Biblische Jahreslosung 2015 und PEGIDA

Selten traf eine Jahreslosung so sehr den Nerv der Zeit wie die von 2015, obwohl sie bereits 2012 ausgewählt wurde: „Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zu Gottes Lob“ (Röm 15,7).Moschee-Bonn-4

Denn kurz vor dem Friedensfest Weihnachten herrscht Unfriede. Ungewohnt einig sind sich nur die Eliten in Politik wie Kirche und so gut wie alle Medien: Pegida ist furchtbar!

BILD: Große Moschee in Bonn (Ausschnitt)

Dass sich in Dresden innerhalb kürzester Zeit eine islamkritische Bewegung von zunächst 500 und schließlich am 22. Dezember von rund 17.500 Bürgern unter dem Schirm der „Patriotischen Europäer gegen die Islamisierung des Abendlandes“ (Pegida) versammelte, wird mit schärfsten Begriffen belegt:

Bundesjustizminister Maas (SPD) bezeichnete die Demonstranten als „Schande für Deutschland“, Bundespräsident Gauck als „Chaoten“, Grünen-Chef Özdemir als „komische Mischpoke“, und Kanzlerin Merkel (CDU) warnte vor „Hetze und Verleumdung von Ausländern“. Und unter dem Gejohle der Zuschauer in der satirischen „heute-Show“ (ZDF) werden sie alle als „Verwirrte“ karikiert und gleich mit der Gestapo verglichen.

Wenn man keinen Nazi findet, muss man ihn erfinden

Es gibt sehr gute Gründe, Pegida abzulehnen. Trotzdem sollte man zur Kenntnis nehmen, dass das 19-Punkte-Programm der Bewegung weder Rassistisches noch Undemokratisches enthält, nicht grundsätzlich gegen die Aufnahme von Flüchtlingen ist, sondern für die tatsächliche Anwendung des Asylrechts eintritt und für eine Einwanderungspolitik nach kanadischem Vorbild plädiert.

Das ist in der Stimmungsmache gegen tausende Bürger, die friedlich und meist still durch Dresden zogen, oft unterschlagen worden. Und wenn man keinen Nazi findet, dann muss man es eben selbst machen. So gab sich ein RTL-Reporter als Demonstrant aus und äußerte sich lügend rassistisch im Fernsehen. Er wurde danach zu Recht gefeuert.

Kommentar des IDEA-Chefredakteurs Helmut Matthies  – Fortsetzung seines Beitrags hier:

http://www.idea.de/nachrichten/detail/gesellschaft/detail/pegida-alles-nur-verwirrte-chaoten-89099.html

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


2 Kommentare on “Biblische Jahreslosung 2015 und PEGIDA”

  1. Marienzweig sagt:

    Aus obigem Bericht:
    „Er wurde danach zu Recht gefeuert.“

    Ich sehe das anders.
    Dieser Reporter, Felix Reichstein, mischt sich also -im Auftrag und in Absprache seines Arbeitgebers RTL- als Pegida-Anhänger unters verunsicherte und deshalb protestierende Volk und gibt sich ihm gegenüber solidarisch und volksnah.
    Die Sache fliegt auf – und was passiert?
    RTL trennt sich von ihm, statt sich in Verantwortung zu dem Coup zu bekennen.
    Das sagt doch einiges über das Verhalten der Medien aus, oder?
    Wäre alles glattgegangen, hätte RTL dem nimmersatten TV-Publikum eine Dokumentation präsentiert und sich darin gefallen, „Atmosphäre und Stimmung der Veranstaltung eingefangen“ zu haben, wie es doch stets so schön heißt.
    An der Art der Auswahl von Gesprächen, Bildern, Gesichtern und Äusserungen der Teilnehmer allerdings kann dennoch das gewünschte Beurteilungs-Ergebnis schon vorher herbeigeführt werden, wie inzwischen fast jedermann weiß.

    Doch nun ist alles anders gekommen:
    RTL hat sich selbst und den Medien insgesamt sehr geschadet und dabei seinen Zuarbeiter Felix Reichstein fallengelassen, jetzt so kurz vor dem Fest.
    Diesem könnte es -wenn´s für ihn beruflich jetzt ganz negativ laufen sollte- passieren, dass er sich recht schnell auf der Seite derjenigen wiederfindet, die er zuvor unter falschen Voraussetzungen „benutzt“ hat.

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  2. Arminius sagt:

    Ich mag nur mit Grauen daran denken, daß die Propagande, die da stündlich von den GEZ- und Bertelsmannmedien auf uns herniederprasselt, heute abend und morgen in den Weihnachtspredigten ihre Fortsetzung finden wird. Über die 100.000 Christen, die auch in diesem Jahr vorzugsweise von Mohammedanern abgeschlachtet worden sind, wird dann sicherlich wieder der Mantel des politkorrekten Schweigens gedeckt.

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