Bevölkerungsforscher Herwig Birg schlägt eine Mütterquote vor

Von Birgit Kelle

Wäre ich nicht grundsätzlich gegen Quoten, dann wäre die Frage einer Mütterquote durchaus ein charmanter Gedanke. Im FOCUS meldete sich nun Bevölkerungsforscher Prof. Herwig Birg zu Wort und forderte  genau dies, denn der Trend ginge zur „Null-Kind-Familie“. 558387_344678045621010_604335282_a

Ich erinnere mich noch gut daran, wie ich bei den Münchner Medientagen 2011 auf einem Podium saß zum Thema Frauenquote. Im Publikum erkennbar nahezu nur Frauen. Ein, zwei „Quotenmänner“ hatten sich nur zu diesem Thema in den Raum verirrt. Mit mir in der Diskussion damals u.a. Ines Pohl, Chefredakteurin der „taz“.

Seit es unter Journalistinnen chic geworden ist, sich der Aktion „Pro Quote“ anzuschließen, ist es schwer, Kolleginnen zu finden, die sich noch gegen eine Frauenquote aussprechen oder gar dagegen anschreiben.

Irgendwann warf ich das Argument in den Raum, dass man, wenn überhaupt über Quoten für Frauen in der Wirtschaft rede, allerhöchstens eine Mütterquote in Frage käme. Kinderlose, flexible, gut ausgebildete Frauen bräuchten nun wirklich nicht noch zusätzliche Unterstützung.

Das Ergebnis war kollektive Schnappatmung auf dem Podium und im Publikum. Ich solle doch jetzt nicht die Frauen spalten, es mache doch keinen Unterschied, ob eine Frau Kinder habe oder nicht.

Aber sehen Sie, genau das ist falsch: Es macht sogar einen großen Unterschied.

Den FOCUS-Artikel dazu finden Sie hier

Birgit Kelle ist Vorsitzende von “Frau 2000plus” (ein gemeinnütziger Verein)
Kontakt: birgit.kelle@frau2000plus.net
Web: www.frau2000plus.net

Kardinal Burke äußert sich zur Familiensynode und zur katholischen Ehelehre

Ein (un)heimlicher „Krieg“ im Vatikan?

Die französische Zeitung „Le Figaro“ interviewte den US-amerikanischen Kurien-Kardinal Raymond Burke (siehe Foto). Genauer gesagt: der Vaticanist des „Figaro“, Jean Marie Guénois: hier klicken ab-burke_final-interview

Der Titel dieser Figaro-Ausgabe lautet übersetzt: „Der heimliche Krieg im Vatican  –  Wie Papst Franziskus die Kirche erschüttert“
Hier folgen Auszüge aus dem Interview mit dem theologisch konservativen Kardinal Burke:

Frage: Kann ein Kardinal uneins mit dem Papst sein?
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Kardinal Burke: Es ist sicher möglich, daß ein Kardinal mit dem Papst hinsichtlich des Procedere oder einer bestimmten pastoralen Ausrichtung nicht übereinstimmt. Andererseits ist es unmöglich, daß es eine Divergenz in Dingen der Doktrin und Disziplin der Kirche gibt. Das bedeutet, daß ein Kardinal – in bestimmten Situationen – die Pflicht hat, dem Papst zu sagen, was er wirklich denkt. 1_0_809751
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Natürlich muß er sich immer respektvoll ausdrücken, weil der Papst das Petrinische Amt repräsentiert. Aber wenn der Papst Kardinäle um sich hat, ist es völlig in Ordnung, ihm Ratschläge zu erteilen. 
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Frage: Ist den Differenzen bei der Synode zu viel Aufmerksamkeit gewidmet worden?
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Kardinal Burke: Was dabei seltsam ist: Daß jene, die das unterstützen, was die römisch-katholische Kirche schon immer gelehrt hat, beschuldigt wurden, gegen den Hl. Vater und nicht im Einklang mit der Kirche zu sein. Die Kirche hat immer theologische Dispute und starke Konfrontationen gekannt, in denen Theologen und Kardinäle ihre Meinungen vertraten…

Frage: Waren Sie über das, was bei der Synode passierte, geschockt?

Kardinal Burke: Die Synode war eine schwierige Erfahrung. Da gab es die Linie von Kardinal Kasper, hinter die sich jene gleichsam stellten, die die Synode leiteten. Tatsache ist, dass die „Relatio post disceptationem“ bereits vor den Wortmeldungen der Synodenväter geschrieben worden ist  – und daß sie einer bestimmten einzelnen Meinung folgte, die die Kasper-These favorisierte. cropped-ZIM_5640
Die Frage der Homosexualität wurde auch eingeführt, die in keinerlei Verbindung zur Ehefrage steht, um nach möglichen positiven Elementen zu suchen. Ein anderer sehr verstörender Punkt ist, dass die „Relatio post disceptationem“ keinerlei Bezug zur Heiligen Schrift, zur Tradition der Kirche und nicht zur Lehre Johannes Pauls II über die ehelichen Liebe aufweist. Sie war daher sehr demotivierend.
Genauso wie die Tatsache, daß in der „Relatio Synodi“ Paragraphen zur Homosexualität und den wiederverheirateten Geschiedenen verblieben sind, die keineswegs die erforderliche Stimmenmehrheit der Bischöfe erreicht hatten.
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Frage: Was steht auf dem Spiel in dieser Kontroverse?
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Kardinal Burke: In einer Zeit voller Verwirrungen, wie wir sie z.B. in der Gender-Theorie sehen, brauchen wir die Lehre der Kirche zur Ehe. Dennoch werden wir im Gegenteil in Richtung einer Zulassung wiederverheirateter Geschiedener zur Kommunion gedrängt. (…) Aber die Kirche muß die Ehe verteidigen und sie nicht schwächen. Die Unauflöslicheit der Ehe ist keine Strafe, kein Leid. Sie ist etwas sehr Schönes für jene, die sie leben und eine Quelle der Freude….
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Quelle und vollständiger Text hier: http://beiboot-petri.blogspot.de/2014/12/auch-le-figaro-interviewt-kardinal-burke.html

Wer Gott zu lieben vorgibt, doch seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner

Aus der heutigen liturgischen Lesung der kath. Kirche: 1 Joh 2,3 ff:

Liebe Brüder! Wenn wir seine Gebote halten, erkennen wir, daß wir IHN erkannt haben. Wer sagt: Ich habe IHN erkannt!, aber seine Gebote nicht hält, ist ein Lügner und die Wahrheit ist nicht in ihm. chrkn

Wer sich aber an sein Wort hält, in dem ist die Liebe zu Gott wahrhaft vollendet. Wir erkennen daran, daß wir in IHM sind.
Wer sagt, daß er in IHM bleibt, muß auch leben, wie ER gelebt hat.

Liebe Brüder, ich schreibe euch kein neues Gebot, sondern ein altes Gebot, das ihr von Anfang an hattet. Das alte Gebot ist das Wort, das ihr gehört habt. (…)

Wer sagt, er sei im Licht, aber seinen Bruder haßt, ist noch in der Finsternis. Wer seinen Bruder liebt, bleibt im Licht; da gibt es für ihn kein Straucheln. Wer aber seinen Bruder haßt, ist in der Finsternis. Er geht in der Finsternis und weiß nicht, wohin er geht; denn die Finsternis hat seine Augen blind gemacht.