Bistum Trier und Causa Beckingen: Ist Bischof Ackermann überfordert?

Am vergangenen Samstag ist die „Bombe“ geplatzt: Der Beckinger Pfarrer Christoph Eckert musste seine Pfarrei auf Geheiß des zuständigen Trierer Bischofs Ackermann unverzüglich verlassen. KIG

Die Gläubigen in Beckingen sind fast alle empört. Die Geschichte riecht in der Tat nach einer persönlichen Kampagne gegen den beliebten Pfarrer, wie man auch aus vielen wütenden Leserkommentaren auf der Homepage der Pfarrei (noch!) nachlesen kann…

Zuerst beauftragt man vom Bistum einen Pfarrer, eine Pfarreiengemeinschaft aufzubauen, was ihm offensichtlich mit Erfolg gelang  –  und dann heißt es nur wenige Monate später, man habe den Eindruck, er sei dieser Aufgabe nicht gewachsen und verursache Zwietracht in der Gemeinde. Daher müsse man ihn aus pastoralen Gründen versetzen und degradieren.

Sollte dieses Argument ernst gemeint sein? – Der Bischof sorgt seinerseits für Zwietracht. Ist er seiner Aufgabe nicht gewachsen?

WEITERLESEN hier: http://kreuzknappe.blogspot.de/2014/11/reicht-trierer-bischof-ackermann.html

Hier unser Bericht vom August 2014 über die Pfarrei-Aktionen zugunsten des Priesters: https://charismatismus.wordpress.com/2014/08/16/beckingen-pfarrei-gremien-setzen-sich-fur-den-verbleib-von-pfarrer-eckert-ein/

Weiterer Artikel von Peter Winnemöller: http://katholon.de/?p=7739


Außenminister Steinmeier zum Mordanschlag in der Jerusalemer Synagoge

Außenminister Steinmeier erklärte heute (18.11.) am Rande seines Besuches in Kiew zu den tödlichen Anschlägen auf Gläubige in einer Synagoge in Jerusalem: 

„Ich bin zutiefst erschüttert über die Nachrichten aus Jerusalem. Dass Gotteshäuser zum Schauplatz von tödlichen Angriffen auf unschuldige Gläubige werden, ist eine schreckliche Grenzüberschreitung in einer ohnehin extrem angespannten Lage.

Unser Mitgefühl ist mit den Angehörigen der Opfer, ich wünsche den Verletzten baldige Genesung.

Foto: Steinmeier mit Ministerpräsident Netanjahu

Ich war erst vor wenigen Tagen in Jerusalem und konnte spüren, wie aufgeladen die Atmosphäre dort ist. Das, was jetzt geschehen ist, ist eine Tragödie.

Ich hoffe, dass das nun auch ein lauter Weckruf ist. Die Spannungen können schnell zum gewaltsamen Ausbruch kommen. Die Überlagerung der zahlreichen ungelösten politischen Fragen mit religiöser Konfrontation gibt einem ohnehin ernsten Konflikt eine neue gefährliche Dimension.

In Amman haben sich der jordanische König und der israelische Ministerpräsident auf einen vernünftigen und besonnenen Umgang mit der schwierigen Lage auf dem Tempelberg/Haram al-Scharif verständigt. In diesem Geist sollten die Verantwortlichen auch in dieser schwierigen Lage agieren.“

Quelle (Text/Foto): http://embassies.gov.il/berlin/Pages/default.aspx

 


Gaucks Kritik ist richtig, aber zu kurzsichtig: Die Linkspartei hat strukturelle Probleme

Von Dennis Riehle

Ob ein Bundespräsident seine Meinung über Parteien und Tagespolitik äußern darf, hat das Bundesverfassungsgericht bereits geklärt. Riehle, Dennis_5

Seine Einschätzungen über die Partei DIE LINKE im ARD-„Bericht aus Berlin“ beruhten auf seinen persönlichen Erfahrungen und Wahrnehmungen, von denen auch die SPD-Mitglieder in Thüringen trotz anderslautender Befürchtungen wussten, wie sie damit umzugehen haben.

Sie haben Gaucks Zwischenrufe als seine Sicht der Dinge vernommen – nicht mehr, nicht weniger. In wie weit sie sich davon beeindrucken ließen, mag das letztendliche Ergebnis des Mitgliedervotums für Koalitionsverhandlungen gezeigt haben.

Unabhängig davon wäre von Seiten der LINKEN etwas mehr Vertrauen in die Objektivität des Bürgers angebracht gewesen, denn er kann offenbar schon ganz gut alleine und in eigener Verantwortung befinden, ob und in wieweit er sich von Aussagen des Staatsoberhauptes beeinflussen lassen will.

Fernab von all dieser Diskussion scheint mir die Frage des Inhalts von Gaucks Darstellungen von sehr viel größerem Belang: Er spricht bewusst von Menschen in seinem Alter, die Probleme hätten, einen möglichen Ministerpräsidenten der LINKEN zu tolerieren.

Viele Mitstreiter der Linkspartei waren in die SED eingebunden

Dabei blickt er auf die Vergangenheit vieler Mitstreiter innerhalb dieser Partei, die noch mehr oder weniger aktiv in das Wirken der damaligen SED eingebunden waren. Für meine Altersklasse ist es schwierig, dies umfänglich zu bewerten, habe ich doch von der DDR nur noch im Kindesalter etwas mitbekommen  –  und das zugleich lediglich von außen. 159481-3x2-teaser296

Deshalb drückt mich eine ganz andere Last: DIE LINKE betont, ihre Vergangenheit mehr als alle anderen Parteien aufgearbeitet zu haben. Ob das zutreffen mag, lasse ich zunächst dahingestellt. Mich interessiert, wie DIE LINKE heute aufgestellt ist – und das gerade in den Altersgruppen, die die Partei künftig anführen soll.

Da braucht es aus meiner Perspektive gar keine umstrittenen Argumentationen über eine Rechtsnachfolge der SED, es genügt schon ein Blick in die Strukturen der heutigen LINKEN. „Kommunistische Plattform“ oder „Antikapitalistische Linke“ – nur zwei von mehreren Arbeitsgruppen innerhalb der Partei, denen man zumindest eines unterstellen kann: Naivität und Radikalität.

„Realitätsverweigerung und politische Träumereien“

Als ich tiefere Einblicke in DIE LINKE gewann, fühlte ich mich an Magot Käßmanns Friedenspfeife oder Isomatte erinnert, mit denen der Konflikt um die Islamisten im Mittleren Osten gelöst werden soll. Denn mindestens gleichsam sinnferne Vergleiche und Träumereien sind gängige Diskussionsgrundlage in der LINKEN. Und letztlich ist solch eine Realitätsverweigerung auch eine Gefahr für die Demokratie.

Wer gleichzeitig innerparteiliche Reformkräfte, die gemobbt oder missachtet werden, nicht vor denen schützt, die gleich das gesamte „System überwinden“ wollen, der zeigt, wie ernst er es mit der Verteidigung von Freiheit und Rechtsstaatlichkeit meint. Und natürlich mag man zugutehalten, dass jede Partei  ihre „Spinner“ hat. be2004_38_551

Doch was ist, wenn Kompromisslosigkeit und ein Umgangston in den eigenen Reihen, der wohl tatsächlich noch an manch Rigidität in der damaligen Einheitspartei erinnern mag, eben nicht nur Einzelne, sondern ganze Strömungen in einer Partei durchdringen?

Beispielhaft sichtbar wird das am neuerlich aufbrechenden Graben im Zuge des Eklats, der dieser Tage für Aufsehen gesorgt hat. Nachdem Fraktionschef Gysi im Bundestag von Journalisten – die auf Einladung von zwei Abgeordneten ins Parlament gekommen waren –auf die Toilette gedrängt wurde, versuchte er nun, die Zerwürfnisse herunterzuspielen.

Realos und Fundis im Widerstreit

Doch das half nur kurzfristig: Am Beispiel von Israelkritik und Antisemitismus wird der eklatante Unterschied von „Realos“ und “Fundis“ deutlich. Und mit ihren jeweils eigenen Initiativen, die sie trotz Mahnung Gysis im Web und unter Anhängern gestartet haben, um sich auch fortan gegenseitig aufzureiben, nimmt das Auseinanderdriften der Partei seinen Lauf.

„Offen extremistische Strömungen“ sind bei DIE LINKE zweifelsohne zu erkennen, wenn man die Rechtfertigungen liest, die für verschiedenste Verhaltensweisen eigenen Mandatsträgern oder linken Aktivisten – wie die, die die Kreuze zum Mauergedenken entwendeten – aus legitimierten Arbeitsgemeinschaften der Partei vorgebracht werden.

Damit scheint Gaucks Meinung wichtig, aber sie fällt zu kurzsichtig aus: DIE LINKE scheint nicht nur die Eindeutigkeit in der Abgrenzung von Unrecht und Intoleranz in der SED schuldig zu bleiben. Auch wenn sie in einigen Bundesländern ihre Regierungsambitionen unter Beweis gestellt haben mag, belegt das noch lange nicht ihre gesamtparteiliche Handlungsfähigkeit.

Ich verheimliche nicht, dass mich einige ihrer Forderungen berühren und ich diese auch mittragen kann. Doch wer auf gemäßigte Politik derart allergisch reagiert, dass jedwedes Ziel aus Dialog und Übereinkunft, welches Nährboden für eine lebendige Gesellschaft ist, als Scheitern der eigenen Ideologie brandmarkt, der taugt wohl tatsächlich nur als Auffangbecken für Populisten und Entnervte.

Nein, keinesfalls ist DIE LINKE in ihrer Gesamtheit eine unfähige Partei, doch sie schafft es bis heute nicht, denjenigen in ihren Reihen Rückhalt zu geben, die sich ein Mitgestalten wünschen – und jenen, die allen Wahrheiten unzugänglich sind, die Schranken aufzuzeigen. Deshalb verwundert auch nicht, dass einige Landesverbände durchaus im Stande sind, sich an Koalitionen zu beteiligen – mit welchem letztendlichen Erfolg, bleibt zunächst Ermessenssache.

Denn dass gerade ostdeutsche LINKE pragmatisch denken, zeigt sich nicht erst an der Trennlinie zu den westdeutschen Genossen, denen die Realisten ein Dorn im Auge sind. Und so braucht es wohl noch einige Zeit, bis die Einheit der Deutschen auch zur Einheit der LINKEN geführt hat. Wie keine andere Partei bleibt sie zerstritten – und deshalb auch das berechtigte Sorgenkind, nicht nur für den ein oder anderen Bundespräsidenten…

Dennis Riehle
Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 Konstanz
Web: http://www.Dennis-Riehle.de
Blog: http://blogger.Riehle-Dennis.de

 


Mahnung des HERRN an Laodizea: „Weil du weder heiß noch kalt, sondern lau bist…“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Offb 3,14-22:

Ich, Johannes, hörte, wie der HERR zu mir sagte: An den Engel der Gemeinde in Laodizea schreibe: media-NTdG3gKCLTh-2

So spricht ER, der «Amen» heißt, der treue und zuverlässige Zeuge, der Anfang der Schöpfung Gottes: Ich kenne deine Werke. Du bist weder kalt noch heiß. Wärest du doch kalt oder heiß! Weil du aber lau bist, weder heiß noch kalt, will ich dich aus meinem Mund ausspeien.

Du behauptest: Ich bin reich und wohlhabend, und nichts fehlt mir.  – Du weißt aber nicht, dass gerade du elend und erbärmlich bist, arm, blind und nackt.

Darum rate ich dir: Kaufe von mir Gold, das im Feuer geläutert ist, damit du reich wirst; und kaufe von mir weiße Kleider, und zieh sie an, damit du nicht nackt dastehst und dich schämen musst; und kaufe Salbe für deine Augen, damit du sehen kannst.

Wen ich liebe, den weise ich zurecht und nehme ihn in Zucht. Mach also Ernst und kehr um!

Ich stehe vor der Tür und klopfe an. Wer meine Stimme hört und die Tür öffnet, bei dem werde ich eintreten, und wir werden Mahl halten, ich mit ihm und er mit mir.

Wer siegt, der darf mit mir auf meinem Thron sitzen, so wie auch ich gesiegt habe und mich mit meinem Vater auf seinen Thron gesetzt habe.

Wer Ohren hat, der höre, was der Geist den Gemeinden sagt.

 


Anschlag in Jerusalemer Synagoge: Vier Tote, sieben Verwundete, ein Schwerstverletzter

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Bei einem Terroranschlag in einer Synagoge wurden heute morgen vier Betende getötet. Polizei am Tatort des Anschlags in der Synagoge

Ersten Berichten zufolge betraten zwei mit Hackbeilen, Messern und einer Pistole bewaffnete Palästinenser das Gotteshaus im ultraorthodoxen Viertel Har Nov und begannen, wahllos auf die Betenden einzustechen, bevor sie das Feuer eröffneten.
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BILD: Polizei am Tatort des Anschlags in der Synagoge (Fotos: Israel Police)
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Die Gemeinde befand sich im Morgengebet, die Männer trugen Gebetsschals und Gebetsriemen.
 
Die Polizei, die kurz nach dem Anschlag am Tatort eintraf, tötete die Angreifer. Die Polizei teilte mit, daß über die vier Todesopfer hinaus auch acht Menschen verwundet worden seien, davon drei schwer und einer lebensgefährlich.

Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanyahu erklärte:

„Dies ist das direkte Ergebnis der Hetze von Hamas und Abu Masen [Mahmoud Abbas], die von der internationalen Gemeinschaft auf unverantwortliche Weise ignoriert wird. Wir werden mit harter Hand auf den grausamen Mord an Juden reagieren, die beten wollten und die von heimtückischen Mördern getötet wurden“.
 
Der israelische Außenminister Avidgor Lieberman sagte, der Terroranschlag auf Betende in einer Synagoge zeuge von besonderer Niedertracht der Mörder.Außenminister Frank-Walter Steinmeier zeigte sich „zutiefst erschüttert“ über den Anschlag.
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Quellen: Israelisches Außenministerium / Israelische Botschaft in Berlin

Berlin-Kreuzberg: „Infarm“ baut Bio-Gemüse und Salat in der Großstadt an

Wenn es um kreative Ansätze in puncto Bewässerungstechnik und Landwirtschaft geht, hat Israel viel zu bieten.

Drei israelische Jungunternehmer von INFARM haben sich gefragt, wie sich heute in urbanen Gegenden regional und biologisch Gemüse anbauen lässt. Als Standort dafür haben sie sich Berlin-Kreuzberg ausgesucht.

Kürzlich berichtete darüber der Berliner „Tagesspiegel“:  Wein-001-2

„In einer ehemaligen Fabrik in Kreuzberg wachsen Pflanzen unter LED-Leuchten. Die Firma Infarm betreibt erfolgreich Indoor Farming. Auch die Gastronomie entdeckt die Großstadtgärtner.

In einem Kreuzberger Innenhof gedeiht die Zukunft der urbanen Lebensmittelversorgung. Davon jedenfalls sind drei junge Unternehmer überzeugt, die hier auf unkonventionelle Weise Gemüse anbauen: ohne Erde und Sonnenlicht.

Das Vorhaben mag zunächst seltsam anmuten: Gemüse anbauen in der Großstadt. „Wir wollten unser eigenes Essen anbauen“, sagt Guy Galonska. „Aber wir wollten nicht aufs Land ziehen, sondern in der Stadt leben.“

Gemeinsam mit seinem Bruder Erez Galonska und dessen Frau Osnat Michaeli gründete er deshalb das Unternehmen Infarm, kurz für: Indoor Farming.

Bei diesem System wachsen Pflanzen ohne Erde und Sonnenlicht; sie keimen in einem saugstarken Substrat aus Hanffasern, die Wurzeln hängen in Wasserbecken, die zu einem geschlossenen Kreislauf verbunden sind. So lassen sich im Vergleich zur herkömmlichen Landwirtschaft 90 Prozent Wasser einsparen.“

WEITERLESEN hier: http://www.tagesspiegel.de/wirtschaft/pflanzenanbau-in-der-grossstadt-gemuese-ohne-sonnenlicht/10985398.html

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


„Halte an der Lehre fest, die du empfangen und gehört hast – und kehr um!“

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Offb 3,1-6:

Ich, Johannes, hörte, wie der HERR zu mir sprach: An den Engel der Gemeinde in Sardes schreibe:

So spricht ER, der die sieben Geister Gottes und die sieben Sterne hat: Ich kenne deine Werke. Dem Namen nach lebst du, aber du bist tot. media-390606-2

Werde wach und stärke, was noch übrig ist, was schon im Sterben lag. Ich habe gefunden, dass deine Taten in den Augen meines Gottes nicht vollwertig sind.

Denk also daran, wie du die Lehre empfangen und gehört hast. Halte daran fest, und kehr um! Wenn du aber nicht aufwachst, werde ich kommen wie ein Dieb, und du wirst bestimmt nicht wissen, zu welcher Stunde ich komme.

Du hast aber einige Leute in Sardes, die ihre Kleider nicht befleckt haben; sie werden mit mir in weißen Gewändern gehen, denn sie sind es wert.

Wer siegt, wird ebenso mit weißen Gewändern bekleidet werden. Nie werde ich seinen Namen aus dem Buch des Lebens streichen, sondern ich werde mich vor meinem Vater und vor seinen Engeln zu ihm bekennen.