Niedersachsen: Landtag beschließt rot-grünen Bildungsplan „Sexuelle Vielfalt“

Hedwig von Beverfoerde

Gestern wurde im Niedersächsischen Landtag in einem Hauruck-Verfahren der rot-grüne Entschließungsantrag „Schule muss der Vielfalt sexueller und geschlechtlicher Identitäten gerecht werden“ mit den Stimmen von SPD, Grünen und FDP im Landtag von Hannover beschlossen. 20140501 Demo für Alle Banner WordPress

Wie schon im Kultusausschuß wurden auch bei dieser Debatte weder Experten gehört, noch beschäftigte man sich mit den zum Teil sehr kritischen Stellungnahmen verschiedener Verbände. Diese wurden ebenso wie der alternative Entschließungsantrag der CDU als erledigt abgebügelt.

Der Präsident der Deutschen Gesellschaft für sozialwissenschaftliche Sexualforschung, Dr. Jakob Pastötter, warnte in einem Interview vor möglichen fatalen Schäden, die die »Pädagogik der sexuellen Vielfalt« bei den Kindern verursachen könne.

Bislang habe es »keine wissenschaftliche Evaluation der didaktischen Methoden (…) gegeben, die ihre direkten oder Langzeitauswirkungen bezüglich Entdiskriminierung auf die Kinder und Jugendlichen beschreiben würde«, so Pastötter. Es gebe aber immer wieder »Rückmeldungen von Eltern (…), die von emotionaler/intellektueller Überforderung und sogar von Ekelreaktionen« ihrer Kinder berichteten.

Deshalb, schließt Pastötter, hätten solche Methoden »in der Schule nichts verloren, weil Schule in Deutschland gesetzlichen Pflichtcharakter hat.«  –  Das ganze Interview mit Dr. Jakob Pastötter lesen Sie hier.

Die kritischen Stimmen zur sexuellen Vielfalt in der Schule werden immer mehr, immer mutiger und immer lauter. Heute hat Dr. Alexander Kissler den niedersächsischen Beschluß im Cicero aufgespießt.

Weitere Infos zum Themenspektrum bei http://www.familien-schutz.de


Islamismus in Pakistan: Unionsfraktion kondoliert Angehörigen der ermordeten Kinder

Bei dem Taliban-Überfall auf eine Schule in der pakistanischen Stadt Peschawar am Dienstag sind mindestens 84 Kinder ermordet worden.

Dazu erklärt der außenpolitische Sprecher der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Philipp Mißfelder (siehe Foto):

Foto: Markus Hammes

Foto: Markus Hammes

„Die CDU/CSU-Bundestagsfraktion spricht den Eltern und Angehörigen der getöteten Kinder ihr tief empfundenes Beileid und ihre Anteilnahme aus. Dieser feige terroristische Anschlag auf unschuldige Kinder zeigt, dass es Menschen gibt, denen in ihrer ideologischen Unversöhnlichkeit selbst das Leben der Unschuldigsten nichts wert ist.

Das Verbrechen führt der Weltgemeinschaft vor Augen, dass wir auch weiterhin gemeinsam gegen den internationalen Terrorismus als das Grundübel unserer Zeit kämpfen müssen. Wir dürfen nicht zulassen, dass gewaltbereite Fundamentalisten eine friedliche Entwicklung in Pakistan und in anderen Teilen der Welt zu verhindern suchen.

Deshalb ist es so wichtig, dass Deutschland sich weiterhin mit 850 Soldaten in Afghanistan engagiert und damit einen Beitrag zur Stabilisierung der gesamten Region leistet. Die Taliban dürfen in Afghanistan nicht wieder die Oberhand gewinnen, das mahnt uns der Anschlag auf die Schule in Peschawar.

Die westliche Gemeinschaft hat im Irak den Fehler begangen, ohne Stabilisierungsmaßnahmen aus dem Land abzuziehen. Das Aufkommen des sogenannten ‚Islamischen Staates‘ ist ein Ergebnis dieses Versäumnisses. Ein solcher Fehler darf in Afghanistan nicht erneut begangen werden.

Deshalb ist es richtig, dass nach dem Ende der ISAF-Mission das Anschlussmandat ‚Resolute Support‘ folgt, das in der laufenden Sitzungswoche im Deutschen Bundestag beschlossen wird.“


Heute beginnt das jüdische Chanukkafest

Das jüdische Lichterfest Chanukka beginnt Mitte Dezember und erinnert an den Sieg jüdischer Truppen unter der Führung der Makkabäer über die griechischen Diktatoren bzw. über das hellenistische Königreich der Seleukiden (164 v. Chr.) – zugleich auch ein geistiger Triumph des jüdischen Glaubens über den Hellenismus. IMG_0744

Die Heiligkeit des Festes leitet sich aus diesem religiösen Aspekt des Sieges und dem Wunder des Ölkrügleins ab: Nach der Überlieferung reichte geheiligtes Öl, dessen Menge nur genügt hätte, um den Leuchter im Tempel für einen Tag zu versorgen, bei der Wiedereinweihung des Tempels für acht Tage aus.

An jedem Abend wird ein Licht mehr an der Chanukkiya, dem neunarmigen Chanukka-Leuchter entzündet. Dies geschieht in Erinnerung an das erwähnte Wunder im Tempel.
Außerdem gehören der Verzehr von Kartoffelpuffern (Lattkes) und Berlinern/Pfannkuchen (Sufganiot) und das Drehen des Kreisels (Dreidel) zu den Bräuchen an Chanukka. Die Seiten des Kreisels sind mit den hebräischen Anfangsbuchstaben des Satzes „Ein großes Wunder ist hier geschehen“ verziert; in der Diaspora stehen die Buchstaben für „Ein großes Wunder ist dort geschehen“.Die Schulen in Israel sind während der acht Chanukka-Tage geschlossen; Geschäfte aber geöffnet und alle Büros oder Dienstleistungsbereiche arbeiten regulär.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Priester wurde fälschlich des Mißbrauchs beschuldigt; er kehrt in seine Pfarrei zurück

Pfarrer aus Heideck vollständig rehabilitiert

Erklärung der bischöflichen Pressestelle Eichstätt:

Nach Abschluss eines mehr als einjährigen Ermittlungsverfahrens durch die Staatsanwaltschaft Nürnberg-Fürth und einer kirchenrechtlichen Voruntersuchung nimmt der Pfarrer von Heideck wieder seinen Dienst auf: Die Untersuchungen haben ergeben, dass der Vorwurf des sexuellen Missbrauchs nicht begründet ist. media-FZMqzvujo1V-2

Das staatliche Ermittlungsverfahren war im August 2013 aufgrund der Angaben einer einzigen Person eingeleitet worden. Im November 2013 wurde der Priester aus der Untersuchungshaft entlassen, nachdem das Landgericht Nürnberg-Fürth den gegen ihn erlassenen Haftbefehl aufgrund erheblicher Zweifel an der Aussage des Zeugen aufgehoben hatte.

Das Ermittlungsverfahren durch die Staatsanwaltschaft wurde zum 17. November 2014 eingestellt, ohne dass es zur Erhebung einer Anklage gekommen war.img_0594

Die entsprechend den Leitlinien der Deutschen Bischofskonferenz eingeleitete kirchenrechtliche Voruntersuchung hatte sich am Verlauf des staatlichen Verfahrens orientiert und dessen Ergebnisse einbezogen. Sie wurde am 13. Dezember 2014 abgeschlossen mit dem Ergebnis, dass die gegen den Pfarrer erhobenen Beschuldigungen sich „als unbegründet erwiesen“ haben.

Der Pfarrer war während der laufenden Ermittlungen vom Dienst freigestellt.

Er kehrt am Samstag, 20. Dezember, wieder in seine Pfarrei zurück. Den Vorabendgottesdienst in Heideck wird Bischof Gregor Maria Hanke (siehe Foto) gemeinsam mit dem Pfarrer und den Gläubigen der Pfarrei feiern.

Quelle: http://www.bistum-eichstaett.de/aktuell/aktuelle-meldungen-details/news/pfarrer-von-heideck-kehrt-in-seine-pfarrei-zurueck-ermittlungsverfahren-eingestellt/

Zeitungsbericht: http://www.nordbayern.de/region/neumarkt/missbrauchsvorwurfe-fruherer-pfarrer-von-reichertshofen-ist-rehabilitiert-1.4071225


Unionsfraktion kritisiert großangelegte Aktion gegen Journalisten in der Türkei

Großrazzien türkischer Sicherheitskräfte führten zur Verhaftung von Regierungskritikern und Journalisten.

Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto):

„Die Großrazzien türkischer Sicherheitskräfte, bei denen Dutzende Regierungskritiker und Journalisten verhaftet wurden, sind ein eklatanter Verstoß gegen demokratische Grundprinzipien und europäische Werte.  foto_2

Medienfreiheit ist in der türkischen Verfassung verankert. Das hält die türkische Regierung unter Präsident Recep Tayyip Erdogan jedoch nicht davon ab, gezielt gegen regierungskritische Journalisten vorzugehen.

Seit Jahren schon  –  also auch zu der Zeit, als Erdogan noch Ministerpräsident war  –  geht die Regierung immer repressiver gegen die Meinungsfreiheit vor. Reporter ohne Grenzen sehen die Türkei auf Platz 154 von 180 ihrer Rangliste zur Pressefreiheit für das Jahr 2014.

Im September beschloss das Parlament ein Gesetz, das unter anderem die Sperrung von Websites ohne Gerichtsbeschluss ermöglichte. Das türkische Verfassungsgericht kippte die angeordnete Verschärfung des Internetgesetzes jedoch.

Mit dem Vorgehen der türkischen Polizei gegen Anhänger der regierungskritischen Gülen-Bewegung und mit der Durchsuchung der Redaktion der Zeitung ‚Zaman‘ macht Präsident Erdogan deutlich, dass er entschlossen ist, kritische Berichterstattung mit drastischen Maßnahmen zu unterbinden. Er kündigte am Freitag an, die Gülen-Anhänger ‚bis in ihre Schlupflöcher‘ verfolgen zu wollen.

Die Türkei ist seit 1999 Beitrittskandidat der Europäischen Union, seit 2005 steht sie in Beitrittsverhandlungen. Es bedarf einer dringenden Erklärung von türkischer Seite, warum vor diesem Hintergrund in hohem Maße gegen europäische Standards verstoßen wird.“