Indien/Hinduismus: 165 Millionen indische Dalit („Unberührbare“) werden diskriminiert

Diskriminierung, Kinderarbeit, Zwangsverheiratung von Minderjährigen und chronische Unterernährung gehören zu den Problemen, mit denen sich vor allem die unteren Gesellschaftsschichten Indiens konfrontiert sehen. HMK-Foto

Dazu gehören die Dalit, die so genannten “Unberührbaren”, von denen rund 165 Millionen am Rande der indischen Gesellschaft leben.

Dreizehn Millionen Kinder werden ausgegrenzt und müssen oft arbeiten, um überleben zu können. Viele werden von ihren Familien für weniger als 1000 Rupies (13,15 €) verkauft, Mädchen müssen als Haushaltshilfen arbeiten und werden oft sexuell missbraucht.

Insgesamt 60 Millionen Kinder leben in Indien unterhalb der Armutsgrenze. Rund 47% der Mädchen werden im Alter unter 18 Jahren verheiratet. Etwa 62 Millionen Minderjährige leiden an chronischer Unterernährung.

Quelle: Fidesdienst / Foto: HMK


30. November: Gedenktag erinnert an die Vertreibung der Juden aus Arabien

Am 23. Juni 2014 hat das israelische Parlament ein Gesetz verabschiedet, das den 30. November als jährlichen landesweiten Gedenktag der Vertreibung von 850.000 Juden aus den arabischen Länder und dem Iran im 20. Jahrhundert festlegt.

Juden lebten schon seit Jahrtausenden in den arabischen Ländern und viele der Gemeinden reichten in die vorislamische Zeit zurück.

Dies BILD führt beim KLICKEN zum Info-VIDEO über Juden in arabischen Ländern

Mit dem Aufstieg des arabischen Nationalismus und dem Konflikt um das historische Palästina begannen die neuen arabischen Regime, eine Kampagne gegen die jüdischen Bürger ihrer Länder, wobei deren Menschenrechte massiv verletzt wurden.

Die einheimischen Juden wurden enteignet, es wurde ihnen die Staatsbürgerschaft entzogen, sie wurden vertrieben, eingesperrt, gefoltert und viele auch ermordet.

Die Berichte der Juden aus den arabischen Ländern unterscheiden sich je nach Land und nach Familienschicksal im Detail, doch im Kern gleichen sie sich.

Die jüdische Gemeinde im Irak bestand mehr als 2500 Jahre und war nicht nur als Wiege des Babylonischen Talmuds lange ein kulturelles Zentrum des Judentums. Diese alte Gemeinde wurde im Zuge der Staatsgründung Israels von der irakischen Regierung angegriffen, vertrieben und schließlich, nachdem es zu physischen Angriffen gekommen war, ihres Vermögens und ihres Besitzes enteignet.

Aus Anlass des offiziellen Gedenktages wird in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin am 2. Dezember der Film „The Dove Flyer“ (Mafriach ha-Jonim) gezeigt, der sich mit der Geschichte der irakischen Juden auseinandersetzt. Im Anschluss wird es eine Podiumsdiskussion zum Thema des Films geben.

Zu der Veranstaltung lädt die Botschaft des Staates Israel gemeinsam mit der Konrad-Adenauer-Stiftung und der Deutsch-Israelischen Gesellschaft ein.

Quellen: israel. Außenministerium des Staates Israel / israel. Botschaft in Berlin


Kardinal Burke kommt zur „Liturgischen Tagung“ im März 2015 nach Herzogenrath

Von Dr. Gero Weishaupt

Wenige Monate vor der ordentlichen Synode über Ehe und Familie, die im Oktober 2015 in Rom tagt, wird S. Em. Raymond Kardinal Burke (siehe Foto), der ehem. Präfekt der Apostolischen Signatur, in die Städteregion Aachen kommen, genauer nach Herzogenrath, das ca. 10 km nördlich der Kaiserstadt liegt. Burke-EWTN-Foto

Anlass für seinen Besuch ist die 17. „Kölner Liturgische Tagung“, die vom 18. bis 21. März 2015 in der an der niederländischen Grenze gelegenen Vorstadt von Aachen stattfindet. Die Tagung steht unter dem Thema „Die Liturgie der Sakramente“. Namhafte Referenten aus dem In- und Ausland werden Referate dazu halten.

Kardinal Burke wird sich dem Thema widmen: „Bis der Tod Euch scheidet“ – Die Ehe-Theologie der römischen Kirche im Nachgang zur Bischofssynode zu Ehe und Familie.

Das gaben die Organisatoren der Tagung, Pfarrer Dr. Guido Rodheudt und Egmont Schulze Pellengahr, auf der Homepage der Tagung bekannt. Dort veröffentlichten sie das vorläufige Programm.

S. Em. Kardinal Burke wird zum Abschluss der Tagung am Samstag, dem 21. März 2015, in der Herzogenrather Pfarrkirche St. Gertrud um 10.00 Uhr ein Pontifikalamt in der klassischen Form des Römischen Ritus feiern.

Vorläufiges Programm der 17. „Kölner Liturgischen Tagung“ in Herzogenrath

Quelle und vollständiger Artikel hier: http://www.kathnews.de/die-liturgie-der-sakramente-kardinal-burke-kommt-zur-liturgischen-tagung-2015-nach-herzogenrath


AfD kritisiert Pharamakonzerne wegen Kostenexplosion bei Hepatitis-C-Therapie

Zur aktuellen Preispolitik der Pharmakonzerne im Bereich der Hepatitis-C-Therapie erklärt Mario Buchner, der Sprecher des Landesfachausschusses Gesundheit der AfD (Alternative für Deutschland) in Bayern: untitled

„Allein im ersten Halbjahr 2014 sind nach Angaben der gesetzlichen Krankenkassen die Ausgaben für Arzneimittel um 1,43 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Für die Beitragszahler ist diese Kostenexplosion um 8,9 % eine inakzeptable Situation“, stellte der Gesundheitsexperte der AfD auf der konstituierenden Sitzung des Bundesfachausschusses Gesundheit, Alterssicherung und Sport fest.

Seit Anfang des Jahres stünden zur Behandlung der chronischen Hepatitis C neue Medikamente zur Verfügung. Die Hersteller verlangen für ihre Präparate jedoch exorbitant hohe Preise, erklärte Buchner im Hinblick auf die absolute Schieflage im Verhältnis der Herstellungskosten zu den Behandlungspreisen.

„Mit ihrer unverhältnismäßig hohen Preisgestaltung bringen die verantwortlichen Pharmaunternehmen sowohl Ärzte, Krankenkassen als auch Patienten in große Schwierigkeiten“, so Buchner. Ein Großteil der Ärzte behandle die Mehrheit ihrer infizierten Patienten nicht, da sie mit einem einzigen Patienten nahezu ihr gesamtes Jahres-Arzneimittelbudget aufbrauchten.

„Die Unternehmen lediglich an ihre Verantwortung zu erinnern, wie Minister Gröhe dies tut, reicht bei weitem nicht aus“, so Verena Brüdigam, verantwortliches Mitglied des Bundesvorstandes für Gesundheitspolitik der AfD.

„Preisreferenz-System für Arzneimittel“

„Wir haben bereits im Europawahlprogramm ein europaweites Preisreferenzsystem für Arzneimittel gefordert. Danach soll ein Mittelwert aus den Arzneimittelpreisen in allen europäischen Ländern gebildet und an die Kaufkraft des entsprechenden Landes angepasst werden. So entstehen angemessene Preise in allen europäischen Ländern“, sagt Brüdigam im Hinblick auf die aktuelle Untersuchung im Auftrag der Heinrich-Heine-Universität vom Mai 2014.

Die Gesundheitspolitiker des Fachausschusses betonen, dass die AfD für einen leistungsfähigen, sozialen und solidarischen Gesundheitsmarkt eintrete, in dem auch marktwirtschaftliche Elemente berücksichtigt werden.

Im Grundsatz gelte: Weniger Staat, mehr Medizin:„Es kann nicht sein, dass Patienten in Deutschland für ihr Medikament deutlich tiefer in ihren Geldbeutel greifen müssen als Patienten im europäischen Ausland. Damit muss endlich Schluss sein“, betont Verena Brüdigam.

 


Unions-Fraktion startet eine Dialogreihe mit Kirchen und Religionsgemeinschaften

Erstmals hat die CDU/CSU-Bundestagsfraktion am 26. November 2014 Vertreter der christlichen Kirchen und der großen Religionsgemeinschaften in Deutschland zum politischen Dialog an einen Tisch geholt. RTEmagicC_IGFM_Plakat_Art_18_Religionsfreiheit_02_jpg

Dazu erklären der kirchen- und religionspolitische Sprecher der Fraktion, Dr. Franz Josef Jung, und die integrationspolitische Sprecherin, Cemile Giousouf:

„Aktuell drohen Konflikte und religiös-ideologische Auseinandersetzungen, die sich weit weg von uns abspielen, auf Deutschland überzugreifen. Sichtbar werden diese Konflikte beispielsweise in der zunehmenden Zahl von Übergriffen auf religiöse Bauten und Einrichtungen wie Kirchen, Synagogen und Moscheen.

Gerade die jüdischen Gemeinden leiden unter permanenten Drohungen und Gewalt. Ebenso besorgniserregend ist die Zunahme von Gewalt gegen Moscheen. Dieser Entwicklung müssen wir gemeinsam mit den Kirchen und Religionsgemeinschaften energisch entgegentreten. IMG_0748

Die CDU/CSU-Fraktion im Deutschen Bundestag erklärt ihre Solidarität mit den betroffenen Gemeinden. Wir teilen ihre Sorgen und Ängste. Denn Gewalt gegen Gotteshäuser richtet sich gegen uns alle und gegen die Werte unserer Demokratie.

Mit dieser Problematik eng verknüpft ist die nicht überall auf der Welt gewährleistete Wahrung des Menschenrechts auf Religionsfreiheit – dies betrifft momentan vor allem den Nahen Osten. Religionsfreiheit und der Kampf gegen Christenverfolgung ist für die Unionsfraktion ebenfalls ein zentrales Anliegen.

Vom Austausch mit den Vertretern der unterschiedlichen Religionen versprechen wir uns gerade angesichts dieser Entwicklungen besonders viel. Deshalb haben wir die Reihe ‚ Mit Religion im Dialog‘ ins Leben gerufen. Die Teilnehmer des ersten Gesprächs waren sich einig, dass es vor allem gilt, Solidarität und Zusammenhalt offen zu demonstrieren. Für die Wahrung unserer Demokratie, für unser friedliches Zusammenleben und unsere Freiheit müssen wir noch enger zusammenrücken.“

Hintergrund:
Die Vielfalt der Menschen, die in Deutschland leben und ihre Heimat haben, bildet sich auch in den unterschiedlichen religiösen Strömungen ab.

Die große Gruppe der Christen, die wachsenden jüdischen Gemeinden, die Muslime und Aleviten sowie zahlreiche weitere Religionsgemeinschaften prägen das spirituelle Spektrum in Deutschland. Als Wertevermittler leisten sie einen unschätzbaren Beitrag für den Zusammenhalt in unserer Gesellschaft.

Unter dem Titel „Mit Religion im Dialog“ diskutiert die CDU/CSU-Bundestagsfraktion aktuelle politische, gesellschaftliche und ethische Themen aus den unterschiedlichen Perspektiven der christlichen Kirchen und der Religionsgemeinschaften.


Urteil des Bundesverwaltungsgerichts begrenzt die Sonntagsarbeit

Die christlichen Kirchen haben ein Grundsatzurteil des Bundesverwaltungsgerichts (Leipzig) zur Begrenzung der Sonntagsarbeit begrüßt. Es hatte am 26. November entschieden, dass die Hessische Bedarfsgewerbeverordnung teilweise nichtig ist. afc127c26a

Damit dürfen Arbeitnehmer an Sonn- und Feiertagen beispielsweise in Videotheken, öffentlichen Bibliotheken, Callcentern und Lottogesellschaften nicht mehr tätig sein.

Dagegen verwies das Gericht die Frage, ob auch an diesen Tagen Getränke und Speiseeis hergestellt werden dürfen, zur Klärung wieder an den Hessischen Verwaltungsgerichtshof in Kassel.

Gegen die Verordnung hatten die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft ver.di und zwei südhessische evangelische Dekanate geklagt.

Nach Ansicht der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD) hat das Gericht den Sonn- und Feiertagsschutz gestärkt. Durch das Urteil werde zu weitgehenden Ausnahmeregelungen Einhalt geboten. „Für Christen ist jeder Sonntag und kirchliche Feiertag ein hohes religiöses Fest“, erklärte der Präsident des EKD-Kirchenamtes, Hans Ulrich Anke.

Es gehe jedoch nicht nur um den Schutz des Religiösen. Sonn- und Feiertag seien nach dem Grundgesetz „Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung“. Damit verbinde die Verfassung religionsbezogene Gewährleistungen mit sozialpolitischen Motiven.

Möglichst wenige Arbeitnehmer sollten sonntags arbeiten müssen. Hinter diesem Anliegen habe ein bloßes Wirtschafts- und Wettbewerbsinteresse zurückzustehen.  

Quelle: http://www.idea.de