Gedenken an den ermordeten israelischen Ministerpräsidenten Rabin am 5.11.

Am kommenden Mittwoch, dem 5. November, gedenken Menschen in Israel und der ganzen Welt des ehem. israelischen Ministerpräsidenten Yitzhak Rabin.

Rabin wurde vor 19 Jahren, am 4. November 1995 (nach jüdischem Kalender am 12. Cheshvan), am Ende einer Friedenskundgebung auf dem Malchei Yisrael-Platz in Tel Aviv von einem jüdischen Extremisten erschossen.

Auf der Seite des israelischen Außenministeriums finden Sie zahlreiche Links und weitere Infos zu diesem Gedenktag sowie zum Leben und Wirken Rabins: Mehr Info »

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Die Mehrheit der Bürger hält das deutsche Rentenrecht für ungerecht

Pressemeldung des Verbands Familienarbeit:

53 % der Bürger/innen beurteilen das deutsche Rentensystem als ungerecht, weil Eltern benachteiligt werden, obwohl sie durch ihren „generativen Beitrag“ erst die Voraussetzung für das Umlagesystem schaffen. Couple photo - ADJ

Sie werden durch die Kosten für Versorgung und Erziehung der Kinder einerseits und Rentenbeiträge andererseits doppelt belastet und erhalten trotzdem in der Regel sogar niedrigere Renten als Kinderlose. Nur 24 % sehen diese Gerechtigkeitslücke nicht.

Das ergab eine aktuelle Umfrage (Juli 2014) des Meinungsforschungsinstituts YouGov (Köln) im Auftrag des Deutschen Instituts für Altersvorsorge (DIA). Befragt wurden 1022 repräsentativ ermittelte Erwerbspersonen im Alter von 18 bis 65 Jahren (Link unten).

Das Ergebnis zeigt, dass eine fast 60-jährige, von allen Bundestagsparteien und Bundesregierungen getragene Propaganda zugunsten unseres Rentenrechts den Bürgern das Gefühl für Gerechtigkeit nicht völlig austreiben konnte.

Ermutigend ist, dass in der Altersgruppe zwischen 18 und 25 Jahren diese Gerechtigkeitslücke sogar von 57% gesehen und nur von 17 % geleugnet wird, obwohl diese jungen Erwachsenen meist noch keine Kinder haben. 1511

Als Verband Familienarbeit sehen wir, dass unsere seit Jahrzehnten erhobene Forderung nach einer angemessenen Gegenleistung für die Erziehungsarbeit der Eltern auch von der Mehrheit der Bürger/innen für berechtigt gehalten wird.

Politik und Leitmedien spiegeln dagegen nicht die Auffassung der Bevölkerungsmehrheit wieder.

Da der Auftraggeber der Umfrage DIA auch als Lobby der Finanzwirtschaft gelten kann, drängt sich der Verdacht auf, dass zusätzliche private Vorsorge propagiert werden soll. Angesichts der Enteignung der Eltern durch das geltende Rentenrecht verfügen aber gerade sie über weniger finanzielle Mittel und wären daher bei privater Vorsorge nochmals benachteiligt.

Eine Korrektur kann nur innerhalb des Umlagesystems erfolgen, das nicht nur den Rentnern, sondern ebenso den Kindern und Erziehenden soziale Sicherheit bieten muss. Das kann z.B. geschehen durch eine Kindergrundsicherung und ein Erziehungsgehalt während der ersten Lebensjahre, das wahlweise auch zur Finanzierung einer Fremdbetreuung nach den Vorstellungen der Eltern verwendet werden kann, wenn sie weiter außerhäuslich erwerbstätig sein wollen.

Link zur Umfrage: http://www.dia-vorsorge.de/fileadmin/userfolders/downloads/pdf/DIA-Umfrage_Gerechtigkeit_im_Rentensystem_2.Quartal_2014.pdf

Verband Familienarbeit e.V.
Dr. Johannes Resch

 


Medjugorje und die „gerechten Seelen“…

Von Felizitas Küble

Am 2. Tag jedes Monats gibt es in dem  –  kirchlich nicht anerkannten   –  Erscheinungsort Medjugorje eine sog. „Privatbotschaft der Muttergottes an die Seherin Mirjana Dragicevic-Soldo“, diesmal jene vom 2. November 2014. (Zusätzlich wird monatlich eine „an die ganze Welt gerichtete“ Offenbarung verkündet bzw. verbreitet.)

Wir zitieren hier abschnittweise diese neueste „himmlische“ Mitteilung und stellen dazu die passenden bzw. fälligen Fragen:  nd_de_toute_aide_querrien_1652

„Liebe Kinder, ich bin bei euch mit dem Segen meines Sohnes, mit euch, die ihr mich liebt und die ihr versucht, mir zu folgen. Ich möchte auch mit euch sein, die ihr mich nicht annehmt. Euch allen öffne ich mein Herz voller Liebe und segne euch mit meinen mütterlichen Händen. Ich bin eine Mutter, die euch versteht. Ich habe euer Leben gelebt und eure Leiden und Freuden durchlebt. Ihr, die ihr Schmerzen lebt, versteht meinen Schmerz und mein Leiden um jene meiner Kinder, die nicht zulassen, dass sie das Licht meines Sohnes umstrahlt, jene meiner Kinder, die in der Finsternis leben.“

Diese Äußerungen der angeblichen Madonna sind weitgehend sinnfrei bzw. sinnlos  – mit anderen Worten: (ge)haltlos. 

Warum sollte die wahre Gottesmutter eigens erscheinen, um diesen  –  zudem teils unlogischen  –  Jammersermon abzuliefern? 

Was soll zB. die Aussage „Mariens“ an die „lieben Kinder“, sie habe „euer Leben gelebt und eure Leiden und Freuden durchlebt“?  – Zudem hätte man gern gewußt, warum jene, „die in der Finsternis leben“, gleichwohl „ihre Kinder“ sind. media-372515-2

„Deshalb brauche ich euch, euch, die das Licht umstrahlt hat und die ihr die Wahrheit begriffen habt. Ich rufe euch auf, meinen Sohn anzubeten, damit eure Seele wächst und wahre Spiritualität erreicht. Meine Apostel, dann werdet ihr mir helfen können.“

Getaufte Gläubige, die in der Nachfolge Christi leben, sind nicht etwa nur von seinem „Licht umstrahlt“, sondern der dreieinige Gott wohnt in ihrer Seele und ihr Leib ist deshalb, wie Paulus schreibt, ein „Tempel des Heiligen Geistes“.

Seltsam bis esoterisch klingt auch die Begründung, Christus solle angebetet werden, „damit eure Seele wächst und wahre Spiritualität erreicht“.  –  Der einzig entscheidende Grund für die Anbetung Christi ist die Glaubenstatsache, daß ER der menschgewordene GOTT selber ist, die zweite Person der heiligen Dreieinigkeit.

„Mir zu helfen bedeutet, für diejenigen zu beten, die die Liebe meines Sohnes nicht kennengelernt haben. Indem ihr für sie betet, zeigt ihr meinem Sohn, dass ihr Ihn liebt und Ihm nachfolgt. Mein Sohn hat mir versprochen, dass das Böse niemals gewinnen wird, denn ihr, die Seelen der Gerechten, seid da; ihr, die ihr versucht, eure Gebete mit Herz zu sagen; ihr, die ihr eure Schmerzen und Leiden meinem Sohn darbringt; ihr, die ihr begreift, dass das Leben nur ein Wimpernschlag ist; ihr, die ihr euch nach dem himmlischen Königreich sehnt. All dies macht euch zu meinen Aposteln und führt euch zum Sieg meines Herzens. Deshalb, meine Kinder, reinigt eure Herzen und betet meinen Sohn an. Ich danke euch!“

Das Gebet für andere Menschen ist sicherlich richtig und wichtig, genügt aber keineswegs für ein Leben in der Nachfolge Christi. Es reicht auch nicht aus, seine eigenen Gebete „mit Herz zu sagen“ oder sich „nach dem himmlischen Königreich zu sehen“. – Entscheidend für ein glaubwürdiges Christenleben ist vielmehr die Beachtung der Gebote Gottes sowie Werke des Glaubens und der Nächstenliebe.

Zudem erscheint es recht merkwürdig, wenn die vermeintliche Madonna die Empfänger ihrer Botschaft als „Seelen der Gerechten“ preist und würdigt: dergleichen führt leicht zu hochmütiger Gesinnung nach der Devise: Wie schön, wir hier sind die gerechten Seelen  – und da draußen ist die böse Welt!

Felizitas Küble, Leiterin des KOMM-MIT-Verlags und des Christoferuswerks in Münster, das dieses CHRISTLICHE FORUM betreibt


Achtet den anderen höher als euch selbst

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Phil 2,1-4:

Brüder! Wenn es Ermahnung in Christus gibt, Zuspruch aus Liebe, eine Gemeinschaft des Geistes, herzliche Zuneigung und Erbarmen,
dann macht meine Freude dadurch vollkommen, daß ihr eines Sinnes seid, einander in Liebe verbunden, einmütig und einträchtig,
daß ihr nichts aus Ehrgeiz und nichts aus Prahlerei tut. Maira

Sondern in Demut achte einer den anderen höher als sich selbst.
Jeder achte nicht nur auf das eigene Wohl, sondern auch auf das der anderen.