Bangladesch: Radikale Muslime stürmen eine christliche Schule in Konabari

Zerstörungswelle löst Panik aus

Am Morgen des 5. November haben etwa 200 Islamisten eine christliche Schule in der Stadt Konabari/Bangladesch gestürmt. Auslöser der Unruhen war ein Gerücht, in der Schule würden islamische Kinder unter Zwang zum Christentum bekehrt.

Trotz des massiven Angriffes trug kein Schüler der „Steve Kim Mission School“ nennenswerte Blessuren davon. 12 der 14 Lehrkräfte wurden geschlagen, die 25-jährige Sumitra Kunda erlitt dabei ernsthafte Kopfverletzungen. Unter den Angreifern waren zahlreiche mit Messern und Macheten bewaffnete Koranschüler. Kundgebung Irak-Syrien in Frankfurt 2014

Der größte Schaden entstand an dem Gebäude und dem Schuleigentum. Mehrere Klassenräume wurden verwüstet, ebenso die schuleigene Bäckerei. Schulvertreter meldeten den Diebstahl wertvoller Gegenstände wie Computer und Projektoren.

Die Schulbibliothek wurde in Brand gesetzt, Stromleitungen durchtrennt und der Generator zerstört.

Direktor Michael Robin Mondol zufolge dauerte die Randale eineinhalb Stunden lang: „Während des Tumultes ergriff die Schüler Panik, viele von ihnen meldeten sich in den folgenden Tagen krank“, schildert er im Gespräch mit World Watch Monitor.

Nach den möglichen Ursachen für den Hass gefragt, erklärt Mondol: „Einige Koranlehrer stoßen sich sehr an unseren Bildungsprogrammen. Dabei gilt unser Engagement hauptsächlich armen Kindern. Wir unterrichten sie in denselben Fächern wie die anderen Schulen in der Gegend auch, mit Ausnahme der Koranschulen. Christliche Religion steht nicht einmal auf dem Lehrplan.“

Behörden bestätigen: Anschuldigungen haltlos

Auslöser für den Angriff war nach ersten Erkenntnissen offenbar die Initiative von zwei Lehrern einer örtlichen Koranschule. Die beiden waren von Haus zu Haus gegangen und hatten die Schule beschuldigt, arme Schüler zum christlichen Glauben zu bekehren. Auf Flugblättern hatten sie Eltern, die ihre Kinder zu der christlichen Schule schickten, vehement angegriffen und ihnen ewige Verdammnis angedroht.

Die Schule hat gegen 25 der beteiligten Angreifer Klage eingereicht. 17 Personen sind mittlerweile verhaftet worden, darunter drei Koranlehrer.

Nurul Islam, stellv. Polizeipräsident der Provinz Gazipur, bestätigte gegenüber World Watch Monitor die Haltlosigkeit der gegen die Schule erhobenen Anschuldigungen. Er ergänzte: „Ganz offensichtlich ist einigen Lehrern der örtlichen Koranschulen die Missionsschule der Christen ein großer Dorn im Auge.“

Von den 156 Millionen Einwohnern Bangladeschs sind 90% sunnitische Muslime, 9% Hindus und weniger als 1% Christen. Christliche Schulen gelten jedoch als beste Wahl für eine gute Ausbildung, so dass 90% der dortigen Schüler Nichtchristen sind.

Auf dem Open Doors Weltverfolgungsindex rangiert Bangladesch aktuell an 48. Stelle unter den Ländern, in denen Christen am härtesten verfolgt werden.

Quellen: World Watch Monitor / Open Doors


Buchpräsentation in Berlin: „Die alternde Republik und das Versagen der Politik“

Der LIT Verlag veranstaltet in Berlin am Mittwoch, den 10. Dezember 2014, in Berlin eine Vorstellung des neuen Buches von Prof. Dr. Herwig Birg: „Die alternde Republik und das Versagen der Politik  –  Eine demographische Prognose“ Coverabbildung
 
Die Veranstaltung ist zu Gast im Haus des Familienunternehmens in 10117 Berlin, Pariser Platz 6a (direkt neben dem Brandenburger Tor).

Unter der Moderation von Jürgen Liminski, Redakteur beim Deutschlandfunk, diskutieren über die Thesen des Buches: Der ehem. sächsische Ministerpräsident Prof. Dr. Kurt Biedenkopf (CDU) und der Bevölkerungswissenschaftler Prof. Dr. Herwig Birg.

Wegen der begrenzten Plätze wird um Anmeldung gebeten an: LIT-Verlag, Schumannstr. 18 in 10117 Berlin, Telefon: 030 280 40 880 , Fax: 030 280 40 882, E-Mail: berlin@lit-verlag.de

Die Alterung der Gesellschaft gilt in Deutschland als ein zentrales Problem, nicht zuletzt dank Frank Schirrmachers Bestseller „Das Methusalem-Komplott“. Die steigende Lebenserwartung gilt als Hauptgrund. Dies aber entspricht nicht den Tatsachen. Das Durchschnittsalter steigt stärker durch die niedrige Geburtenrate.

Diese Entwicklung kann realistischerweise auch durch Zuwanderung nicht kompensiert werden. Herwig Birg geht diesem Zentralproblem und allen damit zusammenhängenden ausführlich nach.

Er zeigt, daß demographische Prognosen sich als sehr verläßlich erwiesen haben. Das Versagen der Politik wiegt deshalb umso schwerer.

Prof.Dr. Herwig Birg hatte von 1981 bis 2004 den Lehrstuhl für Bevölkerungswissenschaft an der Universität Bielefeld inne.

Buch-Daten: Die alternde Republik und das Versagen der Politik. Eine demographische Prognose
Reihe: Wissenschaftliche Paperbacks, Bd. 35, LIT-Verlag 2014, 256 S., 34.90 €, geb., ISBN 978-3-643-12827-0

Bestellmöglichkeit hier: http://www.lit-verlag.de/isbn/3-643-12827-0

 


Pakistan: 12-jähriges Mädchen Tarfa Younis (mißhandelt und mißbraucht) konnte fliehen

Tarfa Younis aus Pakistan wurde Vollwaise, nachdem ihre Eltern im Jahr 2005 bei einem Unfall ums Leben kamen. Seither war sie von ihren älteren Brüdern Shamaun und Asif abhängig. Tarfa nach ihrer Rettung

Die Beiden verkauften ihre zwölfjährige jüngere Schwester (siehe Foto) am 8. Januar 2014 an den 55-jährigen Bashir für 150.000 Pakistanische Rupien (ca 1.150 Euro). 

Bashir fälschte eine Heiratsurkunde und missbrauchte Tarfa vier Monate lang. Auch sein Neffe Rashid Arshad verging sich regelmäßig an ihr.

Tarfa berichtet:

„Die beiden sprachen sich untereinander ab. Wenn Bashir den Raum verließ, kam Rashid. Wenn ich vor Schmerzen schrie, schlugen sie mich mit einem Rohrstock, sperrten mich ein und ließen mich hungern.

Am 12. Mai 2014 ergab sich mir eine Chance, denn eine Außentür war offen, ich lief auf die Straße und bat den Fahrer einer Rikscha, mich bei meinem Elternhaus abzusetzen. Eine Tante brachte mich zur Polizeistation, aber niemand hörte zu. Dann brachte sie mich zur Redaktion von ‚Dawn-News‘. Dieser Nachrichtenkanal machte es möglich, dass eine Anzeige aufgenommen und ich zum Büro für Kinderschutz gebracht wurde.“ RTEmagicC_logo_Homepage_quad.gif

Ein Onkel von Tarfa setzte sich mit dem IGFM-Partner Voice in Verbindung und bat um Beistand. Darauf holte ein Team von Voice Tarfa im Kinderschutzbüro ab und übernahm auf Bitte von Tarfas Onkel und Tante das Sorgerecht. Das war notwendig, weil Tante und Onkel von Tarfas „Besitzer“ bedroht wurden.

Tarfa lebt jetzt in einem sicheren Heim. Die IGFM (Internationale Gesellschaft für Menschenrechte) trägt die Kosten für die medizinische Behandlung und die psychologische Betreuung.

Tarfa berichtete weiter:

„Meine Brüder spielten um Geld, wenn sie verloren, konnten sie nicht zahlen. Dann schickten sie mich für eine Nacht mit. Einmal verloren sie 50.000 Rupien (rund 380 Euro) und sie verkauften mich für zwei Tage an einen Mann, der mich mehrfach missbrauchte. Ich kann die Schmerzen nicht beschreiben, die ich erleiden musste. Jeder tat das mit mir, was er wollte. Ihre Rechtfertigung war immer, dass sie sich die Spielschulden zurückholen.“

Aneeqa Maria Anthony strengte ein Verfahren gegen Bashir und Rashid an. Beide befinden sich nun in Haft. Tarfas Brüder Shamaun und Asif entzogen sich der Festnahme und tauchten unter. Sie werden immer noch von der Polizei gesucht. Voice vertritt Tarfa vor Gericht und hat sie in das eigene Waisenschutzprogramm aufgenommen.

Die IGFM unterstützt Tarfa und viele andere Kinder in diesem Programm jeden Monat mit jeweils 40 Euro für die laufenden Kosten (Unterkunft, Verpflegung und Schulbesuch). Gegenwärtig betreut Voice rund 200 Kinder, die Ähnliches wie Tarfa erlebt haben. Das Team von Voice und die Partneranwälte der IGFM arbeiten alle ehrenamtlich. 

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt am Main
Tel.: 069-420108-0, Fax: 069-420108-33, info@igfm.de, www.menschenrechte.de

Spendenkonto:
23 000 725, Taunussparkasse, BLZ 512 500 00
IBAN: DE73 5125 0000 0023 0007 25, BIC: HELADEF1TSK


Der Engel des HERRN, der Thron Gottes, das Lamm und das Wasser des Lebens

Heutige liturgische Lesung der kath. Kirche: Offb 22,1-7:

Der Engel des HERRN zeigte mir einen Strom, das Wasser des Lebens, klar wie Kristall; er geht vom Thron Gottes und des Lammes aus.  1523

Zwischen der Straße der Stadt und dem Strom, hüben und drüben, stehen Bäume des Lebens. Zwölfmal tragen sie Früchte, jeden Monat einmal; und die Blätter der Bäume dienen zur Heilung der Völker.

Es wird nichts mehr geben, was der Fluch Gottes trifft. Der Thron Gottes und des Lammes wird in der Stadt stehen, und seine Knechte werden ihm dienen. Sie werden sein Angesicht schauen, und sein Name ist auf ihre Stirn geschrieben.

Es wird keine Nacht mehr geben, und sie brauchen weder das Licht einer Lampe noch das Licht der Sonne. Denn der HERR, ihr Gott, wird über ihnen leuchten, und sie werden herrschen in alle Ewigkeit.

Und der Engel sprach zu mir: Diese Worte sind zuverlässig und wahr. Gott, der HERR über den Geist der Propheten, hat seinen Engel gesandt, um seinen Knechten zu zeigen, was bald geschehen muss.

Siehe, ich komme bald. Selig, wer an den prophetischen Worten dieses Buches festhält.