Außenminister Steinmeier zum Mordanschlag in der Jerusalemer Synagoge

Außenminister Steinmeier erklärte heute (18.11.) am Rande seines Besuches in Kiew zu den tödlichen Anschlägen auf Gläubige in einer Synagoge in Jerusalem: 

„Ich bin zutiefst erschüttert über die Nachrichten aus Jerusalem. Dass Gotteshäuser zum Schauplatz von tödlichen Angriffen auf unschuldige Gläubige werden, ist eine schreckliche Grenzüberschreitung in einer ohnehin extrem angespannten Lage.

Unser Mitgefühl ist mit den Angehörigen der Opfer, ich wünsche den Verletzten baldige Genesung.

Foto: Steinmeier mit Ministerpräsident Netanjahu

Ich war erst vor wenigen Tagen in Jerusalem und konnte spüren, wie aufgeladen die Atmosphäre dort ist. Das, was jetzt geschehen ist, ist eine Tragödie.

Ich hoffe, dass das nun auch ein lauter Weckruf ist. Die Spannungen können schnell zum gewaltsamen Ausbruch kommen. Die Überlagerung der zahlreichen ungelösten politischen Fragen mit religiöser Konfrontation gibt einem ohnehin ernsten Konflikt eine neue gefährliche Dimension.

In Amman haben sich der jordanische König und der israelische Ministerpräsident auf einen vernünftigen und besonnenen Umgang mit der schwierigen Lage auf dem Tempelberg/Haram al-Scharif verständigt. In diesem Geist sollten die Verantwortlichen auch in dieser schwierigen Lage agieren.“

Quelle (Text/Foto): http://embassies.gov.il/berlin/Pages/default.aspx

 


One Comment on “Außenminister Steinmeier zum Mordanschlag in der Jerusalemer Synagoge”

  1. Tom sagt:

    Ja, es ist sehr wichtig, jetzt besonnen zu reagieren, auch wenn es im Zorn über das Verbrechen schwer fällt.
    Wenn Israel nun die Häuser der Attentäter zerstört, wird das wirklich abschrecken, oder alles noch schlimmer machen? Ihre Familien werden doch dann erst recht von den Palästinensern als Angehörige von „Martyrern“ geehrt und sicher auch unterstützt.
    Ein so verfahrener Konflikt ist sowieso durch Abschreckung oder bloße Gegengewalt nicht zu lösen.
    Wichtig wäre es, auch gemäßigte Palästinenser (v.a. Politiker) für die Aufklärung und Vermeidung von Verbrechen zu gewinnen, und auch jüdische Anschläge auf Moscheein, von denen in der letzten Zeit berichtet wurde, mit gleicher Entschiedenheit zu bekämpfen und zu bestrafen. Nur diese gemeinsame Entschiedenheit ist ein Ausweg aus der Spirale der Gewalt.

    Uns aber bleibt die Pflicht des Gebetes für das Heilige Land!

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