Unionsfraktion: Franz Josef Jung künftig für Außen- und Sicherheitspolitik zuständig

Gitta Connemann übernimmt Arbeitsbereich „Kirchen/Landwirtschaft/Petitionen

Die Pressestelle der CDU/CSU-Bundestagsfraktion teilt mit:

„Um Außen- und Sicherheitspolitik wird sich in der CDU/CSU-Bundestagsfraktion künftig der stellv. Vorsitzende Franz Josef Jung kümmern. Jung wurde auf der Fraktionssitzung am Dienstag einstimmig zum Nachfolger von Andreas Schockenhoff gewählt, der im Dezember plötzlich verstorben war.

Neu in den Fraktionsvorstand gewählt wurde Gitta Connemann (siehe Foto). Als stellv. Vorsitzende übernimmt sie künftig den Aufgabenbereich Ernährung, Landwirtschaft, Kirchen und Petitionen von Franz Josef Jung.

Auf  Connemann entfielen 177 Ja-Stimmen, 29 Nein-Stimmen und neun Enthaltungen. Das entspricht einem Wahlergebnis von 85,9 Prozent. Die Abgeordnete aus Niedersachsen war bislang Vorsitzende des Bundestagsausschusses für Ernährung und Landwirtschaft.

Jung kennt sich in der Außen- und Sicherheitspolitik aus. Während der großen Koalition von 2005 bis 2009 war der Abgeordnete aus Hessen Verteidigungsminister. Jung bleibt  zugleich Beauftragter der Fraktion für Kirchen und Religionsgemeinschaften.“


Dr. Ludovic Roy: Ist der Islam mit unserem Rechtsverständnis vereinbar?

Dr. Ludovic Roy, ein Franzose aus Mannheim, schrieb folgenden Leserbrief an die Tageszeitung „Mannheimer Morgen“:

„Der feige und verbrecherische Terrorakt von Paris war ein Angriff auf uns alle und auf die Seele unserer demokratischen Grundordnung: die Meinungs- und Pressefreiheit!

Die ermordeten Journalisten und Zeichner, die zu den bedeutendsten Frankreichs gehören, sind Soldaten und Helden der Freiheit, deren einzige Waffen Papier, Bleistift und Humor waren.

Die mutmaßlichen islamischen Terroristen, die man besser als Islamofaschisten bezeichnen sollte, haben erneut große Zweifel aufkommen lassen, ob der Islam überhaupt mit unserem Rechts- und Demokratieverständnis in Einklang zu bringen ist.

Der Gegenbeweis ist meines Erachtens durch eine einfache Frage zu erbringen: Hat jedermann das Recht, seine Ansichten und Meinungen auch dadurch zu äußern, dass man alle gesellschaftlichen Phänomene, einschließlich der Religionen und deren Repräsentanten, kommentieren, in Frage stellen und karikieren darf?“


Verwaltungsgericht Köln: KÖGIDA-Kundgebung am morgigen Mittwoch erlaubt

Die zweite KÖGIDA-Veranstaltung kann am morgigen Mittwoch um 18.30 Uhr vor dem Hauptbahnhof Köln in der Nähe des Doms durchgeführt werden. (Kögida ist ein Ableger der Pegida-Bewegung in Dresden.) Lediglich der geplante Schweigemarsch durch die Innenstadt ist nicht zulässig. Kölner Dom 12-2010

Das Verwaltungsgericht Köln hat heute in einer Eilentscheidung die Genehmigung für eine Kundgebung auf dem Domvorplatz beschlossen. Offenbar wird diesmal die Beleuchtung der Kathedrale nicht abgestellt.

Das Ausschalten der Außenbeleuchtung am Montag voriger Woche bleibe „ein einmaliges Signal“, beschloß das Domkapitel eigenen Angaben zufolge am heutigen Dienstag.
Bemerkenswerter Artikel von Dr. Alexander Kissler zur aktuellen Debatte um PEGIDA: http://www.cicero.de/salon/islamkritik-und-politik-heiko-maas-der-weltanschauungsminister/58725

Wachsende Unterdrückung in Kuba: 8900 politische Verhaftungen im Jahr 2014

Wie der kubanische Menschenrechtsverteidiger Elizardo Sánchez der Internationalen Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM) berichtete, ließ der kommunistisch Diktator Raúl Castro im vergangenen Jahr 8899 Anzeige-Kuba-Flagge-Gitterstaebe_8a1367f180kubanische Bürger aus rein politischen Motiven festnehmen.

Besorgt stellt die IGFM fest, dass die Kurzzeitverhaftungen in Kuba gegenüber den Vorjahren signifikant angestiegen sind und sich mehr als die Hälfte der meist sehr gewalttätigen Festnahmen gegen Frauen richteten.

Besonders betroffen von den Repressionen des kubanischen Regimes sei die Bürgerrechtsbewegung „Damen in Weiß“.

Die Zahl der politisch motivierten Kurzzeitverhaftungen sei 2014 gegenüber den vergangenen Jahren um über 2000 angestiegen, und das genau in jenem Jahr, in dem der US-amerikanische Präsident Barack Obama die historische Normalisierung der Beziehungen zwischen der USA und Kuba angekündigt hat. Raúl Castros unbeirrtes Festhalten an seiner repressiven Politik gegenüber „Andersdenkenden“ könnte die Verhandlungen mit den USA und der EU gefährden, warnt die IGFM.

Freilassung politischer Gefangener bisher leeres Versprechen

Die IGFM kritisiert, dass Raúl Castro seinem Versprechen an Obama, 53 politische Gefangene freizulassen, bisher nicht nachgekommen ist:

„Kein einziger politischer Gefangener durfte seit dem Gespräch zwischen Castro und Obama seine Zelle verlasRTEmagicC_logo_Homepage_quad.gifsen. Im Gegenteil, mit dem Künstler Danilo Maldonado und der Aktivistin der oppositionellen „Patriotischen Union Kubas“ (UNPACU) Sonia González wurden im Dezember zwei weitere politische Gefangene inhaftiert.“

Nach Angabe der IGFM sind in Kubas Gefängnissen etwa doppelt so viele politische Gefangene inhaftiert, als Raúl Castro versprochen hat freizulassen. Außerdem befürchtet die Menschenrechtsorganisation, dass anstatt der tatsächlichen politischen Gefangenen „gewöhnliche“ Gefangene entlassen werden, und jene, die nur wegen ihres Einsatzes für fundamentale Menschen- und Bürgerrechte inhaftiert wurden, weiterhin hinter Gittern bleiben.

Weitere Infos zur Menschenrechtslage in der Republik Kuba: www.igfm.de/kuba

Internationale Gesellschaft für Menschenrechte (IGFM)
Borsigallee 9 in 60388 Frankfurt a. Main
Tel.: 069-420108-11, Fax: 069-420108-33, info@igfm.dewww.menschenrechte.de


Jiddische Operettenlieder mit Alma Sadé am 27. Januar in der Komischen Oper Berlin

Am 27. Januar 2015 veranstaltet die Komische Oper Berlin ein Jiddischen Operettenlieder-Abend mit der israelischen Sängerin Alma Sadé (siehe Foto). (Foto: Alma Sadé © Gunnar Geller)

Am Klavier begleitet sie der Intendant und Chefregisseur der Komischen Oper Berlin, Barrie Kosky.

Die Autoren und Komponisten, zum größten Teil aus Osteuropa stammend, emigrierten unter dem Druck der dortigen Pogrome Anfang des 20. Jahrhunderts in die USA, wo sie dem noch in den Kinderschuhen steckenden amerikanischen Musical und der aus Europa importierten Operette ein drittes Genre gegenüberstellten.

Ihre Lieder handeln nicht selten vom Exil, von Einsamkeit und Heimweh: „Wo du auch sein magst – farges mikh nit!“

Ein stiller, ein besonderer Abend.

TERMIN: Dienstag, 27. Januar 2015 um 23 Uhr auf der Vorbühne

Farges Mikh Nit – Jiddische Operettenlieder
Von Warschau zum Broadway
Mit: Alma Sadé (Sopran), Helene Schneidermann (Mezzosopran) und Barrie Kosky (Klavier)

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin / Foto: Gunnar Geller


Berlin-Neukölln: Linksextreme attackieren das Rathaus, Banken, Geschäfte etc.

Etwa 50 vermummte Linksextremisten haben am Sonnabend in Berlin das Rathaus Neukölln mit Steinen angegriffen und verwüstet. Zahlreiche Scheiben wurden zerstört. Später griff die Gruppe noch Geschäfte, Banken und Sicherheitsdienstmitarbeiter an. Es entstand hoher Sachschaden. 033_30

In einem Selbstbezichtigungsschreiben auf einer linksextremen Internetplattform heißt es: „Kein Friede dem rassistischen Normalzustand! Kein Friede dem Staat, seinen Dienern und seiner Gewalt!“

Vier Verdächtige, die von der Polizei unmittelbar nach dem Angriff festgenommen wurden, sind mittlerweile wieder auf freiem Fuß.

Hintergrund des Anschlags ist der zehnjährige Todestag des Asylbewerbers Oury Jalloh, der 2005 durch einen selbstgelegten Brand in Dessau ums Leben kam.

Quelle: Wochenzeitung JUNGE FREIHEIT

Siehe hierzu auch die POLIZEIMELDUNG mit Zeugenaufruf: http://www.berlin.de/polizei/polizeimeldungen/pressemitteilung.250034.php


Buch über deutsch-israelische Filmgeschichte

Im Dezember 2014 erschien im Neofelis Verlag das Buch „Übergänge. Passagen durch eine deutsch-israelische Filmgeschichte“ von Tobias Ebbrecht-Hartmann (siehe Foto). Foto (c) Tobias Ebbrecht-Hartmann

In den vergangenen Jahren hat das israelische Kino weltweit auf zahlreichen Festivals Aufmerksamkeit auf sich gezogen. Viele der oft ausgezeichneten Filme sind Co-Produktionen.

Es ist schon längst nicht mehr die Ausnahme, dass auch deutsche Filmförderungen israelische Regisseure bei ihren Projekten unterstützen – nicht zuletzt dann, wenn wie in Eran Riklis Film Playoff (2011) Episoden einer deutsch-israelischen Geschichte oder grenzüberschreitende Begegnungen Thema und Gegenstand der Filme sind.

Filmbeziehungen schon vor die Staatsgründung Israels

Solche deutsch-israelischen Filmbeziehungen aber haben bereits eine lange Tradition, die sogar bis in die Zeit vor der Staatsgründung zurückreicht, als jüdische Filmemacher aus Deutschland Palästina bereisten, um den dortigen zionistischen Aufbau auch in ihrer deutschen Heimat publik zu machen.

Spätere Filme erzählten dann Geschichten von deutschsprachigen Einwanderern, zeigen Israelis in Deutschland und Deutsche in Israel oder Figuren, die sich zwischen beiden Ländern bewegen.

Das Buch versucht die Geschichte der deutsch-israelischen Filmbeziehungen anhand von konkreten Filmen und Ereignissen zu rekonstruieren. Es reicht von den Anfängen der Filmproduktion im Mandatsgebiet Palästina bis in die Gegenwart.

Das Buch richtet sich nicht nur an Leser, die sich für die deutsch-jüdische und deutsch-israelische Geschichte interessieren, sondern an alle Film- und Fachhistoriker und junge Filmemacher.

Buch-Daten: Tobias Ebbrecht-Hartmann: „Übergänge. Passagen durch eine deutsch-israelische Filmgeschichte“, 300 Seiten, ISBN: 978-3-943414-51-6 , Preis: 26 €

Quelle: Israelische Botschaft in Berlin (Kulturabteilung)