USA: „Botschaften“ des Visionärs John Leary kirchlich abgelehnt

Zu jenen Endzeit-„Sehern“, die sich in Hülle und Fülle seit Jahrzehnten breit machen, gehört auch der US-Amerikaner John Leary aus Rochester.  1523

Der griechisch-stämmige Endzeit-Visionär bietet eine in diesen Botschaftskreisen recht häufige Mischung aus Panik und Schwärmerei: So verkündet er dramatisch eine Zeit großer Bedrängnis, die aber von einem universalen Königreich Christi auf Erden abgelöst werde.

Diesen Chiliasmus bzw. Millenarismus (Lehre von einem irdischen Friedensreich Christi) hat der zuständige Diözesan-Bischof Mathew H. Clark als eine „falsche Hoffnung“ abgelehnt. In einem Dekret vom 7. Juli 2000 erklärte er, daß die „Privatoffenbarungen“ von John Leary nicht göttlichen, sondern nur menschlichen Ursprungs seien, weil sie diverse Irrtümer enthalten.

Zudem beanstandet der katholische Oberhirte, daß der „Seher“ behauptet, der Nachfolger von Johannes Paul II. sei kein gültiger Papst, man solle ihn ignorieren.

Abschließend warnt der Bischof die Gläubigen davor, den irrtümlichen Lehren dieses Visionärs anzuhängen, weil man sich dann „der Gefahr aussetzt, seinen Glauben und damit seine Seele zu verlieren“.

Quelle (englischsprachig): http://www.catholicdoors.com/isit/isit03.htm


Die Regensburger Rede von Papst Benedikt über den Islam war vorausschauend

Alessandra Ricciardi hat Sandro Magister (Vaticanist des „L´Espresso“) für Italia Oggi interviewt  – hier geht´s zum Original: klicken

Die Überschrift lautet übersetzt: „Benedikt XVI. hat in seiner Regensburger Rede alles vorausgesehen, als er für den Islam eine aufklärerische Revolution vorschlug.“ 75743_14122011

Untertitel: „Aber dann haben die Aktivitäten des Hl. Stuhls alle vorausschauenden Visionen verloren.“
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Frage von Ricciardi: „Ist nach dem Angriff auf die französische Satirezeitung das Risiko eines Attentates gegen den Vatican größer geworden?“
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Antwort von S. Magister: „Das Risiko ist real, aber die Kirche ist schon seit geraumer Zeit im Visier. Sich zu verteidigen, ist immer komplizierter, und es ist offensichtlich, daß die Attentate keiner globalen Strategie folgen, es gibt eine Zersplitterung der Initiativen, sie sind nicht vorhersehbar und werden von nur wenigen Personen ausgeführt.“.
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Frage: „Welcher Rolle hatte die Kirche bei der Bekämpfung der islamischen Gewalt ?“
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S. Magister: „Die letzten großen vorausschauenden Perspektiven des Hl. Stuhls endeten leider 2006, mit  der erinnerungswürdigen Vorlesung Benedikts XVI in Regensburg, in der er auch für die moslemische Welt eine Art aufklärerische „Revolution“ (…) forderte  – beginnend mit den Menschenrechten. Der vom Papst eingeschlagene Weg wurde aus dem Inneren der Kirche heraus unterbrochen.
Frage: „Warum wurde er blockiert?“
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S. Magister: „Im Großen und Ganzen aus Angst vor toten Christen, die es dann effektiv auch gab. Und dann, weil man den Weg des Dialogs vorzog   oder besser gesagt, die Rhetorik des Dialogs um jeden Preis, was sich  – in der Realität  – in einen rein zeremonialen Dialog umwandelte, der keine Resultate erzielte.“

Frage: „Welche Politik verfolgt Papst Franziskus?“
S. Magister: „Eine Politik der Interreligiosität, die sich.bis heute darauf beschränkt, den Dialog zu beschwören, ohne den Mut zu haben, den Menschen zu sagen, was erreicht werden muß.
Es wäre zu wünschen, daß die Kirche mit ihren Mitteln wieder ein aktivere Rolle gegen den islamischen Extremismus spielt. Auch deshalb, weil die Hauptgruppe der Opfer die Christen sind.“

Frage: „Sind wir in einem Glaubenskrieg?“
S. Magister:Die katholische Kirche ist im Belagerungszustand. Die Opfer sind durch die Taufe gekennzeichnet. Es genügt zu sehen, was in Nigeria passiert ist.“
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Quelle und vollständiger Text hier: http://beiboot-petri.blogspot.de/2015/01/interview-mit-sandro-magister.html#more
Aufschlußreicher Artikel über ISLAM und TERROR von Ayaan Hirsi Ali, einer ehem. Politikerin, islamkritischen Muslima und schwarzafrikanischen Bestsellerautorin hier: http://www.welt.de/debatte/kommentare/article136176806/Doch-dieses-Massaker-hat-mit-dem-Islam-zu-tun.html

Buch-Empfehlung: Der Vatikan als letzte Zuflucht für Verfolgte der NS-Diktatur

Von Dr. Josef Bordat

Die Rolle, welche die Katholische Kirche in der Zeit des Nationalsozialismus spielte, gehört zu den wohl umstrittensten historischen Forschungsfragen der Gegenwart. media-FZMqzvujo1V-2

Über kaum ein anderes Partikularthema der Kulturwissenschaften ist so viel publiziert worden wie über das Tun und Unterlassen, das Reden und Schweigen, das Wegsehen und Leiden der Kirche unter dem Hakenkreuz.

Nun ist ein weiteres Buch zum Thema erschienen. Arne Molfenter und Rüdiger Strempel erzählen in dem Buch „Über die weiße Linie“ die wahre Geschichte des irischen Priesters Hugh O’Flaherty, der in Rom über 6000 Menschen aus 25 Ländern vor der Gestapo rettete – und damit vor dem sicheren Tod.

Keiner hat im Zweiten Weltkrieg als Einzelperson mehr Menschenleben gerettet. Der katholische Priester baute in den Jahren 1943 und 1944 eine Fluchtorganisation auf, die es den Verfolgten ermöglichte, ihren Verfolgern zu entkommen.

Der Vatikan spielte dabei als Zufluchtsort eine Schlüsselrolle.

Meine Rezension des Buches ist in Titel. Kulturmagazin erschienen.

Quelle: https://jobo72.wordpress.com/2015/01/09/letzte-zuflucht-vatikan/

 


Dem Zeitgeist untertan: Kölner Lichtspiele…

Von Hans Bernd Ulrich

Dunkeldeutschland. Mit diesem Titel schaffte es mein Kommentar auf Platz Eins in der Hitparade der (Online-)Leserzuschriften in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung. DSC_0568

„Pegida in Köln, die Kirche zeigt Kante“, so lautete die Artikelüberschrift von Deutschlands renommiertester Tageszeitung. Der Autor: Berthold Kohler, seines Zeichens  Herausgeber der FAZ.

Er lobt die vom Domkapitel angeordnete Verdunkelung des Gotteshauses am Vorabend des Dreikönigstages. Originalton: Solche Entschiedenheit wünschte man sich öfter.

Hier der ganze Text des Artikels: http://www.faz.net/aktuell/politik/inland/pegida-in-koeln-kirche-zeigt-kante-13354427.html

Ich fühlte mich bemüßigt, hierzu folgende abweichende Meinung zu Protokoll zu geben:

Dunkeldeutschland

Im ehemals Christlichen Abendland gehen die Lichter aus. Diese Geste hat hohen Symbolwert. Und ausgerechnet die katholische Kirche zu Köln ordnet sich dem Zeitgeist unter und legt den Schalter um. Pro Islamisierung. – Im Oberstübchen unserer Politiker und Meinungsmacher brennt ohnehin nur noch selten Licht. Fremdenfeindlichkeit? Blödsinn! Niemand hat etwas gegen den griechischen Schneider, die koreanische Krankenschwester oder den Arzt aus Ghana. Aber gegen Zwangsverheiratungen, Vollverschleierungen, Genitalverstümmlung an Kindern, arabische Clans die ganze Stadtteile und Behörden terrorisieren, Parallelgesellschaften, Scharia-Gerichte, dagegen gibt es hierzulande doch noch einige Vorbehalte. Gut, daß manche Leute noch den Mut haben, auf der Straße dagegen zu protestieren. Trotz massiver Einschüchterung von höchster Stelle.

Dunkeldeutschland

Über tausend Leser haben meinen Text weiterempfohlen. Von über hundert veröffentlichten Kommentaren bedeutet das den Spitzenplatz.

Auch die anderen Zuschriften (insgesamt über einhundert) geben einen guten  Eindruck, was die Leserschaft von dieser Art des Politikbetriebes und Journalismus hält.

Platz 2:

Sind jetzt auch in der FAZ die Lichter aus?

Die Kirchen haben sich aus politischen Diskussionen herauszuhalten, sofern diese nicht direkt mit ihrem Lehramt konfligieren. Und die Kanzlerin hat die verdammte Pflicht, sich mit den Positionen der Pegida auseinanderzusetzen und politische Antworten im Sinne ihres Amtseids zu erarbeiten. Die von ihr praktizierte Totalverweigerung des notwendigen Dialogs als “klare Kante” zu preisen ist doppelt seltsam von jemandem, der sich sonst die Finger gegen Putin wundschreibt.  

Quelle und Fortsetzung des Artikels von Herrn Ulrich hier: https://hansberndulrich.wordpress.com/2015/01/09/kolner-lichtspiele/

Foto: Dr. Bernd F. Pelz


Rote Linie überschritten: Grünen-Chef beleidigt PEGIDA als „Nazischweine“

Von Felizitas Küble

Daß der Vorsitzende von Bündnis 90/Die Grünen  mit PEGIDA nicht einverstanden ist, erstaunt niemanden. Er verwirft sogar jeden Dialog mit dieser islamkritischen Bewegung, deren Demonstration am vergangenen Montag in Dresden 20.000 Teilnehmer erreichte.

Es gäbe „rote Linien“, die nicht überschritten werden dürften, erklärte der türkisch-stämmige Politiker, der vor fünf Jahren die Ehrendoktorwürde der türkischen Universität Tunceli erhielt.

Man dürfe sich, so der Grünen-Chef weiter, „von Pegida nicht die Agenda bestimmen lassen“, wobei er durchaus einräumte: „Ich fürchte mich vor dem Islamismus“.

Soweit handelt es sich um Stellungnahmen, wie man sie von grünen Politikern erwartet. Was aber entschieden zu weit geht und die politische Debattenkultur (evtl. strafrechtlich relevant) mit Füßen tritt:

Özdemir hat PEGIDA per Twitter öffentlich als „Nazis“ und sogar als „Nazischweine“ verleumdet: „Kein Schritt für Nazis.“  –  Sodann heißt es in einem schwarzen Kasten u.a.: „Gemeinsam gegen Pegida – Gib Nazischweinen keine Chance“. 

(Hier dokumentiert: https://scontent-a-fra.xx.fbcdn.net/hphotos-xpa1/v/t1.0-9/10384029_1560580507519442_964893458142416829_n.png?oh=6b3acb1df00f6d2bf0aebc7b20972b14&oe=553B99D3)

In seinem Tweet wirbt der Grünen-Chef für eine „kompromisslose Haltung“ gegenüber PEGIDA  – dies ist ihm unbenommen, berechtigt allerdings nicht zu derartigen Entgleisungen. Damit hat Özdemir zweifellos selber eine rote Linie überschritten….

Nachträglicher Hinweis: PEGIDA-Sprecher hat Strafantrag gegen Özdemir gestellt: http://www.blauenarzisse.de/index.php/aktuelles/item/5103-bachmann-vs-oezdemir


Radikal-islamische Milizen in Nord-Nigeria vernichteten die Stadt Baga fast völlig

Die freie Welt muß sich dem islam(ist)ischen Terror entschieden widersetzen

Ein blutiger Anschlag der radikal-islamischen Terrorgruppe „Boko Haram“ in Nigeria kostete weiteren hunderten Menschen das Leben.

Dazu erklärt die menschenrechtspolitische Sprecherin der CDU/CSU-Bundestagsfraktion, Erika Steinbach (siehe Foto): Foto_(2)

Islamistische Terrorgruppen wie Boko Haram in Nigeria, Islamistischer Staat (IS) im Irak und in Syrien sowie von al-Qaida ausgebildete Attentäter gehen mit größter barbarischer Brutalität gegen Menschen und gegen Menschenrechte auf allen Kontinenten der Erde vor.

Nach den grausamen Morden von Paris erreicht uns die Nachricht der Angriffe durch Boko Haram auf elf nordnigerianische Orte und die beinahe vollständigen Vernichtung der Stadt Baga.

Noch sind die Zahlen der Toten nicht bestätigt, Schätzungen zufolge ist von 2000 getöteten Menschen auszugehen. Die Entführung der 279 nigerianischen Schülerinnen im April 2014 entsetzt uns noch immer zutiefst.

Die Schicksale von über 200 Mädchen sind größtenteils ungeklärt. Ihre Versklavung und Zwangsverheiratung wurde durch Boko Haram bekannt gegeben. Die extremistische IS verfolgt in unbekannter Grausamkeit religiöse und ethnische Minderheiten im Irak und in Syrien.

Die Namen, unter denen diese Mordmilizen mit islamistischem Auftrag operieren, tragen ihre Ziele bereits offen zutage. So bedeutet Boko Haram übersetzt ‚Westliche Bildung ist Sünde‘. Wie auch IS verfolgen sie die Absicht, einen islamischen „Gottesstaat“ zu errichten und die Scharia einzuführen.

Mit den Mordanschlägen von Paris hat der islamistische Terror wiederholt auf das Herz der westlichen Demokratien gezielt und in brutaler Weise getroffen.

Unsere Werte und die Menschenrechte jetzt erst recht ohne Angst zu verteidigen, ist das Gebot der Stunde. Dazu gehört es aber auch, Gefahren zu erkennen, darüber zu sprechen und sie abzuwehren. Menschenrechte ‚gedeihen‘ auf sicherem Boden.


Die CDL kritisiert eine geplante Rezeptfreiheit für die „Pille danach“

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Stellungnahme des Arbeitskreises „Ethik in der Medizin“ der „Christdemokraten für das Leben“ (CDL) zur Rezeptfreiheit von „EllaOne“:41801_56348073732_144859_n
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Ein nachträgliches Weihnachtsgeschenk für zig-Millionen Euro hat die EU-Kommission gestern dem Produzenten der Pille danach „EllaOne“ beschert.  
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Dort dürften gestern die Champagnerkorken kräftig geknallt haben, als veröffentlicht wurde, dass die EU-Kommission das von HRA Pharma entwickelte, hoch dosierte Hormonpräparat zum rezeptfreien Verkauf durch Apotheken und online Apotheken europaweit freigegeben habe.
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Was sich für den Schutz der Gesundheit von Frauen und für den Embryonenschutz als Tragödie erweisen wird, eröffnet dem alleinigen europäischen Produzenten und Weltmarktführer beste neue Wachstumsperspektiven.

Wo bleibt die sonst so pharmakritische Öffentlichkeit?

Die überaus positive Resonanz, die diese Freigabe sofort in den Medien findet, ist angesichts einer ansonsten so

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Pharma- und gesundheitskritischen Öffentlichkeit mehr als erstaunlich und sogar besorgniserregend.

Denn während seitens der EU streng darauf geachtet wird, dass auf jeder Zigarettenschachtel auf die Lebensrisiken des Rauchens erinnert wird und auch ansonsten der Verbraucherschutz und die Gesundheitsvorsorge höchste staatliche Priorität genießen, wird ausgerechnet bei einem Hormonpräparat dieser hohen Wirkungsstufe der gesundheitliche Schutz der Frauen völlig ausgeblendet.
Dabei ist das vom Monopolisten HRA Pharma entwickelte und inzwischen weltweit vertriebene Präparat erst seit 2009 auf dem Markt. Das Mittel, das bis zu fünf Tage nach dem Geschlechtsverkehr eine Schwangerschaft mit fast hundertprozentiger Wirksamkeit verhindern soll, kann diesen erstaunlich hohen Wirkungsgrad nur erreichen, in dem es sowohl die Ovulation als auch die erfolgreiche Nidation hemmen kann.

Ähnlichkeit mit Abtreibungspille Mifegyne (RU 486)

Als chemisches Präparat weist der Hauptwirkstoff Ulipristalacetat (UPA) zudem eine sehr weitgehende Verwandtschaft zu der bereits langjährig im gleichen Unternehmen entwickelten Abtreibungspille Mifegyne (RU 486) auf.images
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Dieses aus den gleichen Entwicklungslabors stammende, weltweit häufigst eingesetzte pharmakologische Abtreibungsmittel wird zudem schon seit Jahren z.B. in China und Russland rücksichtslos trotz seiner extremen Belastungen als gängige „Pille danach“ eingesetzt.
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In internationalen früheren Veröffentlichungen haben die ellaOne® vertreibenden Firmen Watson- und HRA-Pharma sogar ihrerseits eindeutige positive Äußerungen zur nidationshemmenden, d.h. frühabtreibenden Wirkung von UPA gemacht.
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Dies trifft ebenso auch auf einzelne, uns vorliegende frühere Stellungnahmen anderer ärztlicher und pharmakologischer Befürworter der „Pille danach“ zu.

Kein „Notfall-Präparat“ zur „Nachverhütung“

„EllaOne“ ist keinesfalls ein harmloses, sicher wirkendes „Notfall-Medikament zur Nachverhütung“, sondern gefährdet die Gesundheit der Frau und beendet früh das Leben des möglicherweise schon entstandenen Embryos. Dies geschieht durch die sehr hohe Hormondosis, die etwa der Größenordnung der gesamten Monatspackung üblicher Verhütungspillen entspricht.
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Erst im Juli 2014 zahlte der Pharmakonzern Bayer in den USA betroffenen Frauen, die entsprechmarsch_2013_photo_dv_447_mende Antibabypillen des Konzerns eingenommen hatten, in einem Vergleich 1,8 Milliarden $ Schadensersatz. Dort ging es um die Gesundheitsbelastungen und -Risiken und um mögliche Todesfälle durch zwei Antibabypillen (Yaz und Yasmin).
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BILD: Internationale Lebensrechtler demonstrieren mit Transparent: „Jedes Leben ist heilig“ in Berlin
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8900 Klägerinnen hatten u.a. gegen Bayer geklagt, weil das Thrombose-Risiko der Pillen nachgewiesen wurde. Ähnlich verhielt es sich z.B. mit einer anderen Antibabypille in Frankreich. Dies läßt bereits die gefährliche Belastungssituation durch Hormonpräparate für Frauen deutlich erkennbar werden.

Lebensrechtler kritisieren mangelnde Neutralität diverser Studien

Die CDL und andere Lebensschutz- und Bioethik-Organisationen haben bereits mehrfach darauf hingewiesen, dass die wenigen bisher vorliegenden Studien keine Langzeitwirkungen dokumentieren und dass sie nahezu ausschließlich von starken Befürwortern bzw. nicht von neutralen, interessenunabhängigen Studienverfassern erstellt worden sind.
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Während normalerweise wissenschaftliche Studien, bei denen wirtschaftliche Interessenverquickungen zwischen Pharmaindustrie und medizinischen Wissenschaftlern dokumentiert werden, und entsprechendes Sponsorenschaften kritisch hinterfragt werden, sind hier in der öffentlichen Diskussion weitestgehend alle ethischen und medizinischen Bedenken zurückgestellt worden, um die „Pille danach“ möglichst als unproblematisch und unbedenklich darstellen zu können.

Gesundheitsminister Gröhe bislang gegen Rezeptfreigabe

Erfreulicherweise gehörte Deutschland bei der nun erfolgten EU-Kommissionsentscheidung zu denen sieben Ländern, die im Interesse des Gesundheits- und Lebensschutzes gegen eine völlige Rezeptfreigabe votiert haben. Dies ist sicherlich auch ein Verdienst des jetzigen Gesundheitsministers Gröhe. DSC_0048

Denn ohne eine Beibehaltung der Rezeptpflicht, so war schon bisher erfreulicherweise auch aus seinem Haus zu hören, fehlt jede Möglichkeit einer fachkundigen ärztlichen Beratung für die betroffene Frau. Vielfach würde sie die belastend hohe Hormondosis sogar sonst auch noch vergeblich und zu häufig einnehmen.
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Es ist aufgrund der beobachtbaren Erfahrungen in anderen Ländern mit Rezeptfreiheit zu befürchten, dass zukünftig bald sehr viel mehr Frauen als bisher von ihren Partnern gedrängt werden, diese für Männer praktische und bequemste Lösung als Mittel der Wahl zur Verhinderung oder frühen Beendigung der Schwangerschaft häufiger einzunehmen.

Bundesärztekammer für Beibehaltung der Rezeptpflicht

Schon im Dezember ließ der Hersteller HRA Pharma verlauten, dass sie nun gezielt die Apotheker auf die Freigabe vorbereiten wollen und –  unterstützt durch ein externes Vertriebs-Team des Ulmer Pharmadienstleisters MARVECS  –  ihr Monopolprodukt der „Pille danach“ nun auch in Deutschland zum kommerziellen Erfolgsschlager machen wollen.
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Wir appellieren daher dringend an Gesundheitsminister Gröhe und seine Staatssekretärin Fischbach, ihr Augenmerk verstärkt auf die wenigen interessenneutralen Studien zu „EllaOne“ zu richten, und sich weiterhin dem Votum der Bundesärztekammer anzuschließen, das in Deutschland die Beibehaltung der Rezeptpflicht dringend gefordert hat.
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Es ist davon auszugehen, dass auch weitere europäische Länder die Rezeptfreiheit im Interesse der Gesundheitsfürsorge nicht umsetzen werden und somit ein kritisches Signal an den Weltmarktführer für die „Pille danach“ senden.
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Vor allem ist dies im Interesse auch der vielen jungen Mädchen und Frauen, die aufgrund der starken medialen Unterstützung und kostenlosen Werbung für „ellaOne“ inzwischen den Eindruck gewinnen könnten, eine gelegentliche Notfallverhütung durch diese Hormonbombe sei nicht schädlicher als ein alltägliches Schnupfenmittel.
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Oder soll der Staat vielleicht erst dann eingreifen, wenn wie in den USA und Frankreich gefährliche, tödliche Thrombosen bei Frauen Pharma-Unternehmen zur Schadensersatzzahlungen zwingen?
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Aber vielleicht können sich ja auch einmal unverhofft investigative Journalisten, Alice Schwarzer oder aktive Verbraucherschützer der Frage annehmen, wer hier eigentlich wem die Unbedenklichkeit eines „Hormonhammers“ attestiert, der immerhin sehr erfolgreich den Anspruch erhebt, jede Schwangerschaft in den ersten 5 Tagen nach der möglichen Befruchtung verhindern zu können?
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Kontaktdaten:
Christdemokraten für das Leben e.V.
Kantstr. 18 in 48356 Nordwalde
Tel.: 0 25 73 – 97 99 391 / Fax: 0 25 73 – 97 99 392

E-Mail: info@cdl-online.de
Internet: www.cdl-online.de

 


In Israel wurde eine Galerie für arabische Kunst in Sakhnin eröffnet

Eine neue Kunstgalerie in der israelischen Stadt Sakhnin sorgt in der israelischen Kunstwelt für Aufregung. Das „Arab Museum of Contemporary Art and Heritage“ (AMOCAH) macht die Stadt, die bislang vor allem für ihr hervorragendes Fußballteam bekannt ist, auch für Kunstliebhaber interessant.

Sakhnin liegt im unteren Galiläa und hat eine überwiegend muslimische Bevölkerung und eine beträchtliche christliche Minderheit.

BILD: Ein Werk des afghanisch-deutschen Künstlers Jeanno Gaussi (Foto: MFA)

Eine der Gründerinnen des Museums, die israelische Künstlerin Avital Bar-Shay, sagt: „Das Museum liegt in der Peripherie der Peripherie. Doch die ausgestellten Werke haben teils internationales Format und in den arabischen Gemeinden der Region sehnte man sich nach solch einem Ort.“

Die zweite Gründerin, Belu-Simion Fainaru, eine rumänische Künstlerin, sagte im Interview mit dem Radiosender TLV1.FM: „In der Kunst schafft man oft etwas Neues, indem man zwei Dinge, die eigentlich nichts gemeinsam haben, zu einem Ding verbindet.“

Das AMOCAH nennt bereits mehr als 2000 Objekte sein eigen, die einen Bezug zum regionalen arabischen Erbe haben. Dazu kommen 200 andere zeitgenössische Werke. Das Museum deckt verschiedene Genres ab, von Zeichnungen und Gemälden, hin zu Skulpturen, Photographie und Multimedia.

Die Idee zum Museum hatten Bar-Shay und Fainaru nach der erfolgreichen Mittelmeer-Biennale in der Stadt im Jahr 2013. Die Stadtverwaltung Sakhnin und Bürgermeister Mazin Ghanayem schlossen sich der Idee an und halfen, einen Raum für das neue Museum in Sakhnins Altstadt zu finden.

Der Tageszeitung Haaretz sagte Fainaru: „Wir wollen, dass die Gemeinde mit dem Museum verbunden ist, dass die Kunst an der Seite der Bürger existiert und nicht nur um ihrer selbst willen.“

Die Gründer des AMOCAH betonen, dass das Museum auch ein Ort des Dialoges der verschiedenen Gemeinschaften in Israel sein soll. „Es ist ein Raum der Begegnung für Juden und Araber, für beide Kulturen, eine Bühne für Zusammenleben und Dialog“, sagt Bar-Shay.

Passend dazu lautet der Titel der ersten Ausstellung, die derzeit zu sehen ist, „Hiwar“, das arabische Wort für Dialog. Kuratorin Amin Abu Raya stellt dabei zeitgenössische Werke und traditionelle Werke des arabischen Erbes der Region nebeneinander.

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin


Wie wirkt das schwarz-grüne „Modell“ in Hessen auf die Bundespolitik?

Mathias von Gersdorff

Ein Jahr nach Unterzeichnung des schwarz-grünen Koalitionsvertrages in Hessen gibt es manches Lob für Volker Bouffiers Landesregierung in Wiesbaden. Podium5

So gerät der Lokalteil der FAZ vom 31. Dezember 2014 geradezu ins Schwärmen, wenn die hessische schwarz-grüne Landesregierung als ein „Zweckbündnis auf dem Weg zum Projekt“ beschrieben wird:

„Von einem reinen ‘Zweckbündnis’, wie es beide Seiten anfangs nannten, ist nach knapp einem Jahr Schwarz-Grün in Wiesbaden kaum noch die Rede. Vielmehr können sich die Chefs der Regierungsfraktionen, Michael Boddenberg (CDU) und Mathias Wagnern (Die Grünen), nicht oft genug gegenseitig versichern, wie gut sie miteinander auskommen.“

Auch Ministerpräsident Bouffier (CDU) ist rundum zufrieden und stellt in einem Interview mit der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung vom 21. Dezember 2014 fest:

„Viele hat es wohl überrascht, daß ausgerechnet in Hessen eine solche Kombination erfolgreich arbeitet. Viele haben eine solche Koalition zumindest nicht unter meiner Leitung für möglich gehalten.“ 

In der Tat galt zu Beginn der Koalitionsgespräche Bouffier, der sich als Innenminister den Ruf des „Hardliners“ eingeholt hat, als eines der Haupthindernisse für eine Koalition mit den Grünen.

Nun sieht er in seiner eigenen Regierungskoalition Modellcharakter für andere: „Wenn wir weiter auf der Erfolgsspur bleiben, wird sich zeigen, ob eine solche Koalition nicht auch für ein anderes Bundesland oder sogar auf Bundesebene eine Lösung sein könnte.“  –  Im selben Sinne äußerte sich Bouffier am 28. Dezember 2014 gegenüber der Welt am Sonntag.

In Hessen sollen Pflöcke eingeschlagen werden

Solche Töne aus dem Merkel-Umfeld sind nicht ganz neu, doch nun sollen wohl in Hessen Pflöcke eingeschlagen werden – drei Jahre vor der nächsten Bundestagswahl, vier Jahre vor der nächsten Landtagswahl in Hessen. 

Bouffier malt den Teufel an die Wand: Sollte Schwarz-Grün nicht gelingen, kommt die rot-rot-grüne Volksfrontregierung. Hessen und Thüringen geben also die beiden möglichen Richtungen der deutschen Politik vor.

Die FDP, die 2013 immerhin den Einzug in den Hessischen Landtag schaffte, scheint endgültig abgeschrieben zu sein. Die AfD behandelt man wie Luft. Die SPD ist sichtbar gereizt über so viel Harmonie zwischen den ehemaligen politischen Gegnern.

Landeschef Thorsten Schäfer-Gümbel keifte gegenüber der HNA: „Schwarz-Grün schläfert die Menschen ein.“  – Ganz unrecht hat er nicht. Die polemischen Themen wurden bislang gemieden. Die linkslastige Frankfurter Rundschau notierte: „Kein Gezänk wie in Berlin.“

Die frühe Werbung für schwarz-grüne Koalitionen in allen Ebenen ist wohl dem Umstand geschuldet, daß beide Parteileitungen erhebliche Überzeugungsarbeit leisten müßten, um gewisse Sektoren ihrer Basis hinter sich zu bringen.

Homosexuellen- und Gender-Lobbyismus

Allein in Hessen mußte die grüne Basis manche Kröten schlucken. So wird beispielsweise Tarek Al-Wazir (Grüne), Hessischer Wirtschaftsminister, dem Bau eines dritten Terminals am Frankfurter Flughafen zustimmen müssen. Der Flughafen hat für die grüne Basis einen hohen symbolischen Stellenwert. 044a

Ebenso sind etliche Einsparungen, um einen ausgeglichenen Haushalt zu erreichen, alles andere als populär.

Andererseits gibt es in der CDU-Basis erhebliche Befürchtungen, in Hessen könnte die Einführung von Lerneinheiten wie die „Akzeptanz Sexueller Vielfalt“ wie an den Schulen Baden-Württembergs und Niedersachsens angebahnt werden.

FOTO: Demonstration in Stuttgart gegen den rotgrünen „Bildungsplan“ der Landesregierung

In der Tat wurde die Erstellung eines „Aktionsplanes für Akzeptanz und Toleranz“ zusammen mit „Selbstvertretungsorganisationen der Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Transgender und Intersexuellen“ im Koalitionsvertrag vereinbart:

„Dazu gehört insbesondere eine bessere Begleitung von jungen Menschen in der immer noch oftmals schwierigen Phase des ‘Coming Out’ und die stärkere Sensibilisierung für das Thema in Schulen auf Basis der bereits vorhandenen SchLAu-Projekte.“

Diese Pläne wurden bislang wenig konkretisiert. Man will Proteste wie in Baden-Württemberg vermeiden. Dennoch scheinen die Homo-Lobbyisten nicht bereit, am Ende völlig leer auszugehen.

Kai Klose, Vorsitzender der hessischen Grünen, stellte am 16. Oktober 2014 gegenüber dem Hessischen Rundfunk klar: „Wir wollen in allen Lebensbereichen stärker für die Akzeptanz von Menschen mit unterschiedlichen sexuellen Orientierungen und geschlechtlichen Identitäten sorgen. So haben wir es im Koalitionsvertrag vereinbart. Da sind die Schulen ein Baustein.“

Politische Szenerie beobachten und aktiv werden

Auf Bundesebene sind die Diskrepanzen noch viel größer. Grünen-Chefin Simone Peter hält Rot-Rot-Grün im Bund für möglich –  und Parteichef Cem Özdemir lehnt frühzeitige Festlegungen ab.

Doch selbst diese müßten einsehen, daß eine schwarz-grüne Option große strategische Vorteile enthält. Seitenhiebe gegen die CDU kamen aus Bayern: Kurz vor Jahresende forderte Bayerns Landwirtschaftsminister, Hans-Peter Friedrich (CSU), die CDU solle mehr konservatives Profil zeigen.

So bleibt Schwarz-Grün ein Drahtseilakt. Entscheidend wird also am Ende sein, wie sich die Basis, also das Volk verhält. In der Vergangenheit konnten die Politiker es immer wieder fertigbringen, vermeintliche „Störenfriede“ bzw. „Nervensägen“ wie Lebensrechtler, Elternverbände, Familienschützer usw. zu neutralisieren. Doch das will nicht mehr so recht gelingen.

Zu welchen psychotisch erscheinenden Anfällen das bei manchen Volksvertretern führen kann, konnte man zur Genüge im vergangenen Jahr erleben.

Leider ist die moderne CDU allzu gerne bereit, Prinzipien über Bord zu werfen, um so an der Macht zu bleiben. Christlich-konservative Bürger müssen deshalb die politischen Vorgänge scharf beobachten und sofort protestieren, wenn sich die CDU anschickt, christliche oder bewährte bürgerliche Positionen preiszugeben.

Unser Autor Mathias von Gersdorff leitet die Frankfurter Aktion „Kinder in Gefahr“ und das Webmagazin „Kultur und Medien online“

Erstveröffentlichung des Beitrags in der Wochenzeitung „Junge Freiheit“


Mordserie in Kliniken? – Patientenschützer fordern stärkeren Ermittlungsdruck

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Angesichts des Verdachts auf eine Mordserie in Kliniken in Wilhelmshaven, Delmenhorst und Oldenburg haben Patientenschützer Schwerpunkt-Staatsanwaltschaften für Medizin und Pflege gefordert. vaccine_2_360_250_s_c1
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In einem Gespräch mit der „Neuen Osnabrücker Zeitung“ sagte der Vorstand der Deutschen Stiftung Patientenschutz, Eugen Brysch: Im Interesse der schwerkranken Patienten und Pflegebedürftigen brauche es deutlich mehr Professionalität und einen erhöhten Ermittlungsdruck.

Jeder verdächtige Todesfall müsse untersucht werden: „Es kann nicht sein, dass Ermittlungen gegen den verdächtigen Pfleger nur deshalb wieder aufgenommen werden, weil Angehörige nicht locker lassen“, sagte Brysch.

Eine Sonderkommission der Polizei und die Staatsanwaltschaft untersuchen zurzeit allein in Delmenhorst den Tod von 174 Patienten, die von 2003 bis 2005 während der Arbeitsschichten eines Krankenpflegers starben. Bevor er in Delmenhorst anfing, arbeitete er von 1999 bis 2002 am Klinikum Oldenburg.

Quelle und vollständiger Text hier:  http://www.extremnews.com/nachrichten/vermischtes/5bdf151d5f198c6