in einem grundlegenden Wandel befindet.

Dabei ist auch klar: Vieles, was bisher gut und sinnvoll war, können wir nicht mehr leisten. Auch angesichts der hohen Zahl an Kirchenaustritten dürfen wir nicht die Augen vor der Realität verschließen.
kleines-rituale

Christus ruft zur Wachsamkeit auf

Vielmehr sind wir gefordert, uns neu zu vergewissern, was uns als Christen auszeichnet und kennzeichnet. Die beginnende Adventszeit kann uns dafür entscheidende Impulse geben.

Jesus ruft uns eindringlich auf, wachsam und achtsam zu sein. Für wen? Für ihn selbst; für sein Kommen; für das Wirken Gottes mitten in unserem Alltag.

Es ist mir ein Anliegen, dass wir bei all unserem Tun stets den im Blick behalten, dessen Namen wir tragen: Jesus Christus. Ohne ihn wird unser Leben hohl. Christen sind Christusträger.

Unsere vorrangige Aufgabe als Kirche ist es nicht, bloße Strukturen zu reflektieren, kirchliche Verwaltung zu organisieren oder eine Wirtschaftlichkeit von Kirche zu garantieren. All diese Aspekte sind wichtig und gehören auch zur Kirche.

Den Glauben leben und bezeugen

In erster Linie sind wir jedoch gefordert, den uns geschenkten Glauben zu leben und zu bezeugen. Diesen Gott in unsere Welt zu tragen, „der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen“, wie es in der Lesung aus dem Buch des Propheten Jesaja heißt. Das bedeutet zu allererst, die persönliche Beziehung zu Jesus Christus lebendig zu halten. 
Gervasius-Protasius-Irsch-DSC_1348-3-3

Unsere persönliche Christus-Beziehung ist der Dreh- und Angelpunkt aller anderen Tätigkeit. Auf diesem Hintergrund verstehe ich auch mein bischöfliches Leitwort: Christus in cordibus – Christus in den Herzen.

Mit unserer Taufe wurde uns Christus in unser eigenes Herz hineingelegt, in jeder hl. Kommunion empfangen wir den, der uns von Herzen liebt, der sein eigenes Herz für uns am Kreuz hat öffnen lassen.

ER nimmt in unserem Herzen Wohnung, so wie wir in seinem Herzen Eingang gefunden haben und in seinem Herzen wohnen dürfen.

Je mehr wir aus dieser inneren Christus-Verbundenheit leben, desto mehr wird unser Leben und Handeln auf andere ausstrahlen. Unser Christsein endet nicht nach dem Gottesdienst, sondern beginnt in neuer Weise an der Kirchentür: Wenn wir hinausgehen in unsere Familien, an den Arbeitsplatz oder in den Freundeskreis.

Überall dort will Gottes Liebe durch uns aufstrahlen. Das hat ganz konkrete Auswirkungen auf unser Miteinander in den Räten, Gruppen und Kreisen. Durch den Glauben an Jesus Christus wird der Mitmensch zur Schwester, zum Bruder.

Durch Jesus Christus empfange ich die Kraft, slider3-640x360
dass ich liebe, wo man hasst,
dass ich verzeihe, wo man beleidigt, dass ich verbinde,
wo Streit ist, dass ich Hoffnung wecke, wo Verzweiflung
quält, dass ich Licht anzünde, wo die Finsternis
regiert, dass ich Hoffnung bringe, wo der Kummer wohnt.

Zeugnis dafür, dass Christus in den Herzen Aufnahme gefunden hat, zeigen etwa auch viele von Ihnen, die sich für die Flüchtlinge einsetzen, die derzeit in unserem Land um Aufnahme bitten und die auf unsere Hilfe angewiesen sind. Für diese Zeichen Ihrer Solidarität und für Hilfe jeglicher Art sage ich Ihnen mein herzliches Vergelt’s Gott.

Wo immer es uns gelingt, dass unser Miteinander menschlicher, gerechter und friedlicher wird, kann Jesus Christus mit und durch uns sein Wirken in dieser Welt fortsetzen. Dort wird seine Erlösungstat sichtbar und erfahrbar.

Erlösung: ER will uns lösen und frei machen

Erlösung, das ist kein Wort fürs Museum, sondern ein Wort, das in unseren Alltag übersetzt werden will: Gott will uns erlösen. Er will uns lösen und frei machen von allem, was uns abhängig werden lässt, was unser Leben einengt und kleinkariert macht. Marienstatt-DSC_0111-3

Entscheidend ist, dass wir uns allein an der göttlichen Liebe orientieren.

Liebe Schwestern, liebe Brüder, in diesen Tagen des Advent sind wir durch das Evangelium neu aufgerufen, wachsam zu sein für die Spuren Gottes in unserem Alltag, sensibel zu werden für das Wirken Jesus Christi in unserem Leben und Zusammenleben.

Es gilt zu erkennen, wo mir Jesus Christus begegnet. So öffnen wir unsere Herzen für ihn. Das bedeutet es konkret, wenn wir singen: „Macht weit die Pforten in der Welt“ oder „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“.

Es ist die Tür unseres Herzens, das Tor zu unserem Leben. Mit Christus in unseren Herzen gehen wir voller Zuversicht den Weg in die Zukunft. Es ist sein Weg mit uns.

Diesen Weg der Christusnachfolge möchte ich mit Ihnen ganz bewusst gehen und nach Kräften versuchen, mit Ihnen Christ und für Sie ein guter Bischof zu sein  –  um es in Anlehnung an ein Wort des hl. Augustinus zu umschreiben.

Dass Sie so Christus in Ihrem Herzen tragen und zu anderen tragen können, dazu segne Sie der dreifaltige Gott, der Vater und der Sohn und der Heilige Geist.

Freiburg im Breisgau, den 29. November 2014
Ihr Erzbischof Stephan Burger

Quelle: Amtsblatt des Erzbistums Freiburg vom 21. November 2014


„Du bist unser Vater, HERR, wir alle sind das Werk deiner Hände“

Heutige liturgische ADVENTs-Lesung der kath. Kirche: Jes 63,16b-17.19b.64,3-7:

Du, HERR, bist unser Vater; „Unser Erlöser von jeher“ wirst du genannt. Warum lässt du uns, HERR, von deinen Wegen abirren und machst unser Herz hart, so dass wir dich nicht mehr fürchten? Kehre zurück um deiner Knechte willen, um der Stämme willen, die dein Eigentum sind.  media-390606-2 - Kopie

Reiß doch den Himmel auf und komm herab, so dass die Berge zittern vor dir.

Seit Menschengedenken hat man noch nie vernommen, kein Ohr hat gehört, kein Auge gesehen, dass es einen Gott gibt außer dir, der denen Gutes tut, die auf ihn hoffen.

Ach, kämst du doch denen entgegen, die tun, was recht ist, und nachdenken über deine Wege. Ja, du warst zornig; denn wir haben gegen dich gesündigt, von Urzeit an sind wir treulos geworden.

Wie unreine Menschen sind wir alle geworden, unsere ganze Gerechtigkeit ist wie ein schmutziges Kleid. Wie Laub sind wir alle verwelkt, unsere Schuld trägt uns fort wie der Wind.

Niemand ruft deinen Namen an, keiner rafft sich dazu auf, fest zu halten an dir. Denn du hast dein Angesicht vor uns verborgen und hast uns der Gewalt unserer Schuld überlassen.

Und doch bist du, HERR, unser Vater. Wir sind der Ton und du bist unser Töpfer, wir alle sind das Werk deiner Hände.

 


Bangladesch: Radikale Muslime stürmen eine christliche Schule in Konabari

Zerstörungswelle löst Panik aus

Am Morgen des 5. November haben etwa 200 Islamisten eine christliche Schule in der Stadt Konabari/Bangladesch gestürmt. Auslöser der Unruhen war ein Gerücht, in der Schule würden islamische Kinder unter Zwang zum Christentum bekehrt.

Trotz des massiven Angriffes trug kein Schüler der „Steve Kim Mission School“ nennenswerte Blessuren davon. 12 der 14 Lehrkräfte wurden geschlagen, die 25-jährige Sumitra Kunda erlitt dabei ernsthafte Kopfverletzungen. Unter den Angreifern waren zahlreiche mit Messern und Macheten bewaffnete Koranschüler. Kundgebung Irak-Syrien in Frankfurt 2014

Der größte Schaden entstand an dem Gebäude und dem Schuleigentum. Mehrere Klassenräume wurden verwüstet, ebenso die schuleigene Bäckerei. Schulvertreter meldeten den Diebstahl wertvoller Gegenstände wie Computer und Projektoren.

Die Schulbibliothek wurde in Brand gesetzt, Stromleitungen durchtrennt und der Generator zerstört.

Direktor Michael Robin Mondol zufolge dauerte die Randale eineinhalb Stunden lang: „Während des Tumultes ergriff die Schüler Panik, viele von ihnen meldeten sich in den folgenden Tagen krank“, schildert er im Gespräch mit World Watch Monitor.

Nach den möglichen Ursachen für den Hass gefragt, erklärt Mondol: „Einige Koranlehrer stoßen sich sehr an unseren Bildungsprogrammen. Dabei gilt unser Engagement hauptsächlich armen Kindern. Wir unterrichten sie in denselben Fächern wie die anderen Schulen in der Gegend auch, mit Ausnahme der Koranschulen. Christliche Religion steht nicht einmal auf dem Lehrplan.“

Behörden bestätigen: Anschuldigungen haltlos

Auslöser für den Angriff war nach ersten Erkenntnissen offenbar die Initiative von zwei Lehrern einer örtlichen Koranschule. Die beiden waren von Haus zu Haus gegangen und hatten die Schule beschuldigt, arme Schüler zum christlichen Glauben zu bekehren. Auf Flugblättern hatten sie Eltern, die ihre Kinder zu der christlichen Schule schickten, vehement angegriffen und ihnen ewige Verdammnis angedroht.

Die Schule hat gegen 25 der beteiligten Angreifer Klage eingereicht. 17 Personen sind mittlerweile verhaftet worden, darunter drei Koranlehrer.

Nurul Islam, stellv. Polizeipräsident der Provinz Gazipur, bestätigte gegenüber World Watch Monitor die Haltlosigkeit der gegen die Schule erhobenen Anschuldigungen. Er ergänzte: „Ganz offensichtlich ist einigen Lehrern der örtlichen Koranschulen die Missionsschule der Christen ein großer Dorn im Auge.“

Von den 156 Millionen Einwohnern Bangladeschs sind 90% sunnitische Muslime, 9% Hindus und weniger als 1% Christen. Christliche Schulen gelten jedoch als beste Wahl für eine gute Ausbildung, so dass 90% der dortigen Schüler Nichtchristen sind.

Auf dem Open Doors Weltverfolgungsindex rangiert Bangladesch aktuell an 48. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am härtesten verfolgt werden.

Quellen: World Watch Monitor / Open Doors


Buchpräsentation in Berlin: „Die alternde Republik und das Versagen der Politik“

Der LIT Verlag veranstaltet in Berlin am Mittwoch, den 10. Dezember 2014, in Berlin eine Vorstellung des neuen Buches von Prof. Dr. Herwig Birg: „Die alternde Republik und das Versagen der Politik  –  Eine demographische Prognose“ Coverabbildung
 
Die Veranstaltung ist zu Gast im Haus des Familienunternehmens in 10117 Berlin, Pariser Platz 6a (direkt neben dem Brandenburger Tor).

Unter der Moderation von Jürgen Liminski, Redakteur beim Deutschlandfunk, diskutieren über die Thesen des Buches: Der ehem. sächsische Ministerpräsident Prof. Dr. Kurt Biedenkopf (CDU) und der Bevölkerungswissenschaftler Prof. Dr. Herwig Birg.

Wegen der begrenzten Plätze wird um Anmeldung gebeten an: LIT-Verlag, Schumannstr. 18 in 10117 Berlin, Telefon: 030 280 40 880 , Fax: 030 280 40 882, E-Mail: berlin@lit-verlag.de

Die Alterung der Gesellschaft gilt in Deutschland als ein zentrales Problem, nicht zuletzt dank Frank Schirrmachers Bestseller „Das Methusalem-Komplott“. Die steigende Lebenserwartung gilt als Hauptgrund. Dies aber entspricht nicht den Tatsachen. Das Durchschnittsalter steigt stärker durch die niedrige Geburtenrate.

Diese Entwicklung kann realistischerweise auch durch Zuwanderung nicht kompensiert werden. Herwig Birg geht diesem Zentralproblem und allen damit zusammenhängenden ausführlich nach.

Er zeigt, daß demographische Prognosen sich als sehr verläßlich erwiesen haben. Das Versagen der Politik wiegt deshalb umso schwerer.

Prof.Dr. Herwig Birg hatte von 1981 bis 2004 den Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft an der Universität Bielefeld inne.

Buch-Daten: Die alternde Republik und das Versagen der Politik. Eine demographische Prognose
Reihe: Wissenschaftliche Paperbacks, Bd. 35, LIT-Verlag 2014, 256 S., 34.90 €, geb., ISBN 978-3-643-12827-0

Bestellmöglichkeit hier: http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-12827-0