USA: Kardinal George wünscht mehr Klarheit bei päpstlichen Aussagen

Kardinal Francis George  – bis vor kurzem Erzbischof von Chicago  – hat sich jetzt in einem Interview darüber geäußert, daß Papst Franziskus insgesamt mehr Eindeutigkeit und Klarheit in seinen öffentlichen Äußerungen an den Tag legen sollte.  cardinalgeorge_810_500_55_s_c1

Gegenüber dem „Boston Globe“ räumte der Würdenträger ein, daß er die Besorgnis mancher Menschen hinsichtlich widersprüchlich erscheinender Stellungnahmen des Pontifex nachvollziehen könne. Allerdings könne er insgesamt kein Verlassen der überlieferten Lehre durch den Papst erkennen.

Es gehe, erläuterte der 77-jährige Kardinal (siehe Foto), beim Petrusamt um das „Charisma der Einheit“, das sich nicht auf die Person des Papstes beziehe, sondern als eine Einheit um Christus, das Haupt der Kirche, anzusehen sei.

Hinsichtlich der außerordentlichen Bischofssynode über die Familie, die im Oktober in Rom stattfand, erklärte der Erzbischof, es sei besser, wenn Franziskus selber einige diesbezügliche Unklarheiten richtigstelle, als wenn seine Verteidiger damit behelligt seien, eine zutreffende Auslegung für Papst-Äußerungen zu finden. 

Der Kardinal fragte, ob der Pontifex „nicht die Konsequenzen und Auswirkungen einiger seiner Stellungnahmen oder sogar seiner Handlungen realisiere“, welche „Zweifel im Denken der Menschen hervorrufen“.

Quelle für Zitate und das Foto: https://www.lifesitenews.com/news/cardinal-george-on-pope-francis-why-doesnt-he-clarify

 


Mehr Ehrfurcht vor der Würde des Todes

Von Lucia Tentrop

Das öffentliche Verlangen nach Sterbehilfe ist mir unerträglich geworden. In dem Reden vom „menschenwürdigen“ Sterben spüre ich weder eine Demut vor dem, was uns übersteigt, noch eine Ehrfurcht vor der Würde des Todes. tentrop1

Eher kommt es mir vor wie der neueste „Hit“ im Geschäft mit der unreflektierten Angst.

In den letzten vier Jahren starben meine Mutter und drei meiner Freundinnen, letztere an Krebs. Dank medizinischer Hilfen hatten alle einen sanften Tod.

Während der häuslichen Pflege meiner Mutter im Münsterland hatte ich oft Angst, dass es soweit war. Aber als sie in den letzten zwei Jahren im Sendenhorster St. Elisabeth-Stift betreut wurde, konnte ich mit den dortigen Pflegerinnen  immer wieder offen über den Tod sprechen, hatte Einblick in den täglichen Ablauf ihrer Arbeit und durfte an fast allen Gegebenheiten der Station aktiv teilnehmen. Wenn ich in Sendenhorst mittags vor dem Pflegeheim aus dem Bus stieg, verwandelte sich meine bedrückte Stimmung in eine Liebe, die tiefer war als meine Angst, und an die ich mich heute wieder spürbar erinnere.

Als in unserem Berliner Mehrgenerationenhaus „Haus Helene Weber“ unsere Freundin Christel starb, haben wir im Freundeskreis um sie herum gesessen und gesungen. Ihr Bruder aus Wien hatte die Liederbücher der Familie mitgebracht.  Christel lag an Schläuchen. Sie konnte weder essen noch trinken. Aber sie konnte noch die 2. Stimme der ihr bekannten Volkslieder singen!

Als unsere Freundin und Journalistin Roswitha in ihrer Wohnung starb, war ihre Wohnung stets offen. Wir haben zu 5 – 7 Leuten an ihrem Bett gesessen und immer wieder gemeinsam den Rosenkranz gebetet –  und der Fotograf der Vatican-Redaktion ließ uns telefonisch mitteilen:  „Wir beten  hier in Rom mit!“

„Der Tod: ständiger Schatten unseres Lebens“

Als nachts der Geistliche aus dem St.Gertrauden-Krankenhaus mit den Sterbesakramenten ins Haus kam, war rief er betroffen aus:  „Wo gibt es denn das noch, dass ein Mensch so selbstverständlich im Kreis seiner Freunde sterben kann!“weisselberg_memoriam

Kürzlich starb unsere Freundin Ingrid. Sie war Krankenschwester. Als sie nach den Bestrahlungen wieder in ihre Wohnung zurückkam, kam ihre beste Freundin Resi aus Rosenheim nach Berlin, quartierte sich in Ingrids Wohnung ein und hat nachts bei ihr  geschlafen. Heute Nachmittag saßen wir mit bis zu 7 Mieterinnen gemeinsam an Ingrids Totenbett.

Was weiß die öffentliche Meinung von der Gemeinschaft stiftenden Kraft eines offenen Umgangs mit dem Tod?

Angesichts unserer medizinischen Möglichkeiten empfinde ich das Begehren nach erlaubter Tötung und seine Begründung mit „menschenwürdigem“ Sterben als Tarnung einer Angst, der man ausweicht. Hat denn der Tod nicht auch seine Würde? Warum geben wir einer Macht, die uns übersteigt, nicht die Anerkennung unseres Bewusstseins?

Ich finde es menschenunwürdig, das Sterben aus unserem gesellschaftlichen Leben zu verdrängen bzw. auf dem Niveau von Talk- und Boulevard-Politik zu diskutieren.

Der Tod ist der ständige Schatten unseres Lebens, sein notwendiger Gegenpol. Nicht erst aus der Psychologie wissen wir, dass die Annahme und Reflexion eines unliebsamen Schattens ein unschätzbarer Gewinn und das eigentliche Ja zum Leben ist.

Unsere Autorin ist Musikwissenschaftlerin und Religionspädagogin, geboren im Münsterland, heute in Berlin lebend
 
Kontakt-Daten: Wundtstraße 40-44, Haus Helene Weber, 14057 Berlin, Tel.: 030-325.46.11

Landtag von Baden-Württemberg sieht keinen GEW-Einfluß auf Bildungsplan

Petitionsausschuß weist Eingabe zu Lobbyismus ab

PRESSEMITTEILUNG der Aktion Individualpolitik:

Der Landtag von Baden-Württemberg hat nach der Petition von über 100.000 Unterzeichnern gegen den Bildungsplan, der u. a. Passagen zu Lehrinhalten über die „sexuelle Vielfalt“ enthält, auch eine mit diesem Vorhaben im Zusammenhang stehende Eingabe abgewiesen. Riehle, Dennis_5

Der Sprecher der „Aktion Individualpolitik“, Dennis Riehle (siehe Foto), die sich für eine unabhängige und an einer von der Basis der Gesellschaft getragenen Politik einsetzt, hatte die Petition eingereicht, nachdem bekannt wurde, dass die „Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft“ (GEW) bereits erste Unterrichtsmaterialien nach dem neuen Bildungsplan vorgeschlagen hatte.

Unter anderem kursierte ein Fragebogen, der die Schülerinnen und Schüler damit konfrontierte, warum sie heterosexuell seien.

Riehle begründete seine Eingabe damit, dass das Kultusministerium Baden-Württemberg offenbar von lobbyistischen Meinungen geleitet sei und forderte entsprechend, einen Kodex zu verankern, der eine letztendlich von äußeren Umständen zwar beratende, aber nie beeinflusste Gesetzgebung verlangt.

Der Petitionsausschuss wies diese Forderung zurück und begründete, dass die „Information über die Pluralität von Lebensentwürfen wie auch die sexueller Ausrichtungen und geschlechtlicher Identitäten […] die Kinder und Jugendlichen bestärken [soll], sich selbst, aber auch ihr Gegenüber mit Wertschätzung zu betrachten […], [was] nicht als […] einseitige Berücksichtigung von Partikularinteressen zu verstehen“ sei. IMG_4228

„Bei der Weiterentwicklung der Bildungspläne ist der Landesregierung die Beteiligung ein wichtiges Anliegen“, so „bildet die systematische und fortlaufende Abstimmung der Arbeitsfortschritte […] mit Vertreterinnen und Vertretern der Wissenschaft ebenfalls ein wichtiges […] Element“.

Wie der Petitionsausschuss ankündigt, findet „im Herbst 2015 zudem ein Anhörungsverfahren [statt], bei dem die Beteiligten wichtige Impulse und Rückmeldungen zu allen Bereichen“ des Projekts geben könnten. „Eine einseitige Beeinflussung durch einzelne Lobby-Gruppen ist vor diesem Hintergrund ausgeschlossen“, so der Ausschuss.

Hierauf entgegnet Riehle: „Besonders ärgert mich, dass der Petitionsausschuss von Behauptungen meinerseits schreibt, wonach es bereits Papiere der GEW gab, die sich auf den Bildungsplan bezogen“.

Dabei waren u. a. der genannte Fragebogen lange Zeit öffentlich im Internet einsehbar, über die existierenden Unterrichtsmaterialien berichteten gar die Medien. „Das ist also nicht meiner Phantasie entsprungen, sondern die GEW arbeitete offenkundig schon lange vor den ersten Entwürfen für den Bildungsplan genau auf das Ziel hin, wonach sich die Schüler später mit konkreten Arbeitsunterlagen dem Komplex der sexuellen Vielfalt widmen sollten. Das ist nur möglich, wenn man schon lange vorher Einblicke oder gar Mitsprache in der geplanten Gesetzgebung hatte“.

Riehle will Rüge gegen Ausschuß vorbringen

Er werde entsprechend eine Rüge gegen die Formulierungen des Ausschusses vorbringen, weil dieser sich Tatsachen entziehe, so der 29-Jährige.

Riehle untermauert seine Kritik nach der Ablehnung der Petition:

„Offenbar versucht die grün-rote Mehrheit im Landtag, die Nähe des Kultusministeriums zur GEW und anderen Gruppierungen, die im Sinne des Bildungsplanes vorsprechen, zu leugnen. Wahrscheinlich ist sogar, dass sich das Ministerium von entsprechenden Einflüssen treiben lässt. Denn dass meine angeblichen Mutmaßungen offenbar nicht ganz falsch sein können, zeigt die Empfehlung, die der Berichterstatter des Petitionsausschusses nach seinen Recherchen dem Gremium vorlegte. Er befand, die Petition solle der Landesregierung übergeben werden. Doch mit 12 zu 10 Stimmen wurde dies knapp verhindert“.

Tendenziös seien auch Formulierungen in der Begründung des Ausschusses, die davon spricht, dass die letztendliche Ablehnung „mit einer Mehrheit aus der Mitte des Ausschusses“ erfolgt sei.

„Hier bleibt unklar, wie viele Abgeordnete sich schließlich dieser Mehrheit angehörten. Und wer ist ‚die Mitte‘? Maßt sich ein demokratischer Landtag an, ‚Grün-Rot‘ als seine Mitte zu bezeichnen?“, fragt Riehle abschließend irritiert.

Dennis Riehle, Sprecher der Aktion Individualpolitik
Martin-Schleyer-Str. 27 in 78465 Konstanz
aktion@individualpolitik.de
www.individualpolitik.de

Regensburg: Bischof Voderholzer eröffnet das „Jahr des gottgeweihten Lebens“

Am Samstag, den 29. November 2014, feiert Bischof Rudolf Voderholzer erstmals im Regensburger Dom um 15 Uhr eine Pontifikalvesper zur Eröffnung der Adventszeit. borMedia1840101

Gleichzeitig wird damit das neue Kirchenjahr und das von Papst Franziskus ausgerufene „Jahr des geweihten Lebens“ eröffnet. Zur Mitfeier sind alle Gläubigen und besonders alle Frauen und Männer der Ordensgemeinschaften und Geistlichen Gemeinschaften herzlich eingeladen.

Das Themenjahr wird auf Wunsch von Papst Franziskus eingeführt. Der Vatikan würdigt damit die Rolle religiöser Orden in Kirche und Welt. Das „Jahr des geweihten Lebens“ soll auf der ganzen Welt die zentrale Bedeutung der Orden für das kirchliche Leben hervorheben.

Bischof Rudolf Voderholzer ist es ein großes Anliegen, sich von der Einladung des Papstes mitnehmen zu lassen und für das Bistum Regensburg zum Schwerpunkt zu machen. 

Während des gesamten nächsten Jahres werden im Bistum Regensburg dazu zahlreiche Veranstaltungen, Symposien, Wallfahrten, Vorträge und Begegnungen stattfinden.

Quelle (Text/Foto): Bistum Regensburg


Fantastische Lesung in München-Hadern: „Der kleine Prinz“ live

Von Susanne Habel

„Man sieht nur mit dem Herzen gut“: ergriffen lauschte eine große Zuhörerschar den wohlvertrauten Worten. Sie erklangen bei einer Lesung im Lehrinstitut Derksen in München. Prinz_Feifel_SH_kl

Der bekannte Schauspieler Martin Feifel (siehe Foto), der das Privatgymnasium im Stadtteil Großhadern früher selbst besuchte, trug den Text „Der kleine Prinz“ von Antoine de Saint-Exupéry vor.

Am gleichen Tag und zur gleichen Zeit war der Grimme-Preisträger von 2010 auch im ZDF in der letzten Folge der Serie „Der Kriminalist“ zu sehen.

Live las Feifel in der Schul-Aula: Er verlieh vor dem Hintergrund eines flirrenden Planetenmeers auf der Leinwand und umrahmt von Original-Illustrationen der Geschichte neue Aspekte: Er zauberte Mehrstimmigkeit im Solo-Vortrag.

Der berühmte Theater- und TV-Darsteller bot alle Facetten seines Könnens und gab allein mit seiner Stimme jedem Protagonisten der 1943 erstmals erschienen Parabel des früh verstorbenen Dichters und Fliegers eine einzigartige, berührende Persönlichkeit.

Allein war der Sprachkünstler jedoch nicht auf der Bühne: Feifels Ex-Mitschüler, der Bandleiter Roman Chowdhury, lieferte auf seiner Gitarre selbst komponierte sphärische Raumklänge.

Feengleich schwebte die Tänzerin Rachael Maya in einem Kostüm mit Sternen-LEDs durch die Szenerie. Sie verkörperte in ihrer Choreographie die Reise des kleinen Prinzen durch das All auf der Suche nach Liebe und Erlösung, wie Feifel sie perfekt in seinen Worten darstellte: Großer Applaus für eine Aufführung, die einer „klassischen“ Lektüre viel Neues abgewann.

Unsere Autorin Susanne Habel ist Redakteurin und Journalistin in München – von ihr stammt auch das Foto.


Berlin: Vortrag & Expertengespräch am 20. November: „EZB, Geld und Geldsystem“

Beatrix von Storch

Die Zivile Koalition e.V. veranstaltet einen Abend zum Thema „EZB, Geld und Geldsystem“ mit Prof. Philipp Bagus (Universidad Rey Juan Carlos, Madrid) als Vortragsredner. 
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Die Moderation des Abends übernimmt André F. Lichtschlag, der Herausgeber der Zeitschrift eigentümlich frei. 

Nach einer grundlegenden Einführung in das Thema Geld und Geldsystem durch Prof. Bagus wird André F. Lichtschlag im Expertengespräch mit dem Vortragsredner das Thema vertiefen: Wie gerecht ist unser Geldsystem, wer profitiert davon, wer verliert? Welche Alternativen gibt es und was können wir, jeder einzelne, überhaupt tun?

Vortrag und Expertengespräch finden statt
am 20. November 2014 um 19 Uhr,
im Humboldt Carré Berlin,  Raum Caroline & Wilhelm von Humboldt,
in der Behrenstraße 42 in 10117 Berlin-Mitte

Die Veranstaltung ist öffentlich. Eine Anmeldung (z.B. per Mail) ist erforderlich. Der Einlaß beginnt um 18:30 Uhr. Es wird die Möglichkeit geben, Fragen an den Redner und die Experten zu stellen.

Beatrix von Storch, Tel. 030 8800139840323-90x80
Zivile Koalition e.V.
Zionskirchstraße 3 in 10119 Berlin
info@zivilekoalition.de
http://www.zivilekoalition.de

CDU-Parlamentarier Hubert Hüppe begrüßt PID-Entscheidung des Bundessozialgerichts

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Anläßlich der heutigen Entscheidung des Bundessozialgerichts zur Präimplantationsdiagnostik (PID) erklärt der CDU-Bundestagsabgeordnete, stellv. Bundesvorsitzende der Christdemokraten für das Leben (CDL) und ehem. Behindertenbeauftragte der Bundesregierung, Hubert Hüppe (siehe Foto): 
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130325-hueppe-1422x744„Die heutige Entscheidung des Bundessozialgerichts, dass Präimplantationsdiagnostik (PID) keine Kassenleistung sei, ist ausdrücklich zu begrüßen. In ethischer Hinsicht ist PID abzulehnen, da es sich um eine Selektionsmethode handelt, die Menschen mit Behinderungen diskriminiert.
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Im Rahmen von PID werden Embryonen – bei in der Regel fortpflanzungsfähigen Paaren – nur deshalb außerhalb des Mutterleibes durch künstliche Befruchtung erzeugt, um sie für die Selektion auf Basis eines Gentests verfügbar zu haben. PID verfolgt nicht das Ziel, Krankheit oder Behinderung des Embryos zu heilen oder zu lindern.
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Es ist gut, dass das Bundessozialgericht dies erkannt hat  –  und die Gemeinschaft der Beitragszahler in der gesetzlichen Krankenversicherung PID nicht mitfinanzieren müssen.
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Kontaktdaten:
Christdemokraten für das Leben e.V.
Kantstr. 18 in 48356 Nordwalde
Tel.: 0 25 73 – 97 99 391 / Fax: 0 25 73 – 97 99 392
E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: www.cdl-online.de