Die CDU-Parlamentarierin Gitta Connemann erhält den Ehrenpreis der DIG Aachen

Der DGB hatte G. Connemann als Hauptrednerin ausgeladen

Die Deutsch-Israelische Gesellschaft Aachen hat am vergangenen Donnerstag (20.11.) der CDU-Bundestagsabgeordneten Gitta Connemann ihren Ehrenpreis verliehen.

Der Anlass für die Ehrung war ein Besuch Connemanns in Israel im vergangenen Sommer, bei dem sie sich unmissverständlich zu Israels Recht auf Selbstverteidigung und zum Schutz seiner Bürgerbekannte.

Zugleich hatte sie betont, dass die Hamas und nicht Israel den Konflikt entfacht habe und die Hamas die Zivilbevölkerung als Schutzschilde missbrauche. Für ihre Äußerungen wurde Gitta Connemann von verschiedener Seite kritisiert.

An der Ehrung nahm auch der Gesandte der Botschaft des Staates Israel, Avi Nir-Feldklein, teil. Er sagte, die Preisverleihung selbst, so der Gesandte, sei ein sehr erfreuliches und ein trauriges Ereignis:

Erfreulich, weil es darum gehe, eine langjährige Freundin Israels zu ehren; traurig sei aber angesichts der Kritik an Frau Connemann, wie wenig selbstverständlich es sei, heute an Israels Seite zu stehen.

„Sie verkörpert die Freiheit einer unabhängigen Abgeordneten“

Der Politikwissenschaftler Dr. Matthias Küntzel lobte in seiner Laudatio Gitta Connemanns Mut, die Wahrheit auszusprechen. Sie verkörpere die Freiheit einer Abgeordneten, die unabhängig ist und die fest zu ihren Standpunkten stehe. Küntzel fuhr fort: 100714052333-b1-

„Diese Unabhängigkeit und Festigkeit stellte sie auch im Sommer dieses Jahres, als Israel wegen vermeintlicher Kriegsverbrechen am Pranger stand, unter Beweis.

Auf dem Höhepunkt des Gaza-Kriegs  –  die israelische Bodenoffensive war bereits angelaufen  –  besuchte Gitta Connemann Israel, um, wie sie sagte, „ein Zeichen der Solidarität“ und „ein Zeichen gegen Antisemitismus“ zu setzen.

Nach dieser Reise ließ sie sich auch durch hasserfüllte Emails, in denen man sie als „Judenhure“ beschimpfte, nicht einschüchtern, sondern trat weiterhin für Israels Recht auf Selbstverteidigung ein. […] Gitta Connemann hat sich schon allein durch diese couragierte Haltung den heutigen Preis verdient. […]

Doch es kommt noch etwas anderes, etwas Unheimliches, etwas noch nicht ganz Ausgestandenes hinzu: Ich meine die demonstrative Abstrafung unserer Preisträgerin durch den DGB.

Der DGB aus Oldenburg/Ostfriesland hatte Gitta Connemann als Hauptrednerin einer Kundgebung zum Anti-Kriegs-Tag am 7. September auf dem Gelände der Gedenkstätte des KZ Esterwegen engagiert.

Warum hatte der DGB gerade sie als Hauptrednerin eingeladen? Weil sie sich, so die offizielle Begründung, „gegen den Antisemitismus einsetzt.“ Vier Wochen vor dieser Veranstaltung wurde Gitta Connemann überraschend wieder ausgeladen. „Ihre einseitige Stellungnahme zum Krieg in Israel“, heißt es in der Begründung, „widerspricht unseren DGB-Grundsätzen.“

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin

Siehe hierzu unser damaliger Bericht über die Ausladung durch den DGB: https://charismatismus.wordpress.com/2014/08/09/cdu-parlamentarierin-wird-vom-dgb-wegen-pro-israelischer-ansichten-ausgeladen/



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